Psychologie
Examensfragen K41
Examensfragen K41
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Cartes-fiches
Schizophrenie
Symptome
Ranges: - Wahnwahrnehmung
Gedankenlautwerden
Leibliche Beeinflussungserlebnisse
Hören von Stimmen die das eigene Tun mit Bemerkungen begleiten
Gedankenentzug und andere Gedankenbeeinflussungen
Ranges: - Wahneinfall
Ratlosigkeit
Verstimmungen
Erlebte Gefühlsverarmung
Schizophrenie
Vorraussetzung für Diagnose
Kann gestellt werden, wenn innerhalb von einem Monat die meiste Zeit eines der Symptome 1. Ranges oder zwei Symptome 2. Ranges erfüllt sind.
Symptome 2. Ranges können auch nach starkem Stress oder einem Psychotraumata entstehen
Formen der Schizophrenie
Paranoide Schizophrenie = laute Art der Schizophrenie
Hebephrene Schizophrenie = vor allem in der Pubertät
Katatone Schizophrenie = Patient achtet nicht auf Vitalzeichen
Schizophrenia simplex = leise Form der Schizophrenie
Schizoaffektive Störung= gegenwärtig manisch oder depressiv
Ursachen der Schizophrenie
genetische Faktoren
Überempfindlichkeit der postsynaptischen Dopaminrezeptoren
Double-Blind-Hypothese ( gestörte Kommunikation zwischen Eltern und Kind)
Schizophrenie
Therapie
Psychopharmaka (Neuroleptika helfen gegen Wahnvorstellungen, allerdings viele Nebenwirkungen, antriebssteigernde Antidepressiva Nebenwirkung Psychose)
Psychotherapie
Soziale Maßnahmen (Ergo, Bewegungstherapie)
Schizophrenie
Verlauf
chronisch zu schweren Zuständen (10% aller psychischen Erkrankungen)
akut zu leichteren chron. Zuständen (5% aller Erkrankungen)
chronisch zu leicht chronischen Zuständen (10-15% noch arbeitsfähig)
schubförmig zu schweren chronischen Zuständen (5%)
schubförmig zu leicht chronischen Zuständen (20-25%)
Manie
= gesteigertes Aktivitätsniveau, Patienten bringen Aktivität aber nicht zu Ende sondern fangen etwas neues an
Manie
Symptome:
Distanzlosigkeit, keine sozialen Hemmungen, übergesteigertes sexuelles Empfinden, wenig Schlaf (1-2 Stunden pro Nacht), Größenwahn
Manie
Vorraussetzung für die Diagnose
Der Stimmungswechsel muss dominieren und mindestens eine Woche anhalten, und es müssen drei Merkmale/Symptome vorliegen.
Manie
Therapie:
Stationäre Aufnahme ( geschlossene Station)
Abschirmung von Aussenreizen
Neuroleptika
Langzeitprophylaxe mit Lithum oder Carbramazepin
Depression
Symptome
Schlafstörungen, Veränderungen des Körpergewichts, Interessenverlust, Pat. Sind suizid-gefährdet
Depression
Somatisches Syndrom
= sexuelles Empfinden lässt nach, „Morgentief“, wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen, mit Medikamenten (Abends wird’s immer besser)
(liegt vor, wenn mindestens 4 Symptome vorliegen)
Depression
Voraussetzung für Diagnose
Der depressive Zustand muss mindestens zwei Wochen anhalten
Depression
Therapie:
Therapie:
Antidepressiva (verzögerter Wirkeintritt, nach 4 Wochen; erst wird der Antrieb verbessert, dann die Stimmung erst besser Suizidgefahr)
Verzögerter Wirkeintritt
Licht, Bewegung, Motivation
Kontakt mit anderen Leuten
Patienten sind nicht verpflichtet an irgendwas teilzunehmen, sie dürfen / sollen das selbst entscheiden!
