Physiologie 1

Zellphysiologie

Zellphysiologie


N. J.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der universitären Physiologie, mit Schwerpunkt auf zellulären Prozessen wie der ATP-Produktion, dem Citratzyklus und der Regulation der Genexpression. Sie behandeln auch die Struktur und Funktion von Organellen wie Mitochondrien, Lysosomen und dem Endoplasmatischen Retikulum, sowie die Rolle des Cytoskeletts und der Membrantransportmechanismen. Ideal für Studierende der Biologie, die ihr Verständnis der zellulären Physiologie vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.02.2015 / 10.02.2015

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Definition Physiologie

Die Untersuchung der Frage wie ein Organismus funktioniert 

  • Aufbau und Funktion der verschiedene Teile eines Organimsus  
  • Zusammenspiel zum Phänotyp (Aussehen, Funktionen, Interaktionen mit der Umwelt, Verhalten,…) 

4 Bereiche der Zellphysiologie und Zusammenfassung

  • Molekulargenetik 
  • Signalübertragung / Membrantransport 
  • Biochemie des Stoffwechsels 
  • Zellanatomie /Biophysikalische Membraneigenschaften 
  • Funktion von Geweben und des physiologischen Systems des Gesamtorganismus 

4 Eigenschaften Physiologischer Regulation

  • Vielzellige Organismen können viele Parameter ihrer inneren Umwelt selbst regulieren (Regulierer vs. Konformer) 
  • Regulationsmechanismen beschleunigen oder verlangsamen viele physiologische Abläufe mithilfe antagonistischer Steuerung häufig negative Rückkopplungsschleifen inkl. Normalwert (Homöostase) 
  • Systeme mit besonders schneller und starker Regulierung unterliegen meistens einer positiven Rückkopplung 
  • Neg. RK: hält Variable konstant, pos. RK: verstärkt Veränderung 

Genotyp/Phänotyp Beziehung

  • Große Teile des Phänotyps werden von den Genen im Genom (Genotyp) festgelegt 
  • Epigenetik: Regulation von Transkriptionsprozessen, vererbbar ohne die Gensequenz zu verändern 
  • aüßere Einflüsse --> Phänotypische Plastizität (reversibel <-> irreversibel

Definition Gendrift

zufällige Schwankungen der Häufigkeit bestimmter Genotypen ( z.B. Waldbrand) 

Eigenschaften Evolution

Anpassung beruht auf der Variation eines Merkmals, dass durch natürliche Selektion o.Ä. entstanden ist, vererbt werden kann und den Fortpflanzungserfolg verbessert (vgl. AB-Resistenzen), Gendrift

Grundprinzipien Physiologie

  • Physiologische Vorgänge gehorchen den Gesetzen von Physik und Chemie 
  • Viele physiologische Vorgänge werden reguliert 
  • Genotyp und Phänotyp sind verknüpft 
  • Phänotyp ist ein Produkt der Evolution 

Zellkern (3)

  • Umgeben von Doppelmembran (Kernhülle) 
  • Kommunikation mit Cytosol über Kernporen 
  • Enhält das Hauptgenom, DNA- und RNA-Synthese sowie Prozessierung 

ER

  • Setzt äußere Membran des Zellkerns fort 
  • System von Membranröhren, große Ausdehnung 
  • Hauptort der Membranneubildung der Zelle 
  • Synthese der meisten Lipide sowie Proteine zur Verteilung auf andere Organellen und an die Plasmamembran 
  • Auf cytosolischer Seite oft mit Ribosomen bedeckt (Makromoleküle der Proteinsynthese, dann raues ER) 
  • Glattes ER: Steroidhormonsynthese in Nebenniere, Entgiftung von Alkohol in Leber, … 

Golgi-Apparat

  • Modifikation, Sortierung, Verpackung von Proteinen und Lipiden zur Sekretion/Versand an andere Organellen 

Vesikel

  • Membranumschlossene Abschnürung zum Transport von Proteinen und anderen Molekülen zwischen den Zellkompartimenten 

Endosomen

  • Verteilerstation: Sortierung von aufgenommenen Molekülen, evtl. Rückführung zum Golgi-Netzwerk 

Lysosomen

  • Erhalten geschädigte oder zellfremde Moleküle  
  • Proteolytischer Abbau, auch von beschädigten gesamten Organellen 

Mitochondrien

  • Kraftwerke der Zelle 
  • Von zwei Membranen umgeben  
    • Mitochondrienmatrix innen, Intermembranraum zwischen den Membranen 
  • Matrix: Ausstattung für Citratcyclus 
  • Innere Membran: Enzyme für oxidative Phosphorylierungen und Transporte

Cytoskelett

  • Netzwerk aus Proteinfasern 
  • Gerüst für Zellmembran und Strukturanker für Organellen 
  • Filamente des Cytoskeletts als Schienensystem an dem Vesikel entlangbewegt werden können 
  • Bewegungsvorgänge möglich durch Motorproteine wie Myosin, Kinesin und Dynein

Cytoskelett Bestandteile

Mikrotubuli  

  • Lange starre Röhren aus Tubulin 
  • halten Organellen an ihrem entsprechenden Platz in der Zelle 

Mikrofilamente 

  • kleine biegsame Ketten aus Actin 

Intermediärfilamente 

  • Durchmesser zwischen Mirkotubuli und Mikrofilamenten, bestehend aus Monomeren 

4 Membraneigenschaften 

  • Temperaturabhängigkeit der Fluidität der Membran
  • Heterogenität der Membranen 
  • Lipid Rafts als Cholesterin und Glycolipid-angereicherte Abschnitte für Proteine mit längeren Transmembrandomänen 
  • integrale und periphere Membranproteine

