Physik Step 46 (neu)

Lernkarten zu Step 46 des Grundlagenfachs Physik: Wärme und Materie (1. Hauptsatz, Wärmekapazität, Wärmetransport, Phasenübergänge, Mischtemperatur).

Lernkarten zu Step 46 des Grundlagenfachs Physik: Wärme und Materie (1. Hauptsatz, Wärmekapazität, Wärmetransport, Phasenübergänge, Mischtemperatur).


R. H.
Flashcards
24
Students
0
Language
German
Category
Physics
Created / Updated
23.10.2026 / 23.10.2026

Flashcards

Wie lautet der 1. Hauptsatz der Wärmelehre als Formel und in Worten?

ΔU = Q + W: Die Änderung der inneren Energie eines Körpers ist gleich der Summe aus zugeführter Wärme Q und am Körper verrichteter Arbeit W – Energie geht nie verloren.

Welche Vorzeichenregel gilt für Q und W im 1. Hauptsatz?

Aus Sicht des Körpers: Was ihm Energie zuführt, zählt positiv (Q > 0: Wärme zugeführt; W > 0: Arbeit am Körper verrichtet), was ihm Energie entzieht, zählt negativ.

Zugehaltene Fahrradpumpe, der Kolben wird kräftig hineingedrückt: Welche Vorzeichen haben Q und W, und was passiert mit der inneren Energie?

Q ≈ 0, W > 0 (Arbeit am Gas) ⇒ ΔU > 0: Die innere Energie steigt, das Gas wird wärmer.

Einem Gas werden Q = 300 J Wärme zugeführt und gleichzeitig W = 200 J Kompressionsarbeit am Gas verrichtet. Wie ändert sich die innere Energie?

ΔU = Q + W = 300 J + 200 J = 500 J – die innere Energie steigt um 500 J.

Was ist Kompressionsarbeit?

Arbeit, die beim Zusammendrücken eines Gases am Gas verrichtet wird (Kolben hinein, Volumen kleiner); aus Sicht des Gases W > 0, die innere Energie steigt.

Was ist Expansionsarbeit?

Arbeit, die ein sich ausdehnendes Gas nach aussen verrichtet (das Gas schiebt den Kolben heraus); aus Sicht des Gases W < 0, die innere Energie sinkt.

Warum wird das Gas kalt, das aus einer Spraydose entweicht?

Es dehnt sich aus und verrichtet Expansionsarbeit (W < 0), ohne dass Wärme zufliesst (Q = 0) ⇒ ΔU < 0, das Gas kühlt ab.

Wie berechnet man die Wärme Q, die für eine Temperaturänderung ΔT nötig ist?

Q = c ⋅ m ⋅ ΔT (c = spezifische Wärmekapazität des Stoffes, m = Masse, ΔT = Temperaturänderung in K oder °C)

Was gibt die spezifische Wärmekapazität c an, und welche Einheit hat sie?

Wie viel Wärme nötig ist, um 1 kg des Stoffes um 1 K zu erwärmen; Einheit J/(kg⋅K). Wasser: c = 4182 J/(kg⋅K) (Formelsammlung).

Wie viel Wärme braucht man, um 2,0 kg Wasser von 20,0 °C auf 80,0 °C zu erwärmen? (c = 4182 J/(kg⋅K))

Q = c ⋅ m ⋅ ΔT = 4182 J/(kg⋅K) ⋅ 2,0 kg ⋅ 60,0 K ≈ 5,0 ⋅ 10⁵ J

Wie berechnet man die Aufheizzeit t, wenn ein Gerät die Heizleistung P hat?

Aus P = Q/t folgt t = Q/P – zuerst die nötige Wärme mit Q = c ⋅ m ⋅ ΔT berechnen, dann durch die Leistung teilen.

Nenne die drei Arten des Wärmetransports mit je einem Beispiel.

Wärmeleitung (Metalllöffel in heisser Suppe wird warm), Wärmeströmung/Konvektion (Heizkörper erwärmt die Raumluft), Wärmestrahlung (die Sonne wärmt die Erde durch den leeren Raum).

Was besagt der 2. Hauptsatz der Wärmelehre?

