Pharmakologie Semester 6, Teil 2
Auswahl aus Vorlesung
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Lernkarten
Protirelin
- = TRH
- wirkt zentral
- für diagnostische Tests von Dunnktionsstörungen der Schilddrüse
Corticorelin
- = CRH
- wirkt zentral
- für diagnostische Tests vom Hypophysenvorderlappen
Somatorelin
- = GHRH
- wirkt zentral
- für diagnostische Tests bei Wachstumsstörungen
Somatostatin
- = GHIH
- wirkt zentral und/oder peripher
- Indikation: GIT-Blutungen, senkt den BD im Splanchnicus-Gebiet -> wichtig in der Chirurgie
Octreotid
- Somatostatin-Agonist
- aber mit längerer Wirkdauer
- Indikation:
- Endokrine Tumore: Karzinoid, Glucagon-om
- Akromegalie
Buserelin
- GnRH-Rezeptor Agonist
- veränderte AS-Sequenz:
- 6.Stelle -> D-Ser-tBu anstelle von Glycin
- 10.Stelle -> N-EtNH2 anstelle von Gly-NH2
- t1/2= 1-2h -> verlängert im Vergleich zu GnRH(4min)
- kontinuierliche Gabe:
- kurzfristige Steigerung von LH/FSH
- dann verminderte Sekretion wegen Desensibilisierung: Herunterregulieren des GnRH-Rezeptors
- nach 2-3 Wochen reversibler Abfall der Sexualhormone -> funktionelle Kastration
- Indikation:
- hormonabhägige Prostata-CA's
- Endometriose
- Mamma-CA
- bei Triebtätern
- einmalige Gabe:
- gesteigerte FSH/LH-Sekretion
- oft für Diagnosestellung
- pulsatile Gabe:
- gesteigerte FSH/LH-Sekretion
- -> hypothalamisch bedingte Sterilität
Cetrorelix
- Blockade der hypophyysären GnRH-Rezeptoren -> Antagonist
- Hemmung der FSH/LH-Ausschüttung (ohne vorherige Stimulation)
- Indikation:
- Verhindern des vorzeitigen Eisprungs bei Fertilitätsbehandlung
- KI:
- Schwangerschaft & Stillzeit
- Postmenopausal
- mehrere AS verändert (1-3, 6, 10)
- t1/2 = ca. 30min
Gonadorelin
- = GnRH
- Indikation:
- hypothalamische Amenorhöe
- Hypogonadismus beim Mann
- Kryptorchismus
- t1/2: nur 4min
Testosteron
- Wikrung:
- androgen
- anabol
- fördert Wachstum & Differenzierung der männlichen Fortpflanzungsorgane
- Indikation:
- Androgenmangel, zur Substitutions-Therapie
- primärer & sekundärer Hypogonadismus beim Mann
- Doping, Anabolikum
- Kinetik:
- kurze t1/2
- oral -> keine Wirkung
- transdermale Applikation
Testosteron-Propionat
- Wirkung:
- androgen
- anabol
- fördert das Wachstum & Differenzierung der Fortpflanzungs-Organe
- Indikation:
- primärer & sekundäerer hypogonadismus beim Mann
- Androgenmangel -> Substitutionstherapie
- Doping, Anabolikum
- Kinetik:
- i.m.
- alle 2-4 Wochen
Testosteron-Undecanoat
- Wirkung:
- androgen
- anabol
- fördert das Wachstum & Differenzierung der Fortpflanzungs-Organe
- Indikation:
- primärer & sekundäerer hypogonadismus beim Mann
- Androgenmangel -> Substitutionstherapie
- Doping, Anabolikum
- Kinetik:
- oral
Flutamid
- Anti-Androgen
- Androgen-Rezeptor-Antagonist
- Wikrung:
- kompetitive Hemmung der Androgen-Wirkung
- unterdrückt Spermiogenese & Libido
- Indikation:
- Mann:
- Prostata-CA
- Triebverbrecher
- Frau:
- schwere Acne vulgaris
- Hirsutismus
- androgene Alopezie
- Hormon-Ersatz in Menopause
- Mann:
Cyproteronacetat
- kompetitiver Androgen-Rezeptor-Antagonist
- Wirkung:
- unterdrückt Libido & Spermiogenese
- Indikation:
- Mann:
- Prostata-CA
- Triebtäter
- Frau:
- Hirsutismus
- androgene Alopezie
- schwere Acne vulgaris
- Hormonersatz in Menopause
- Mann:
- Kinetik:
- beim Mann: 100-200mg
- bei Acne: 2mg
Finasterid
- Alpha-Reduktase-Hemmer
- Wirkung:
- in verschiedenen Organen ist oft Dihydro-Testosteron wirksam ("potenter")
- in diesen Geweben (Prostata, Haarfollikel) anti-androgene Wirkung
- Indikation:
- benigne Prostata-Hyperplasie
- androgene Alopezie
Tamoxifen
- SERM= Selektiver Estrogen-Rezeptor Modulator
- Mechanismus:
- bindet an AF2-Bereich des E-R.
