Portfoliomanagement

Immobilientreuhand

Immobilientreuhand


C. K.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Einblick in das Portfoliomanagement von Immobilien, geeignet für Fortgeschrittene. Sie decken Themen wie Asset Allocation, Risikomanagement, und verschiedene Strategien wie Core, Value-added, und Opportunistic ab. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Investoren und Immobilienmanager, die ihre Portfolios optimieren und strategische Entscheidungen treffen möchten.
Karten
31
Lernende
33
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
13.07.2015 / 27.07.2025

Lernkarten

Was heisst Thesaurierung von Gewinnen?

Der Gewinn wird nicht ausgeschüttet.

Was ist eine Anlagestiftung und welches sind ihre Rechtsgrundlagen?

- ist eine Stiftung nach Schweizer Recht
- verwaltet Vorsorgegelder von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen
- unterliegen dem Schweizer Stiftungsrecht (Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV)
- Stiftungsrecht
- Gesellschaftsrecht
- Vorordnung über die Anlagestiftungen

Was ist ein Anlagefonds?

- Konstrukt zur Geldanlage
- Sammelt das Geld von Anlegern
- Ist ein Investmentfonds welcher in mehrere Anlagebereiche investiert.
- Anlageprinzipien --> Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Geldmarkt, Immobilien
- Mit dem Kauf von Investmentfondsanteilen wird der Anleger Miteigentümer am Fondsvermögen und hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung

Nennen Sie Investitionsmöglichkeiten im KAG (Kollektive Kapitalanlagen)

  • Immobiliengesellschaft
  • Immobilien-Anlagestiftung
  • Vertragliche Immobilienfonds (KAG)
  • Immobilien-SICAV (KAG)
  • Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen (KGK)
  • "Immobilien-SICAF (KAG)"

Nennen Sie 6 Börsenkotierte Immobilienanlagen in der Schweiz?

  1. Mobimo
  2. Allreal
  3. Schroder ImmPLUS
  4. Swissinvest
  5. SPS Swiss Prime Site
  6. PSP Swiss Property

REIM

Real Estate Investment Management

REM

Real Estate Management

ROREM

Return-oriented REM (Anlageorientiertes IM)

UOREM

Use-oriented REM (Nutzungsorientiertes IM)

REPM

Real Estate Portfoliomanagement

OOM

Operatives Objektmanagement

Definition von Real Estate Investment Management REIM

Real Estate Investmentmanagement (REIM) ist das rahmengebende Management von Immobilienbeständen oder Immobiliengeschäftsfeldern.

Es erkundet die immobilienbezogenen Ziele und Möglichkeiten des Investors/ Unternehmens, definiert auf dieser Basis die prinzipiellen Vorgaben für Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen, trifft die hierfür relevanten Entscheidungen und kontrolliert die Zielerreichung ihrer Umsetzung.

Definition von Real Estate Portfoliomanagement (REPM)

Real Estate Portfoliomanagement (REPM) ist das aus den Vorgaben des Real Estate Investmentmanagements abgeleitete strategische Management von gebündelten Immobilienbeständen (Portfolien), bei denen die wechselseitige Beeinflussung der Assets und damit die Zusammensetzung der Immobilienbestände Auswirkungen auf die Gesamtzielerreichung hat.

Ziel des REPM ist der direkte oder mittelbare Aufbau bzw. Erhalt von Erfolgspotenzialen durch eine systematische Portfoliostrukturierung.

Definition von Real Estate Assetmanagement (REAM)

Real Estate Assetmanagement (REAM) ist das strategische Objektmanagement eines Immobilienbestandes im Interesse des Investors oder des Nutzers während der Bewirtschaftungsphase und an den Schnittstellen zur Konzeptions-/Beschaffungs- sowie Verwertungsphase.

Ziel ist das Erreichen oder Übertreten der vom REPM oder REIM vorgegebenen Ziele/Beiträge für ein oder mehrere Objekte sowie die Identifikation von diesbezüglichen Wert- oder Nutzungssteigerungspotenzialen.

Definition von Propertymanagement (PrM)

Propertymanagement (PrM) ist das anlageorientierte, operative Management von Immobilienobjekten im Interesse des Investors während der Bewirtschaftungsphase und an den Schnittstellen zur Konzeptions-/Beschaffungs- sowie Verwertungsphase.

Ziel ist die effiziente Umsetzung der vorgegebenen Objektstrategie mit Schwerpunkt auf die renditeoptimierende Bewirtschaftung der Immobilie im Investoreninteresse.

Definition von Facilitymanagement (REFM)

Real Estate Facilitymanagement (REFM) ist das lebenszyklusbezogene, nutzungsorientierte, operative Management immobilienbezogener Prozesse im Interesse des Nutzers bzw. zur zielgemässen Sicherstellung der Nutzung.

Ziel ist die effiziente Umsetzung der vorgegebenen Objektstrategie mit Schwerpunkt auf die den Qualitäts-, Termin- und Kostenanforderungen der Nutzer entsprechende Bereitstellung immobilienbezogener Leistungen.

Welche zwei Arten von Risiken gibt es?

Systematisches Risiko
Unsystematisches Risiko

Systematische Risiken

-  Beschäftungsrisikon
-  Währungsrisiko
-  Politisches Risiko
-  Steuerliches Risiko
-  Inflationsrisiko

Unsystematische Risiken

-  Altlastenrisiko
-  Standortrisiko
-  Bausubstanzrisiko
-  Umweltrisiko
-  Ertragsrisiko

Risiko Diversifikation?

-  Risikostreuung im Bestand

-  Risikostreuung im Objekt

Kennzahlen --> Mietausfallquote

Bedeutung + Formel?

