Physik Step 56 (neu)

Lernkarten zu Step 56 des Grundlagenfachs Physik: Abbildungseigenschaften von Sammellinsen (Lochkamera, Bildkonstruktion, Linsengleichung, Auge, Lupe und Mikroskop).

Lernkarten zu Step 56 des Grundlagenfachs Physik: Abbildungseigenschaften von Sammellinsen (Lochkamera, Bildkonstruktion, Linsengleichung, Auge, Lupe und Mikroskop).


R. H.
Karten
24
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Physik
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
23.10.2026 / 23.10.2026

Lernkarten

Wie entsteht in einer Lochkamera ein Bild?

Von jedem Gegenstandspunkt kommt nur ein einziger dünner Lichtstrahl durch das kleine Loch; die Strahlen laufen geradlinig weiter und erzeugen auf der Rückwand ein scharf umrissenes Bild.

Warum steht das Bild der Lochkamera auf dem Kopf?

Die Strahlen kreuzen sich im Loch: Der Strahl von der Spitze (oben) trifft die Rückwand unten, der vom Fuss (unten) trifft sie oben – das Bild ist umgekehrt und seitenverkehrt.

Wie ändern sich Helligkeit und Schärfe des Lochkamera-Bilds, wenn man das Loch vergrössert?

Es wird heller (mehr Licht), aber unschärfer: Von jedem Gegenstandspunkt kommt nun ein ganzes Strahlenbündel durch und erzeugt einen Fleck statt eines Punkts.

Warum ist eine Sammellinse der Lochkamera überlegen?

Sie hat eine grosse Fläche (viel Licht, also hell) und bündelt trotzdem das ganze Strahlenbündel jedes Gegenstandspunkts wieder in genau einem Bildpunkt (also scharf).

Was sind Brennpunkt F und Brennweite f einer Sammellinse?

Paralleles Licht wird von der Sammellinse in einem Punkt gesammelt, dem Brennpunkt F; sein Abstand zur Linsenmitte ist die Brennweite f. Jede Linse hat auf beiden Seiten einen Brennpunkt.

Wie verläuft der Parallelstrahl?

Parallel zur optischen Achse hinein – hinter der Linse durch den Brennpunkt F hinaus.

Wie verläuft der Mittelpunktstrahl?

Durch die Mitte der Linse – ungebrochen geradeaus weiter.

Wie verläuft der Brennpunktstrahl?

Durch den vorderen Brennpunkt F hinein – hinter der Linse parallel zur optischen Achse hinaus.

Was ist der Unterschied zwischen einem reellen und einem virtuellen Bild?

Reell: Die Strahlen treffen sich wirklich, das Bild lässt sich auf einem Schirm auffangen. Virtuell: Die austretenden Strahlen laufen auseinander, nur ihre rückwärtigen Verlängerungen schneiden sich – nicht auf einem Schirm auffangbar.

Welches Bild entsteht, wenn der Gegenstand weiter als die doppelte Brennweite entfernt steht (g > 2f)?

Reell, umgekehrt, verkleinert; es liegt zwischen f und 2f hinter der Linse. Beispiel: Fotokamera, Auge.

Welches Bild entsteht, wenn der Gegenstand zwischen einfacher und doppelter Brennweite steht (f < g < 2f)?

Reell, umgekehrt, vergrössert; es liegt weiter als 2f hinter der Linse. Beispiel: Beamer, Diaprojektor.

Welches Bild entsteht, wenn der Gegenstand innerhalb der Brennweite steht (g < f)?

Virtuell, aufrecht, vergrössert, auf derselben Seite wie der Gegenstand. Beispiel: Lupe.

Wie lautet die Linsengleichung?

1/f = 1/g + 1/b (f = Brennweite, g = Gegenstandsweite, b = Bildweite)

Wie lautet die nach der Bildweite b aufgelöste Linsengleichung?

b = f ⋅ g / (g – f)

Was ist der Abbildungsmassstab A?

A = B/G = b/g (Bildgrösse zu Gegenstandsgrösse = Bildweite zu Gegenstandsweite); A > 1 vergrössert, A < 1 verkleinert.

Ein 2,0 cm grosses Dia steht 12 cm vor einer Sammellinse mit f = 8,0 cm. Wo entsteht das Bild, und wie gross ist es?

b = f ⋅ g / (g – f) = 8,0 cm ⋅ 12 cm / (12 cm – 8,0 cm) = 96 cm² / 4,0 cm = 24 cm; A = b/g = 24 cm / 12 cm = 2,0 → B = A ⋅ G = 2,0 ⋅ 2,0 cm = 4,0 cm

In welchem Abstand müssen Gegenstand und Schirm bei einer Sammellinse stehen, damit das Bild gleich gross ist (A = 1)?

A = 1 heisst b = g; eingesetzt in 1/f = 2/g folgt g = b = 2f. Abstand Gegenstand–Schirm: e = g + b = 4f – zugleich der kleinstmögliche Abstand für ein scharfes Bild.

Wie bildet das gesunde Auge ab, und was ist die Akkommodation?

Hornhaut und Augenlinse bündeln das Licht auf die Netzhaut (reelles, verkleinertes, umgekehrtes Bild wie bei der Kamera). Weil der Abstand Linse–Netzhaut fest ist, verändert ein Ringmuskel die Brennweite der Linse: dicker für Nahes, flacher für Fernes – das ist Akkommodation.

Was ist Kurzsichtigkeit, und wie wird sie korrigiert?

Augapfel zu lang (oder Linse bricht zu stark): Das Bild ferner Gegenstände entsteht vor der Netzhaut, Fernes ist unscharf. Korrektur mit einer Zerstreuungslinse (Minus-Glas), die den Brennpunkt nach hinten auf die Netzhaut rückt.

Was ist Weitsichtigkeit, und wie wird sie korrigiert?

Augapfel zu kurz (oder Linse bricht zu schwach): Das Bild naher Gegenstände läge hinter der Netzhaut, Nahes ist unscharf. Korrektur mit einer Sammellinse (Plus-Glas), die das Licht zusätzlich bündelt und den Brennpunkt nach vorne auf die Netzhaut rückt.

Woran erkennt man eine Zerstreuungslinse im Vergleich zur Sammellinse?

Zerstreuungslinse: in der Mitte dünner als am Rand, zieht die Strahlen auseinander. Sammellinse: in der Mitte dicker als am Rand, bündelt die Strahlen.

Wie funktioniert eine Lupe?

Eine einzelne Sammellinse, bei der der Gegenstand innerhalb der Brennweite steht (g < f): Es entsteht ein virtuelles, aufrechtes, vergrössertes Bild. Je kürzer die Brennweite, desto stärker die Vergrösserung.

Wie ist ein Mikroskop aufgebaut, und welches Bild erzeugt jede Linse?

Objektiv (untere Linse, Objekt knapp ausserhalb der Brennweite): reelles, vergrössertes, umgekehrtes Zwischenbild im Tubus. Okular (obere Linse): wirkt wie eine Lupe auf das Zwischenbild und vergrössert es nochmals (virtuelles Bild).

Warum vergrössert ein Mikroskop viel stärker als eine Lupe?

Es vergrössert in zwei Schritten (Objektiv und Okular), und die beiden Vergrösserungen multiplizieren sich – die Lupe vergrössert nur einmal.

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