Pharmakologie Semester 6, Teil 2
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Flashcards
Pegvisomant
- GH-Rezeptor-Antagonist
- Wirkung:
- rekombinantes mutiertes GH
- Bindungsstelle 1 -> höhere Affinität
- Bindungsstelle 2 -> verhindert Dimerisierung des GH-Rezeptors
- -> kein Signal in Zellkern propagierend
- -> IGF-1=Somatomedine sinkt
- -> GHRH steigt
- Indikation:
- bei GH-Überproduktion
- Hypophysärer Riesenwuchs= Gigantismus
- vor Abschluss des Längenwachstums
- z.B. hormon-produzierendes Adenom des HVL
- Akromegalie
- beim Erwachsenen
- wegen Epiphysen-Schluss appositionelles Knochenwachstum
Somatomedine
- =IGF-1
- Indikation:
- bei GH-Resistenz
- Pygmäen -> bilden GH, aber kein IGF-1
Fludrocortison
- Aldosteron-Analogon, ein Mineralcorticoid
- Indikation:
- M.Addison (Aldosteron-Mangel)
- kurzzeitbehandlung der OH
- NW:
- Hypokaliämie
- Alkalose
- Ödeme
- Hypertonie
- Interaktionen mit versch. Medikamenten
- Wirkung: Wasserretention, geringe Vasokonstriktion
- maximal 2x 0.2mg/Tag
Midodrin
- Alpha-1-Rezeptor-Agonist = Sympathomimetikum
- macht Vasokonstriktion
- Prodrug
- 3x 2.5-10mg/Tag
- meist kombiniert mit Fludrocortison
MAC-Wert
- = Minimale Alveoläre Konzentration
- Konzentration, bei der 50% keine Abwehrreaktion gegen def. Schmerz zeigten
- EInheit: Volumen-%
Narkose-Breite
- Dosierungsspielraum zw.:
- gewünschter Narkose-Tiefe
- & Beginn der Asphaxie (Atemlähmung)
Inhalationsnarkotika
-> Blutlöslichkeit
-> Fettlöslichkeit
- je höher die Blutlöslichkeit, umso länger dauert der Wirkungseintritt
- Blut/Gas=1 -> gleiche Konzentration in Blut & Gas, damit Partialdrücke ausgeglichen
- Blut/Gas >1 -> es braucht höhere Konzentration im Blut, damit sich die Partialdrücke ausgleichen, Anreicherung im Blut -> langsames An- & Ablfuten
- Blut/Gas < 1 -> Gas schlecht im But löslich, schnell An- & Abflutend
- je höher die Fettlöslichkiet, umso schneller dauert der Wirkungseintritt
- Öl/Gas hoch -> schnell im ZNS anreichernd
- je länger die Kohlenhydratkette von Alkoholen, je lipophiler -> umso geringer die benötigte Narkotika-Konzentration
- aber nicht beliebig fortsetzbar (C13 -> inaktiv)
Inhalationsnarkotika
-> Wirkungsmechanismus
- im Einzelnen nicht bekannt
- unselektiv -> an mehreren Orten
- -> zusammen eine narkotisierende Wirkung
- NMDA= Glutamat-Rezeptor
- GABAA-Rezeptor
- Glycin-Rezeptor
- K+-Kanäle
- ...
Narkosemittel
-> Einteilung
- Inhalationsnarkotika
- Distickstoffoxid = N2O = Lachgas
- Halothan
- Isofluran
- Sevofluran
- Injektionsnarkotika
- Barbiturate
- Benzodiazepine
- Ketamin
- Etomidat
- Propofol
- Opioide (Fentanyl, Remifentanil
Lachgas
- Eigenschaften:
- farbloses Gas
- geruchs- & geschmacks-neutral
- nicht falmmbar
- Blutlöslichkeit = 0.5, sehr schlecht -> rasches An- & Abfluten
- Fettlöslichkeit = 1.4
- MAC-Wert = 105%
- Wirkungsmechanismus:
- unklar
- unter anderem Hemmung der NMDA-R.
- Wirkung:
- nur schwach narkotisch (MAC!)