Ionengradienten mehr in:

Extrazellulär

  • Na+
  • Ca2+
  • Cl-
  • HCO3-

Intrazellulär

  • K+
  • A-

Na+ Gradienten Transporter Beispiele

  • Ca-Na-Antiport
  • Glukose-Na-Symport
  • (3)Na-(2)K-Pumpe als ATPase, gegen den Gradienten

4 Eigenschaften Membrankanäle

  • Membrankanäle meist sehr spezifisch für ein bestimmtes Ion 
  • Festladungen in der Kanalwand 
  • Minima: Bindung an Festladung 
  • Spontane Oszilierung zwischen Konformationen zur Überwindung der Energiebarriere 

Definition Stoffwechsel

Gesamtheit der chemischen Reaktionen durch die biologische Moleküle in den Zellen ineinander umgewandelt werden

Definition Anabole Stoffwechselwege

 Molekülbausteine werden zu komplexen Makromolekülen verbunden

Definition Katabole Stoffwechselwege

Abbau komplexer Makromoleküle 

Energiestoffwechsel

Produktion der für die Biosynthese erforderlichen chemischen Energie (durch Katabolismus)

Glykolyse

  • Lebenswichtig da auch ohne Sauerstoff möglich 
  • schnellste Produktion von ATP (notwendig für best. Gewebe) 
  • Zwischenprodukte wichtige Substrate für andere Reaktionswege

10 Schritte Glykolyse mit Enzym

  1. Glukose +ATP-ADP => Glukose-6-phosphat (G6P) / Hexokinase (HK)
  2. Glukose-6-phosphat => Fruktose-6-phoshat (F6P) /Phosphoglucoisomerase (PGI)
  3. F6P +ATP-ADP => F1,6BP / Phosphofructokinase (PFK)
  4. F1,6BP => Glycerinaldehyd-3-phosphat (GA3P) + Dihydroxyacetonphosphat (DHAP) / Aldolase
  5. DHAP => GA3P / Triosephosphatisomerase (TPI)
  6. GA3P + 2 NAD+ - NADH => 1,3 Bisphosphoglycerat (2x ab hier alles) (1,3BPG) / GA3P-dehydrogenase
  7. 1,3 BPG + ADP - ATP => 3-Phosphoglycerat (3-PG) / Phosphoglycerokinase (PGK)
  8. 3-PG => 2-PG / Phosphoglyceratmutase (PGM)
  9. 2-PG - H20 => Phosphoenolpyruvat (PEP) / Enolase
  10. PEP + ADP - ATP => Pyruvat / Pyruvatkinase
  11.  

Oxidativer Stoffwechsel

  • Mitochondrien: Entstehung von Acetyl-CoA aus verschiedenen Stoffwechselprodukten 
  • Acetyl-CoA als Ausgangssubstrat des Citratcyclus (in Mitochondrien - innere Membran)
  • Abbau zu CO 2 , chemische Energie in Form von Reduktionsäquivalenten (NADH, FADH2) und GTP gespeichert 
  • Innere Mitochondrienmembran: Oxidation durch  Elektronentransportsystem oxidiert, freiwerdende Energie wird in einen elektrochemischen Protonengradienten umgewandelt 
  • ATPasen nutzen diesen zum Aufbau von ATP 

Zeichne Citratzyklus

  

Beschreibung β-Oxidation von Fettsäuren (FS)

  • Relevant für Vielzahl von Geweben, Herz deckt 70% des Energiebedarfs aus Fettsäuren
  • Ort: Mitochondrien 
  • Endprodukt: Acetyl-CoA (=> Citratzyklus) 
  • Ausgangssubstrat: CoA-Ester
    • Kurze FS: Aktivierung in Mitochondrien 
    • Lange FS: Aktivierung in Cytosol, dann Transport in Mitochondrien über Carnitinshuttle 
  • Oxidation:  
    • zyklisch, Reduktion der FS um 2 C in Form von Acetyl-CoA pro Durchlauf,  
    • zwei Reduktionsäquivalente als Energiegewinn plus anschl. Citratzyklus 

Schritte Oxidation

  1. Aktivierung  (ATP, CoASH - AMP+PPi)
  2. Dehydrierung (FAD =>FADH2) / Oxidation
  3. Hydratisierung
  4. Dehydrierung /Oxidation (NAD+ => NADH +H+
  5. Thiolyse CoASH => Acetyl-CoA 

Schritte Oxidation

  1. Aktivierung  (ATP, CoASH - AMP+PPi)
  2. Dehydrierung (FAD =>FADH2) / Oxidation
  3. Hydratisierung
  4. Dehydrierung /Oxidation (NAD+ => NADH +H+
  5. Thiolyse CoASH => Acetyl-CoA 

Regulation Genexpression

  • Transkription
  • Translation
  • Modifikation der Synthese/des Ablesens
  • Aktivierung und Abbau 

Regulation Transkription

  • normalerweise inaktiv um Histone geschlungen = superspiralisiert
  • Veränderung der Chromatinstruktur lässt Transkription zu

Regulation Translation (4)

  • Ribosom
  • Initiationsfaktoren
  • Elongationsfaktoren
  • Hilfsproteine

Étudier