- Konformationsveränderung -> Blockade
- je nach Gewebe: Überwiegen der Supressoren/Aktivatoren
- diese binden an AF1-Bereich
- Wikrung:
- im Brustgewebe: anti-östrogen
- Indikation -> ER-positives Mamma-Ca
- NW:
- im Endometrium schwach agonistisch
- evt- Endometrium-Hyperplasie
Clomifen
- SERM= Selektiver Estrogen-Rezeptor Modulator
- Mechanismus:
- bindet an AF2-Bereich -> blockiert via Konformationsänderung
- in Hypophyse wirksam
- v.a. Co-Repressoren bindend an AF1-Bereich
- Estradiol kann nicht neg.Feedback auf Hypophyse machen
- Wirkung:
- Enthemmte FSH-Ausschüttung aus Hypophyse
- Indikation:
- Reproduktionsmedizin, bei Kinderwunsch, anovulatorischen Zyklen
Wikrung der "Pille"
-> Gestagen-Estrogen-Kombi
-> Gestagen allein
- Estrogen:
- stabilisiert das Endometrium, verhindert Durchbruch-Blutungen
- induziert Expression von Progesteron-Rez. -> ermöglicht Wirkung der Gestagen-Komponente
- Gestagen:
- Beeinflussung des Tuben- & Uterus-Sekrets
- Beeinflussung des Ei-Transports
- beides?:
- Hemmung des durch LH-Peak in Zyklusmitte ausgelösten Eisprungs
- Störung der Funktion/ Architetktur des Endometriums
- Beeinflussung der Viskosität & Menge des Zervikal-Schleims -> Behinderung der Spermien-Aszension
Nebenwirkung der "Pille"
- Thromboemolisches & Cardiovaskuläres Risiko
- v.a. Estrogen-Komponente
- RF:
- über 35 J.
- hoch dosiertes 50µg Ethinylestradiol
- sonstige Cardio-Vaskuläre-RF:
- Nikotin
- Hypertonie
- Mamma-Ca: keine Riskio-Erhöhung
- Leberzell-Adenom: 1/200'000, reversibel
- "positive" NW:
- protektiv für Endometrium- & Ovarial-CA (RR=0.4)
Ein-Phasen-Präparat
- Def.: kalssische fixe Kombination aus Gestagen & Estrogen,
- Anwendung:
- Mikropille: möglichst tief dosiertes Ethinylestradiol <50µg
- während >21 Tagen (aber absetzen ab 25.Tag bis 35.Tag -> Menstruation)
- Indikation:
- Frauen mit Androgenisierungs-Symptomen:
- Seborrhö
- Acne
- leichter Hirsutismus
- Behandlung mit Anti-Androgener Gestagen-Komponente
- z.B. Cyproteronacetet (Gestagen, kompetitiver Antagonist am Androgen-R.)
