NKA/NKV


L. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie, insbesondere auf einem anderen Level. Sie behandeln die Bindung von Medikamenten an Proteine, Transportvorgänge in Zellen, sowie verschiedene Applikationsformen wie intravenös, subkutan und intraossär. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Verteilung und Wirkung von Pharmaka im menschlichen Körper beschäftigen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
18.06.2016 / 19.06.2016

Lernkarten

Distaler intraossärer Zugang (Seite 54)

Punktionsort befindet sich am distalen Tibiazugang, medial oberhalb des Knöchels, 45° kranialwärts gerichtet. Bein stabil lagern, Sprunggelenk zusätzlich unterpolstern, Haut desinfizieren, steriles Lochtuch, sterile Handschuhe, Punktionsstelle aufsuchen mit leichten Druck/Drehbewegungen durchbohren. Stichrichtung=70° von Wachstumsfuge weg. Kanüle mit einer Hand festhalten, mit anderer Trokar entfernen. richtige Lage ►Aspirationsversuch mit 10ml Spritzen (wenn ok - Blut und Knochenmark) mit Kochsalzlösung Probeinjektion muss leicht zu spritzen sein. Nadel steril fixieren und Infusion anschließen

Hygiene und pflegerische Aspekte i.o (Seite 54)

Nadel muss fest im Knochen stecken. Nach jeder Medikamentenapplikation ►Reaktion am Körper? Umgebung der Punktionsstelle beobachten. Zeit und Datum nach dem Legen eines i.o dokumentieren

Punktionsstelle Proximaler Humerus i.o. (Seite 54)

Punktionsort=Tuberculum majus humeri

Ellenbogen muss gebeugt werden und die Hand auf den Bauchnabels des Pat abgelegt werden. Durch die Innenrotation kommt es zu einer Exponierung des Tuberculum majus humeri

Komplikationen bei der Punktion einers i.o. (Seite 55)

  • Hämatom
  • Paravasat
  • Verletztung Wachstumsfuge/Fraktur
  • Abszess
  • Kompartmentsyndrom (Flüssigkeitsaustritt in umliegendes Muskelgewebe)

Kontraindikationen und Nachteile eines i.o. Zugangs (Seite 55)

  • erfordert Überwindung
  • lässt sich innerklinisch kaum üben
  • wenn Fraktur, Haut- oder Knochenverl. vorliegt darf nicht gebort werden
  • vorangegangene Punktion an der selben Stelle
  • Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta)

Besondere Systeme i.o Zugänge (Seite 55)

B.I.G (Bone Injection Gun) = Schussgerät

F.A.S.T (First Access in Schock and Trauma) Knochenpunktionsset zur Anwendung am Brustbein (nur für EW) Nadelkranz wird im re Winkel angebracht und fest angedrückt. Bei richtigen Sitz (Markraum im Brustbein) löst sich die Kanüle von selbst. Enfernungssystem unbedingt im KH abgeben (Schraubmechanismus)

EZ-IO = batteriebetriebene Bohrmaschine, unterschiedliche Nadelgrößen (auch für Kinder)

Cook Nadel = Nadel wird manuell durch Druck/Drehbewegungen eingeführt 

Vorbereitung der Medikamente 8-R-Regel

Vor Applikation muss man sich für eine geeignete Applikationsform und das richtige Medikament in der richtigen Dosierung entscheiden. Inhalt genau überprüfen (Etikett muss lesbar sein) und es muss sich um die richtige Infusion/Ampulle handeln. Ablaufdatum und auf Unversehrtheit achten.

8-R-Regel

  • richtiger Patient
  • richtiges Medikament
  • richtige Dosis
  • richtige Konzentration
  • richtiger Zeitpunkt
  • richtige Anwendungsdauer
  • richtige Vorbereitung
  • richtige Verabreichungsstelle

Applikationsform sublingual (Seite 57)

z.B: Nitro Spray; durch die Aufnahme über die Mundschleimhaut kommt es zu einer sofortigen Stoffverteilung im Blutkreislauf. Nachteil ►weniger präzise Dosierung (einige Teile des Wirkstoffes werden eingeatmet oder geschluckt)

Technik: mehere Hübe in die Lüft sprühen um beim Sprühstoß beim Pat die volle Wirkstoffdosis verabreichen zu können. Pat ►Zunge heben / "L" sagen und die Luft anhalten. Unter die Zunge sprühen.

Applikationsform Inhalation (Seite 58)

dabei muss es sich um flüssige oder feste Wirkstoffe handeln die sich im gasförmigen Gemisch befinden. Wirkstoff wird über die Schleimhäute des Respirationssystems resorbiert. Verwendet werden Vernebler/Dosieraerosole. Wirkstoff muss tief inhaliert werden.

