Pharmakologie 1

FHNW Optometrie - Semester 2 allgemeine Begriffe, Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Arzneimittelinteraktionen

FHNW Optometrie - Semester 2 allgemeine Begriffe, Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Arzneimittelinteraktionen


N. G.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Pharmakologie ab und sind für Fortgeschrittene geeignet. Sie behandeln die Wirkungen von Pharmaka, ihre Wechselwirkung mit Rezeptoren und die verschiedenen Phasen der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik. Die Karteikarten erklären Begriffe wie Agonisten, Antagonisten und die Bedeutung von Wirkstoffen im Körper. Sie eignen sich für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis von Arzneimitteln und deren Wirkmechanismen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
06.06.2014 / 02.02.2026

Cartes-fiches

Was ist ein Pharmakon?

  • wirksames Element eines Arzneimittels
  • Wirkung ist erwiesen
  • Wirkung ist stärker als Nebenwirkungen

Was ist ein Wirkstoff?

Welche beiden Arten gibt es?

  • Wirkstoff beeinflusst Körper auf spezifische Art und Weise
  • Droge: getrocknetes Naturprodukt
  • Tinktur: gelöster Stoff zB Pflanzenteile in Ethanol

Was ist ein Arzneimittel?

Medikament mit therapeutischem oder diagnostischem Zweck

Was versteht man unter einem fertig Arzneimittel?

"Spezialität", wurde vorgängig hergestellt und mit Beipackzettel verpackt

Was ist ein Gift?

Stoff mit überwiegend negativer Wirkung, Dosisabhängig!

Wer regelt in der Schweiz die Arzneimittelzulassung?

  • Swissmedic, ist dem EDI unterstellt
  • Heilmittelgesetz HMG als Grundlage ihrer Tätigkeit
  • Rezepte: Formula officinalis

Welches Gesetz gilt in der EU?

  • Pharmakopöe
  • Resept: Magistralrezeptur
  • Sammlung von Qualitätsvorschriften, Hilfsstoffen,..

Welche 4 Heilmittel-Kategorien gibt es?

A → verschärfte Rezeptpflicht, nur auf ärztliche Verordnung

B → verschreibungpflichtig, Abgabe durch Apotheker möglich

C → frei erhältich in Apotheke

D → frei erhältich auch in Drogerie

Womit befasst sich die pharmazeutische Technologie?

  • Wirkstoffe
  • Hilfsstoffe
  • Technologie
  • Herstellung
  • Prüfung

→ Pharmakon sollte in möglichst vielen Applikationsarten vorliegen

Welche Applikationsarten gibt es?

  • inhalativ
  • oral
  • sublingual
  • intramuskulär
  • ....

In welchen Formen können Arzneien vorliegen?

  • Suspension
  • Kapsel
  • Tablette
  • Tropfen
  • Pulver
  • Salbe
  • ...

Was sind die Anforderungen an ein Arzneimittel?

  • Dosierungsgenauigkeit
  • Gleichförmigkeit
  • Stabilität: chemisch, biologisch, physikalisch
  • Geschmack/ Geruch
  • Aussehen
  • äussere Form
  • Gleichförmigkeit
  • physiologische Verträglichkeit

Was ist Phramakokinetik?

Reaktion des Organismus auf den Wirkstoff

In welchen Phasen verläuft die Pharmakokinetik?

LADME, Phasen verlaufen zum Teil parallel

L → Liberation
A → Absorption
D → Distribution
M → Metabolismus
E → Exkretion

Wie verläuft die Liberation?

  • Wirkstoff muss am richtigen Ort freigesetzt werden
  • Art der Freisetzung beeinflusst Resorptionstempo

Wie verläuft die Resorption?

  • Stoff muss in gelöster Form vorliegen
  • Lipidmembran als Barriere → nur für hydrophile Teile passierbar

Wie verläuft die Distribution?

  • abhängig von verschiedenen Faktoren:
    Membrandurchlässigkeit, Molekülgrösse, Gefässaufbau, Löslichkeit, chem. Eigenschaften
  • lipophile Stoffe können Blutschranke besser passieren
  • Gewebe-/ Plasmaproteine dienen als Speicher
    → nur gelöste Moleküle wirksam

Wie verläuft der Metabolismus (Biotransformation)?

