Pharmakologie Semester 6, Teil 2
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D. E.
D. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von Neuroleptika und anderen sedierenden Substanzen auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Wirkmechanismen, Indikationen und Nebenwirkungen von Medikamenten wie Aripiprazol, Risperidon und Clozapin, sowie deren Anwendung bei Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen. Auch die Kinetik und Interaktionen dieser Wirkstoffe werden detailliert erläutert. Dieses Lernset ist ideal für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen im Bereich der Pharmakologie vorbereiten und ein tiefes Verständnis der Wirkungsweise und Anwendung von Neuroleptika erlangen möchten.
Flashcards
128
Students
0
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
31.03.2014 / 14.04.2014
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Flashcards
Neuroleptika
-> Interaktionen
- Kombi mit Antihypertensiva -> Verstärkte Wirkung
- Kombi mit Sedativa (Alkohol, BDZ...) -> Verstärkte Wirkung
- Kombi mit L-Dopa, Dopamin-Agonisten -> Reduzierte wirkung
- Kombi mit TCA -> z.T. verstärkte Wirkung
Neuroleptika
-> Indikationen
- Erregungszustände
- -> v.a. Schizophrenie
- Manische Phase
- Akuter Psychotischer Anfall
- Panikanfall
- Vergiftung mit Psychotomimetika
- (z.B. Psilocybin, Cannabis-> Substanzen, die gestörte Ich-Empfindungen & Halluzinationen machen)
- Nausea
- nicht bei Schwangeren
- Anästhesie
- Neuroleptanalgesie
- Chorea Huntington
- zur Behandlung der Hyperkinesien
- Chronische Schmerzen
- zur Wirkungs-Verstärkung von Analgetika
Clozapin
- Wirkstoffklasse
- Wirkung
- NW
- Interaktionen
- Anwendung
- Wirkstoffklasse:
- Neuroleptikum der 2.Generation
- Wirkung:
- 5-HT-2-Hemmung, α-Rez.-Hemmung, H1-Hemmung, M1-Hemmung
- (D2- &) D4-Rez.-Hemmung
- Besonders hohe Affinität für D4-Rez.
- kaum Extrapyramidale NW durch D2-Rez.
- NW:
- kaum EPS
- reversible Agranulocytose!
- Interaktionen:
- Rauchen -> vermindert Wirkung (Induktion des Abbaus via CYP-1A2)
- SSRI -> verstärken Wirkung, 10x mehr (Hemmen den Abbau)
- Anwendung:
- zur Behandlung Therapie-Resistenter Schizophrenie
Olanzapin
- Wirkstoffgruppe
- Eigenschaft
- Wirkung
- NW
- Interaktion
- Wirkstoffgruppe:
- Nicht-Klassisches Neuroleptikum
- Eigenschaft
- Struktur & Wirkung ähnlich wie Clozapin
- Depot-Präparat (Olanzapin-Pamoat)
- momentan das am häufigsten verwendete Neuroleptikum!
- Wirkung:
- ähnlich wie Olanzapin
- NW
- kein Agranulocytose!
- Gewichtszunahme
- Somnolenz
- (anders als Clozapin -> EPS, aber weniger als klassische N.)
- Interaktion:
- Rauchen induziert via CYP-1A2 dessen Abbau
Risperidon
- Wirkstoffgruppe
- Wirkung
- Anwendung
- NW
- Wirkstoffgruppe:
- Nicht-Klassisches Neuroleptikum
- Wirkung:
- Hemmung des D2-Rez.
- Hemmung der 5-HT2C/2A-Rez.
- Anwendung:
- Engere Wahl zur Schizophrenie-Behandlung
- wirksam gegen positive & negative Symptome
- NW:
- Sedierung
- Orthostatische Beschw. & Tachykardie -> wegen α-Adrenz.-Hemmung
- Sexual- & Menstruations-Störungen -> wegen Anstieg des Prolaktin-Spiegels
- evt. Malignes Neuroleptisches Syndrom
Sertindol
- Wirkstoffklasse
- Wirkung
- NW
- Anwendung
- Wirkstoffklasse
- Nicht-Klassisches Neuroleptikum
- Wirkung:
- besonders hohe Affinität/wirkung auf:
- Hemmung des 5-HT-2-Rez.
- Hemmung des D-2-Rez.
- Hemmung des α1-Rez.
- besonders hohe Affinität/wirkung auf:
- NW:
- wenig NW
- kaum EPS
- α1-Antagonismus -> Toleranz nach längerer Einnahme
- Anwendung:
- lange Eliminationszeit -> Gabe 1x täglich (t1/2=3d)
Aripiprazol
- Wirkstoffklasse
- Wirkung
- NW
- Wirkstoffklasse
- Nicht-Klassisches Neuroleptikum
- Wirkung:
- hohe Affinität für 5-HT-2A-Rez. -> Hemmung
- partieller Agonist an D2- und 5-HT-1A-Rez. !!
- (Aktivierung des 1A-Serotonin-Rez. -> antidepressiv)
- kein Dopamin -> agonistisch
- erhöhte NT -> antagonistisch
- NW:
- Schlafstörungen
- Akathisie
- Tremor
- geringes Risiko für EPS & Spätdyskinesien (nach jahrelanger Einnahme, bes. nach Absetzen)
- Interaktionen:
- Hemmer von CYP-3A4 & CYP-2D6 -> verstrkte Wirkung
- Induktoren von CYP-3A4 & CYP-2D6 -> abgeschwächte Wirkung
- -> Metabolisierung!
Zukünftige Entwiklungsansätze
1)
2)
3)
- Glutamat-Hypothese
- Selektive-Glycin-Reuptake-inhibitoren in Entwicklung
- weil Antagonisierung von NMDA (Phencyclidin) -> Psychosen-induzierend
- folglich kann NMDA-Koaktivierung Psychosen hemmen!
- Glycin, D-Serin, D-Alanin, D-Cycloserin, Sarcosin
- -> Reduktion von Negativ-Symptomen
- Neurokinin-3-Antagonisten
- Cholezystokinin
- CCK-Gen-Polymorphismus der CCK-Defizit macht -> höheres Schizophrenie-Risiko