PPS 1 - MoDaHiPePh

Aufgaben Kapitel 1

Aufgaben Kapitel 1


Daniel Engelmann
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) und deren zentrale Aufgaben wie Planung, Steuerung, und Fertigung. Sie skizzieren Konzepte wie Programmplanung, Mengenplanung, und Auftragsveranlassung, sowie die Bedeutung von Ablaufplanung und Arbeitsvorbereitung. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Technik, die sich mit der Optimierung von Produktionsprozessen und der Steuerung von Fertigungsaufträgen vertraut machen möchten.
Karten
28
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
06.05.2013 / 23.02.2014

Lernkarten

1-0 Definieren Sie folgende Begriffe:

  • Fertigung
  • Produktion
  • Planung
  • Steuerung (Regelung)

  • Fertigung: 6 Arten, Technologıe steht im Vordergrund (DIN 8580)
  • Produktion: hat mengenbezug, mengenmäßiger Aspekt im Vordergrund
  • Planung: für maxi. Gewinn. Risiken & Erfolgsaussichten beurteilen
  • Steuerung (Regelung): Kontrolle, Abgleich von Ist zu Soll, mit Rückführung

1-1. Nennen Sie die Hauptmerkmale der Planung

  • Zukunftsbezugenheit
  • systematisch-methodische Vorgehensweise
  • Nachvollziehbar

1-2. Welche langfristigen Aufgaben umfasst die produktionsbezogene Planung?

  • Geschäftsfeld- und Programmplanung,
  • Fabrikplanung,
  • Bezugsquellenplanung
  • Personalplanung

1-3. Welche mittel- und kurzfristigen Aufgaben umfasst die produktions bezogene Planung? Nennen Sie Beispiele ????

  • Arbeitsplanerstellung,
  • Stückvorrechnung,
  • Bedarfsplanung,
  • Fristenplanung,
  • Betriebsmittelplanung,
  • Werkstattplanung

1-4. Wie definiert der VDl den Aufgabenbereich der Arbeitsvorbereitung?

  • Gliederung in Produktionsplanung und -steuerung
  • sind anhand von Marktbeobachtungen gewonnener Daten lang- und mittelfristige Produktionspläne zu erstellen, Angebot aufgrund der Auftrags- und Kapazitätssituation zu terminieren Aufträge im terminlichen Ablauf zu überwachen
     
  • Beobachten -> Planen -> Auftrag -> Terminieren -> Überwachen

1-5. Wie definiert der AWF (Ausschuss für wirtschaftliche Fertigung) den Aufgabenbereich der Arbeitsvorbereitung?

  • Gliederung in Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung
  • Arbeitsvorbereitung umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen einschließlich der Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen für Arbeitsgegenstand, Menschen und Betriebsmittel mit dem Ziel, durch Planung, Steuerung und Kontrolle für die Fertigung von Erzeugnissen und die Gestaltung von Abläufen jeder Art ein Optimum aus Aufwand und Arbeitsgegenstand zu erreichen
    ->(intern) wirtschaftlicher Aspekt wird betont
  • wesentliches Unterscheidungskriterium zu VDI: wirtschaftlicher Aspekt wird betont, Produktionsoptimum.

1-6. Wie definiert REFA den Aufgabenbereich der Arbeitsvorbereitung?

  • Unterscheidung zwischen Produktionsorganisation und Fertigungsorganisation
    • Produktionsorganisation umfasst hierbei die Ziel- und Aufgabenplanung, die Makrogestaltung der Arbeitssysteme, die Steuerung der Arbeitsdurchführung und die dazu erforderliche Datenermittlung für die Bereiche: Entwicklung, Beschaffungfertigung, Qualitätswesen
    • Fertigungsorganisation beinhaltet Datenermittlung, Gestaltung der Arbeitssysteme (Arbeitsstudium), Kapazitäts-, Material-, informations- und Ablaufplanung, (Fertigungsplanung) sowie das Veranlassen. überwachen und sichern der Programm~ und Auftragserfüllung für die Teilefertigung und die Montage (Fertigungssteuerung)
  • Ihre Ziele sind Wirtschaftlichkeit bei menschengerechten Arbeitsbedingungen
  • wesentliches Unterscheidungskriterium zu VDI: menschengerechte Arbeitsbedingungen

1-7. In welche Aufgabenbereiche gliedert sich die produktionsbezogene Planung?

  • Produktionsforschung,
  • Produktionsplanung
    im Sinne von Fabrik- und Arbeitsplanung

1-7.5 Ablaufplanung (Scheduling)

  • berücksichtigt das etwas „nicht funktionieren“ kann

Multi-Site -Scheduling:

  • Notwendigkeit globaler Koordination(Kommunikation und Koordination)
    -> um die Unternehmensziele zu erreichen, neue bzw. erweiterte Planungsaufgaben. Neben den verschiedenen Planungsaufgaben spielen nun auch Kommunikation und Koordination zwischen den beteiligten Systemen eine wichtige Rolle. Zudem müssen auch weitere Aufgaben unter Ablaufplanungsgesichtspunkten gesehen werden, z. B. Transport und Lagerhaltung.

prädikative Ablaufplanung (vorrausschauend)

für einen festgelegten zeitlichen Bereich ein Plan erstellt, der

  • den vorgegebenen Nebenbedingungen genügt,
  • die gewünschten Ziele möglichst erfüllt
  • und evtl, auch eine gegebene Zielfunktion optimiert.

