PLM 2 Kap 1-4
Teil A
Teil A
-
- 1 / 18
-
Lernkarten
K3 Nach welchen Kriterien kann man sich für eine recovery Option entscheiden?
- Produktaufbau
- Art und Anzahl der Komponenten
- Art der Verbindung der Komponenten
- Alter und Zustand des Produktes
- Nutzungsdauer und -intensität
- Funktionstüchtigkeit Produkt/Komponenten
- Zeitwert des Produktes
- Anfallstelle
K3 Welche Lücken können bei der Kreislaufschließung entstehen? Erkläre diese und nenne Ansätze zur Lösung!
- Kollektionsgap
- fehlende Rückführsysteme -> gesetzliche Implementierung, freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie
- Rückgabeverhalten Konsumenten nicht kreislaufgerecht -> Anreize für Konsumenten schaffen, auf individuelle Kosten/Nutzen-Abwägung ausrichten
- Reduktionsgap
- materielle Umwandlung des Abfalls nicht möglich wegen
- stofflicher Qualität
- Demontierbarkeit
- Inhomogenität
- Lösungen
- Downcycling
- Sortierung, separate Reduktion
- Produktentwicklung anpassen
- materielle Umwandlung des Abfalls nicht möglich wegen
- Induktionsgap
- Sekundärrohstoffe im Wettbewerb zu Primärrohstoffen
- geringer preislicher Vorsprung vs. schlechtere Qualität -> gesetzliche Rücklauf-/Verwertungsquoten (Push), Imageverbesserung oder Subventionierung (Pull)
- bei langlebigen Gütern zeitlicher Gap -> Baukasten-Konstruktion, Gleichteile, Weiterverwendung (neue Einsatzgebiete)
K3 Welche Aufgabenbereiche umfasst das Kreislaufmanagement?
Produkt Return Management
- Gewährleistung Rückfluss der gebrauchten Objekte -> Behebung Kollektionsgap
Remanufacturing Operational Issues
- Überwindung technischer und wirtschaftlicher Probleme bei der Bearbeitung der gesammelten Objekte -> Behebung Reduktionsgap
Remanufactured Products Market Development
- Entwicklung von Absatzkanälen für Sekundärprodukte -> Behebung Induktionsgap
K4 Wie kann man kreislaufgerechte Produktkonzepte klassifizieren?
- gemäß abfallwirtschaftlicher Kategorien
- Vermeidung
- Verwertung
- Beseitigung
-> Vermeidung und Verwertung sind zentral für umweltgerechte Produktinnovationen
- gemäß Kreislaufphasen
- Produktion
- Konsumtion
- Reduktion
-> oft Produktion und Reduktion im Fokus, aber Konsumtion hat oft hohes Potential (s. vermeidungsorientierte PNK)
K4 Was ist das Ziel und die Strategie von Vermeidungsorientierten PNK?
Ziel: Verringerung der Herstellungsmengen von Produkten (und bei der Herstellung eingesetzter Ressourcen(anfallender Emissionen)
Strategie: Erhöhung und bessere Ausschöpfung des möglichen Nutzungspotentials in der Konsumtion
K4 In welche Stoßrichtungen kann man VPNK einteilen? Nenne jeweils ein Beispiel.
- Lebensdauerausweitung (L-Konzepte) -> langlebige Glühbirnen
- Produktnutzungsverlängerung (P-Konzepte) -> zeitloses Produktdesign
- Ausdehnung der Nutzungsintervalle (N) -> Multifunktionsgeräte
- Schaffung neuer Nutzungsintervalle (N) -> Car-Sharing
- Steigerung der Nutzungsintensität (I) -> Mitfahrgelegenheit
K4 Definiere oder beschreibe die Begriffe Kapazität, quantitative Kap., qualitative Kap., Kapazitätsauslastung!
Kapazität= Leistungsvermögen einer wirtschaftlichen oder technischen Einheit in einem Zeitabschnitt
quantitative Kapazität (Cmax), maximale Nutzungszeit (tmax), maximale Leistungsintensität (dmax), Anzahl gleicher Aggregate (mmax) -> Cmax= tmax * dmax * mmax
qualitative Kapazität: Vermögen, bestimmte Leistungsvarianten hervorzubringen
Kapazitätsauslastung: tatsächlich genutzte Kapazität
K4 Was ist das 8-Felder-Schema?
K4 Was versucht man hinsichtlich der Kapazität bei der VPNK zu erreichen? Welche Faktoren müssen zur Erreichung verändert werden? Erkläre die Gedankenkette!
Zielsetzung: Reduzierung von mmax (Benötigte Produktanzahl)
damit in Verbindung auch Reduzierung der Anzahl genutzter Produkte mfakt
wenn Gesamtleistung gleich bleiben soll, müssen tfakt, dfakt, qfakt (3 Stoßrichtungen) erhöht werden
dadurch müssen auch tmax, dmax und qmax (nochmal 3 Stoßrichtungen) erhöht werden
K4 Welche Probleme gibt es bei der Implementierung von VPNK, wie lassen sie sich beheben?
Problem: herrschende Konsummuster
- dauerhafter, intensiver Konsum ist nur selten zu beobachten
- Nutzungsgewohnheiten bei langlebigen Produkten nur langsam zu ändern
- Eigentumswunsch -> überdimensionierte Nutzungskapazitäten
- Serviceleistungen statt Kauf oft nicht akzeptiert
- schnelle Veralterung durch Trends und Innovationen
Lösungen:
- geplante Obszoleszenz zur Erhöhung des Absatzes
- Service- statt Produktverkauf
- proaktive Vermarktung langlebiger Produkte
- Öko-Leasing