  • chemische Umwandlung nötig da nur hydrophile Stoffe ausgeschieden werden können
  • Umwandlung in Leber durch Enzyme und Hepatocyten
  • in Phase 1 wird Pharmakon oxidiert und aktiviert/ deaktiviert
  • in Phase 2 wird Molekül an körpereigne Substanz gekoppelt

Wie verläuft die Exkretion?

  • Elimination erfolgt
    - renal
    - intestinal
    - pulmonal

Was versteht man unter der Plateuzeit?

Zeitintervall wo Konzentration über therapeutischem Bereich liegt.

Was ist Clearance?

Durch Substanz gereinigtes Plasma pro Zeit.

Eas ist die Eliminationshalbwertszeit?

Zeit bis Konzentrations auf die Hälfte gesunken ist → dosisunabhängig

Was ist die Bioverfügbarkeit?

nutzbare Stoffmenge nach der Applikation

Was Versteht man unter dem Verteilungsvolumen?

Verteilung bzw Speicherung des Wirkstoffes im Körper.

Welche Moleküle binden stärker an Transportproteine?

lipophile Moleküle

Was versteht man unter Enyminduktion?

  • vermehrte Enzymbildung steigert Metabolismus
  • bei Einnahme verschiedener Wirkstoffe zur gleichen Zeit gefährliche Wechselwirkungen möglich

Was geschieht beim First-Pass-Effekt?

  • Stoffe werden durch Leber aktiviert oder deaktiviert
  • problematisch wenn Stoffe inaktiv bevor sie im Gewebe angelangt sind
    zB bei oraler Applikation
  • Leber muss umgangen werden, ansonsten renale Ausscheidung ohne Wirkung

Was ist Pharmakodynamik?

Wirkung des Pharmakons auf den Organismus

Was wird durch Pharmakon beeinflusst

  • Interaktion mit den Zellrezeptoren
  • Transport
  • Mikroorganismus
  • Transkription
  • Ionenkanäle

Wie kann Pharmakon wirken?

  • intrazellulär
    an ER oder DNS
  • extrazellulär
    im Blutplasma

Was gescheiht am Rezeptor?

  • Rezeptor-Liganden-Komplex
  • duale Wirkung dh Signalerkennung und Weiterleitung
  • membrangebudnene Proteine

Was ist ein Agonist?

Wie ist seine Wirkungsstärke?

  • stimuliert den Rezeptor, immitiert natürlichen Botenstoff
     
  • Wirkungsstärke = intrinsic activity IA
    - voller Agonist      →  IA = 1
    - partieller Agonist → 0 < IA < 1
    - inverser Agonist  → IA < 0

Was ist ein Antagonist und wie wirkt er?

  • verhindert oder reduziert Rezeptoreneffekt
     
  • kompetitiv                        → Machtkampf mit Agonist, wird ev verdrängt
  • nicht kompetitiv               → hemmt den Rezeptor bedingungslos
  • funktionell/unkompetitiv   → 2 Agonisten am selben Rezeptor inaktivieren sich & blockieren Kanal
  • chemisch                         → reagiert nicht mit Rezeptor, greifft Agonist an

Wo befinden sich intrazelluläre Rezeptoren?

  • im Zytoplasma
  • im Kern
  • werden hormonell beeinflusst

Was sind membranständige Rezeptoren?

  • G-Protein gekoppelt, bedienen glatte Muskeln und Drüsen
  • Ionenkanäle, reagieren auf Acetylcholin an motorischen Endplatten
  • Enzym-assoziiert, zB Insulin Rezeptor

Was sind rezeptorunabhängige Effekte?

  • spannungsunabhängiger Ionenkanal
  • Transportsystem
  • hemmung der Enzyme
  • beeinflussung der Biosynthese

Was ist Efficacy?

minimale Konzentration für maximale Wirkungsstärke

Was ist Affinität?

Stärke der Liganden-Rezeptor Bindung

Was ist IA?

intrinsic activity, Mass für Wirkstärke an Zelle

Was ist LD50?

letale Dosis dh Stoffmenge die 50% nicht überleben

Étudier