Wärme fliesst von selbst immer nur vom wärmeren zum kälteren Körper, nie umgekehrt; ein Körper wird durch Kontakt höchstens so warm wie die Wärmequelle.

Kann 50 °C warmes Thermalwasser ein Becken auf 60 °C erwärmen? Begründe.

Nein. Nach dem 2. Hauptsatz fliesst Wärme von selbst nur vom Wärmeren zum Kälteren; das Becken kann höchstens 50 °C erreichen. Der 1. Hauptsatz allein würde es nicht verbieten.

Warum haben Gase zwei spezifische Wärmekapazitäten c_V und c_p?

Bei konstantem Volumen (c_V) verrichtet das Gas keine Arbeit, die ganze Wärme erhöht die innere Energie; bei konstantem Druck (c_p) dehnt es sich aus und gibt zusätzlich Expansionsarbeit ab – es braucht mehr Wärme, daher c_p > c_V.

Warum genügt bei festen und flüssigen Stoffen ein einziger Wert c?

Sie dehnen sich beim Erwärmen kaum aus; die Expansionsarbeit ist vernachlässigbar, der Unterschied zwischen c_p und c_V verschwindet praktisch.

Was bedeuten im Temperatur-Wärme-Diagramm die schrägen Stücke und die waagrechten Plateaus?

Schräg: Die Temperatur steigt, der Aggregatzustand bleibt (Q = c ⋅ m ⋅ ΔT). Plateau: Die Temperatur bleibt konstant, die Wärme bewirkt einen Phasenübergang (Schmelzen bei 0 °C, Verdampfen bei 100 °C).

Warum ist das Verdampfungs-Plateau von Wasser viel länger als das Schmelz-Plateau?

Die spezifische Verdampfungswärme L_v = 22,56 ⋅ 10⁵ J/kg ist rund siebenmal grösser als die spezifische Schmelzwärme L_f = 3,338 ⋅ 10⁵ J/kg.

Wie berechnet man die Wärme zum Schmelzen bzw. zum Verdampfen einer Masse m?

Schmelzen: Q = L_f ⋅ m; Verdampfen: Q = L_v ⋅ m (L_f, L_v in J/kg aus der Formelsammlung). Die Temperatur bleibt dabei konstant.

Wie viel Wärme braucht man, um 0,50 kg Eis von 0 °C vollständig zu schmelzen? (L_f = 3,338 ⋅ 10⁵ J/kg)

Q = L_f ⋅ m = 3,338 ⋅ 10⁵ J/kg ⋅ 0,50 kg ≈ 1,7 ⋅ 10⁵ J

Welche Temperaturen haben Schmelz-, Gefrier-, Verdampfungs- und Kondensationstemperatur bei Wasser?

Schmelz- und Gefriertemperatur sind dieselbe Temperatur (0 °C, fest ↔ flüssig); Verdampfungs-(Siede-) und Kondensationstemperatur ebenfalls (100 °C, flüssig ↔ gasförmig).

Wie lautet die Mischungsformel (Richmann'sche Mischungsregel) für zwei Mengen desselben Stoffes?

ϑ_m = (m₁ ⋅ ϑ₁ + m₂ ⋅ ϑ₂) / (m₁ + m₂) – aus „abgegebene Wärme = aufgenommene Wärme“, c kürzt sich bei gleichem Stoff heraus.

2,0 kg Wasser von 80,0 °C werden mit 3,0 kg Wasser von 20,0 °C gemischt. Welche Mischungstemperatur stellt sich ein?

ϑ_m = (2,0 kg ⋅ 80,0 °C + 3,0 kg ⋅ 20,0 °C) / 5,0 kg = 220 kg⋅°C / 5,0 kg = 44 °C

Ein Eiswürfel von 0 °C wird in warmes Wasser gegeben und schmilzt. Wie lautet die Wärmebilanz für die Mischungstemperatur ϑ_m?

Abgegeben = aufgenommen: c ⋅ m_W ⋅ (ϑ_W – ϑ_m) = L_f ⋅ m_E + c ⋅ m_E ⋅ (ϑ_m – 0 °C) – das Eis muss zuerst schmelzen, dann erwärmt sich das Schmelzwasser.

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