Physik Step 34 (neu)

Lernkarten zu Step 34 des Grundlagenfachs Physik: Berechnung von Arbeit (Definition, Formel und Einheit, Kraftkomponenten, Beschleunigungsarbeit).

Lernkarten zu Step 34 des Grundlagenfachs Physik: Berechnung von Arbeit (Definition, Formel und Einheit, Kraftkomponenten, Beschleunigungsarbeit).


R. H.
Karten
24
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Physik
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
23.10.2026 / 23.10.2026

Lernkarten

Wie ist die physikalische Grösse Arbeit definiert?

Arbeit wird verrichtet, wenn eine Kraft auf einen Körper wirkt, während dieser eine Wegstrecke zurücklegt. Kurz: „Arbeit ist Kraft mal Weg.“

Was haben die Beispiele „Anheben“, „Bremsen“ und „Ball beschleunigen“ gemeinsam?

In allen Fällen wirkt eine Kraft auf einen Körper, während dieser eine Wegstrecke zurücklegt – es wird Arbeit verrichtet.

Wie verändert verrichtete Arbeit den Energiezustand eines Körpers?

Die Energie des Körpers nimmt ab, wenn er Arbeit verrichtet, und sie nimmt zu, wenn an ihm Arbeit verrichtet wird.

Wie lautet die Formel für die Arbeit, und was bedeuten die Grössen?

W = F_s ⋅ s – F_s ist die Komponente der Kraft in Bewegungsrichtung, s die Wegstrecke in dieser Richtung.

Welche SI-Einheit hat die Arbeit?

Joule (J): 1 J = 1 N ⋅ 1 m = 1 N⋅m

Warum wird die Arbeit mit dem Symbol W bezeichnet?

Vom englischen Wort „work“ für Arbeit – dessen Anfangsbuchstabe ist das Symbol.

Welche Kraft zählt bei der Berechnung der Arbeit?

Nicht die gesamte ausgeübte Kraft, sondern nur die Komponente, die genau in die Bewegungsrichtung des Körpers zeigt.

Welche Arbeit ist nötig, um einen Körper der Masse m langsam um die Höhe h anzuheben (Hubarbeit)?

Man muss konstant die Gewichtskraft überwinden: F_auf = m ⋅ g und s = h ⇒ W = m ⋅ g ⋅ h

Ein Blumentopf (m = 1,9 kg) wird vom Boden auf einen 90 cm hohen Tisch gehoben. Welche Arbeit ist nötig? (g = 10 m/s²)

W = m ⋅ g ⋅ h = 1,9 kg ⋅ 10 m/s² ⋅ 0,9 m = 17 J

Ein Blumentopf (m = 2,4 kg) wird langsam vom Boden auf einen 0,95 m hohen Tisch gehoben. Welche Arbeit verrichtest du, und mit welchem Vorzeichen? (g = 10 m/s²)

W = m ⋅ g ⋅ h = 2,4 kg ⋅ 10 m/s² ⋅ 0,95 m ≈ 23 J; positiv, weil Kraft (nach oben) und Weg (nach oben) in die gleiche Richtung zeigen.

Wann hat die von aussen aufgewendete Arbeit ein positives, wann ein negatives Vorzeichen?

Positiv, wenn Kraftkomponente und Bewegung in die gleiche Richtung zeigen; negativ, wenn sie in entgegengesetzte Richtungen zeigen.

Was bedeutet positive bzw. negative Arbeit am Körper für seine Energie?

Positive Arbeit: Die Energie des Körpers nimmt zu (am Körper wird Arbeit verrichtet). Negative Arbeit: Die Energie nimmt ab (effektiv verrichtet der Körper die Arbeit).

Der Blumentopf (1,9 kg) wird langsam vom 90 cm hohen Tisch auf den Boden gesenkt. Welche Arbeit verrichten wir? (s nach oben positiv, g = 10 m/s²)

W = –m ⋅ g ⋅ h = –1,9 kg ⋅ 10 m/s² ⋅ 0,9 m = –17 J; unsere Kraft zeigt nach oben, die Bewegung nach unten – effektiv verrichtet der Topf die Arbeit, seine Energie nimmt ab.