- Dienogest (ein Gestagen, auch antiandrogen: Rezeptor-Blocker)
- Frauen mit Androgenisierungs-Symptomen:
Abgestufte Ein-Phasen-Präparate
- Dosis an Estrogen & Gestagen variiert über die Zeit
- 2-Stufen Einphasen: Estrogen konstant, Gestagen in 2.Hälfte nach 11 Tagen höher
- 3-Stifen Einphasen: 6 Tage, 5 Tage, 10 Tage -> Ziel möglichst niedriger Estrogen-Dosis (Thromboembolie-Risiko)
Zweiphasen-Präparate
- durchgehend Estrogen, erst nach 7-10 Tagen auch Gestagen
- Zweck: Imitation des natürlichen Zyklus
- NW:
- wegen hoher Ethinyl-Estradiol-Dosis >50mg -> endometriale Dysplasien
- schlechte Zyklus-Kontrolle
Hormonelle Kontrazeption durch Pflaster
- 3x 7 Tage, dann 7 Tage Pause
- Fixe Kombi aus Estrogen & Gestagen
- gleiche Kontrazeptive Wirkung wie orale Fixe-Kombi
Minipille
- Gestagen-Präparat
- Vorteil:
- weniger kardiovaskuläre Risiken
- Nachteil:
- schlechtere Zyklus-Kontrolle
- mehr Durchbruch-Blutungen & Zwischen-Blutungen
- Anwendung:
- niedrig dosierte Gestagene
- Hauptwirkung über Veränderung des Zervix-Schleims
Drei-Monats-Spritze
- Gestagen-Depot
- Anwendung:
- Gestagen-Spritze alle 3 Monate
- Kristallsuspension oder Veresterung mit langkettigen Fettsäuren -> Norethisteron-Enantat
- oft in der Dritten Welt eingesetzt
- Vorteil:
- Schutz vor Einnahme-Fehlern
- geringeres Kardiovaskuläres Risiko
- Nachteil:
- schlechte Zyklus-Kontrolle
- mehr Durchbruch- & Zwischen-Blutungen
- viele NW!
- NW:
- Kopfschmerzen
- Depression
- Gewichtszunahme
- Blutungsstörungen
- Knochenmassenverlust
"Pille danach"
- Interzeption - Notfallkontrazeption
- Mechanismus:
- hochdosierte Gestagene
- genauer Mechanismus nicht bekannt, vermutlich über Gestagen-Abfall "Menstr." auslösend
- Ovulations-Hemmung, Hemmung des Eizell-Transports & deren Nidation
- Anwendung:
- 2x 1 Tbl.
- Levonorgestrel 750µg
- innerhalb von 12h, nicht nach 72h
- NW während 48h:
- Müdigkeit
- Schwindel
- Unterbauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Spannungsgefühl in der Brust
- verspätete Mensturation
- unregelmässige Blutungen bis zur nächsten Menstruation
Liothyronin
- Substitution für T3-Mangel
- Kinetik:
- frei im Blut: 0.5%
- Wirkungseintritt bereits nach Stunden
- t1/2 1-2 Tage
- mehr Schwankungen
- Interaktionen:
- wegen Plasmaprotein-Bindung (TBGm TBPA, Albumin)
- Konkurrenz: Sulfonylharnstoffen, Fibraten, Slicylaten, Heparin, Diazepam, Phenylbutazon, Phenytoin
- Abhängigkeit von der Konzentration an Plasmaprotein (TBG)
- TBG z.B. erhöht in Schwangerschaft, erniedrigt bei Hyoproteinämie
- orale Applikation: Antazide, Ionenaustauscherharze
- -> Kontrolle durch TSH-Spiegel
- Anwendung:
- oral
- 30-60 h vor Frühstück, weil Nahrung Resorption hemmt
- Indikation Jodmangel-Struma -> Schwierigkeiten
- vermutlich wegen lokalen Wachstumsfaktoren, nicht mangelndem TSH (fehlendes Feedback durch T3/T4, zu wenig produziert wegen Jodmangel)
- nicht bei allen Struma-Patienten TSH-Erhöhung
- ausreichend Jod -> antiproliferativ für SD
- pathogenetische Rolle des intrathyroidalen Jodmangels
- Substitution fraglich:
