Physiologie 2

Thermoregulation

Thermoregulation


L. H.
Diese Lernkarten behandeln die Thermoregulation bei Tieren und ist für Universitätsstudierende geeignet. Sie beleuchtet die Unterschiede zwischen poikilothermen und homoiothermen Organismen, wobei die Körpertemperatur, Körperschale und Umwelt eine zentrale Rolle spielen. Die Karteikarten erklären, wie Tiere wie Säugetiere und Vögel ihre Körpertemperatur konstant halten, während poikilotherme Tiere wie Reptilien und Fische stark von der Umgebungstemperatur abhängen. Sie eignet sich für Biologiestudierende, die die physiologischen Mechanismen der Thermoregulation verstehen möchten.
Karten
17
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.02.2015 / 30.11.2020

Lernkarten

Definition Thermoregulation

Unter Thermoregulation versteht man in der Biologie die mehr oder weniger große Unabhängigkeit der Körpertemperatur eines Organismus von der Außenwelt. 

Beschreibung homoiotherm 

  • konstante Temperatur des Körperkerns 
  • Temperatur der Körperschale abhängig von Umgebungstemperatur (meist < Kerntemperatur) 
  • Enge Grenzen,kaum Toleranz für Abweichungen 
  • Temperaturgefälle nach außen
  • Säugetiere & Vögel

Beschreibung poikilotherm 

  • Temperatur des Körperkerns und der Körperschale abhängig von Umgebungstemperatur 
  • Über weite Temperaturbereiche lebensfähig 
  • Reptilien, Amphibien, Fische, Insekten 

Definition

endotherm, ektotherm

endotherm: von der Umwelt unabhängig

ektotherm: nur von der Umwelt abhängig

Größenabhängigkeit

  • kleinere relative Oberfläche großer Tiere, dadurch geringerer Wärmeverlust
  • demzufolge Stoffwechselreduktion: große Tiere haben geringerenEnergieumsatz, brauchen verhältnissmäßig weniger Nahrung
  • ähnliche Tiere in kälteren Zonen größer, Extremitäten kleiner

Mechanismen Hautdurchblutung

  • Gegenstromprinzip: Körperkern bleibt warm, Vene wird durch Arterie gewärmt
  • Erweiterung der Arterien

Elemente des thermoregulatorischen Systems 

Wärme- und Kälterezeptoren 

  • Peripher (Haut, Mundschleimhaut) erfassen Außentemperatur, v.a. Kälterezeptoren 
  • Zentral (Hypothalamus und Rückenmark, Bauchhöhle und Muskulatur) erfassen Körperkerntemperatur, v.a. Wärmerezeptoren 

Regelung über thermoregulatorisches Zentrum (Hypothalamus) 

Thermoregulatorisch wirkende Anpassungen 

  • Verhalten (Wahl der Kleidung, Abkühlen im Wasser) 
  • Autonom 
    • Wärmeproduktion (chemische Thermoregulation) 
    • Wärmeabgabe (physikalische Thermoregulation) 

Auslöser Hyperthermie

körperliche Leistung, heiße Umgebung --> Dehydration

Fieber --> zu hohe Körpertemperatur (Interleukine)

Grenze Hypothermie

4 fach erhöhter Umsatz zur Aufrechterhaltung der Kerntemperatur

Physiologische Reaktionen auf Temperaturstress 

Ansteigende Körpertemperatur:  

  • Gefäßerweiterung: (Vasodilatation)  
    • Blutfluss in der Körperschale wird verstärkt stärkere Wärmeabgabe über wärmere Haut 
  •  Schwitzen, Hecheln 

Fallende Körpertemperatur: 

  • Gefäßverengung: (Vasokonstriktion)  
    • Blutfluss in der Körperschale wird vermindert --> Verringerung der Hauttemperatur, dadurch geringere Wärmeabgabe an Umgebung   
  • Kühleres Blut gelangt in Extremitäten 
    • Durch Wärmeaustauschmechanismen im peripheren Blutkreislauf (stärkere thermische Kopplung  zwischen venösem und arteriellem System) 
  •  Muskelspannung, Kältezittern 
  • Piloarrektion - Aufstellen der Haare/Federn (durch Muskelkontraktion) --> geringere Wärmeabgabe

Vorteile  poikilothem
 

  • weniger Energieaufnahme, da geringer Energieverbrauch  --> Tiere nur bei idealen Temperaturen aktiv 
  • keine Nahrungssuche im Winter 
  • keine Reserven nötig 

Nachteile poikilotherm

  • inaktiv bei Kälte 
  •  nur Gebiete mit günstigen Temperaturverhältnisse bewohnbar 
  •  leichte Beute bei ungünstigen Temperaturen 

Untere thermische Grenzen kritisches thermische Minimum  

Einfrieren der Körperflüssigkeiten 

  • Problem: Kristallbildung 
  • Stoffwechselfunktionen finden in Flüssigkeiten statt 
  • Kältestarre 
  • Keine Reflexe 

Gefrierschutzmechanismen

erhöhte Osmolarität durch

  • Salzgehalt 
    Glyceringehalt 
    Trimethylaminoxid 
    Proteine (THP Thermische Hystereseproteine, AFP (antifreeze), AFGP (antifreeze gluco), Produktion in Leber, sasional, Gefrierpunkt -5 °C)

Sinnesorgane Schlange

  • Auge
  • Nase
  • Zunge
  • Jacobsches Organ
  • Grubenorgan (Temperaturbild durch Infrarot)

Zeichne Lebensbereich poikilo und homoiotherm

s. Bild

Zusammenfassung

s. Abb.

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