- stark analgetisch
- kaum Muskel-relaxierend
- Anwendung:
- Kombi mit Muskelrelaxans
- NW:
- kaum Beeinflussung von BD, Atmung, Leber-, Nieren-, Darm-Funktion
- lange Exposition:
- evt. Knochenmarksdepression
- -> Blutbildsveränderung
- wegen starkem Binden an Cobalamin -> Vit.B12-Mangel
- postanästhetische Hypoxie = Diffusionshypoxie
- Vorbeugung durch erhöhten O2-anteil am Ende der Narkose
Halothan
- Eigenschaften:
- nicht brennbar
- nicht explosiv
- farblose Flüssigkeit
- greift die meisten Metalle, Gummi und Plastik an
- MAC-Wert = 0.75% -> tief!
- Wirkung:
- gering analgetisch-wirksam
- Anwendung:
- langsame Elimination
- geringe Narkosebreite
- Interaktionen:
- Verstärkt die Wirkung von Muskelrelaxantien
- NW:
- Atemdepressiv
- BD-Abfall
- Reduktion des HMV, wegen Bradykardie
- Sensibilisierung des Myokards gegen Katecholamine
- Leberschädigung -> Halothen-Hepatitis
- wegen hoher Metabolisierungsrate 27%
- Oxidation via CYP450
- reaktives Zwischenprodukt (Chloraldehyd)
- + NH2-Protein -> Tri-Fluoro-Acetyliertes Fremdprotein
- BIldung von Antikörpern!
- 1/30'000 bei 1. Narkose
- 1/3'000 bei 2. Narkose innerhalb 1/2 Jahr
- 50% tötdlich
Isofluran (und Enfluran)
- Eigenschaften:
- Flüssigkeit
- nicht brennbar
- chemisch stabil
- sehr schlechte Löslichkeit im Blut, rasches An- & Abfluten
- Halothan > Enfluran > Isofluran
- Anwendung:
- sehr geringe Biotransformation (kaum Leber-/Nieren-toxisch)
- Enfluran 3%
- Isofluran <0.2%
- sehr geringe Biotransformation (kaum Leber-/Nieren-toxisch)
- Wirkung:
- starke Muskelrelaxation
- NW:
- Atemdepressiv -> kontrollierte Beatmung
- selten tonisch-klonische Krämpfe
- negativ inotrop
- BD-senkend
- Reduktion der Nierendurchblutung & GFR
- Maligne Hyperthermie
Maligne Hyperthermie = MH
-> mögliche seltene NW der Narkose
- Ursache:
- Genetischer Defekt im Ryanodin-Rezeptor
- autosomal dominant
- Mechanismus:
- unkontrollierte Ca-Freisetzung aus SR
- Wiederaufnahme & Relaxation -> ATP-abhängig
- O2-Verbrauch
- CO2-Produktion
- Hyperthermie!
- Symptome:
- Muskelzuckungen
- Wärmebildung
- auch:
- Tachykardie
- Arrhythmie
- Azidose
- Hyperkaliämie
- Therapie:
- Absetzen des Narkotikums/ Muskelrelaxans
- Gabe von Freisetzungshemmer -> Dantrolen
- Kühlung
- Trigger:
- depolarisierende Muskelrelaxantien
- gasförmige Inhalations-Anästhetika
- unproblematisch bei MH:
- nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien
- Lachgas
- Schlafmittel
- Benzodiazepine
- Opioide
Injektionsnarkotika
-> Eigenschaften
- v.a. zur Narkose-Einleitung
- schneller Wirkungseintritt, nach Sek.
- schlecht steuerbar, wenn einmal injiziert -> dann drin!
2 Halbwertszeiten
- Umverteilungs-t1/2
- bestimmt die anästhetische Wirkungsdauer
- zuerst im Blut -> ZNS & gut-durchblutete-Organe -> Muskulatur & Haut -> Fett
- Eliminations-t1/2
Barbiturate
- Wirkstoffe:
- Methohexital
- Thiopental
- Mechanismus:
- wirken am GABAA-Rezeptor
- in höheren Dosen unselektive Hemmung zentral-nervöser Prozesse
- Hyperalgesie im subnarkotischen Bereich -> Kombi mit Analgetika
- Anwendung:
- früher 1.Wahl als Schlafmittel
- heute nur noch:
- Narkose-Einleitung
- Epilepsie-Therapie
- NW:
- Suchtpotential!
