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Elisa Pisa
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie in der Veterinärmedizin auf Universitätsniveau. Sie decken die Wirkungen von Pharmaka, Rezeptoren und Hemmstoffen ab, mit einem Fokus auf Substanzen wie Antibiotika, Adrenalin, Noradrenalin und spezifische Therapieoptionen für verschiedene Krankheiten. Besonders nützlich für Studierende der Veterinärmedizin, die sich auf die Wirkmechanismen und Anwendungen von Medikamenten bei Tieren vorbereiten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
24.01.2016 / 03.06.2019

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Biotransformation

Aufgenommene Stoffe (Xenobiotika) werden, im ER des Leberparenchyms, so verändert, transformiert das sie in ausscheidbarer Form vorliegen. Dies passiert in zwei aufeinander folgenden Phasen:

Phase I - Reaktion:

Freilegung/ Zusetzung von funktionellen Gruppen mithilfe von Cytochrom P450 --> Oxidation, Reduktion, Hydrolyse --> Phase I-Metabolit

Phase II - Reaktion:

Konjugation (addieren polarer Gruppen) des Phase I-Metaboliten--> von akt. Glucuronsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, AS u.a. --> PhaseII-Metabolit 

 

Was ist der First-Pass-Effekt?

Metabolisierung eines Arzneistoffes bei erster Leber - Passage --> Inaktivierung oder auch Aktivierung

Wichtig zu wissen da bei Inaktivierung keine orale Gabe des jeweiligen AS. Z.B. Gonadotropin-Releasing-Hormon

Bioverfügbarkeit

Wie schnell und zu welcher Menge der therapeutisch wirksame Anteil eines ASs im Blutkreislauf zur Verfügung steht, also resorbiert wird. 

F = AUC (oral)/ AUC(iv) ( x 100 =in Prozent) berechnet die absolute Bioverfügbarkeit.

Bioäquivalenz

Austauschbarkeit zweier wirkstoffgleicher AS. 

Dabei wird verglichen in welchem Ausmaß und welcher Geschwindigkeit die Resorbtion funktioniert.

Elimination

= Abbau und Ausscheidung von Xenobiotika

Ausscheidung (Exkretion) = Prozesse welche die Konzentration eine Stoffes im Körper herabsetzen.

--> renal: Filtration, Sekretion, tubuläre Rückresorbiton

--> biliär

--> andere (Lunge, Haut)

 

Pharmakokinetik

Beschreibt den zeitlichen Konzentrationsverlauf des Arzneimittelstoffwechsels.

ADME

(Re) Absorbiton

Verteilung (Destribution)

Metabolisierung

Elimination (inbegriffen Exkretion)

Pharmakodynamik

Welcher Effekt wird durch ein Pharmakon ausgelöst und wie kommt es zu diesem Effekt (=Wirkmechanismus)

1. Agonist

2.partieller Agonist

2. Antagonist

1. Substanz = Ligand = Aktivator

voller Agonist --> I=1

2. I=0,6 erreicht nicht komplett Efficacy

3. Blocker 

Hemmt Agonist in seiner Wirkung, ohne selber eine Wirkungauszulösen; hohe Affinität, aber I=0

 

 

Was ist Ion-trapping?

= Ionenfalle

An Membranen zB. der Magenschleimhaut reichern sich sauerreagiernde Pharmaka auf der Seite mit hohem pH Wert an.

Der Grund ist der pH-abhängige Ionisationsgrad schwacher Säuren oder Basen.

In Form der Säure/Base lipidlöslich --> Membrangängig. Als Ion nicht lipidlöslich!

Es kommt zu Einlagerung von geladenen Substanzen zum Beispiel Acetylsalicylsäure an der Magenwand dies führt in der Magenschleimhaut zu Erosionen und schließlich zu Ulzerationen. 

Intrinsic Activity (Intrinsische Aktivität)

Wirkstärke des Liganden- Rezeptor- Komplexes, Maß für die Stärke des Effekts der aus der Bindung eines Liganden an seinen Wirkort  (Rezeptor) folgt. Im Vergleich zu einem natürlichen Transmitter.

