Psychologie

Examensfragen K41

Examensfragen K41


Björn Wißmann
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über psychische Erkrankungen und Störungen, geeignet für die Berufslehre. Sie behandeln Themen wie Psychosen, Suizid, Alkoholismus und verschiedene Therapieansätze. Die Lernkarten sind besonders nützlich für angehende Fachkräfte in der Psychologie und Pflege, da sie wichtige Diagnosen, Symptome und Behandlungsmethoden vermitteln.
Cartes-fiches
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2
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
24.06.2014 / 26.07.2014

Cartes-fiches

Schizophrenie

Symptome

Ranges: - Wahnwahrnehmung

Gedankenlautwerden

Leibliche Beeinflussungserlebnisse

Hören von Stimmen die das eigene Tun mit Bemerkungen begleiten

Gedankenentzug und andere Gedankenbeeinflussungen 

Ranges: - Wahneinfall

Ratlosigkeit

Verstimmungen

Erlebte Gefühlsverarmung

Schizophrenie
Vorraussetzung für Diagnose

Kann gestellt werden, wenn innerhalb von einem Monat die meiste Zeit eines der Symptome 1. Ranges oder zwei Symptome 2. Ranges erfüllt sind. 

Symptome 2. Ranges können auch nach starkem Stress oder einem Psychotraumata entstehen

Formen der Schizophrenie 

 

Paranoide Schizophrenie = laute Art der Schizophrenie

Hebephrene Schizophrenie = vor allem in der Pubertät

Katatone Schizophrenie = Patient achtet nicht auf Vitalzeichen

Schizophrenia simplex = leise Form der Schizophrenie

Schizoaffektive Störung= gegenwärtig manisch oder depressiv

Ursachen der Schizophrenie 

 

genetische Faktoren 

Überempfindlichkeit der postsynaptischen Dopaminrezeptoren

Double-Blind-Hypothese ( gestörte Kommunikation zwischen Eltern und Kind)

Schizophrenie

Therapie

Psychopharmaka (Neuroleptika helfen gegen Wahnvorstellungen, allerdings viele Nebenwirkungen, antriebssteigernde Antidepressiva Nebenwirkung Psychose)

Psychotherapie 

Soziale Maßnahmen (Ergo, Bewegungstherapie)

Schizophrenie
Verlauf

chronisch zu schweren Zuständen (10% aller psychischen Erkrankungen)

akut zu leichteren chron. Zuständen (5% aller Erkrankungen)

chronisch zu leicht chronischen Zuständen (10-15% noch arbeitsfähig)

schubförmig zu schweren chronischen Zuständen (5%)

schubförmig zu leicht chronischen Zuständen (20-25%)

Manie

= gesteigertes Aktivitätsniveau, Patienten bringen Aktivität aber nicht zu Ende sondern fangen etwas neues an

Manie
Symptome:

Distanzlosigkeit, keine sozialen Hemmungen, übergesteigertes sexuelles Empfinden, wenig Schlaf (1-2 Stunden pro Nacht), Größenwahn

Manie

Vorraussetzung für die Diagnose

 

Der Stimmungswechsel muss dominieren und mindestens eine Woche anhalten, und es müssen drei Merkmale/Symptome vorliegen.

Manie
Therapie:

Stationäre Aufnahme ( geschlossene Station)

Abschirmung von Aussenreizen

Neuroleptika

Langzeitprophylaxe mit Lithum oder Carbramazepin

Depression

Symptome

Schlafstörungen, Veränderungen des Körpergewichts, Interessenverlust, Pat. Sind suizid-gefährdet

Depression
Somatisches Syndrom

= sexuelles Empfinden lässt nach, „Morgentief“, wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen,  mit Medikamenten (Abends wird’s immer besser) 

(liegt vor, wenn mindestens 4 Symptome vorliegen)

Depression

Voraussetzung für Diagnose

Der depressive Zustand muss mindestens zwei Wochen anhalten 

Depression

Therapie:

Therapie:

Antidepressiva (verzögerter Wirkeintritt, nach 4 Wochen; erst wird der Antrieb verbessert, dann die Stimmung erst besser Suizidgefahr) 

Verzögerter Wirkeintritt

Licht, Bewegung, Motivation

Kontakt mit anderen Leuten

Patienten sind nicht verpflichtet an irgendwas teilzunehmen, sie dürfen / sollen das selbst entscheiden! 

