Psychologie in 5 Tagen

Kapitel 2, 5,2, 7

Kapitel 2, 5,2, 7


K. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Psychologie von Schizophrenie und verwandten Störungen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Symptome, Diagnostik, Therapie und Verlauf verschiedener schizophrener Erkrankungen, einschließlich paranoider, hebephrener und katatoner Formen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Diagnose und Behandlung psychischer Störungen befassen, da sie detaillierte Informationen zu Symptomatik, Medikamenten und therapeutischen Ansätzen liefern.
Flashcards
104
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
20.10.2015 / 21.10.2015

Flashcards

Was sind Ich-Störungen ?

Entfremdungserlebnisse: Derealisation, Depersonalisation;

Fremdbeeinflussungserlebnisse: Gedankenentzug, -ausbreitung, -eingebung

Welche Labordiagnostik sollte man bei psychischen Störungen machen?

  • Routinelabor
  • Abklärung Hyper-/Hypothyreose
  • Medikamenten und Drogenspiegel
  • Liquordiagnostik
  • Bei Erstmanifestation einer schweren psychischen Erkrankung (z. B. Schizophrenie, affektive Störung) höherer diagnostischer Aufwand nötig: Serologie für Borrelien, Treponemen, evtl. weitere neurotrope Keime, Vaskulitis-Diagnostik, Schilddrüsen-Antikörper (Ausschluss Hashimoto-Thyreoiditis); ggf. Vitaminstatus

Was ist die Elektroenzephalographie (EEG)?

Messung der summierten elektrischen Aktivität der Hirnrinde durch Aufzeichnung von Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche

Welche Wellen gibt es beim EEG?

  • Alpha-Wellen: 8–13/s (Vorkommen v. a. im entspannten Wachzu-stand bei geschlossenen Augen)
  • Beta-Wellen: 14–30/s (v. a. im aufmerksamen Wachzustand)
  • Theta-Wellen: 4–7/s (typischerweise in leichten Schlafphasen
  • Delta-Wellen: 0,5–3/s (charakteristisch für die Tiefschlafphasen

Wofür nutzt man das EEG?

Unspezifisches Screening für hirnorganische Störungen (v. a. Epilepsien); Anwendung auch in der Schlafmedizin

Die Testpsychologische Diagnostik wird unterteilt in:

  • Leistungstests:
    • Intelligenztests, allgemeine Leistungstests, spezielle Funktionsprüfungs- und Eignungstests, Entwicklungstests, Schul-tests
  • Psychometrische Persönlichkeitstests: Persönlichkeitsstruktur-tests (standardisierte Erfassung der Persönlichkeitsstruktur), Ein-stellungs- und Interessentests sowie klinische Verfahren (standardisierte Abschätzung und Quantifizierung psychopathologischer Symptomatik)
  • Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren: projektive Tests

Was sind die drei Hauptgütekriterien psychologischer Tests?

- Validität

- Reliabilität

- Objektivität

Was sind Beispiele für Leistungstests?

  • Intelligenztests, allgemeine Leistungstests, spezielle Funktionsprüfungs- und Eignungstests, Entwicklungstests, Schul-tests

Was ist Validität?

Güte der Messung des Merkmals, das der Test erfassen soll

Was sind Beispiele Psychometrische Persönlichkeitstests?

Persönlichkeitsstruktur-tests (standardisierte Erfassung der Persönlichkeitsstruktur), Ein-stellungs- und Interessentests sowie klinische Verfahren (standardisierte Abschätzung und Quantifizierung psychopathologischer Symptomatik)

Was ist das Kriterium der Reliabilität?

 Zuverlässigkeit, d. h. Genauigkeit mit der das Verfahren ein Merkmal erfasst (z. B. Übereinstimmung der Ergebnisse bei Testwiederholungen als Retest-Reliabilität oder Paralleltest-Reliabilität)

Was ist das Kriterium der Objektivität?

Unabhängigkeit des Testergebnisses vom Untersucher und Auswerter

Was ist die Definition der Intzelligenz?

Das, was der jeweilige Intelligenztest misst. Daher bei  Intelligenzmessungen immer das verwendete Verfahren mit angeben

Was ist ein normaler IQ?

IQ-Werte haben – je nach Testverfahren – meist einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 (etwa 68% der Bevölkerung weisen IQ-Werte zwischen 85 und 115 auf)

Welcher ist der häufigste verwendete Intelligenztest?

Wechsler-Intelligenz-Test für Erwachsene (WIE), eine Weiterentwicklung des Hamburg-Wechsler- Intelligenz-Tests für Erwachsene (HAWIE)

Was misst der Wechsler-Intelligenz-Test für Erwachsene (WIE), eine Weiterentwicklung des Hamburg-Wechsler- Intelligenz-Tests für Erwachsene (HAWIE)?