 

reaktive Ablaufplanung
Anpassung des bestehenden Plans an die geänderten Umgebungsbedingungen Zielsetzungen:

  • möglichst schnelle Reaktion, da die reaktive Planung stärker auf die Belange der Realisierung/Fertigung eingehen muss
  • Gesemtqualität des Plans soll sich möglichst nicht verschlechtern
  • am bestehenden Plan soll möglichst wenig geändert werden

 

interaktive Ablaufplanung
Mensch kann rnit eingreifen, z.B. Simulationen

  • wesentliche Funktion: Eingreifen möglich

1-8. Nennen Sie Veränderungen der letzten Jahre, die einen Einfluss auf die Produktionsplanung und -steuerung hatten.

  • Anforderungen und das Verhalten der Kunden. Wandel von Verkäufer- zu Käufermärkten {z.B. Trabi Wartezeiten vs. heute)
  • Verbreitung von Datenbanksyslemen als Grundlage für integrierte lnformationsverarbeitung,
  • innerbetriebliche Vernetzung, Bürokommunikation und das Zusammenwachsen der betrieblichen Softwaresysteme (Administrations-, Dispositions-, Planungs-, Kontrollsysteme),
  • betriebsübergreifende informationsverarbeitung (z. B. zwischen Zulieferern und Produktionsbelrieben),
  • höhere Computerleistung mit der Folge, dass auch rechenaufwendigere Algorithmen zum Einsatz kommen können,
  • Produktionstechnik und der zunehmende Computereinsatz in der Fertigung selbst („Computer Integrated Manufacturing“), die auch in der Produktionsplanung und -steuerung zu berücksichtigen sind,
  • Rechnerunterstützung des PPS- und Vertriebspersonals direkt am Arbeitsplatz,
  • Verarbeitungsformen (interaktiver Betrieb, grafische Operationen am Bildschirm u. a.), die nicht nur kurzfristige Anfragen, sondern auch Eingriffe in Produktionspläne und Veränderungen derselben erlauben.

1-8.5 Skizzieren Sie ein Modell der Rechnerintegrierten Fabrik.

Informationsflüsse in einer Fabrik siehe 1-23

 

1-9. Nennen Sie signifikante Aufgaben, die die Produktionsplanung und -steuerung auf der operativen Ebene zu berücksichtigen hat.

  • Produktionsprogrammplanung:
    welche Mengen weicher konkreten Produktarten im Planungszeitraum herzustellen sind
  • Malerialbedarfsplanung:
    welche Mengen an Vor- und Zwischenprodukten dafür benötigt werden
  • Losgrößenplanung:
    ob und gegebenenfalls welche Mengen einer (End-, Zwischen- oder Vor-) Produktart jeweils zu einem Fertigungslos zusammengefasst werden sollen
  • Terminplanung:
    zu welchen Zeitpunkten die Herstellung der einzelnen End-, Zwischen- und Vorproduktmengen an den Arbeitsplätzen und Produktionsanlagen bzw. die Beschaffung fremdbezogener Produkte erfolgen soll
  • Kapazitätsplanung:
    wie die zeitlichen Anforderungen der Fertigung mit der verfügbaren Kapazität möglichst gut in Einklang gebracht werden

1-10. Nennen Sie die Leitlinie unternehmerischen Handelns unter ökonomischen Gesichtspunkten und geben Sie die hierfür umschreibende Formel an.
 

Wirtschaftsprinzip
-> W=Leistung/Kosten=Output/Input

1-11. Nennen Sie entscheidungsrelevante Kosten, die im Rahmen der Planungs- und Steuerungsmaßnahmen beeinflusst werden können.

entscheidungsrelevante Kosten bezeichnet man diejenigen Kosien, die durch Planungs- und Steuerungsmaßnahmen noch beeinflusst werden:

  • Einrichte-,Rüstkosten
  • Leer-, Stillstandskosten
  • Lagerhaltungskosten
  • Nichteinhaltung von Lieferterminen, z.B. Konventionalstrafen, Zukauf, Preisnachlässen, Goodwill-Verlust
  • Vermeidung absehbarer Terminüberschreitungen (Überstunden, Mehrschichtbetrieb, usw.)

1-12. Geben Sie beispielhaft Zeit- und Mengenziele im Zusammenhang mit Ersatzzielgrößen an.