Organisch begründbare Psychosen

 

= wenn organische Erkrankungen des Gehirns zur Psychose führen 

Demenzerkrankung

Choreatische Erkrankungen

Traumatische Schädigung des Gehirns

Vitamin B-12 Mangel (Zusammenhang mit Alkoholismus)

Epileptische Psychose

Drogeninduzierte Psychose

Medikamenteninduzierte Psychose

Dermatozoenwahn

Progressive Paralyse

Symptomatische Manie/Depression

Postoperative Psychose

Schwangerschafts Psychose

Wochenbettpsychose 

Suizid

 

Männer sind häufiger betroffen als Frauen! Am häufigsten zwischen 15-20 Lebensjahr und 50-70 Lebensjahr

Suizid

Risikofaktoren:

Depression, Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Alleinstehende

einfacher Suizid: Selbstmord

doppelter Suizid: Ein Partner wird freiwillig mit in den Suizid genommen

erweiterter Suizid: 2 oder mehrere Personen werden unfreiwillig mit in den Suizid genommen

Suizid= Aggression richtet sich gegen die Person selbst

Mord= Aggression richtet sich gegen andere Personen 

Präsuizidales Syndrom nach Ringel

Situative Einigung, bzw. soziale Isolation - P. beschäftigt sich nur noch mit seinen Problemen, sieht keine Alternativen

Aggressionsstau- oder umkehr  - Aggression nicht mehr nach außen, nur noch nach innen gerichtet

Todesphantasien aktive u. passive Todesphantasien (Art des Suizid - Beerdigung)

Ausweglosigkeit

Einengung der Wertewelt  - nichts ist mehr wichtig

Forensische Psychiatrie
 

Schweigepflicht:   - gilt für alle Angehörigen eines Heilberufes, auch während der Ausbildung

                - bei „rechtfertigendem Notstand“ ist ein Bruch der 

            Schweigepflicht erlaubt, wenn dies zum Schutz eines 

            Höherwertigen Rechtsgutes erforderlich ist

 

Zwangseinweisung: - Vorraussetzung: Patient lässt sich nicht von der Dring-

                Lichkeit der Behandlung überzeugen und kann auf 

                Grund der Erkrankung nicht einsehen, dass er sich und

                Andere gefährdet

              - Patient muss unter einer Psychose oder unter einer in 

                 ihrer Auswirkung einer Psychose gleichkommenden 

                 psychischen Störung leiden 

              - Ohne adäquate Therapie darf keine Aussicht auf 

                Heilung oder Besserung bestehen

Forensische Psychiatrie

Betreuungsgesetzt:

 besteht seit 1992

             - Tritt an die Stelle des vorherigen Vormundschafts- und 

               Pflegeschaftsrechtes

Das Vormundschaftsgericht kann einen Betreuer für einen

Psychisch kranken Volljährigen bestellen, wenn dieser aufgrund von psychischen Erkrankungen nicht in der Lage ist seine Angelegenheiten zu regeln. 

Das Gericht holt ein psychiatrisches Gutachten ein

Der Betreuer darf nur für Aufgaben bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist 

Sucht

 

Definition:

Sucht ist eine Störung, charakterisiert durch 1) einhergehende Veränderung der Persönlichkeit, 2) körperliche Entzugserscheinungen, 3) Tendenz zur Steigerung der Dosis

Sucht

Körperliche Abhängigkeit:

Veränderungen des Metabolismus und ihre Folgen die nur durch Drogenzufuhr kompensiert werden

Sucht

Psychische Abhängigkeit:

Verlangen nach kontinuierlichen Einnahmen der Droge

 

Sucht

Alkoholismus:

chronische Vergiftung mit Alkohol

Charakterisiert durch: 1) komisches Trinkverhalten

                2) Wesensänderung

                3) Kontrollverlust

                4) gesteigertes Verlangen nach Alkohol

Sucht

Pathologischer Rausch

 durch Alkohol ausgelöste, schwere Aufregung und Dämmerzustände mit Verkennung der Situation, oft mit Illusion und Halluzination

Rausch= akute Vergiftung durch Alkohol 

Man unterscheidet 4 Stadien der Intoxikation

Excitation 0,5-1,5%

Somnolenz 1-2%

Narkose 2-3%

Lebensgefahr 4-5%

Sucht

Chronischer Alkoholismus

Trinkertypen nach Jellinek

Konflikttrinker aus momentaner Verärgerung

Gelegenheitstrinker zeitweiligen exzessiven Alkoholkonsum

Gewohnheitstrinker täglich eine gewissen Menge Alkohol

Quartalstrinker in bestimmten Episoden exzessiv und unkontrolliert

Süchtiger Trinker Kontrollverlust

 