  • Multidimensionaler Intelligenztest bestehend aus verschiedenen Subtests zur Erfassung globaler Intelligenz, Verbal- und Handlungs-intelligenz sowie weiterer intellektueller Teilbereiche
  • Stark sprach- und kulturabhängig

Was ist das besondere am Intelligenztest für Kinder?

  • Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK)

 

Was ist fluide Intelligenz?

  •  Fluide/flüssige Intelligenzkomponenten: Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Schlussfolgern, Problemlösung und Verarbeitungsgeschwindigkeit; unterliegen dem Altersabbau

Was ist kristalline Intelligenz?

  • Kristalline Intelligenzkomponenten: über Lernen und Erfahrung gewonnene Kenntnisse und Fertigkeiten (»Lebenswissen/Lebensweisheit«); gelten als weitgehend altersstabil und relativ störungsresistent

Was sind Exekutive Funktionen?

Exekutive Funktionen = höhere mentale Funktionen, die es erlauben, selbstständig und zielstrebig zu handeln durch Kontrolle, Steuerung und Koordination verschiedener kognitiver Subprozesse; Beeinträchtigungen von Exekutivfunktionen werden häufig auf frontale zerebrale Dysfunktionen zurückgeführt

Welcher psychologische Test wird zur Demenz diagnostik genutzt?

Zum Beispiel Mini-Mental-Status-Test (MMST): erfasst u. a. Orientierung, Merk- und Erinnerungsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Rechenfähigkeit, Sprache und Nachzeichnen (häufig als Bedside-Test verwendet

Was misst ein Persönlichkeitsstrukturtest?

erfassen Merkmale im Bereich »normaler«, gesunder Persönlichkeit;

Was sind Besipsiele für Persönlichkeitsstrukturtests?

  • Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI): Selbstbeurteilungsverfahren zur Erfassung von 10 weitgehend unabhängigen Persönlichkeitsmerkmalen aus dem »normalpsychologischen« Bereich
  • NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI): Selbstbeurteilungsinventar, welches 5 Persönlichkeitsdimensionen erfassen soll (Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit

Was sind Persönlichkeitsentfaltungsverfahren?

 beruhen auf der Vorgabe von uneindeutigem Reizmaterial, das beim Probanden ein breites Reaktionsspektrum aus-lösen kann; Ziel: unbewusste, nicht verbalisierbare Aspekte der Persönlichkeit sollen erfassbar gemacht werden

  • Zum Beispiel Rorschach-Test (inhaltlich-assoziative Interpretation von Klecksbildern),

Was ist ICD-10?

(Internationale Klassifikation der Krankheiten, derzeit in der 10. Auflage) der WHO; international verbindliches System

Was ist. DSM-V

(Diagnostisches Statistisches Manual psychischer Störungen, derzeit in der 4. Auflage) der American Psychiatric Association (APA); nationales amerikanisches System mit internationaler Verbreitung; Einsatz v. a. in der Forschung

Was sind Kennzeichen der beide international anerkannter Klassifikationssysteme?

  • Rein deskriptive (nicht ätiologische) Klassifikation der Störungen
  • Operationalisierte Diagnostik: Vorgabe von Symptom-, Zeit-, Verlaufs-, Ausschlusskriterien und Diagnosealgorithmen
  • Operationalisierung erfolgt prototypisch (häufig Mindestanzahl geforderter Symptome angegeben

Wie ist die EInteilung der Multiaxialen Klassifikation: Klassifikation auf mehreren Achsen; bei ICD-10?

  • Achse I = Klinische Diagnosen
  • Achse II = Soziale Funktionseinschränkungen
  • Achse III = Abnorme psychosoziale Situationen

Was ist das Komorbiditätsprinzip?

Möglichkeit, gemeinsam auftretende unter-schiedliche Erkrankungen getrennt zu diagnostizieren und zu kodieren

F-Hauptkategorien der ICD-10 (Psychische und Verhaltensstörungen)

Was sind die 9 Hauptkategorien?

F-Hauptkategorien der ICD-10 (Psychische und Verhaltensstörungen)

  • F0 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
  • F1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
  • F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
  • F3 Affektive Störungen
  • F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • F5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
  • F6 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • F7 Intelligenzstörung
  • F8 Entwicklungsstörungen
  • F9 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

Was ist Ziel der Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie= Lerntheoretisch begründete Psychotherapie
->Ziel: Aufbau erwünschter und Abbau unerwünschter Verhaltensweisen

Was sind die Grundprinzipien der Verhaltenstherapie?