Technik: Schutzkappe entfernen, merhmals schütteln, 1 Hub in die Luft, Pat muss ausatmen und Munstück mit den Lippen umschließen, während Pat einatmet wird Behälter nach unten gedrückt, Luft anhalten

Risiko - Alkoholgehalt (Pat mit Alkoholabusus ►Rückfall)

Applikationsform Verneblermaske (Seite 59)

bestehen aus O2 Maske und einem Verneblertopf für das Medikament

verlangt Toleranz des Patienten ►Aufklärung. Medikament in Verneblertopf füllen, O2 aufdrehen, meist 6-8l/min, Maske aufsetzten, Pat langsam und tief einatmen und nach jeder Inspiration kurz die Luft anhalten.

Bei einem Flow von 6L/Min wird eine Menge von 5-10ml Wirkstoff vernebelt. (10-20min)

Applikationsform Rektum (seite 59)

in der Notfallmedizin selten verwendet. Einzige Indikation - Fieberkrampf. Rektale Arzneimittel haben eine halbfeste Konsistenz und müssen die Form behalten (Umgebungstemperatur). Nach Einführung in den Mastdarm schmelzen. Teil des Wirkstoffes gelangt über Pfortdarm in den großen Kreislauf. Nur bei Resorption aus dem letzten kurzen Abschnitt des Rektums erreicht das Blut mit dem Wirkstoff diekt die untere Hohlvene. Es kommt zu keinem konstanten Plasmaspiegel. Rektaltuben - einführen, ausdrücken und im zusammengedrückten Zustand wieder herausziehen.

Je nach Einführungstiefe entsteht ein hepatischer First pass Effekt oder nicht

Kontrolle von Ampullen (Seite 60)

  • Name des Medikaments
  • Ablaufdatum
  • Unversehrtheit
  • Inhalt
  • Darreichungsform
  • Konzentration

Ampullen (Seite 60)

Ampullen= Aufbewahrungsbehälter für Medikamente in verschiedenen Formen und Größen. Lichtempfindliche Stoffe - dunkle Ampullen. sorgfaltiger Umgang! 3-malige Kontrolle

  1.  Kontrolle= Bereitleger
  2.  Kontrolle= vor dem Aufziehen
  3.  Kontrolle= vor der Applikation

juristisch verantwortlich = die Person die das Medikament verabreicht hat. Aufgezogene Ampulle zeigen lassen.

 

Glas/Plastikampullen (Seite 60)

Glasampullen -Fassungsvermögen 1-50ml, zylindrische Form mit flachem Boden, enden nach oben mit einem Flaschenhals und einem Ampullenkopf, Sollbruchstelle die durch einen Punkt gekennzeichnet ist. Nachteil´- scharfe Brechkante, kleinste Glassplitter können zu Verletzungen in der Vene führen.

Plastikampullen (10,20,50ml) - einfacher in der Handhabung , unzerbrechlich, geringe Verletzungsgefahr. Plastikampullen sind nicht für alle Arzneimittel zugelassen.

Jede Spritze beschriften (Medikamentenentnahme und Konzentration auf der Rückseite und nicht auf der Messskala) Absolute Sterilität

Stechampullen (Seite 61)

bestehen aus Glas (5-100ml) Vorteil sind die Mehrfachentnahmen, nach Erstöffnung 24h haltbar.

Arzneistoff - flüssig oder Trockensubstanz. Haben keinen Flaschenhals sondern einen Durchstichmembran. Abgedeckt mit Kappe aus Kunststoff/Blech.

Technik: Klappe entfernen und Membran desinfizieren (nach oben hin luftdicht) Spike►integreirter Partikelfilter und Belüftungskanäle ►Druckausgleich

Verdünnen von Medikamenten (Seite 62)

bei Kinder eine notwendige Maßnahme zwecks Dosierung

häufig: Morphin, Dormicum, Heparin, Suprarenin. Zum Verdünnen wird NacL verwendet. Aqua►Trockenstechampullen.

Verdünnung 1:100

1. Möglichkeit: 100ml NacL Flasche 1ml dazu spritzen

2.Möglichkeit: Medikament in Spritze 1:10 verdünnen, weitere Spritze mit 9ml NaCl 1ml von 1:10 Lösung

Spritzenpumpe (Seite 63)

Perfusor= Medikamente über einen längeren Zeitraum exakt dosiert werden. Besonders wichtig bei Katecholamine um Bolusgabe zu verhindern.