- meist Reduktiondes normalen SD-Gewebes, nicht der Noduli/Zysten
- TSH fördert die Jod-Aufnahme in SD, wenn T3/T4 exogen, so dass TSH supprimiert -> verschäfung des intrathyroidalen Jodmangels
Levothyroxin
- Substitution für T4
- Mittel der Wahl, peripher zu T3 dejodiert
- Kineitik:
- frei=ungebunden im Blut: nur 0.05%
- klinischer Wirkungs-Eintritt erst nach Tagen
- t1/2 eine Woche
- Anwendung:
- 30-60 min oral vor dem frühstück, weil Nahrung Resorption reduzieren kann
- Interaktionen:
- wegen Proteinbindung:
- Sulfonylharnstoffe
- Fibrate
- Salicylate
- Heparin
- Diazepam
- Phenylbutazon
- Phenyltoin
- wegen Veränderung der Plasmaprotein-Konzentration:
- erhöht in Schwangerschaft
- erniedrigt bei Hypoproteinämie
- wegen oraler Applikation:
- Ionenaustauschharze
- Antazide
- Kontrolle:
- TSH-Spiegel
- wegen Proteinbindung:
- Indikation Jodmangel-Struma -> Schwierigkeiten
- vermutlich wegen lokalen Wachstumsfaktoren, nicht mangelndem TSH (fehlendes Feedback durch T3/T4, zu wenig produziert wegen Jodmangel)
- nicht bei allen Struma-Patienten TSH-Erhöhung
- ausreichend Jod -> antiproliferativ für SD
- pathogenetische Rolle des intrathyroidalen Jodmangels
- Substitution fraglich:
- meist Reduktiondes normalen SD-Gewebes, nicht der Noduli/Zysten
- TSH fördert die Jod-Aufnahme in SD, wenn T3/T4 exogen, so dass TSH supprimiert -> verschäfung des intrathyroidalen Jodmangels
Kombi-Präparate aus Levothyroxin T4 & Liothyronin T3
- unerwünschte T3-Spitzen -> unerwünschte Wirkungen bei höheren Dosen
- zusätzlicher Nutzen nicht erhärtet
- Anwendung:
- oral
- 30-60 min vor dem Frühstück: Nahrung kann Resorption vermindern
- Interaktionen:
- wegen Konkurrenz um Plasmaproteine:
- Sulfonylharnstoffe
- Fibrate
- Salicylate
- Phenytoin
- Phenylbutazon
- Diazepam
- Heparin
- wegen Veränderung der Konzentration der Plasmaproteine:
- erhöht durch Schwangerschaft
- erniedrigt durch Hypoproteinämie
- wegen oraler Applikation:
- Antazide
- Ionenaustauschharze
- Kontrolle:
- durch TSH-Spiegel
- wegen Konkurrenz um Plasmaproteine:
- Indikation Jodmangel-Struma -> Schwierigkeiten
- vermutlich wegen lokalen Wachstumsfaktoren, nicht mangelndem TSH (fehlendes Feedback durch T3/T4, zu wenig produziert wegen Jodmangel)
- nicht bei allen Struma-Patienten TSH-Erhöhung
- ausreichend Jod -> antiproliferativ für SD
- pathogenetische Rolle des intrathyroidalen Jodmangels
- Substitution fraglich:
- meist Reduktiondes normalen SD-Gewebes, nicht der Noduli/Zysten
- TSH fördert die Jod-Aufnahme in SD, wenn T3/T4 exogen, so dass TSH supprimiert -> verschäfung des intrathyroidalen Jodmangels
Carbimazol
- Thyreostatikum -> Thiamid
- Hormonsynthese-Hemmstoffe, Iodisations-Hemmstoffe
- Wirkung:
- irreversible Hemmung der Peroxidase
-> Hemmung des Einbaus von Jod in Tyrosin-Reste des Thyreoglobulins
-> keine Mono-/Di-Jod-Tyrosine als Vorstufen von T3/T4
- Indikationen:
- M.Basedow
- funtionelle SD-Autonomie (transient oder chronisch)
- Vorbehandlung vor Radiotherapie -> euthyreot
- Vorbehandlung vor OP -> euthyreot
- NW:
- Blutbild:
- Agranulozytose
- Leukozytopenie
- Thrombozytopenie