  • Orientierung an experimenteller Psychologie, die sich mit dem sicht-baren/beobachtbaren Verhalten als Reaktion auf Umweltreize beschäftigt, und an der wissenschaftlichen Überprüfung theoretischer Konzepte
  • Gegenwarts- und problembezogen sowie ziel- und handlungsorientiert
  • Setzt an prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Problembedingungen an
  • Nicht auf Therapiesitzungen begrenzt; Patient muss aktiv neue Verhaltensweisen/Problemlösestrategien erproben und einüben (Übungen mit Therapeut außerhalb der Therapieräume/in der Realität, Hausauf-gaben)
  • Transparenz (Patient wird umfassend aufgeklärt, psychoedukative Elemente)
  • Soll »Hilfe zur Selbsthilfe« sein

Was ist die Klassische Konditionierung?

  • Erlernen einer Assoziation zwischen einem neutralen Reiz und einem biologisch bedeutsamen (unbedingter Reiz), der bereits eine Reflexreaktion auslöst (unbedingte Reaktion)
  • Ergebnis räumlich-zeitlicher Kopplungen des neutralen Reizes mit dem unbedingten Reiz: der ehemals neutrale Reiz löst ebenfalls die Reaktion aus (nun: bedingter Reiz und bedingte Reaktion)
  • Solche Mechanismen spielen z. B. eine Rolle bei der Entwicklung von Phobien und posttraumatischen Störungen

Was ist die operante Kopnditionierung?

  • Art der Konsequenzen auf ein Verhalten beeinflusst dessen Auftretenswahrscheinlichkeit
  • Verstärkung von Vermeidungsverhalten ist von besonderer Relevanz für die Erklärung und Aufrechterhaltung vieler psychischer Erkrankungen, z. B. Angst- und Zwangserkrankungen

Was ist die Kognitive Verhaltenstherapie?

  • Seit den 60er- und 70er-Jahren auch Einbeziehung von mehr intrapsychischen, nicht direkt beobachtbaren Prozessen im Individuum
  • Erweiterung der traditionellen Verhaltenstherapie um Ansätze, die menschliche Informationsverarbeitungsprozesse zur Erklärung des Verhaltens miteinbeziehen sowie sozialpsychologischer Lerntheorien (»kognitive Revolution«/»kognitive Wende«), kognitiv-behaviorale Therapie

Was ist das besondere an Lernen am Modell?

  • ernen durch Beobachtung Anderer (auch Beobachtungslernen, Imitationslernen, Modelllernen)
  • Ermöglicht den Aufbau neuer Verhaltensweisen, die noch nicht im Verhaltensrepertoire vorhanden sind und die Modifizierung komplexer Verhaltens- und Reaktionsweisen, aber auch den Erwerb von Normen, Wertvorstellungen und Einstellungen
  • Entscheidend hierbei sind Prozesse wie Motivation, Aufmerksamkeit, selektive Speicherung im Gedächtnis und motorische Reproduzierbarkeit
  • Im therapeutischen Kontext können Therapeut, aber auch andere Mitpatienten in Gruppentherapien als Modell dienen
  •  > Lernen am Modell ist ein wichtiges Element beim sozialen Kompetenztraining sowie bei Rollenspiel-Übungen

Was ist das besondere an Verhaltenstherapeutische Diagnostik?

Verhaltenstherapeutische Diagnostik umfasst (neben klassifikatorischer Störungsdiagnostik nach ICD-10)

  • Erhebung der Lerngeschichte
  • Individuelle Problem- und Verhaltensanalyse auf Symptomebene, i. d. R. nach dem SORCK-Modell
  • Funktionsanalyse (Funktion des Symptomverhaltens für den Patienten selbst sowie die Interaktion mit seiner Umwelt)

Was ist das SORCK-Modell?

  • Annahme: Verhalten entwickelt sich aus dem Einwirken
  • situativer/sozialer Reize (Stimuli: S), die unter bestimmten individuellen
  • Bedingungen (Organismus: O) zu bestimmten
  •  Reaktionen (Reaktion: R) führen; in Abhängigkeit von
  • Kontigenzverhältnis (C) und
  • Konsequenz (K) formt sich entsprechendes Verhalten

Was ist das 7-Phasen-Modell des verhaltenstherapeutischen Prozesses?

  • Einteilung der verhaltenstherapeutischen Vorgehensweise in verschiedene Therapiephasen (diese sind nicht immer klar voneinander  zu trennen)-
    • Schaffen günstiger Ausgangsbedingungen,
    • Aufbau einer therapeutischen Beziehung
    • Aufbau von Veränderungsmotivation
    • Verhaltensanalyse (Lerngeschichte, SORCK-Schema, Funktions-analyse)Zielanalyse
    • Durchführung spezieller therapeutischer Techniken
    • Evaluation und Bewertung der Therapiefortschritte
    • Erfolgsoptimierung/Generalisierung

Was sind die vier Möglichkeiten der Expoisitionsverfahren?

siehe Bild

Study