Physiologie 2

Endokrinologie

Endokrinologie


L. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Physiologie des endokrinen Systems auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Hormonsynthese, -sekretion und -wirkung, einschließlich der Rolle von Hormondrüsen wie der Schilddrüse, Hypophyse und Hoden ab. Die Karteikarten behandeln auch die Regulation durch Faktoren wie Zytokine, Prostaglandine und verschiedene endokrine, parakrine und neuronale Mechanismen. Ideal für Medizinstudenten und Biologen, die ihr Verständnis der Hormonphysiologie vertiefen möchten.
Flashcards
26
Students
1
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
05.02.2015 / 09.02.2015

Flashcards

Geschichte der Endokrinologie

  • Ovarektomien (operative Entfernung der Eierstöcke) bei weiblichen Kampfkamelen im alten Ägypten
  • 1100 v. Chr. wurden in China Hodenextrakte bei mönnlcihen Fortpflanzungsstörungen eingesetzt
  • 350 v. Chr. berichtete Aristoteles über die Folgeerscheinungen der Kastration (operative Entfernung der Hoden) bei Vögeln

Versuch von Berthold 1849

es wurde gezeigt,

  • dass die kastrationsbedingten Veränderungen beim Hahn durch Re-Implantation der Hoden verhindert bzw. rückgängig gemacht  werden können
  • --> Beweis der humoralen Wirkung der Keimdrüsen

  • Chondrodystropher Zwerg
  • Hypokalorischer Zwerg
  • Hypophysärer Zwerg
  • Familiärer Zwerg

  • X-Chromosom bedingte Störung der Knochenbildung
  • Mangelernährung
  • GH-Mangel oder Laron Zwerg (GH Rezeptordefekt)
  • erbliche Wachstumsstörungen

Erkrankungen der Schilddrüsen

Schilddrüsenhormone Tri-iod-thyronin (T3) und Thyroxin (Tetra-iod-thyronin, T4)

T3 und T4 werden in den Follikelepithelzellen der Schilddrüse (Thyreozyten) gebildet

  • zu viel Schilddrüsenhormon (Basedowsche Krankheit) (links)
  • zu wenig Schilddrüsenhormon (mitte)
  • Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf, Struma)( rechts) --> häufigste Ursache ist verstärkte Anregung durch TSH oder Jodmangel
  • Knotenbildung innerhalb der Schilddrüse (Krebs)

Einteilung der Hormone + Beispiele

  • nach Herkunft
    • Hypothalamus
    • Hypophyse
    • Hoden
    • Schilddrüse
  • nach Funktion
    • Stoffwechselhormone
    • Sexualhormone
  • nach Zielgewebe
    • Leber
    • Uterus
    • Seklett
  • nach Struktur
    • Proteine
    • Peptide
    • Steroide
    • Fettsäure- oder Aminosäurederivate
  • nach Rezeptorinteraktion
    • verschiedene Membranrezeptoren
    • intrazelluläre Rezeptoren
  • sonstige Charakteristika
    • Wirkungsgeschwindigkeit
    • Halbwertszeit
    • Löslichkeit

Hormondrüsen des Körpers

  • Epiphyse
  • Hypothalamus
  • Schilddrüse
  • Nebenschilddrüse
  • Thymus 
  • Nebenniere
  • Bauchspeicheldrüse (pancreas)
  • Ovar (eierstöcke)
  • Testes (Hoden)

  • Endokrine Drüsen sind:
  • Organe in denen endokrines Gewebe enthalten ist

  • Hypothalamus-Hypophysen-System, Schilddrüse + Nebenschilddrüse, NNM + NNR, Epiphyse
  • Bauchspeicheldrüse, Leber, Ovar, Hoden, Plazenta

Einteilung von Hormonen

Hormone sind eine stofflich uneinheitliche Gruppe

  • Steroidhormone
  • Nichtsteroide
  • Prostaglandine und Leukotriene

Steroidhormone

  • ca. 15 % (Derivate des Cholesterins)
  • gebildet in Nebennierenrinde (NNR), Hoden, Ovar und Plazenta
  • z.B. Cholesterin, Cortisol, Östradiol, Testosteron)

Nichtsteroide

  • ca. 85% gebildet in Hypophyse, Pankreas, etc.
  • Peptid-/ Proteinhormone
  • Aminosäurederivathormone (Katecholamine aus Nebennierenmark NNM)
  • Fettsäurederivate (Prostaglandine aus Arachidonsäure)

Prostaglandine und Leukotriene

  • hormonähnliche Substanzen
  • werden vom Körper kontinuiierlich in allen Organen aus der essentiellen Fettsäure Arachidonsäure synthetisiert werden
  • Sie steuern:
    • Schmerz- und Entzündungsgeschehen
    • Magensatabsonderunen
    • Thrombosegeschehen

Schlüsselenzyme der Katecholaminsynthese im NNM

  • TH = Tyrosinhydrolase
  • DBH = Dopamin-beta-Hydrolase
  • PMNT = Phenylethanol-N-Methyltransferase

