PPS 3 - MoDaHiPePh
Aufgaben Kapitel 3
Aufgaben Kapitel 3
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Lernkarten
3-1. Die Produktionssteuerung zielt insgesamt auf die Bereitstellung von Ressourcen im richtigen Zeitraum und am richtigen Ort. Welche organisatorischen Bereiche des Fabrikbetriebs sind zu beachten?
- Konstruktion,
- Arbeitsvorbereitung
- Beschaffung,
- Teilefertigung,
- Montage bis zum
- Versand.
3-1.5 dezentrale vs. Zentrale Steuerung
- Von einer dezentralen Produktionssteuerung wird gesprochen, wenn die eröffneten Fertigungsaufträge aus der Produktionsplanung direkt an die Meister oder Vorarbeiter weitergegeben werden. Die Meister in den Werkstätten müssen dann zusätzlich zu den Aufgaben Qualitätssicherung sowie Führung und Ausbildung des Personals auch die Produktionssteuerung übernehmen.
Vorteil: kurze lnformationswege, fachliche Kompetenz bei Entscheidungen, kann schneller entscheiden und erschließt Möglichkeiten die bei zentral nicht möglich wären - Bei der zentralen Produktionssteuerung wird die Steuerungsaufgabe für den Betrieb einheitlich unter Berücksichtigung des gesamten Fertigungsprozesses durchgeführt. Der Meister erhält Vorgaben, in welcher Reihenfolge die Aufträge abzuarbeiten sind. Diesbezüglich liegt die Dispositionskompetenz nicht mehr bei den Meistern, sondern bei einer übergeordneten zentralen Instanz.
- Natürlich sind Mischformerı möglich. Häufig wird nur die Maschinenbelegungsplanung dezentral durchgeführt.
3-2. Welche sind die beiden Bausteine der Steuerung von Fertigungsaufträgen?
- Auftragsveranlassung
- Auftragsüberwachung
3-3. Welche Aufgaben sind im Zuge der Auftragsveranlassung auszuführen (Nennen Sie die Komponenten)?
- Auftragsfreigabe,
- Auftragspapiererstellung und
- Maschinenbelegungsplanung.
3-4. Welche Aufgaben sind im Rahmen der Auftragsüberwachung auszuführen?
Offene Fertigungsaufträge werden auf ihre planmäßige Durchführung überwacht
- Erfassung der Ist-Daten
- Abweichungsanalyse
- Ergreifen von Gegenmaßnahmen im Falle von Planabweichungen
3-5. Nennen Sie Produktionsfaktoren die im Rahmen der Produktionssteuerung zu berücksichtigen sind.
Produktionsfaktoren:
- Material
- Maschinen
- Personal
- Werkzeuge usw.
3-6. Wie lassen sich die mit Hilfe vun Betriebsdaten-Erfassungsgeräten rückgemeldeten Daten gliedern?
- Fertigungsauftragsbezogene,
- Kundenauftragsbezogene und
- Arbeitsplatzbezogene
3-7. Welche grundsätzlichen Möglichkeiten bestehen, um den Arbeitsfortschritt zu erfassen?
Rückmeldung oder Überwachung der Arbeitsplätze:
- An jedem Arbeitsplatz
- An ausgewählten Arbeitsplätzen „Meilenstein“ (z.B. Engpässe)
- Nach komplett abgeschlossenen Aufträgen
3-8. Erläutern Sie die Überwachung der Fertigungsauträge „an allen Arbeitsplätzen". Welche Stalusmeldungen eines Fertigungsauftrags sind möglich?
- Überwachung eines jeden Arbeitsplatzes
- Es muss mindestens das Ende der Bearbeitung gemeldet werden
Status des Fertigungsauftrages (wenn das dann erfassbar ist):- „eingetroffen“
- „in Arbeit"
- „unterbrochen“
- „teilfertig“
- „fertig“
3-9. Erläutern Sie die Überwachung der Fertigungsaufträge „auf bestimmten Arbeitsplätzen“.
- Kontrolle bzw. Rückmeldung von „Ecktermine" o.a. „Meilensteine“
- Besondere Arbeitsplätze: Engpassarbeitsplätze oderArbeitsplätze mit besonders langer Durchführungszelt
- Gilt der rückmeldepflichtige Prozess als abgeschlossen so gelten auch alle vorherigen als abgeschlossen
3-10. Erläutern Sie die Überwachung der Fertigungsaufträge „nach kompletter Fertigstellung".
Die einfachste Form der ist-Daten-Eñassung ist die bloße Rückmeldung der Fertigstellungszeitpunkte und der produzierten Mengen bei komplett abgeschlossenen Aufträgen. Je detaillierter die Ist-Daten rückgemeldet werden, desto rascher und desto präziser kann der Disponent Abweichungen von den
Plandaten feststellen und Gegenmaßnahmen einleiten.
- Unterscheidung nur nach Kriterium „in Arbeit" oder „fertig“
3-11. Wie lässt sich die Steuerung der Produktion im Fabrikbetrieb gliedern?