IA = Wmax/ Emax (Wmax=maximale Wirkung des Agonist, Emax= theoretischer Maximaleffekt)

IA = 1 (bei natürlichem Transmitter)

Efficacy

maximale Wirkungsstärke eines Pharmakons.

100% Marke in Konzentrations-Wirkungs-Kurve

Zeichnen und beschriften sie die Dosis (Konzentrations) - Wirkungs - Kurve

unten lineare Abbildung

man kann sie auch halblogarithmisch auftragen

Was ist die EC50?

ED50?

Beide Maß für die Wirkungsstärke eines Pharmakons

1. Mittlere effektive Konzentration eines P. die einen 50 % Effekt auslöst (100% = maximaler Effekt)

Im Experiment --> Potency, Potenz

2. Mittlere Effektive Dosis, individuelle Empfindlichkeit; Dosis bei der 50 % der Tiere eines Kollektivs einen vorher definierten Effekt zeigen.

klinisch --> response rate

Ein gut-wirkendes Medikament hat eine niedrige Kd und wirkt schnell und stark bei geringer EC50.

Was ist die Batemanfunktion? zeichnen.

Wann trifft sie nicht zu?

Summationskurve von Konzentrations - Zeit -Kurven gleichzeitig stattfindender Invasion und Evasion 1. Ordnung in einem Kompartiment.

min. toxische Konzentration, therapeutisches Fenster, min. therapeutische Konzentration. Einteilung in Latenzzeit - Wirkzeit - Abklingzeit.

Bei i.v. - Gabe, dann wie Evasion.

Was ist die Kd?

Dissoziationskonstante, Quantifiziert Bindungsaffinität einer Substanz (mol/L)

Dosis

Definierte Wirkstoffmenge eines Arzneimittels, oder Strahlung, welche einem Organismus zugeführt wird.

Enterohepatischer Kreislauf

Darm (terminales Ileum) --> Mesenterial Venen --> Vena portae hepatis --> Leber --> Ductus cysticus --> Gallenblase --> Ductus hepaticus comm. --> Ductus choledochus --> Darm

Beschreibt das Verhalten bestimmter Stoffe der Verdauung, physiologischer Weise vor allem Transport der Gallensäuren und Bilirubin. Problem wenn diese Stoffe durch Beta-Glucoronidasen, aus Bakterien, gespalten werden und dadurch eine Rückresorbtion in die Leber möglich wird. Kreisen dieser Substanzen im Körper.

In der Leber Kopplung mit hydrophilen Substanzen (Glucuronsäure und Schwefelsäure). 

Antagonismen:

1. Kompetitiv

2. Nicht-Kompetitiv

3. funktioneller

4. gemischt kompetitiver

5. unkompetitiver Antagonismus

Dabei schaut man sich die Konzentrations - Wirkungskurven an.

1. Emax bleibt gleich (=100 % Wirkung); EC50 wandert nach rechts (umso weiter nach rechts desto höher die Konzentration des Antagonisten.

2. Emax sinkt, EC50 bleibt gleich. Irreversible Hemmung des Rezeptors. (zB Loperamid =Stimulation Opiodrezeptoren) Gegensinniger Angriffspunkt von Pharmaka über verschiedene Rezeptoren an einem Effektorsystem.

3. Emax sinkt, EC50 weiter nach rechts.

4.Die Gegenwart des Antagonisten erhöht die Affinität des Agonisten, senkt aber Emax.

3. Emax sinkt, EC 50 bleibt

Die Abbildung zeigt die Dosis-Wirkungskurven für 2 Agonisten X und Y: 

Welche Aussage trifft zu?

