Physiologie

Verdauung

Verdauung

Marie-Louise Schwendener
Étudier

Marie-Louise Schwendener
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Physiologie des Verdauungssystems und deckt dabei sowohl grundlegende als auch spezifische Aspekte ab. Sie beleuchten die Aufnahme und Verarbeitung von Nahrung, die Rolle von Enzymen und die Bedeutung von Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders hervorgehoben werden die Funktionen des Darms, die Regulation des Wasserhaushalts und die Auswirkungen von Mangelerscheinungen. Die Karteikarten richten sich an Medizinstudenten und Fachpersonal, die ihr Verständnis der physiologischen Prozesse vertiefen möchten, um Diagnosen und Behandlungen zu verbessern.
Cartes-fiches
32
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
31.03.2014 / 14.04.2014

Cartes-fiches

Grundumsatz

Menge an Energie, die die Organe für die normale Funktion benötigen

abhängig von Alter, Geschlecht, Grösse, Gewicht

Arbeitsumsatz

kommt bei jeder Art Belastung (Bewegung, Fieber, Schmerzen, Essen, usw) zum normalen Energieverbrauch der Organe dazu

Hauptaufgaben Verdauungssystem

  • mechanische Prozesse
    • Aufnahme, Zerkleinerung, Durchmischung, Transport
  • chemische Prozesse
    • Zumischung von Verdauungssäften
  • Resorption aus Darm in Blut / Lymphe
  • Ausscheidung nichtresorbierbarer Teile
  • Regulation von Wasser- und Elektrolythaushalt
  • Immunabwehr
    • GALT (gut-associated lymphoid tissue)

Aufenthaltsdauer der Nahrung im Oesophagus

10 s

Aufenthaltsdauer der Nahrung im Magen

3h

Aufenthaltsdauer der Nahrung im Dünndarm

bis 9h

Aufenthaltsdauer der Nahrung im Dickdarm

bis 30h

Aufenthaltdauer der Nahrung in der Rektumampulle

bis 12h

Peptisches Ulcus

Magengeschwür / Duodenalgeschwür

(Ursache: Magensäure (Salzsäure) greift Magenwand an → Magengeschwür)

Rectozele

Wand des Rectums dehnt sich nach nach vorne aus

→ Stuhl hängt dort fest

Aufgabe Dünndarm

  • Aufnahme von Nährstoffen
  • Produktion von 1 - 2 Lt. Kochsalzlösung
    • um Nahrung vor Enzymen zu schützen und um Nahrungsbrei geschmeidig zu machen
  • Aufnahme / Abgabe durch Konzentrationsausgleich reguliert Wasserhaushalt

Diarrhoe

Durchfall

Gleichgewicht zw. Nährstoffkonzentration und Wasser ist gestört

bei sehr hoher Konzentration eines Stoffes im Darm wird viel Wasser dazu gegeben (als Ausgleich)

→ Durchfall

Aufgaben Dickdarm

  • hauptsächlich Wasserentzug
  • Mineralstoffe entziehen
  • ansässige Bakterien verarbeiten einen Teil der unverdauten Nahrungsreste
  • Aufbau von VItamin K, Biotin, Ammoniak, Gase

Malassimilation

gestörte Aufnahme von (Nähr-)Stoffen in die Zellen

Maldigestion

 

gestörte Verdauung

Mangel an Enzymen, Gallensäuren führt zu gestörtem Aufschluss der Nahrungsbestandteile

→ Nahrungsbestandteile werden nicht aufgenommen

→ zu hohe Konzentration

→ Durchfall

Bsp: Laktoseintoleranz

Malabsorption

gestörte Nährstoffaufnahme aufgrund von Veränderungen an der Darmschleimhaut

→ Nahrung wird nicht aufgenommen

→ zu hohe Konzentration

→ Durchfall

Bsp. Zöliakie (=Glutenunverträglichkeit)

Steatorrhoe

  • Fettstuhl
  • zT als Folge von:
    • gestörter Verdauung
    • gestörter Nährstoffaufnahme

 

Fettlösliche Vitamine

A, D, E, K

Lipide

Fettstoffe

werden gespalten in Fettsäuren und Cholesterine

Triglyceride und Cholesterinester

Speicherform von Fetten (Fettstoffen)

Fettsäuren und Cholesterine

Energieform von Fetten

Wasserlösliche Vitamine

B-Komplex (B1 - B12)

C = Ascorbinsäure

H = Biotin, Niacin

Pantothensäure

Perniziöse Anämie

Mangel an Vitamin B12

Spurenelemente

Salze, die nur ganz wenig vorkommen

unkonjugiertes, indirektes Bilirubin

entsteht beim Abbau von rotem Blutfarbstoff

ist nicht gebunden

konjugiertes, direktes BIlirubin

an Glukuronsäure (UDP) gebunden

wird durch BIndung wasserlöslich

gibt Galle ihre grünliche Farbe

Bilirubinausscheidung

  • Abbau des roten Blutfarbstoffes
    • → Bilirubin
  • im Darm: BIlirubin von Glukuronsäure getrennt (durch Bakterien)
    • → Urobilinogen
  • Ausscheidung über
    • Stuhl → Sterkobilin
    • Urin → Urobilin
    • Leber → entweder über Gallenwege in Stuhl / Urin oder via Blut in den Urin

Ikterus

Gelbsucht

durch BIlirubinerhöhung im Blut

Resorption

Aufnahme von körpereigenen oder körperfremden Stoffen in Zellen oder Gewebe

zB Aufnahme von Nährstoffen

Elektrolyte

geschmolzene oder gelöste Substanzen (v.a Salze)

lösen sich entsprechend dem elektrischen Feld auf

v.a Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium

Sekretion

(sezernieren)

 Abgabe von Substanzen, die für den Organismus wichtig sind

(beispielsweise Hormone, Verdauungsenzyme)

geschieht durch spezialisierte Zellen

Hämoglobin

eisenhaltiger roter Blutfarbstoff

Étudier