Mietausfälle (Minderertrag Leerstand und Inkassoverluste auf Mietzinse) in Prozent der Soll-Mietertrages (netto).

Mietausfälle : Soll-Mietertrag (netto) x 100 = Mietausfallquote

Kennzahlen --> Fremdfinanzierungsquote

Definition + Formel?

Zur Finanzierung aufgenommene Fremdmittel in Prozent des Marktwertes der Immobilien.

aufgenommene Fremdmittel : Marktwert der Immobilien x 100 = Fremdfinanzierungsquote

Kennzahlen --> Betriebsgewinnmarge (EBIT-Marge)

Definition + Formel?

Betriebsgewinn in Prozent des Netto-Mietertrages in der Berichtsperiode

Betriebsgewinn

Mietertrag SOLL
+ sonstige Erträge
./. Mietertrag Netto
./. Instandhaltung
./. Operativer Aufwand
./. Verwaltungsaufwand
./. Baurechtszinse

Betriebsgewinn : Mietertrag netto x 100 = Betriebsgewinnmarge

Kennzahlen --> Eigenkapitalrendite (ROE=Return on Equity)

Definition + Formel?

 

Die Eigenkapitalrendite zählt zu den wichtigsten in der Unternehmensanalyse verwendeten Kennzahlen. Sie kann für ein Immobilien-Sondervermögen einer Anlagestiftung genauso wie für einen Fonds und für eine Immobiliengesellschaft berechnet werden.

Definition: Gesamterfolg des Rechnungsjahres in Prozent des Sondervermögens (abzüglich Gewinnausschüttung) am Ende der Berichtsperiode.

Asset Allocation?

Eine Asset-Allocation (Vermögensaufteilung) beschreibt die Aufteilung des Gesamtportfolios auf verschiedenen Assetklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe etc.) mit dem Ziel der Rendite und Risikooptimierung. Da nicht alle Anleger die gleichen Rendite und Risikoerwartungen teilen, sollten Asset-Allocations individuell nach Risikobereitschaft und Anlagehorizont erstellt werden. Die Asset-Allocations unterscheiden sich demnach in ihrer Zusammensetzung, also den Verhältnissen in denen die einzelnen Assetklassen dem Portfolio beigemischt werden. Es wird dabei in strategische und taktische Asset-Allocations unterschieden. Bei der strategischen Asset-Allocation wird durch regelmäßige Transaktionen gewährleistet, dass das Portfolio auch nachhaltig die gewünschte Vermögensstruktur abbildet. Dies ist nötig, da sich durch Wertänderung einzelner Assetklassen auch die Verhältnisse innerhalb des Portfolios verschieben können. Bei der taktischen Asset-Allocation wird versucht durch Veränderungen bei der prozentualen Gewichtung einzelner Assetklassen von aktuellen Trends und Bewegungen an den Märkten zu profitieren.

AGIO?

Ist der Börsenkurs eines Immobilienfonds höher als sein Inventarwert, spricht man von einem Agio oder Aufschlag. Ecart oder Prämie sind gleichbedeutende Begriffe. Gegenteil: Disagio

Sale-and-Lease-Back?

Rückmietverkauf, Sale-Lease-Back und Sale-and-Rent-Back sind synonyme Bezeichnungen einer Sonderform des Leasings, bei der eine Firma eine Immobilie an eine Leasinggesellschaft verkauft und sie zur weiteren Nutzung gleichzeitig zurückleast.

Was für Investitionsstile gibt es?

Core
Moderates Risiko eingehende Strategie, die die Performance eines langfristigen Referenzindex abbildet

Non-Core
-  Core plus
-  Value added
-  Opportunistic

Core-Stratetgie (Portfolio)
Typologie?
Risiko?
Portfolio?

Typologie: Herkömmliche Immobilientypen (Büro, Wohnen, Verkauf,...)

Risiko:  Geringes Risiko bei hohem Einkommen

Portfolio:  Hauptsächlich risikolose Immobilien mit kleinem Anteil Non-Core-Immobilien. Tiefer bis kein Leverage, konstante Ausschüttung.

Value-added-Strategie
Typologie?
Risiko?
Portfolio?

Typologie: Zusätzlich zu Core: Hotels, Seniorenresidenzen, Logistik, ...

Risiko:  Höheres Risiko aufgrund von Lageeigenschaften, Miterstrukturen Investitions- und Vermietungsrisiken, Zinsrisiken infolge Leverage

Portfolio: Core und Non-Core-Liegenschaften, mittlere Mieterbasis bei erheblicher Fremdfinanzierung, signifikantes Wertsteigungerspotenzial bei geringerem Einkommen und moderater Volatilität.

Opportunistic-Strategie
Typologie?
Risiko?
Portfolio?

Typologie: Alle Typologien, in der Regel hoher Investitionsstau. Objekte die wenig marktgängig sind. Diversifikation nicht im Vordergrund.

Risiko: Sehr hohes Risiko bei tiefen Erträgen, Markt-, Investitions- und Vermietungsrisiken, Zinsrisiken infolge sehr hohem Leverage.

Portfolio: Hauptsächlich Non-Core-Liegenschaften, tendenziell schwierige Mieterbasis, Wertsteigerung als Hauptfaktor der Performance, sehr hoher Levarage mit grossen Entwicklungs- und Vermietungsrisiken.

Prozess zur Strategieentwicklung?

  • Strategische Portfolioplanung
  • Taktische Portfolioplanung
  • Kontrollphasen

Strategie Objektebene --> Wie sieht die Matrix aus?

Marktdimension

Objektdimension

Lernen