- Strumabildung, wegen erhöhtem TSH
- allerg. reaktionen
- Blutbild:
- Kinetik:
- Latenz bis zum Wirkungseintritt: gespeicherter Hormonvorrat, reicht für 1-2 Wochen, Freisetzung nicht gehemmt
- t1/2 6-13h, aber weil irreversibel & in SD akkumulierend -> Wirkdauer 36-72h
- Carbimazol = Prodrug, im Organismus zu Thiamazol umgewandelt
- KI:
- Passage der Placentaschranke -> niedrigstmögliche Dosis
Thiamazol
- Thyreostatikum -> Thiamid
- Hormonsynthese-Hemmstoffe, Iodisations-Hemmstoffe
- Wirkung:
- irreversible Hemmung der Peroxidase
-> Hemmung des Einbaus von Jod in Tyrosin-Reste des Thyreoglobulins
-> keine Mono-/Di-Jod-Tyrosine als Vorstufen von T3/T4
- Indikationen:
- M.Basedow
- funtionelle SD-Autonomie (transient oder chronisch)
- Vorbehandlung vor Radiotherapie -> euthyreot
- Vorbehandlung vor OP -> euthyreot
- NW:
- Blutbild:
- Agranulozytose
- Leukozytopenie
- Thrombozytopenie
- Strumabildung, wegen erhöhtem TSH
- allerg. reaktionen
- Blutbild:
- Kinetik:
- Latenz bis zum Wirkungseintritt: gespeicherter Hormonvorrat, reicht für 1-2 Wochen, Freisetzung nicht gehemmt
- t1/2 6-13h, aber weil irreversibel & in SD akkumulierend -> Wirkdauer 36-72h
- KI:
- Passage der Placentaschranke -> niedrigstmögliche Dosis
Propylthiouracil
- Thyreostatikum -> Thiamid
- Hormonsynthese-Hemmstoffe, Iodisations-Hemmstoffe
- Wirkung:
- irreversible Hemmung der Peroxidase
-> Hemmung des Einbaus von Jod in Tyrosin-Reste des Thyreoglobulins
-> keine Mono-/Di-Jod-Tyrosine als Vorstufen von T3/T4
- hemmt periphere Umwandlung von T4 zu T3
- mögl. Interaktion: stärkere Bindung an Albumin
- Indikationen:
- M.Basedow
- funtionelle SD-Autonomie (transient oder chronisch)
- Vorbehandlung vor Radiotherapie -> euthyreot
- Vorbehandlung vor OP -> euthyreot
- NW:
- Blutbild:
- Agranulozytose
- Leukozytopenie
- Thrombozytopenie
- Strumabildung, wegen erhöhtem TSH
- allerg. reaktionen
- Blutbild:
- Kinetik:
- Latenz bis zum Wirkungseintritt: gespeicherter Hormonvorrat, reicht für 1-2 Wochen, Freisetzung nicht gehemmt
- t1/2 1.5-2h -> 6 Dosen/Tag (?aber weil irreversibel & in SD akkumulierend -> Wirkdauer 36-72h ?)
- KI:
- Passage der Placentaschranke -> niedrigstmögliche Dosis
Perchlorat = ClO4-
- Jod-Aufnahme-Hemmstoff
- Jodinations-Hemmstoff
- Wirkung:
- kompetitive Hemmung der Jod-aufnahme in SD
- Indikation:
- bei Kontrastmittel-Gabe (Jod-haltig) verhindern eines Hyperthyreose bei Autonomie
- NW:
- Blutbildendes System
- allerg. Reaktion
- GI-Beschwerden
- -> vorübergehend keine Radiotherapie möglich
Nitrat
- Jodinations-Hemmstoff
- Hemmung der Jod-Aufnahme
Thicyanat
- jodinations-Hemmstoff
- Hemmund er jod-Aufnahme
Jodid
- Hemmung der Hormon-Freisetzung
- Wirkung:
- Jodid/Jod -> in hohen Dosen kurzfristig thyreostatisch wirksam >5mg/Tag
- reversible Hemmung der Freisetzung von T3/T4 aus Thyreoglobulin
- Induktion von morphologischen Veränderungen:
- verminderte Vaskularisierung
- Zellen werden kleiner
- mehr Kolloid gespeichert
- SD wird fester -> besser operabel
- genauer Mechanismus unbekannt
- Indikation:
- OP-Vorbereitung bei z.B. M.Basedow ("Plummerung")