Warum zerlegt man eine schief zur Bewegungsrichtung wirkende Kraft in Komponenten?

Weil nur die Komponente in Bewegungsrichtung Arbeit verrichtet; die Senkrechtkomponente trägt nichts zur Arbeit bei.

Wie zerlegt man eine Kraft F, die im Winkel α zur Bewegungsrichtung wirkt?

Mit dem rechtwinkligen Kräftedreieck: Parallelkomponente F_∥ = F ⋅ cos α (Ankathete), Senkrechtkomponente F_⊥ = F ⋅ sin α (Gegenkathete); F selbst ist die Hypotenuse.

Was bedeuten Sinus und Cosinus im rechtwinkligen Dreieck?

sin α = Gegenkathete / Hypotenuse, cos α = Ankathete / Hypotenuse (Seite 26 im blauen Formelbuch).

Blumentopf auf der schiefen Ebene (reibungsfrei): Welche Kraft wird zerlegt, und welche Komponente muss man beim Hochschieben überwinden?

Die Gewichtskraft F_G; überwinden muss man nur ihre Komponente parallel zur Ebene (hangabwärts): F_auf = F_G,∥.

Ein Fahrrad (m = 17 kg) wird über eine 6,0 m lange Rampe mit 0,80 m Höhendifferenz geschoben, reibungsfrei. Welche Kraft entlang der Rampe ist nötig? (g = 10 m/s²)

F_∥ = F_G ⋅ h / s = 17 kg ⋅ 10 m/s² ⋅ 0,80 m / 6,0 m ≈ 23 N (Neigungswinkel zur Horizontalen: sin α = 0,80/6,0 ⇒ α ≈ 7,7°)

Fahrrad-Rampe (17 kg, 6,0 m lang, 0,80 m hoch): Wie gross ist die verrichtete Arbeit, und wie vergleicht sie sich mit m ⋅ g ⋅ h? (g = 10 m/s²)

W = F_∥ ⋅ s = 22,7 N ⋅ 6,0 m ≈ 1,4 ⋅ 10² J; m ⋅ g ⋅ h = 17 kg ⋅ 10 m/s² ⋅ 0,80 m = 136 J – gleich gross.

Warum ist die Hubarbeit unabhängig davon, ob man einen Körper senkrecht anhebt oder reibungsfrei eine schiefe Ebene hochschiebt?

Je flacher die Ebene, desto kleiner die nötige Kraft, aber desto länger der Weg – die beiden Änderungen heben sich genau auf. Es zählt nur der Höhenunterschied: W = m ⋅ g ⋅ h.

Wann gilt die Aussage „W = m ⋅ g ⋅ h unabhängig vom Weg“ nicht mehr?

Wenn zusätzliche Kräfte Arbeit verrichten oder aufnehmen, z. B. Reibung – dann kommt Reibungsarbeit dazu.

Ein reibungsfreier Blumentopf wird ganz langsam waagrecht über den Boden verschoben. Wie viel Arbeit ist nötig, und warum?

Keine: Ohne Reibung muss keine Kraft in Bewegungsrichtung aufgewendet werden, F_auf = 0 ⇒ W = 0 ⋅ s = 0. Der Topf hat nachher dieselbe Energie wie vorher.

Welche konstante Kraft braucht es, um eine Masse m über die Strecke s auf die Geschwindigkeit v zu beschleunigen, und welche Arbeit wird dabei verrichtet?

Aus F = m ⋅ a und v² = 2 ⋅ a ⋅ s folgt F = m ⋅ v² / (2 ⋅ s); Beschleunigungsarbeit W = F ⋅ s = ½ ⋅ m ⋅ v² – Kraft und Weg zeigen in die gleiche Richtung, die Energie des Körpers nimmt zu.

Ballwurf: Ein Ball (m = 100 g) wird über 30 cm auf 20 m/s beschleunigt. Wie gross sind Beschleunigungsarbeit und mittlere Kraft?

W = ½ ⋅ m ⋅ v² = ½ ⋅ 0,10 kg ⋅ (20 m/s)² = 20 J; F = W / s = 20 J / 0,30 m ≈ 67 N

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