Organisch begründbare Psychosen
= wenn organische Erkrankungen des Gehirns zur Psychose führen
Demenzerkrankung
Choreatische Erkrankungen
Traumatische Schädigung des Gehirns
Vitamin B-12 Mangel (Zusammenhang mit Alkoholismus)
Epileptische Psychose
Drogeninduzierte Psychose
Medikamenteninduzierte Psychose
Dermatozoenwahn
Progressive Paralyse
Symptomatische Manie/Depression
Postoperative Psychose
Schwangerschafts Psychose
Wochenbettpsychose
Suizid
Männer sind häufiger betroffen als Frauen! Am häufigsten zwischen 15-20 Lebensjahr und 50-70 Lebensjahr
Suizid
Risikofaktoren:
Depression, Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Alleinstehende
einfacher Suizid: Selbstmord
doppelter Suizid: Ein Partner wird freiwillig mit in den Suizid genommen
erweiterter Suizid: 2 oder mehrere Personen werden unfreiwillig mit in den Suizid genommen
Suizid= Aggression richtet sich gegen die Person selbst
Mord= Aggression richtet sich gegen andere Personen
Präsuizidales Syndrom nach Ringel
Situative Einigung, bzw. soziale Isolation - P. beschäftigt sich nur noch mit seinen Problemen, sieht keine Alternativen
Aggressionsstau- oder umkehr - Aggression nicht mehr nach außen, nur noch nach innen gerichtet
Todesphantasien aktive u. passive Todesphantasien (Art des Suizid - Beerdigung)
Ausweglosigkeit
Einengung der Wertewelt - nichts ist mehr wichtig
Forensische Psychiatrie
Schweigepflicht: - gilt für alle Angehörigen eines Heilberufes, auch während der Ausbildung
- bei „rechtfertigendem Notstand“ ist ein Bruch der
Schweigepflicht erlaubt, wenn dies zum Schutz eines
Höherwertigen Rechtsgutes erforderlich ist
Zwangseinweisung: - Vorraussetzung: Patient lässt sich nicht von der Dring-
Lichkeit der Behandlung überzeugen und kann auf
Grund der Erkrankung nicht einsehen, dass er sich und
Andere gefährdet
- Patient muss unter einer Psychose oder unter einer in
ihrer Auswirkung einer Psychose gleichkommenden
psychischen Störung leiden
- Ohne adäquate Therapie darf keine Aussicht auf
Heilung oder Besserung bestehen
Forensische Psychiatrie
Betreuungsgesetzt:
besteht seit 1992
- Tritt an die Stelle des vorherigen Vormundschafts- und
Pflegeschaftsrechtes
Das Vormundschaftsgericht kann einen Betreuer für einen
Psychisch kranken Volljährigen bestellen, wenn dieser aufgrund von psychischen Erkrankungen nicht in der Lage ist seine Angelegenheiten zu regeln.
Das Gericht holt ein psychiatrisches Gutachten ein
Der Betreuer darf nur für Aufgaben bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist
Sucht
Definition:
Sucht ist eine Störung, charakterisiert durch 1) einhergehende Veränderung der Persönlichkeit, 2) körperliche Entzugserscheinungen, 3) Tendenz zur Steigerung der Dosis
Sucht
Körperliche Abhängigkeit:
Veränderungen des Metabolismus und ihre Folgen die nur durch Drogenzufuhr kompensiert werden
Sucht
Psychische Abhängigkeit:
Verlangen nach kontinuierlichen Einnahmen der Droge
Sucht
Alkoholismus:
chronische Vergiftung mit Alkohol
Charakterisiert durch: 1) komisches Trinkverhalten
2) Wesensänderung
3) Kontrollverlust
4) gesteigertes Verlangen nach Alkohol
Sucht
Pathologischer Rausch
durch Alkohol ausgelöste, schwere Aufregung und Dämmerzustände mit Verkennung der Situation, oft mit Illusion und Halluzination
Rausch= akute Vergiftung durch Alkohol
Man unterscheidet 4 Stadien der Intoxikation
Excitation 0,5-1,5%
Somnolenz 1-2%
Narkose 2-3%
Lebensgefahr 4-5%
Sucht
Chronischer Alkoholismus
Trinkertypen nach Jellinek
Konflikttrinker aus momentaner Verärgerung
