Hochspannungstechnik


Davor Tudor
Diese Lernkarten behandeln die Isolationskoordination im Bereich der Elektrotechnik auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Bedeutung von Überspannungen, Durchschlagfestigkeit und Isolierung, sowie die Unterschiede zwischen innerer und äußerer Isolierung. Die Karteikarten erklären auch die Bedeutung von Schutzpegeln und Prüfspannungen. Elektrotechnik-Studenten profitieren davon, um die Grundlagen der Isolationskoordination zu verstehen und anzuwenden.
Karten
9
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.06.2013 / 22.06.2013

Lernkarten

1)

Woher stammen Angaben zu den Überspannungen für die statische Isolationskoordination? Mit welchem Wert werden die Überspannungen angegeben? Was stellt der Wert dar? 

Die Angabe zu den Überspannungen für die statische Isolation - Koordination stamm vom EVU. Diese Angaben müssen bekannt sein, andernfalls kann keine Isolation – Koordination durchgeführt werden.

UK2  -> Überspannung die mit nur 2% Wahrscheinlichkeit überschritten wird.

Ud10 -> Spannungsfestigkeit oder Stehe Spannung (am Betriebsmittel) Spannung bei der Durchschläge mit 10% Wahrscheinlichkeit auftreten.

1.1)

Mit welchen Prüfspannungen wurde der Trennschalter im Labor geprüft? Nennen Sie die Fachbegriffe der Prüfspannung sowie die genormte Prüfspannungspegel für ein Netz für Um=12 kV. 

Mit Bemessungs-Kurzzeit –Stehe Wechselspannung  Ud

und

Mit Bemessungs- Stehblitzstoßspannung Up

 

 

1.2)

Was Versteht man unter dem Begriff Isolations- Koordination?

Die Abstimmung der elektrischen Festigkeit der Betriebsmittel mit der Belastung durch Betriebs und Überspannungen.

1.3)

Welche Isolationsarten kennen Sie?  

ISO-Arten

Innere

Äußere

 

 

selbstheilend

Nicht selbstheilend

 

 

Geschützte Isolation

nicht geschützt

 

1.4)

Wie unterscheiden sich geschützte und ungeschützte Isolierung voneinander? 

Geschützte: gezielter Schutz, max. Wert der Überspannung wird durch

Schutzeinrichtung begrenzt(Schutzpegel), Isolationspegel >Schutzpegel 

Ungeschützte: keine Schutz durch Ableiter, meist Freiluft, Bemessung für Wechsel

und Schaltüberspannung 

1.5)

Wie unterscheiden sich innere und äußere Isolierung von einander?

Innere:

 meist innerhalb, Feststoff oder Ölpapier, keine Selbstheilung, kein Durchschlag erlaubt -> führt zu Zerstörung der Isolation.

Äußere:

meist außerhalb, gasförmig, selbstheilend, vereinzelt Durchschlag möglich 

1.6)

Wie viele Überschläge sind in innerer bzw. äußerer Isolierung erlaubt?

Innen keine, außen vereinzelt 

1.7)

Wie verhält sich die Durchschlagsspannung (von Luft), wenn der Druck höher ist, als unter Normzuständen? Nutzen Sie hierfür die Paschenkurve. 

Die Durchschlagspannung steigt bei höherem Druck. Alle Spannungen unter der Paschen kurve führen nicht zu Durchschlag. Durchschlagspannung hängt also nur von Produkt „p*d“ ab.

Temperatur:

Mit steigender Temperatur nimmt die Molekülbeweglichkeit zu, es steigt die elektrische Leitfähigkeit und bewirkt einen Abfall der Durchschlagsfestigkeit. (Durchschlagfestigkeit sinkt mit steigenden Temperatur)

Luftfeuchtigkeit:

Wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, vergrößert sich die Anzahl der Ladungsträger und deren Beweglichkeit. Die Durchschlagfestigkeit sinkt.

Luftdruck:

Mit fallenden Druck -> Durchschlagfestigkeit kleiner

Mit steigenden  Druck -> Durchschlagfestigkeit größer

(Erklärung dazu -> Paschen kurve)

1.8) Was ist der Fehlerrisiko bei der Statischen Isolationskoordination? Geben Sie eine Skizze an. Beschriften Sie die Geraden und die Achsen.

Fehlerrisiko ist die Anzahl der auftretenden Fehler je Anzahl der Überspannungsbeanspruchungen.

Es ist zu erkennen, dass ein ÜBERSCHLAG EINER Isolierung statisch sehr gering ist, weil es das Produkt aus der blauen und roten Kurve ist

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