Körperliche Symptome: Tremor (Zittern), Gastritis (morgendliches Erbrechen), Fettleber

Sucht
 

Komplikationen

 

Delirium tremens (beginnt meist nachts)

optische und taktile Halluzinationen, Patient sieht farblose Dinge (weiße Mäuse), Verletzungsgefahr, Orientierung Zeit und Ort sind gestört, 

Stimmung: ängstlich, euphorisch, unruhig, Dauer 2-5 Tage

Therapie: Intensivmed. Überwachung, Vitamin-B-Präparate

Korsakow- Psychose

Störung des Frischgedächnisses, unter Abstinenz Besserung im Laufe eines halben Jahres, evt. Heilung

Im Anschluss an Delirium tremens

 

Wernicke-Encephalopathie

Verwirrtheit, Störung der Merkfähigkeit

Ursache: Blutung im Hirn, Vitamin-B-Mangel

Medikamentenabhängigkeit

 

Betroffen sind: 1) Analgetika (Schmerzmittel)

            2) Sedativa/Hypnotika (Schlafmittel)

            3) Tranquillizer (Beruhigungsmittel)

 

chronische Intoxikation Analgetika

Koordinationsstörung, Ataxie, Tremor, verwaschene Sprache

Chronische Intoxikation Sedativa

siehe oben + Benommenheit

           Chronische Intoxikation Tranquillizer

depressive Verstimmung, Antriebsarmut, Muskelerschlaffung,

Artikulationsstörungen 

Therapie: stationärer Entzug, Dosisreduktion (abrupter Entzug= Gefahr der deliranten Störung), vegetative Krisen, Kreislaufkollaps 

Anschließend: psychotherapeutische aufdeckende Therapie (wann greift er zur Tablette?)

Antidepressiva und Neuroleptika haben kein Suchtpotential 

Drogenabhängigkeit
Substanzgruppen

Marihuanakonsum 

amotivationales Syndrom: Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Passivität, Wesensänderung

25-30 Stunden nachweisbar

Opioide

chronischer Entzug für zu amotivationalem Syndrom

80-90% aller Junkies verwenden es

Halluzinogene

Rausch kann mehrere Stunden oder sogar Tage anhalten

Rausch endet im Zustand von Erschöpfung, Müdigkeit oder depressiver Stimmung 

Komplikation: Horrortrip

Kokain

Rausch hält etwa für 15-60 Minuten

Psychische Abhängigkeit

Körperliche Schäden: Affekte der Nasenschleimhaut, zerebrale Krampfanfälle, Leberschäden 

 

Drogenabhängigkeit

Therapie

Kontaktaufnahme

Entzug/Entgiftung abrupt/ stationär

Entwöhnung Ziel: Umerziehung/Sozialisierung, neues Umfeld

Rehabilitation

Neurosen

Ursachen

Intrapsychische Widersprüche und Spannungen Psychoanalyse

Widersprüche zur veränderten oder gestörten Umwelt Verhaltenstherapie

Kombination von beidem

 

Angstneurose

Anhaltende, diffuse, gegenstandslose Angst ohne spezifisches Vermeidensverhalten

Ursachen: mangelhafte Entwicklung, Unvertrauen der Mutter

Therapie: Psychoanalyse

 

Phobie

Krankhafte Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen (häufig familiäre Belastung, Vermeidungsverhalten) 

Mögliche Ursachen: Angsterregende Gegenstände induzieren Impulse u gegenläufige Abwehrmechanismen

Therapie: Verhaltenstherapie oder aufdeckende Psychotherapie, bei schwerer Ausprägung antidepressive Langzeitbehandlung

CAVE: Tranquillizer

 

Panikstörung

Wiederkehrende schwere Angstattacken, die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind 

 

Zwangsneurose

Psychische Störung in Form von Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder Zwangsimpulsen 

DD= endogene Depression

 

Herzneurose

Hypochondrische Neurose, bei der der Patient an der völlig unbegründeten Angst leidet einen Herzinfarkt zu bekommen oder an einem plötzlichen Herztod zu versterben 

Study