Verdauung


J. F.
Diese Lernkarten bieten einen universitären Einblick in die Verdauung, mit Fokus auf Zellen, Magen, Abbauprozesse und die Rolle der Gallenblase. Sie behandeln die Resorption von Nährstoffen wie Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, sowie die spezifischen Mechanismen im Darm, insbesondere im Duodenum. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Biologiestudenten, die ein tieferes Verständnis der Verdauungsphysiologie und der damit verbundenen zellulären Prozesse erlangen möchten.
Karten
19
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.04.2016 / 20.02.2022

Lernkarten

Verdauunssystem

Überblick

Ösophagus

>mit Erweiterung: z.B Kropf bei Vögeln

>Ösophagussphinkler: Muskelöffnung zum Magen (Bsp. Reflux)

Ernährrungstypen

>omnivore (Allesfresser), Carnivore (Fleischfresser)

>Herbivore (Pflanzenfresser): flovior (Blätter), frugivor (Frucht), graminivor (Gras), granivor (Samen)

Verweildauer der Nahrung beim Menschen

Verweildauer

Speichelproduktion

>Speicheldrüsen paarig: Glandula parotis (Ohr-),Gl. submaxillaris (Unterkiefer-), Gl. sublinguales (Unterzunge-)
>Speichefluss ausgelöst durch: mechanische Stimulation, Geruch/Anblick, Vorstellung = cephalische Phase                           

pH 6,5 Enzym: alpha-Amylase (Ptyalin):Hydrolase, Abbau Polysaccharide

Steuerung der Speichelsekretion

>über Nervensystem und weitere Nervenzellen, reflektorisch

Rolle des Ösophagus

>Speiseröhre, leitet Nahrung aus dem Pharynx hinunter in den Magen, befördert den Bolus peristalkisch

>unwillkürliche Kontraktionswellen der glatten Muskulatur

Innenauskleidung des Magens

Magendrüsen: bestehen aus drei Zelltypen(Schleim-,Haupt-, Belegzellen)

Schleimzellen: sezernieren Schleim, der die Auskleidung des Magens befeuchtet und schützt Hauptzellen: sezernieren Pepsinogen, inaktivr Form von Pepsin Belegzellen: sezernieren Salzsäure (HCL)

Aktivität der sekretorischen Zellen in der Mucosa des Magens

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Funktion von HCL

>Desinfektion (Heliobacter pylori kann sich ansiedeln), Enzymaktivierung, Denaturierung, sauere Hydrolyse

Magensäuresekretion

>Protonenpumpen die H-Ionen über die Membran der Canaliculi ins Magenlumen befördern, während Bicarbonat ins Blutgefäßsystem des Magens aufgenommen wird

>Carbonhydrase

Duodenum (Zwölffingerdarm)

>Vermischung Chymus mit den Verdauungssäften aus Pankreas, Lber und Gallenblase und Drüsenzellen Dünndarmschleimhaut

>Pankreas:porduziert hydrolytische Enzyme und alkalische Lösung (Bicarbonat/ HCO3- als Puffer) Leber: Produktion von Galle (Gallensäure Verdauung und Resorption von Fett), in Gallenblase gespeichter

Darm

Dünndarm: Duodenum, Jejunum, Ileum Blinddarm Dickdarm: Colon ascendens, transversum,descendes Enddarm (Rektum)

Kohlenhydrat-Abbau und -Resorption

>Leber baut Fructos und Galactose zu Glucose um (drei Hauptsaccharide)

>Glucose gelangt in die Zelle über einen Natrium abhängigen SGLT-Symporter und verlässt sie über GLUT2-Transporter, Fructose über GLUT5 in die Zelle und über GLUT2 aus der Zelle

>durch Na-Einstrom auch Einstrom von Glucoes (irgendwann erschöpft, K-Na-Pumpe schafft Na wieder raus)= sekundär aktiver Natriumgeekoppelter Cotransport

 

Protein-Abbau und-Resorption

>beginn durch Pepsin im Magen, Enzyme im Duodenum hydrolysieren die Polypeptide zu einzelnen AS, Trypsin+Chymotrypsin sind Endopepsidasen spalten ebenfalls zu Polypeptiden, Carboxypeptidase spaltet AS ab (vom C-terminalen Ende), im Jejunum Peptidasen

>Cotransport von Dipeptiden und Tripeptiden mit H, Cotransport von AS mit NA, kleine Peptide werden durch Transcytose intakt durch die Zelle transportiert

Fett-Abbau und-Resorption

>Emulgation durch Gallensäure dann können Lipase und Colipase angreifen und zu Monoglycerin und freien Fettsäuren spalten, Mizellbildung

>Monoglyceride und Fettsäuren bewegen sich aus Micellen heraus und gelangen durch Diffusion in die Zelle, Cholesterin wird über Membrantransporter in Zelle transportiert, absorbierte Fette verbinden sich in den Darmzellen mit Cholestorol und Proteinen und bilden Chylomikronen, diese werden ins lymphatische System abgegeben

Resorption

Sekundär aktiver Transport: SGLT1

Natrium/Glucose-Cotransporter 1 (SGLT1)  Protein in der Zellmembran von Säugetieren, das bestimmte Monosaccharide und Natriumionen mittels eines Symport in die Zelle schleust.Glucose und Galactose im Darm vom Körper aufgenommen wird.

>Transport über Carriern grundsätzlich reversibel, jedoch sorgt die geringe Natrium- Konzentration in der Zelle dafür, dass der Symport gerichtet nach innen abläuft, bevorzugten Solute sind Glucose und Galactose, also Hexosen mit D-Konfiguration am fünften C-Atom.

 

Enterisches Nervensystem

(Brain of the gut)

>in der Wand des Magen-Darm Trakts: Auerbachsches Plexus (Peristaltik/Nahrungstransport), Meissner-Plexus (Chemosensoren/Zustand Nahrungsbrei)

>Neurohormone und steuern Sekretion der Drüsen

Caecotrophie

regelmäßige Aufnahme einer besonderen Form von Kot von Pflanzenfressern, wodurch diese eine bessere Ausnutzung der schwer verdaulichen Pflanzennahrung erreichen. Die Tiere nehmen diese nach der Ausscheidung vom Anus sofort wieder auf.Die wiederaufgenommenen Caecotrophe werden zunächst im vorderen Fundusteil des Magens gespeichert, wo sie, von einer Membran umhüllt, für mehrere Stunden weiter bakteriell vergoren werden. Dabei entsteht unter anderem Milchsäure. Der Fundus der Tiere fungiert also in ähnlicher Weise wie der Rumen der Wiederkäuer als Gärkammer. Erst später werden die restlichen Caecotrophe nach und nach mit dem restlichen Mageninhalt verdaut.

 

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