Produktion und Logistik - Skript 8

HTW Berlin, BWL(B) 3. Semester, Wilksch

HTW Berlin, BWL(B) 3. Semester, Wilksch


J. W.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Produktions- und Logistiksteuerung für mittlere Schulklassen. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Steuerungsprinzipien wie Kanban, Pull- und Push-Systeme, sowie auf die Berechnung von Puffern und Losgrößen. Die Karteikarten erklären auch die Verwendung von Netzplänen zur Terminierung und Koordination von Vorgängen, einschließlich ihrer Vor- und Nachteile. Sie richtet sich an Schüler, die ein besseres Verständnis der Produktionsplanung und -steuerung erlangen möchten, insbesondere in Bezug auf die Optimierung von Fertigungsprozessen und die Verwaltung von Lagerbeständen.
Karten
14
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
14.07.2015 / 13.04.2024

Lernkarten

Netzplantypen

- Vorgangsknoten-Netzplan = Knoten(Vorgang&Dauer) -> Anordnungsbeziehung durch Pfeil -> Knoten

- Vorgangspfeil-Netzplan = Ereignis/Zeitpunkt -> Vorgang als Pfeil -> Ereignis/Zeitpunkt

- Ereignisknoten-Netzplan = Ereignis/Zeitpunkt -> Anordnungsbeziehung durch Pfeil -> Ereignis/Zeitpunkt

=> Schlüsse über Vorgang & Dauer müssen selbst gezogen werden

Vorteile von Netzplänen

- einfach anzufertigen

- speicherbares Know-how - wiederverwendbar bei ähnlicher Vorgehensweise

- Strukturierung/Übersichtlichkeit

- Planungsbasis im Vorfeld, Risikoanalysen möglich

- Termine berechenbar

- Auswirkungstransparaenz, Basis um frühzeitig Maßnahmen bei Verzug zu treffen

Nachteil von Netzplänen

großer Erstellungsaufwand

Netzplan

-> keine Verwendung konkreter Zeitdaten (xx.xx.xxx), da kompliziert wegen Feiertagen und Wochenenden

-> Kalender wird in Fabrikkalender übersetzt und die Termine abgelesen, Start = 0

-> für jeden Vorgang FST, SST, FET, SET, GP, FP, UP

Berechnung Gesamtpuffer

SSTn - FSTn

Berechnung freier Puffer

FSTn+1 (Minimum bei mehreren) - FETn

Berechnung unabhängiger Puffer

[FSTn+1 (Minimum) - SETn-1 (Maximum) ] - dn

Bestimmung optimaler Losgröße

-> Großaufträge dürfen nicht in einem Rutsch erledigt werden, müssen zerlegt werden um Engpässe und Wartezeiten

     zu vermeiden

- Rüstkosten werden mit zunehmender Menge geringer

- Lagerkosten werden mit zunehmender Menger größer

-> Gesamtkosten hat minimale Kosten, bei der Menge, die aus Schnittpunkt von Rüst- und Lagerkosten hervorgeht

Prioritätsregeln

- FIFO

- KOZ (kürzeste Operationszeit)

- LOZ (längste Operationszeit)

- FFT (frühester Fertigstellungstermin)

... usw.

Verfahren der Fertigungssteuerungen

- Einzel- bis Serienfertigung: netzplanorientierte Steuerung

belastungsorientierte Auftragsfreigabe

verbrauchsorientierte Steuerung

- Serien- bis Massenfertigung: verbrauchsorientierte Steuerung

Fortschrittszahlen

Prozesssteuerungen, Leitsysteme

Ablauf verbrauchsorientierter Steuerung

- Kundenauftrag an Endmontage

- Entnahme der Baugruppen aus Lager durch Endmontage

- Nachbestellung der Baugruppen

Push-Prinzip

- zentrale Koordination

- ständiger zentraler Abgleich von IST/SOLL

- Lager am Anfang, Materialfluss dann von Fertigungsbereich zu Fertigungsbereich -> push = Schiebung/Strom

= klassische Steuerung: Auftrag, Disposition, Terminierung

-> Industriegüter

Pull-Prinzip

- keine zentrale Koordination

- jeder einzelne Fertigungsbereich hat eigenes Lager und eigenen Einkauf -> pull = ziehen

- keine Disposition, Terminierung -> Kundenauftrag direkt an Fertigung

- Bedeutungsabnahme der Einkaufs- und EDV-Abteilungen

- Konsumgüter

KANBAN-System

- One-bin-Kanban: Behälter in Lager mit immer den selben Teilen in der selben Menge

-> Kanban mit Teilinformation an Behälter

-> nach Entnahme der Teile, werden leere Behälter zentral gesammelt

-> Leergut wird wieder mit dem selben Teil in der selben Menge befüllt

-> Beeinflussung der Produktionsmengen durch Wegnahme/Hinzugabe von Behältern

- two-bin-Kanban: Transport eines leeren Behälters zu Zwischenlager (höhere Distanz zwischen zwei

Fertigungsbereichen)

-> Austausch des Kanbans des leeren Behälters mit Kanban eines vollen Behälters aus

    Zwischenlager

-> Transport des vollen Behälters zum Fertigungsbereich

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