Gelegenheitstrinker zeitweiligen exzessiven Alkoholkonsum
Gewohnheitstrinker täglich eine gewissen Menge Alkohol
Quartalstrinker in bestimmten Episoden exzessiv und unkontrolliert
Süchtiger Trinker Kontrollverlust
Körperliche Symptome: Tremor (Zittern), Gastritis (morgendliches Erbrechen), Fettleber
Sucht
Komplikationen
Delirium tremens (beginnt meist nachts)
optische und taktile Halluzinationen, Patient sieht farblose Dinge (weiße Mäuse), Verletzungsgefahr, Orientierung Zeit und Ort sind gestört,
Stimmung: ängstlich, euphorisch, unruhig, Dauer 2-5 Tage
Therapie: Intensivmed. Überwachung, Vitamin-B-Präparate
Korsakow- Psychose
Störung des Frischgedächnisses, unter Abstinenz Besserung im Laufe eines halben Jahres, evt. Heilung
Im Anschluss an Delirium tremens
Wernicke-Encephalopathie
Verwirrtheit, Störung der Merkfähigkeit
Ursache: Blutung im Hirn, Vitamin-B-Mangel
Medikamentenabhängigkeit
Betroffen sind: 1) Analgetika (Schmerzmittel)
2) Sedativa/Hypnotika (Schlafmittel)
3) Tranquillizer (Beruhigungsmittel)
chronische Intoxikation Analgetika
Koordinationsstörung, Ataxie, Tremor, verwaschene Sprache
Chronische Intoxikation Sedativa
siehe oben + Benommenheit
Chronische Intoxikation Tranquillizer
depressive Verstimmung, Antriebsarmut, Muskelerschlaffung,
Artikulationsstörungen
Therapie: stationärer Entzug, Dosisreduktion (abrupter Entzug= Gefahr der deliranten Störung), vegetative Krisen, Kreislaufkollaps
Anschließend: psychotherapeutische aufdeckende Therapie (wann greift er zur Tablette?)
Antidepressiva und Neuroleptika haben kein Suchtpotential
Drogenabhängigkeit
Substanzgruppen
Marihuanakonsum
amotivationales Syndrom: Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Passivität, Wesensänderung
25-30 Stunden nachweisbar
Opioide
chronischer Entzug für zu amotivationalem Syndrom
80-90% aller Junkies verwenden es
Halluzinogene
Rausch kann mehrere Stunden oder sogar Tage anhalten
Rausch endet im Zustand von Erschöpfung, Müdigkeit oder depressiver Stimmung
Komplikation: Horrortrip
Kokain
Rausch hält etwa für 15-60 Minuten
Psychische Abhängigkeit
Körperliche Schäden: Affekte der Nasenschleimhaut, zerebrale Krampfanfälle, Leberschäden
Drogenabhängigkeit
Therapie
Kontaktaufnahme
Entzug/Entgiftung abrupt/ stationär
Entwöhnung Ziel: Umerziehung/Sozialisierung, neues Umfeld
Rehabilitation
Neurosen
Ursachen
Intrapsychische Widersprüche und Spannungen Psychoanalyse
Widersprüche zur veränderten oder gestörten Umwelt Verhaltenstherapie
Kombination von beidem
Angstneurose
Anhaltende, diffuse, gegenstandslose Angst ohne spezifisches Vermeidensverhalten
Ursachen: mangelhafte Entwicklung, Unvertrauen der Mutter
Therapie: Psychoanalyse
Phobie
Krankhafte Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen (häufig familiäre Belastung, Vermeidungsverhalten)
Mögliche Ursachen: Angsterregende Gegenstände induzieren Impulse u gegenläufige Abwehrmechanismen
Therapie: Verhaltenstherapie oder aufdeckende Psychotherapie, bei schwerer Ausprägung antidepressive Langzeitbehandlung
CAVE: Tranquillizer
Panikstörung
Wiederkehrende schwere Angstattacken, die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind
Zwangsneurose
Psychische Störung in Form von Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder Zwangsimpulsen
DD= endogene Depression
Herzneurose
Hypochondrische Neurose, bei der der Patient an der völlig unbegründeten Angst leidet einen Herzinfarkt zu bekommen oder an einem plötzlichen Herztod zu versterben