Zeitziele:

  • Minimierung der Durchlaufzeiten, Wartezeiten aller Aufträge, Stillstandszeiten, Terminüberschreitungen
  • Maximierung der Kapazitätsauslastung aller Betriebsmittel

Mengenziele:

  • Minimierung der Werkstatt-, Zwischen-, Eingangslagerbestände, etc
  • Minimierung der Fehlmengen (d.h. es tritt Bedarf auf, aber die benötigten \/or-, Zwischen- oder Endprodukte sind nicht vorhanden)

 

1-13. Was versteht man unter dem Dilemma der Ablaufplanung?

Verfolgung des Ziels „Minimierung der Durchlaufzeít“ führt dazu, dass der Zielerreichungsgrad bezüglich „Maximierung der Kapazitätsauslastung“ sich verschlechtert.
Umgekehrt führt das Streben nach maximaler Kapazitätsauslastung, dass die Durchlaufzeiten der Aufträge steigen.

1-14. Skizzieren Sie die Änderung der Zielgewichte von "früher" und "heute". oder Nennen und skizzieren Sie das allg. produktionswirtschaftliche Zielsystem

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1-14.5 Produktionswirtschaftliche Zielgrößen
 

(Bsp. Hochzeitskleid)

  • reduzieren der Durchlaufzeiten
  • Liefertreue/hohe Termintreue
  • niedrige Bestände
  • hohe Auslastung

Methoden anwenden können!


HK=MK+MGK+FK

1-15. Erhöhte Bestände sind im allgemeinen ein lndiz für welche Schwachstellen?

organisatorische Schwachstellen, mangelnde Abstimmung der Produktionsfaktoren

1-16. Was versteht man unter dem Just-in-Time Prinzip? (eher nicht)

Darunter versteht man Produktion zum spätest möglichen Zeitpunkt - so, dass die Erzeugnisse gerade noch rechtzeitig fertig werden („Just in Time“). Zu jeder Zeit soll auf allen Stufen der Beschaffung, Fertigung und Distribution gerade nur so viel und nur dann beschafft, produziert und verteilt werden wie unbedingt nötig.

1-17. In welche zwei Ausprägungen lässt sich das Just-In-Time Prinzip untergliedern? (eher nicht)

JIT-Fertigung: Produktion auf Abruf bei Eigenfertigung.

  • beinhaltet den Bedarf an End-, Zwischen- oder Vorproduktion nicht auf Vorrat, sondern auf Anforderungen durch fertigungstechnisch nachgelagerten Stellen produziert wird
  • bekannte Ausprägung : Produktions-Kanban
     

JIT-Aniieferung: auf den zwischenbetrieblichen Materialfluss bezogen.

  • fremdbezogene Materialien genau zu dem Zeitpunkt angeliefert werden, zu dem sie bei der eigenen Produktion benötigt werden

1-18. Skizzieren Sie den Zusammenhang zwischen Produktionsplanung und Steuerung.

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1-19. Erläutern Sie die Aufgaben der beiden Regelkreise im Rahmen der Produktionssteuerung.

  • Beschaffungsmarkt, spannt sich von der Freigabe der Bestellaufträge bis zum Wareneingang.
  • innerbetrieblichen Fertigungsgrozess, beginnt mit der Freigabe der Fertigungsauflräge und endet mit der Fertigmeldung. Zur laufenden Überwachung werden die IST-Daten der Fertigung über ein Betriebsdatenerfassungssystem (BDE-System) zurückgemeldet.

1-20. Skizzieren Sie den Aufbau traditioneller Produklionsplanungs- und Produktionssteuerungssysteme.

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1-21. Erläutern Sie kurz die Aufgaben der

  • Programmplanung,
  • Mengenplanung,
  • Terminplanung,
  • Auftragsveranlassung und
  • Auftragsüberwachung.

Programmplanung:

  • Bestimmung der zu produzierenden Endprodukte nach Art, Menge und Termin

Mengenplanung:

  • Bestimmung der zur Produktion nötigen Teile und Baugruppen

Terminplanung:

  • Überprüfung der für die geplanten Fertigungsaufträge notwendigen Arbeilsvorgänge auf ihre zeitliche und kapazitätsmäßige Realisierbarkeit

Auftragsveranlassung:

  • Freigabe der geplanten Fertigungs- und Bestellaufırage und Bestimmung der Bearbeitungsreihenfolge der Fertigungsaufträge auf den einzelnen Arbeitsplätzen.

Auftragsüberwachung:

  • Laufende Überwachung der freigegebenen Aufträge hinsichtlich Termin und Menge inklusive Einleitung von Gegenmaßnahmen bei Soll-lst-Abweichungen.

 

Bestandteile der Produktionsplanung: Programmplanung, Mengenplanung, Terminplanung

1-22. Skizzieren Sie Stufen der Procluktionsterminplanung für Einzel- und Serienfertigung

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1-23. Nennen Sie Beispiele für Aufgaben (Stufe 3) der

  • Produktionsprogrammplanung,
  • Mengenplanung,
  • Termin- und Kapazitätsplanung,
  • Auftragsveranlassung und
  • Auftragsüberwachung.

Soll nicht wichtig sein???

1-23. Skizzieren Sie das Stufenkonzept heutiger PPS-Systeme

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