- starke Beeinträchtigung der Atmung & Herz-Kreislauf-Systems
- Interaktionen:
- starke Induktion des CYP-Systems in der Leber
- Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten
Benzodiazepine
- Wirkung:
- GABAA-Rezeptor -> Hyperpolarisation
- Anxiolytikum (Tage/Wochen vor Eingriff)
- Hypnotikum (vor/während/nach Hospitaliiserung)
- postoperativ
- Anwendung:
- kein Narkotikum -> trotzdem angewandt in Anästhesie
- Antagonist:
- Flumazenil
- selektiv
- t1/2 = 0.7-1.4 h
Injektions-Anästhetika
- Ketamin
- Propofol
- Etomidat
Ketamin
- Wirkung:
- sehr stark analgetisch
- Bronchodilatatorisch
- "Dissoziatives Anästhetikum" -> nicht schlafend, eher geistig-abwesend
- t1/2 = 5-15 min (analgetisch länger wirksam)
- -> für Narkose-Einleitung bei kurzen sehr schmerzhaften Eingriffen
- NW:
- Tachykardie & BD-Anstieg!
- Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen
- nach Aufwachen oft quälende traumhafte Erlebnisse
- evt. Gabe von Benzodiazepinen / Neuroleptikas
- Mechanismus:
- Hemmung des von Glutamat-gesteurten NMDA-Rezeptors (Ca/Na/K-Kanal)
Propofol
- Wirkung:
- nicht-analgetisch
- euphroisch, aphrodisierend, entspannend
- Mechanismus:
- Aktivierung des GABAA-Rezeptors
- Wirkdauer 5-7min
- NW:
- weil schlecht wasserlösliches Phenol-Derivat -> Injektion als Ölemulsion: Schmerzen bei Einstichstelle
- Senkung des BD
- vorübergehende Apnoe -> kontrollierte Beatmung
- Propofol-Infusions-Syndrom:
- metabolische Azidose
- Rhabdomyolyse
- Nieren-Versagen
- Bradykardie
- Missbrauchpotential
Opiate
- Definition:
- Utergruppe der Opioide
- = Alkaloide
- aus Opium extrahiert = getrocknete MIlch des "Schlafmohns"
- (meist auch dazugezählt) halbsynthetisch abgeleitete Stoffe des Mohns
- Heroin
- Hydromorphon
- Oxycodon
- Wirkung:
- v.a. an Opioid-Rezeptoren des Thalamus wirksam
- hemmen schmerzleitende Neuronen
- erhöhen Schmerzschwelle
- im limbischen System EEG-Veränderungen wie im Schlaf (Bewusstsein!)
Opioide
- Definition:
- binden an Opioid-Rezeptoren im ZNS
- heterogene Gruppe von Stoffen, synthetische & natürliche
- Opidoide müssen keine Opiate sein
- Endogene Opioid-Peptide:
- Enkephaline
- Endorphine
- ...
- Wirkungs-Mechanismus auf 3 Ebenen:
- Periphere Nozizeptoren
- antiproliferativ
- antiphlogistisch
- Hinterhorn des RM
- Tractus spinothalamicus -> asszendierende Bahnen
- Mesencephalon, Limbisches System, Hirnstamm
- descendierende Schmerzmodulation
- Periphere Nozizeptoren
- Interaktion mit Benzodiazepam:
- Opioide allene -> Atemdepression
- Benzodiazepine alleine -> keine Atemdepression
- Kombi -> krasse Atemdepression!
- Wirkung:
- Herz-Kreislauf:
- Sympathikus-Hemmung
- Zentrale Vagus-Aktivierung(Parasympathikus-Aktivierung)
- Vasodilatation
- Stimulation der Histamin-Freisetzung aus Mastzellen (v.a. Morphin)
- Infusions-Geschw. & Dosis
- Medikamenten-Interaktion
- Herz-Kreislauf:
- NW:
- Obstipation
Opioid-Rezeptoren
- μ1 und μ2:
- Gehirn
- Wirkung:
- Analgesie
- Atemdepression
- Herz-Kreislauf-Effekte
- Miosis
- μ2:
- Spinal
- Wirkung:
- Analgesie
- Magen-Darm-Trakt (Obstipation)
- Euphorie
- Sucht
- μ3:
- peripher
- Wirkung:
- Analgesie
- Magen-Darm-Effekte
- Juckreiz
- κ:
- Gehirn & Spinal
- Wirkung:
- Analgesie
- Sedierung
- Dysphorie
- δ:
- Gehirn & Spinal
- Wirkung:
- Magen-Darm-Wirkung
- modulierende Wirkung
- ORL1:
- =Opioid-Rezeptor-like-1-Rezeptor
- Ligand -> Nocicpetin
- Opioid-Agonisten binden mit nur ganz geringer Affinität, und Nociceptin bindet nicht an die klassischen Opioid-R.