A) X und Y haben dieselbe intrinsische Aktivität; X ist potenter als Y

B) X ist ein voller Agonist, Y ist ein partieller Agonist
C) X und Y sind äquipotent; X hat die höhere intrinsische Aktivität

D) X hat eine größere therapeutische Breite als Y

E) X und Y haben dieselbe intrinsische Aktivität; Y ist potenter als X 

kompetitiver Antagonismus

A

Die Abbildung zeigt Dosis-Wirkungskurven für die therapeutisch erwünschte Wirkung und eine toxische von 2 Agonisten X und Y: 

Welche Aussage trifft zu?

A) X ist potenter als Y
B) X ist ein voller Agonist, Y ist ein partieller Agonist
C) X und Y sind äquipotent; X hat die höhere intrinsische Aktivität

D) X hat eine größere therapeutische Breite als Y
E) Y hat eine größere therapeutische Breite als X 

?

Dosis - Wirkungskurven für den Agonisten X in Abwesenheit (Kurve X) und Gegenwart des Antagonisten Y (Kurve X+Y).

Welche Abbildung zeigt auf Grund des Kurvenverlaufes am ehesten einen nicht-kompetitiven Antagonismus? 

B

Welcher der folgenden Rezeptoren ist KEIN Liganden-gesteuerter Ionenkanal (= inotroper Rezeptor)?

  1. Nikotinische Acetylcholinzeptoren
  2. Muskarinischer Acetylcholinrezeptor
  3. NMDA-Rezeptoren(NMDA = N-Methyl-D-Aspartat)
  4. GABA-Rezeptoren
  5. 5HT3-Rezeptoren
  6. Adrenerge Rezeptoren (=Katecholaminrezeptoren)

2 (=GProtein)

3

6

5HT3 = Serotonin, alle anderen Serotonin Rezeptoren sind metabotrop

 

Was sind Spare receptors?

Agonist bewirkt Maximalwirkung, ohne alle Rezeptoren zu besetzen (ED50 << KD). 

Durch Signalamplifikation

Welche zwei Dinge muss man wissen um ein Pharmakon beurteilen zu können?

Intrinsische Aktivität (Agonist? Antagonist?) und die EC50 (Dosisbereich) 

Welche Aussagen sind korrekt?

a) die EC50 und KD eines Pharmakons sind immer ident

b) ein Pharmakon das als partieller Agonist wirkt, kann niemals als partieller Antagnist wirken

c) die intrinsiche Aktivität eine Pharmakons lässt keine Rückschlüsse auf die EC50 zu

d) Pharmaka mit einer geringen EC50 sind hochpotent

e) die therapeutische Breite eines Pharmakons muss möglichst gering sein

cd

Bei einer Amitraz-Vergiftung kann man was als Antidot einsetzen?

Atipamezol

Welche Aussage(n) zu Sulfonamiden ist/sind korrekt?

a) Sulfonamide brauchen eine hohe Initialdosis damit die kompetitive Verdrängung effektiv stattfinden kann

b) Sulfonamide haben ein breites Wirkspektrum

c) eine weit verbreitete NW von Sulfonamide sind Knorpelschäden

d) Sulfonamide können bei Fleischfressern zu Nierenschäden durch Kristallurie führen

e) Sulfonamide interferieren mit dem Folsäurestoffwechsel

a

b

d

e

Symptome einer Phoxim Überdosierung oder Vergiftung, welches Antidot?

 

Organophosphat (irreversible Hemmung der Acetylcholinesterase)

Symptomatik: Dyspnoe, Miosis, Hypersalvation, Erbrechen, Kolik, Schwitzen, Unruhe, Angst, sogar Koma.

Therapie

  • • Dekontamination und symptomatische Behandlung
  • • Antidot: Atropin (kompetitiver Antagonist an mAChR) → cave: Überdosis!
  • • bei Organophosphaten → Reaktivierung der AChE durch Oxime wie Obidoxim (kontroverse Meinungen)
  • • bei Carbamaten → keine Oxime (Oxim kann Carbamatrest nicht entfernen; in höherer Dosis → Blockade der AChE) 

Toxischer Wirkmechanismus von Eisen und Kupfer?

