Psychologie


F. S.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen der psychoanalytischen Psychologie, mit Fokus auf Freuds Theorien, Narzissmus, Traumdeutung und Objektbeziehungstheorien. Sie eignen sich für Studierende und Interessierte, die die Grundlagen der psychoanalytischen Konzepte und deren Anwendung in der Psychotherapie verstehen möchten. Die Karten behandeln zentrale Begriffe wie freud, narzissmus, psychoanalyse, identifikation und ödipuskomplex, sowie deren Bedeutung in der psychologischen Praxis.
Flashcards
50
Students
6
Language
German
Category
Psychology
Created / Updated
09.08.2011 / 05.02.2021

Flashcards

Zentrale Kritikpunkte am methodischen Vorgehen der Psychoanalyse?

Keine Falsifizierbarkeit

Immunisieurng!

Was versteht man unter Immunisierung?

Kritikpunkt an der psychoanalytischen Methodik

Immunisierung: Beispiel; Reaktionen der Patienten gegenüber dem Psychotherapeuten (wird Deutung nicht akzeptiert = Widerstand gegen unbewusste Prozesse)

Wieso ist es problematisch das der Psychotherapeut in der Psychoanalyse einen Expertenstatus einnimmt?

•Psychotherapeut hat Expertenstatus -> suggestive Wirkung auf Patienten

o-> selbsterfüllende Prophezeiungen

oStudien zum verbalen Konditionieren: Patienten sprechen deshalb so häufig von Kindheitserlebnissen und sexuellen Erfahrungen, weil Sie vom Analytiker lerntheoretisch gesehen verstärkt werden

•Verbale Verstärker = „mhm“, „ja“

oBei nicht theoriekonformen Inhalten schweig der Analytiker

Neuste Ergebnisse aus der Hirnforschung bezüglich Trauminhalten?

•Träume sind nicht vollkommen arbiträr (willkürlich), sondern eng mit solchen Hirnarealen assoziiert, die Motive und innere Antriebe steuern

Was ist an Freuds Theorien überhaupt empirisch bewiesen worden?

•Empirische Befunde zu 5 Postulaten Freuds

•Darunter „Dritte Kränkung der Menschheit“, dass viele kognitive, affektive und motivationale Prozesse unbewusst sind

•Es ist schon seit langem unbestritten das prozedurale Wissen (wie etwas gemacht wird) in den meisten Fällen ohne bewusste Kontrolle in Verhalten umgesetzt wird

•Chicken-Sexing, von Experten nicht erklärbares prozedurales Wissen

oKüken auswählen die später Eier legen, obwohl Geschlechtsmerkmale erst später erkennbar werden

Neurologische Befunde belegen unbewusste emotionale Prozesse. Beispiel?

Patient H.M.

•Mediale Bereiche beider Temporallappen wurden entfernt (Epilepsie)

•Folge: Anterograde Amnesie: Keine Erinnerung an kürzliche Ereignisse, trotzdem emotional betroffen

Studien zum affektiven Konditionieren?

oDarbietung sinnloser Silben mit leichten Elektroshocks

•Physiologische Reaktionen bei Silbe ohne Elektroshock -> also unbewusster affektiver Prozess

•Physiologische Reaktionen waren auch messbar wenn konditionierte Stimuli subliminal (unterhalb Bewusstseinsschwelle) dargeboten wurden

•Implizite Assoziationstests -> Erfassung impliziter Einstellungen und Vorurteile

Inwiefern hat sich das psychoanalytische Narzissmuskonzept in der empirisch akademischen Psychologie etabliert?

oRaskin & Hall: Narcissistic Personality Inventory (NPI), im Zuge der Aufnahme in das DSM-III

oBeim NPI wird Narzissmus als subklinisches Persönlichkeitsmerkmal erfasst

•Empirische Befunde stützen die strukturellen Komponenten des Narzissmus und konvergieren weitgehend mit den oben referierten psychoanalytischen Kriterien zur narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Bis zu welchem Zeitpunkt entwickelte Freud sein Paradigma selbst?

1939

Freudsche Psychoanalyse: So neu war das alles gar nicht. Warum?

•Das Unbewusste war das Modethema des ausgehenden 19. Jahrhunderts

oBereits thematisiert von Leibniz, Schopenhauer, Nietzsche, Carl Phillip Moritz

•Infantile Sexualität: Wurde bereits vor Freud von Sexologen thematisiert

•Freud wurde auch von Schriftstellern wie Arthur Schnitzler beeindruckt und beeinflusst

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