- Wirkung ist Hyperalgesie und viele weitere
Pflanzliche Anästhetika / Analgetika
- Alkohol
- Cannabis (?) -> Hyperalgesie?
- Alraune (Scopalamin = Kompetitiver Acetylcholin-Antagonist)
- Cocain
Definition Allgemein-Anästhesie = "Voll-Narkose"
- medikamentös induzierte kontrollierte Bewusstlosigkeit
- Schmerzausschaltung
- evt. Muskelerschalffung für Abdomen-/Thorax-OP's
- balancierte Anästhesie -> Kombination verschiedener Medikamente
- Anders:
- Regionalanästhesie
- gezielte Ausschaltung RM-naher & peripherer Nerven
- via Lokalanästhesie
- Regionalanästhesie
Klassifikation der Opiate
- Reine Agonisten
- MOrphine
- Pethidin
- Fentanyl
- Sufentanil
- Alfentanil
- Codein
- Methadon
- Heroin
- Agonist-Antagonist
- Pentazocine
- Butorphanol
- Nalbuphin
- Buprenorphin
- Nalorphin
- Antagonist
- Naloxon
- Naltrexon
Remifentanil
- Anwendung:
- normalerweise: gut fettlöslich -> einfacher zu dosieren
- Ausnahme: Remifentanil ist schlecht fettlöslich, trotzdem gut dosierbar
- -> Abbau durch unspezifische Plasma- & Gewebe-Esterasen
- schneller Abbau!
- so viele Esterasen im Plasma, t1/2 unabhängig von Infusions-Dauer
- z.B. bei Fentanyl anders, längere Infusionsdauer -> t1/2 zunehmend!
- wenn Infusion entfernend -> Wirkung gleich weg
Interindividuelle Variabilität & Alter
- Vergleich Fentanyl & Morphin
- generell:
- ältere Patienten -> Medik. stärker wirkend, niedrigere Dosis nötig
- Fentanyl bei Jungen:
- interindivid. Variabilität kleiner als bei Morphin, weil reine Substanz
Nalbuphin
- Spezielles Opiat
- Agonist-Antagonist
- Wirkung:
- Agonist: Analgetisch wie Morphin
- Antagonist: am zentralen µ1/µ2-R. -> Reversion der Atemdepression
Naloxon
- Spezielles Opiat
- Reiner Antagonist
- Wirkung:
- keine Analgesie
- Reversion der Atemdepression
- Anwendung:
- Dosis 1-4µg/kg KG
- Wirkdauer 30-45min!
- weniger lang wirksam als Medikamente, deren NW sie hemmen sollen
Muskelrelaxantien
- Muskelrelaxation -> Möglichkeit der künstlichen Beatmung
- Einteilung:
- Depolarisierende
- Nicht-depolarisierende
- Wirkung:
- kompetitive Hemmung der neuromuskulären Übertragung an der motorischen Endplatte
- reversibel
- polare Substanzen -> nicht durch Blut-Hirn-Schranke, keine zentrale Wirkung
- -> Kombination mit Narkotika & Analgetika
Depolarisierende Muskelrelaxantien
Succinylcholin = Succamethonium
- Wirkung:
- Agonist
- Abbau nicht durch ACh-Esterase sondern -> Pseudo-(Plasma-/Butyryl-)Cholinesterase
- nicht in 1-2ms, sondern 7-12 min!
- Dauerdepolarisation, kein erneutes AP möglich
- Anfangs Muskelzuckungen -> Faszikulationen
- Anwendung:
- rasche Anschlagszeit
- Genetische Variabilität der Pseudo-Cholinesterase:
- homozygot-typisch -> Etµ/ Etµ -> normales Ansprechen
- heterozygot-atypisch -> Etµ / Eta -> Wirkung verlängert 50-100%
- homozygot-atypisch -> Eta / Eta -> Wirkung verlängert um 4-8h
- NW (Buch):
- Serum-Kalium-Anstieg
- BD-Anstieg
- Tachykardie
- äussere Augenmuskeln-Kontraktur -> Druckanstieg im Bulbus
- Chron. denervierte Muskeln -> Kontraktur!