- Langfristige Ebene zur unternehmenspolitischen Zielbestimmung des Produktionsprogramms
- Mitteifristige Ebene zur Bestimmung von Taktiken zfur Durchsetzung des Fertigungsprogrammes und
- Kurzfristige Ebene zur Durchsetzung der Fertigungsziele in der Werkstatt
3-15. Erläutern Sie kurz den Gegensatz der Auftragssteuerung zur Produktionsprogramm-, Fertigungsprogramm- und Werkstattsteuerung.
Produktionsprogrammsteuerung, Fertigungsprogrammsteuerung und Werkstattsteuerung sind an Funktionen orientiert, die im Rahmen der Leistungserstellung auszuführen sind.
lm Gegensatz dazu ist die Auftragssteuerung am Objekt Auftrag orientiert. Der Auftrag bestimmt, weiches Produkt in welcher Menge zu einem vor-gegebenen Termin bereitzustellen ist
3-17. Die Auftragssteuerung nimmt im gesamtbetriebiichen Ablauf eine wesentliche lntegrationsfunktion wahr. Die integration erfolgt dabei durch den Austausch von Nachrichten und Daten zwischen den verschiedenen Unternehmensfunktionen. Nennen Sie Beispiele für Daten
- die Beauftragung aller Funktionsbereiche wie Vertrieb, Konstruktion, Produktionsvorbereitung, Fertigung und Montage sowie die Verarbeitung von deren Rückmeldungen,
- die Nutzung von Daten über die vorhandenen Kapazitätssteilen, deren Soll-Kapazität sowie deren Belastungssituation und
- Daten für das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Ebenen der
Auftragssteuerung.
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3-19. Welche grundsätzlichen Methoden lassen sich beim Belastungsabgleich unterscheiden?
- Zeitliche Verlagerung
- technische Verlagerung,
- kombinierte zeitliche und technische Verlagerung und
- Kapaziiätsanpassung.
3-20. Von welcher Annahme geht die belastungsorientierte Auftragsfreigabe aus?
- Fertigung verhalt sich nicht determinisfisch
- Deshalb kann sie nicht deterministisch gesteuert werden
3-22. Nennen Sie die wichtigsten Elemente der Kanban Steuerung
- Schaffung vermaschter, selbststeuernder, dezentraler Regelkreise zwischen erzeugenden und verbrauchenden Bereichen
- Implementierung des Hol-Prinzips für die jeweils nachfolgende Verbrauchsstufe,
- ein flexibler Personal- und Bertriebsmitteleinsatz,
- die Übertragung der kurzfristigen Steuerung an die ausführenden Mitarbeiter mit Hilfe eines Informationsträgers, der Kanban-Karte.
3-22.5 Hol-Prinzip
-> hat eine deutlich höhere Dringlichkeit, Verbindlichkeit
3-23. Erläutern Sie kurz die Voraussetzung und den Ablauf einer Kanban-Steuerung.
Voraussetzung für eine Fertigungssteuerung nach Kanban-Prinzipien ist ein Materialflusssystem mit dezentralen Speicherplätzen in der Nähe der Fertigungseinrichtungen, die durch das Transportsystem in Richtung des Fertigungsfortschritts verbunden sind. Bei Bedarf an Rohteilen begibt der zuständige Mitarbeiter einer Fertigungsgruppe zum entsprechenden Speichersystem mit einem leeren Behälter und dem Verbrauchskanban als lnformationsträger. Der Verbrauchs-Kanban enthält informationen über die Art der Teile, die Behältergröße und eine festgelegte Standardmenge. Der leere Behälter wird gegen einen vollen ausgetauscht und der beiliegende Fertigungs-Kanban wird als neuer Fertigungsauftrag im Speichersystem hinterlassen. Der Verbrauchs-Kanban wird mit dem vollen Behälter zur Verbrauchsstelle gefördert.
3-24. Bei welcher Fertigungsart wird die Kanban-Steuerung vorzugsweise eingesetzt?
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3-25. Erklären Sie den Grundgedanken der Optimierten Produktionstechnologie (OPT).
Der Grundgedanke der Optimierten Produktionstechnologie (Optimized Production Technology - OPT) basiert auf der Differenzierung zwischen dem unkritischen Netzwerk und dem kritischen Netzwerk, in dem die Engpasskapazitätsstellen und die durch diese Engpasskapazitätsstellen im Ferligungsablauf betroffenen weiteren Kapazitätssteilen abgebildet sind.
3-26. Erklären Sie den Grundgedanken beim Fortschrittzahlenkonzept.
Es geht von dem Grundgedanken aus, einzelne Produktionsbereiche sowie die Zulieferer mit einem Minimum an Daten über den aus der Montageplanung abgeleiteten Bedarfsverlauf zu informieıen.
3-27. Erläutern Sie die Aufgabe der Werkstatisteuerung.
Aufgabe der Werkstattsteuerung ist die kurzfristige Steuerung und Uberwachung der Fertigung in den einzelnen Fertigungsbereichen, wie Teilefertigung oder Montage.
3-29. Welche Aufgaben zählen zu der operativen Werkstattsteuerung?
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3-30. Nennen Sie Beispiele für die Verfügbarkeitskontrolle bei der operativen Werkstattsteuerung.
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