zur Vorlesung vom 03.06.2016


Z. S.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über das Polytrauma und das erweiterte Patientenmonitoring auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie das Basismonitoring, die verschiedenen Phasen der Traumabehandlung, die Diagnostik und Therapie sowie die Vermeidung von Komplikationen ab. Besonders relevant sind die Behandlungsschemata im Schockraum, die arterielle Blutdruckmessung und die Überwachung der Vitalfunktionen. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich auf die Versorgung von Polytraumapatienten spezialisieren möchten, um deren Outcome zu verbessern.
Flashcards
30
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
08.06.2016 / 27.09.2023

Flashcards

Def.: Polytrauma

Mehrfachverletzung, bei der die Kombination oder eine Verletzung lebensbedrohlich ist

häufigste Todesursache bei Patienten <45 Jahren

häufigste Todesursache bei Patienten jeden Alters

Injury Severity Index (ISS)

klinische Einteilung anatomischer Verletzungen

 

ABC-Regel

Airway

Breathing

Circulation

Probleme des polytraumatisierten Patienten: Entwicklung einer SIRS

  • Blutverlust →
  • Volumenmangel →
  • Infektion →
  • Organkontusion und Frakturen →

  • Blutverlust → Ischämie, Reperfusion
  • Volumenmangel → Mikrozirkulationsstörungen
  • Infektion → Bakteriämie
  • Organkontusion und Frakturen → Organfunktionsstörungen

Two-Hit-Theorie

  • first hit:
    • Die frühe Traumaphase ist geknnzeichnet durch
  • second hit:
    • Die späte Traumaphase ist gekennzeichnet durch

Erklärungsmodell zur Pathophyiologie der SIRS/Sepsis

  • first hit: Trauma
    • Die frühe Traumaphase ist geknnzeichnet durch positive Entzündungsprozesse
  • second hit: z.B. ausgedehnter chirurgischer Eingriff, Hypoxie → Ischämie
    • Die späte Traumaphase ist gekennzeichnet durch bbeinträchtigte Immunfunktion.

Damage Control Surgery

Schema zur Versorgung von Verletzungen zur Vermeidung eines zu ausgeprägten second hit

Neben einem Polytrauma werden z.B. auch ... und ... in einem Schockraum versorgt.

Neben einem Polytrauma werden z.B. auch Reanimationen und (laufende) Geburten in einem Schockraum versorgt.

Um die Behandlung und Diagnostik des polytraumatisierten Patienten so optimal wie möglich zu gestalten und damit das Outcome des Patienten zu verbessern, gibt es ... ,das eine Art Leitfaden und Orientierung sein soll.

Um die Behandlung und Diagnostik des polytraumatisierten Patienten so optimal wie möglich zu gestalten und damit das Outcome des Patienten zu verbessern, gibt es ein vier farbiges Behandlungsschema (Rot, Gelb, Blau, Grün), das eine Art Leitfaden und Orientierung sein soll.

Parameter zur Abschätzung der Operabilität des Patienten

traumainduzierte Koagulopathie (TIK)

  • Def.
    • lethal triade
      • vgl.
  • Auslöser der TIK (2)

  • nicht durch Blutung ausgelöst, sondern aufgrund einer "lethal triade" entstanden
    • Azidose
    • Hypothermie
    • Gerinnungsstörng
      • vgl. T- und ph-Optimung der Gerinnungsfaktoren
  • Hyperfibrinolyse und Hypoperfusion

Respirationstherapie: Toleriert wird eine permissive Hyperkapnie mit pCO2 von ...

pCO2 > 45mmHg

Die Infektionstherapie richtet sich nach dem Tarragona-Schema mit einer ... und einer ... AB-Therapie.

Die Infektionstherapie richtet sich nach dem Tarragona-Schema mit einer eskalierende  (hit early and hard) und einer deeskalierenden (gezielte Therapie und Vermeidung von UAW) AB-Therapie.

Def.: Monitoring

Summe aller Maßnahmen, mit denen vitale Funktionen, das Erreichen von Therapiezielen das Auftreten von UAW über einen bestimmten Zeitraum überwacht und kontrolliert wird.

Def.: apallisches Syndrom

schwerste Gehinrschädigung mit Ausfall der Großhirnfunktion bei erhaltener Funktion von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark.

Bei einem Alarmton eines Geräts sollte man ...

... sich immer bewusst machen, warum das Gerät einen Alarmton von sich gibt.

klinisches Basismonitoring

  • Bewusstsein

anhand der Vigilianzstufen

  • wach und adäquat
  • benommen
  • somnolent
  • soporös
  • komatös

klinisches Basismonitoring

  • Pupillen (3)
  • immer im

Größe, Form, Lichtreaktion immer im Seitenvergleich

klinisches Basismonitoring

  • Atmung
    • Inspektion (4)
    • Palpation (2)
    • Perkussion (3)
    • Auskultation (1)

  • Inspektion: Atemfrequenz, Atemtiefe, Thoraxexkursionen, Zyanose
  • Palpation: Seitengleichheit der Atemexkursion, Hautemphysem
  • Perkussion: Hämato-, Pneumothorax, Ergüsse
  • Auskultation: Belüftung der Lunge

klinisches Basismonitoring

  • Puls (2)

  • Frequenz
  • Rhythmus
  • Stärke

klinisches Basismonitoring

  • Urinproduktion (3)

  • Ausscheidungsmenge
  • Ausscheidungsfrequenz
  • Ausscheidungsfarbe

apparatives Monitoring

  • EKG: 3- vs. 5-Kanal

  • 3-Kanal-EKG: reine Rhythmuskontrolle
  • 5-Kanal-EKG: Rhythmuskontrolle und Ischämiemonitoring (ST-Streckenveränderungen)

apparatives Monitoring

  • Blutdruckmessung (2)

  • diskontinuierliche nicht-invasive Blutdruckmessung (NIBP)
  • invasive Blutdruckmessung über ein arterielles Gefäß (A. radialis, A. femoralis, A. dorsalis pedis)

CAVE: Was gibt es bei der invasiven Blutdruckmessung zu beachten?

Eine intraarterielle Injektion kann schwere Folgen für den Patienten haben (Nekrose)

Bei i.a.-Fehlinjektion:

  • Katheter in situ belassen
  • Spülen mit 0,9% NaCl
  • Vasodilatanzien i.a.
  • Gefäßchirurgie informieren

Berechnung des mittleren arteriellen Blutdrucks (MAP)

\(MAP = RR(diastolisch) + 1/3 (RR(systolisch)-RR(diastolisch))\)

Def.: Allen.Test

zur Überprüfung der arteriellen Blutversorgung der Hand.

Dominiert die A. ulnaris oder die A. radialis?

aparatives Monitoring

  • Pulsoxymetrie
    • Kombination aus
    • Berechnung

  • Kombination aus spektralphotometrischer Messung der pxygenierten und reduzierte Hb-Anteile (Oxymetrie) und photoelektrischer Pulsregistrierung (Plethysmographie)
  • \(spO2 = {oxygeniertes Hb \over Gesamt-Hb}\)

CAVE: Flussrate des ZVK =

ZVK-Flussrate = 36ml/min

Für eine Volumensubstitution müssen periphere großlumige Zugänge gelegt werden (z.B. orange Braunüle Flussrate: 330ml/min)

apparative Diagnostik

  • neurophysiologisches Monotoring per EEG
  • Werte
    • wacher Patient
    • Patient schläft
    • sicherer Schlaf

  • wacher Patient: 100
  • Patient schläft: <40
  • sicherer Schlaf: 30-60

Study