- Serum-Kalium-Anstieg
Nicht-Depolarisierende Muskelrelaxantien
- Wirkung:
- kompetitive Antagonisten am ACh-R.
- wasserlöslich -> keine zentrale Wirkung
- nur i.v. Applikation
- Elimination v.a. über Leber & Niere -> Leberinsuffizienz & Nierenversagen: Akkumulation
- Wirkstoffe:
- Rocuronium:
- schneller Wirkungseintritt, intermediate-Acting(20-50min)
- Steroidal Compounds
- Vecuronium:
- mittellang wirksam, intermediate-Acting(20-50min)
- Steroidal Compounds
- Pipecuronium:
- Steroidal Compounds
- long-Acting (>50min)
- Atracurium:
- zerfällt nach Gabe spontan, kein Abbau durch Leber/Niere (gut für Leber-kranke)
- Benzyl-iso-quinolinium compounds
- Intermediate-acting (20-50min)
- Mivacurium:
- Benzyl-iso-quinolinium compounds
- short-Acting (15-20min)
- Rocuronium:
- Monitoring:
- TOF= Train-Of-Four
- 0% & 70-80% besetzte R. -> TOF=4
- 80-95% besetzte R. -> TOF=2
- 100% besetzte R. -> TOF=0
Neostigmin
- Reversion der Hemmung durch NIcht-Depolarisierende Muskelrelaxantien
- Blockade der ACh-Esterase -> erhöhte Konzentration von ACh gegenüber Nicht-Dep.
- geht nicht durch Blut-Hirn-Schranke
- immer zusammen mit Glykopyrronium=Parasympathikolytikum
- Blockade des muskACh-R.
- sonst Bradykardie
Sugammadex
- Reversion der Blockade durch Nicht-Depolarisierende-Muskelrelaxantien
- synthetischer Zucker (modifiziertes Gamma-Cyclodextrin, innen lipophil, aussen Hydrophil
- mit den Steroidalen (nicht mit Benzylisocholinischen) M.Relax. -> Enkapsuliereung
- -> Konzentrationsgradient der ndMR aus motorischer Endplatte in Intravasalraum, "nachrutschen", schnelle Elimination! -> 2-3 min
- Komplexausscheidung über Niere
Dopamin-System
- beteiligt bei:
- Parkinson (Dopamin-Mangel)
- Narkolepsie (Dopamin-Mangel)
- Hyperaktivitätsstörungen bei Kindern
- Antiemetika (D2-Hemmer)
- Schizophrenie (D2-Hemmer)
- Funktionen:
- Motorische Aktivität
- Verhalten
- Erbrechen
- Hemmung der Prolaktin-Sekretion
- Belohnungsbahnen
- Hirnstrukturen:
- Substantia nigra
- Nucleus accumbens
- Basalganglien
- Tegmentum
- Hypothalamus
- Rezeptoren:
- D1 & D5 -> Gs, cAMP-Stimulation
- D2, D3, D4 -> Gi, cAMP-Hemmung, K+Kanal-Stimulation, Ca-Kanal-Hemmung
Noradrenalin-System
- Funktion:
- Verhalten
- Stimmung
- Zentrale BD-Regulation
- Angst
- HIrnstrukturen:
- Locus coeruleus
- Frontaler Cortex -> Stimmung, Aufmerksamkeit, Konzentration, via Beta1 & Alpha2
- Limbisches System -> Emotionen, Energie, Müdigkeit, Psychomotorische Stimulation
- Cerebellum -> Tremor
- Hirnstamm -> kardivaskuläres Zentrum für BD
- Herz -> Tachykardie
- Rezeptoren:
- Alpha1 -> Gq: PLC -> IP3 + DAG
- Alpha2 -> Gi: cAMP-Hemmung, K+Kanal-Aktivierung, Ca-Kanal-Hemmung
- Beta1-3 -> Gs: cAMP-Stimulation
Serotonin-System
- Wirkung:
- Appetit
- Schlaf-Wach-Rhythmus
- Angst
- Depression
- Verhalten
- Halluzination
- Steuerung autonomer & endokriner Funktionen (Temp. & BD)
- Schmerz
- Hirnstrukturen:
- Raphe Kerne
- Frontal Cortex -> Stimmung
- Basal Ganglien -> Akathisia(=nicht stillsitzen können), Agitation, Zwang, Besessenheit
- Hypothalamus -> Appetit, Bulimie
- Hirnstamm/Schlafzentrum -> Insomnia
- RM -> sexuelle Dysfunktion
- Chemorezeptor-Trigger-Zone des Hirnstamms -> Nausea & Erbrechen
- Rezeptoren:
- 5HT1 -> Gi
- 5HT(1A)-Agonist: Urapidil=Antihypertensivum, Buspiron=Anxiolytikum
- 5HT(1D)-Agonist: Triptane (Migräne)
- 5HT2 - > Gq
- 5HT(2A)-Antagonist: Schizophrenie
- 5HT3 -> Ionenkanal
- 5HT3-Antagonist: Ondansetron (Erbrechen)
- 5HT4,6,7 -> Gs
- 5HT5 -> ?