Schwermetallvergiftung

Eisen (Überdosierung zB Ferkel):

- kardiovaskuläre Schädigung

-> Diapedesisblutung, Ödembildung
-> Schock, Zyanose (Lungenödem), Koma

-> Myocardnekrose
-> Störung der Blutgerinnung 

Kupfer:

- Hämolytische Krise (Schaf)

-> Anämie
-> Ikterus
-> Hämoglobinurie (Urin ist dunkel-rot) -> Nierenversagen TOD 

- chronisch-aktive Hepatitis (Hund)

-> Gewichtsverlust
->Anorexie
->Aszites

->Hepatoenzephales Syndrom

 

Antidot Schwermetallvergiftung: Komplexbildner

Mit welchem der folgenden Wirkstoffen kann bei Hunden rasches Erbrechen ausgelöst werden?

Apomorphin richtig (sonst noch: Scopolamin, Atipamezol, Codeinphosphat, Metoclopramid)

Lokalanästhetika haben/sind…

a) ausschließlich fettlöslich

b) einen niedrigen pH-Wert

c) einen verzögerten Wirkungseintritt

d) Gewebsverträglich und reversibel 

e) in entzündetem Gewebe schlechter wirksam

d

e

Welche Antimykotika wirken gegen Dermatophyten?

a) Griseofulvin

b) Miconazol

c) Itrakonazol

d) Flucytosin

abc

Welche Antimykotika hemmen die Ergosterolsynthese?

  1. Griseofulvin

  2. Ketoconazol

  3. Nystatin

  4. Terbinafin

  5. Amphotericin B 

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Was versteht man unter Rezeptor Down Regulation?

Regulationsmechanismus zur Wirkungsabschwächung durch Gewöhnung, damit folgt eine Abnahme der biologischen Antwort.

Abbau der Rezeptoren im Lysosomen und verminderte Synthese der mRNA.

Durch weniger ansprechbare Rezeptoren kommt es zur Toleranz und zum Wirkverlust. CAVE: schnelles absetzen -> Entzugserscheinungen!

Welche Besonderheiten gibt es bei Hund und Katze hinsichtlich des Stoffwechsels/ Biotransformation?

Hund: Schlechter Acetylierer

Katze: Schlechter Glukuronidierer

Man gibt einem Hund 100 mg eines Medikamentes, nach einer stunde ist die konzentration bei 5 mg/l nach 2 stunden bei 2,5 mg/l. Auszurechnen sind das Verteilungsvolumen und renale Clearance:

 

zu anfang ist die konzentration folglich 10 mg/l gewesen, die T1/2 ist 1 h; V = D/co = 100 mg/10 mg/l = 10 L;  ke = 0,7/1 = 0,7; CL: ke * V = 0,7* 10 L = 7; 

 

Wirkungsweise:

1. Carbamate

2. Fipronil

1. Reversible Hemmung der Acetylcholinesterase

2. Phenylpyrazol --> Hemmt GABA, also Chlorideinstrom.

 

Worauf beruht das toxische Prinzip des Mykotoxins Zearalenon und welche Symptome kann es hervorrufen (tritt häufig beim Schwein auf)? 

Zearalenon wirkt als Östrogen. Seine Bindungsaffinität zu Östrogenrezeptoren ist etwa zehn- bis zwanzigfach geringer als die des 17-β-Estradiols, jedoch ist seine Halbwertszeit deutlich länger. Eine stete Zufuhr über die Nahrung führt zu Hyperöstrogenismus mit all seinen Symptomen und Folgen: Größen- und Gewichtszunahme des Uterus, Störung des Menstruationszyklus, pathologische Veränderungen an den Ovarien, Scheinschwangerschaften, Aborten und Sterilität. 

Welche Pharmaka hemmen die Proteinbiosynthese bakteriostatisch:

- Tetracykline

- Clindamycin

- Chloramphenicol

- cephalosporine

- Ampicillin

Mykoplasmen bekämpft man mit:

Streptomycin oder Tetracyclin

Étudier