- NW:
- selten
- "Jodismus"
- Kopfschmerzen
- Konjuntivitis
- Reizung der Haut/Schleimhäute
- Jod-Nachgeschmack
- Schnupfen
- Gastroenteritis
- Bronchitis
- Speicheldrüsen-Schwellung
- selten allerg. Reaktion
- früher postoperativer Hyperthyroidismus, Jod-induziert, wenn zu grosse SD-Reste belassen
Lithium-Ionen
- Hemmung der Hormon-Freisetzung
- Wirkung:
- Jodid/Jod -> in hohen Dosen kurzfristig thyreostatisch wirksam >5mg/Tag
- reversible Hemmung der Freisetzung von T3/T4 aus Thyreoglobulin
- Induktion von morphologischen Veränderungen:
- verminderte Vaskularisierung
- Zellen werden kleiner
- mehr Kolloid gespeichert
- SD wird fester -> besser operabel
- genauer Mechanismus unbekannt
- Indikation:
- OP-Vorbereitung bei z.B. M.Basedow ("Plummerung")
- NW:
- selten
- "Jodismus"
- Kopfschmerzen
- Konjuntivitis
- Reizung der Haut/Schleimhäute
- Jod-Nachgeschmack
- Schnupfen
- Gastroenteritis
- Bronchitis
- Speicheldrüsen-Schwellung
- selten allerg. Reaktion
- früher postoperativer Hyperthyroidismus, Jod-induziert, wenn zu grosse SD-Reste belassen
131Jod
- Radiotherapie
- Zerstörung von SD-Gewebe
- Wirkung:
- 90% der Strahlung -> Beta, ca. 1mm Reichweite, zur selektiven Zerstörung des SD-Gewebes
- 10% der Strahlung -> Gamma, zur transcutanen Mengenbestimmung
- Indikation:
- SD-Autonomie
- M.Basedow (in USA 1.Wahl, in Europa 2.Wahl)
- follikuläres/papilläres SD-Ca
- nach Thyreoidektomie Aufspüren & Therapie der Jod-speichernden Metastasen
- NW:
- wenn gutartige SD-Erkr. leichte beherrschbare Bestrahlungs-Thyreoiditis ("stärker bei Th von Ca")
- vorübergehende Verstärkung der hyperthyroiden-Symptomen -> vermehrter Übergang von Hormonen ins Blut
- nicht!!: Spät-Ca/Leukämie
- KI:
- Schwangerschaft, Stillen
- Kinder
Somatostatin
- Wirkung:
- = GHRIH
- hemmt in Hypophyse GH-Ausschüttung
- Indikation:
- bei GH-Überproduktion
- Hypophysärer Riesenwuchs= Gigantismus
- vor Abschluss des Längenwachstums
- z.B. hormon-produzierendes Adenom des HVL
- Akromegalie
- beim Erwachsenen
- wegen Epiphysen-Schluss appositionelles Knochenwachstum
- Kinetik:
- kurze t1/2=4min
- -> kontinuierliche Infusion nötig
Octreotid
- Somatostatin-Analog
- Wirkung:
- hemmt GH-Ausschüttung aus Hypophyse
- Kinetik:
- s.c. -> 2-3/Tag
- i.m. -> Depot-Präparat alle 4 Wochen
- Indikation:
- bei GH-Überproduktion
- Hypophysärer Riesenwuchs= Gigantismus
- vor Abschluss des Längenwachstums
- z.B. hormon-produzierendes Adenom des HVL
- Akromegalie
- beim Erwachsenen
- wegen Epiphysen-Schluss appositionelles Knochenwachstum
- Kinetik:
- kurze t1/2=4min
- -> kontinuierliche Infusion nötig
Dopamin-Rezeptor-Agonist
- Wirkung:
- beim Gesunden -> Stimulation der GH-Sekretion
- bei Aktomegalie -> paradoxe Hemmung der GH-Sekretion
- Indikation:
- bei GH-Überproduktion
- Hypophysärer Riesenwuchs= Gigantismus
- vor Abschluss des Längenwachstums
- z.B. hormon-produzierendes Adenom des HVL
- Akromegalie
- beim Erwachsenen
- wegen Epiphysen-Schluss appositionelles Knochenwachstum
- Kinetik:
- kurze t1/2=4min
- -> kontinuierliche Infusion nötig