Grundprinzipien der Hormonellen Informationsübertragung

  • Hormone wirken am Zielort an ganz bestimmten Zellen (Zielzellen)
  • Zielzellen besitzen spezifische Rezeptorstrukturen (an der Zelloberfläche oder intrazelluläre Rezeptoren)
  • Rezeptoren erkennen Hormone nach Schlüssel-Schloss-Prinzip

Hormonale Regulation der Zielzelle + verschiedene Signaltransduktionssysteme (Skizzen)

l

Primärwirkung des Insulins (Skizze)

l

Vom Hormon zur Zellantwort (Skizze)

l

Die Hormonsekretion ist abhängig von

 

  • Entwicklungsstadium
  • Umfang der Futteraufnahme und der Leistung
  • Belastungen (Transport, Hitze, Haltun, Stress, Futtermangel)
  • Exogene Faktoren (Licht, Temperatur, Wasser-/Nahrungsangebot)
  • Beanspruchung der Skelettmuskulatur:
    • körperliche Arbeit
      • --> ACTH steigt -> Glucocorticoidsteroide steigen 
      • --> TSH steigt -> T3/T4 steigt, Noradrenalin steigt
      • --> Adrenalin steigt -> GLykogenabbau steigt --> Glucose
      •                                     -> Fettsäuremobilisation steigt --> FFS
      •  
        •  

Ebenen der Funktionellen Regulation un die stofflichen Übertragungswege

  • zwischen Individuen/ Zwischen Arten
    • exokrine Faktore = Pheromone
    • Wahrnehmung über Nase und VNO
  • Im Individuum/ zwischen organen
    • endokrine Faktoren = Hormone
  • Im Organ/ Zwischen Zellen
    • parakrine Faktoren = Cytokine, Chemokine, Hormone
    • autikrine Faktoren = Cytokine, Chemokine, Hormone
  • zwischen benachbarten Zellen
    • juxtakrine Faktoren = Zellmembranrezeptoren
  • Innerhalb der Zelle : 
    • intrakrine Faktoren = ??? (Cytokine, Chemokine, Hormone)

Skizze

Endokrin, parakrin, neuronal, kontakt-abhängig

l

Skizze

Endokrin, parakrin, neuronal, kontakt-abhängig

l

Synthese und Sekretion von Protei- und Peptidhormonen

Replikation                 Transkription                Translation

                                                                             Genetischer Code

DNA ------------------------------------> RNA ----------------------> Protein ------------->Struktur, Stoffwechsel

 

Informationsbestand                     Gebrauchsinformation    Funktion

 

Gesamtheit der Gene                   Gesteuerte

im Genom                                       Vervielfältigung

                                                         Boten-RNA

Exozytose eines Proteins bzw. Proteohormons aus dem endokrinen Gewebe

  • exozytotisiertes Vesikel
  • sekretorisches Vesikel

Transport intrazellulär zwiscehen rER + Golgi-Apparat

Hierarchie der Hormondrüsen

1. Befehlsinstanz, Zentrale (Hypothalamus

2. Befehlsinstanzs (Hypophyse)

3. Befehlsinstanz (z.B. Nebenniere, Pankreas, Schliddrüse, etc.)

Hypothalamus-Hypophysen-System

Hypothalamus (Nuclei): Regulation

  • des Stoffwechsels
  • der Futteraufnahme
  • der Körpertemperatur
  • der Fortpflanzung

--> Freisetzung von Liberinen (Releasing Hormonen) und von Statinen (Inhibiting Hormonen)

  •  Dichte Gefäßverbindung zw. Hypothalamus + Hypophyse
  • Transport der hypothalamischen hormone im Portalvenenblut direkt an die Hypophyse
  • direkte Neuronenverbindung zwischen Hypothalamus + Hypophysenhinterlappen

 

Exogene Faktoren

Endogene Faktoren

  • Exogen:
    • Pheromone
    • Zyklen- Rhythmik
    • Stress
    • Nahrung
    • Wasserangebot
  • Endogen:
    • Hormone
    • Neurotransmitter
    • Zytokine
    • Chemokine
    • Zellrezeptorinteraktionen

Effekte von Wachstumshormonen (GH) auf die verschiedenen Gewebe und physiologischen Systeme

  • Fettgewebe: 
    • gesteigerte Lipolyse
    • vermehrte beta-Oxidation
    • Zunahme der freien Fettsäuren im Plasma
  • Proteingewebe:
    • Stimulation der Proteinsynthese
    • Verringerte Stickstoff-Aussscheidung
    • verringerter Stickstoff in Blut + Harnstoff
  • Bindegewebe: gesteigerte Kollagen-Synthese
  • Zellstoffwechsel
    • Stimulation der nukleinsäuresynthese
    • Hemmung der Glukoseaufnahme
  • Mineralien
    • gesteigerte Calciumabsorption
    • vermehrt anorganische Phosphate im Serum

Study