- unselektiver 5HT-Agonist -> LSD (Halluzinogen)
- 5HT-Rückaufnahme-Hemmer= SSRI Antidepressiva
- 5HT1 -> Gi
Cocain
Mechanismus
Wirkung
- Mechanismus:
- Lokalanästhesie -> Hemmen der Na-Kanäle
- Vasokonstriktion -> Rückaufnahme von Na hemmend
- Psychostimulation -> zentrale Rückaufnahme-Hemmung von D, 5-HT, NA
- Wirkung kurzzeitige Einnahme kleiner Dosen:
- Fight-Flight-Fright-Reaktion
- gesteigerte Aufmerksamketi
- motorische Hyperaktivität
- Puls-Erhöhung
- Vasokonstriktion
- BD-Erhöhung
- Anstieg der Körpertemp.
- Bronchienerweiterung
- Pupillenerweiterung
- Unterdrückung von Müdigkeit, Appetit, Schlafbedürfnis
- Craving -> Verlangen nach Stoff
- Bewusstseins-Klarheit & gesteigerte Geistige Präsenz ( -> Erschöpfung)
- Angs, Depression, Paranoide Wahnvorstellungen
- fortschreitender Koordinationsverlust, Tremor, Krampfanfälle
- Fight-Flight-Fright-Reaktion
- Wirkung bei chronischer Einnahme hoher Dosen:
- Angst
- Schlafmangel
- übersteigerte Wachheitszustände
- Misstrauen
- Wahnvorstellungen
- Verfolgunsgangst
- ausgeprägte Aggressionsneigung (toxisch paranoide Psychose)
- sexuelle Störungen
- schwere depressive Verstimmung
- Zwischenmenschliche Konflikte
- (.. können Tage-Wochen nach Absetzen der Droge anhalten)
- akute Kardiovaskuläre & Neurovaskuläre Komplikationen (Schlaganfall, Arrhythmien, Krampfanfälle)
- Crack Babies (jittery Baby Syndrome) -> gefässverengendes Cocain macht fetale Hypoxie
Cocain
Metabolismus & Applikation
- Metabolismus:
- v.a. in Leber
- Benzoylecgonine
- im Urin bis 10 Tage nachweisbar
- im Haar über Monate nachweisbar
- Applikationsarten & Kinetik:
- oral, Coca-Blätter-Kauen
- 5-10 min bis Wirkungseintritt
- Rausch 45-90 min
- 150ng/ml im Plasma
- oral, Cocain-HCl
- 10-30 min bis Wirkungseintritt
- 150-200ng/ml im Plasma
- intranasal, Schnupfen von Cocain-HCl
- 2-3min bis Wirkungseintritt
- 30-45 min Rausch
- 150ng/ml im Plasma
- intravanös, Cocain-HCl
- 30-45 sek bis Wirkungseintritt
- 10-20min Rausch
- 300-400ng/ml im Plasma
- Rauchen, Cocapaste
- 8-10 Sek bis Wirkung
- 5-10min Rausch
- 300-800ng/ml
- Rauchen, freie Base
- 8-10 sek bis Wirkung
- 5-10min Rausch
- 800-900ng/ml im Plasma
- Rauchen, Crack
- 8-10sek bis Wirkung
- 5-10 min Rausch
- oral, Coca-Blätter-Kauen