Perfusor: Display, Eingabefenster, Spritzenbügelhalterung, Akku, Netzwerkanschluss

Medikamet in Spritze mit Line und Dreiwegehahn luftfrei vorbereiten, Spritze einklemmen und mit F bestätigen Geschwindigkeit einstellen und die Taste Start drücken. Beenden mit Taste Stopp

Spritze beschriften, Bolusgabe verhindern (Line abklemmen+Line abklemmen, DWH schließen) Lageänderung des Pat bzw Perfusor führt zu Durckschwankungen ►Bolusgabe bzw vermehrte Medikamentenapplikation (Perfusor oberhalb des Pat)

Infsion (Seite 64)

= sterile zubereitete Lösung, Inhalt über 100ml. Infusionen dienen:

  • offenhalten eines Zugangs
  • gleichen Flüssigkeitsverluste aus
  • Trägersubstanz für Medikamente
  • Blutersatzstoffe
  • Korrektur Störungen im Wasser-Elektrolyt-Haushalt

Im Rettungdienst handelt es sich hauptsächlich um kristalloide Infusionen, Plasmaersatzmittel, Pufferlösungen

Glas oder Plastik in Flaschen oder Beutel Größe: 100-2500ml

Vor jeder Anwendung - Inhalt und Verwendbarkeit prüfen. Etikett muss lesbar sein., Ablaufdatum, Behälter unversehrt, Inhalt muss klar und farblos sein und keine Ausfallungen enthalten.

Technik Infusion (Seite 65)

Vorbereitung benötigt man Infusion+Infusionsbesteck (Besteht aus: Einstichdorn, flexible Tropfkammer, Belüftungsventil, Infusionsschlauch, Durchflussregler+Rollklemme, Konus

Glasflaschen (Belüftung erforderlich) Plastikflaschen (Belüftung übernimmt die Schwerkraft bzw Kollaps des Beutels)

nach Kontrolle: Schutzklappe der Infusion entfernen, Infusionsbesteck auspacken, Schutzkappe vom Dorn enfernen, in Infusion stecken, Druchflussregler schließen, Tropfkammer zur Hälfte füllen, Durchflussregler öffnen um Schlauch zu entlüften, Kontrolle des Schlauches auf luftfreiheit, Schlauchende ohne Verschlussklappe an Kanüle konnektieren, Sicherheitsschleife anlegen, Infusion 20cm über Herzniveu, Kontrolle

1ml entspricht 20 Tropfen, Tropfgeschwindigkeit von 1 Tropfen/min ►3ml pro Stunde

Wechseln und Beendigung von Infusionen (Seite 66)

Wechsel: Spiegel noch vorhanden - einfach neue Infusion anstecken. Luft im Schlauch - Infusion+Besteck wechseln

Beenden der Infusion: Durchflussregler schließen, Tupfer unter Trennstelle des Infusionschlauches und Kanüle legen, Vene oberhalb der Kanüle komprimieren und Besteck diskonnektieren. Venenverweilkanüle mit Verschlussstöpsel steril verschließen

Komplikationen und Probleme mit Infusion (Seite 67)

Richtigkeit des Inhaltes muss kontrolliert werden, Ablaufdatum, Verwendbarkeit

Probleme: Infektion bei unsteriler Arbeitsweise, Luftembolie, Reaktion des Pat (Kollaps, Synkope, allergische Reaktion),

Nicht tropfen: Knick im Schlauchsystem, Verkleblung, zu volle Tropfkammer, tiefe Aufhängung, fehlende Belüftung, Kanüle steht an Venenklappe an (zurückziehen und unter Zug fixieren) Kanüle ist verstopft (durchspülen mit Kochsalzlösung), Arm des Pat ist noch gestaut, Blutdruckmessung, Armlage ist nicht optimal, paravenös

Prüfung und Zulassung von Medikamenten (Seite 69)

Zulassung und Überwachung regelt seit 1995 die EMEA (european Medicines Agency) 3 verschiedene Zulassungsverfahren:

  1. zentrales Verfahren (alle Mitgliedsstaaten der EU)
  2. dezentrales Verfahren
  3. nationale Zulassung

Arzneimittelgesetzte basieren auf 3 Säulen: Qualität, Wirksamkeit, Unbedenklichkeit. In AT sind Arzneimittelhersteller mittels Kennzeichnungsverordnung verpflichtet Medikamente mit Bezeichnung, Stärke, Darreichungsform, Zusammensetzung nach Dosiereinheit, Hilfstoffe mit bekannter Wirkungsweise, Vorsichtsmaßnahmen, Warnhinweise, Verfalldatum

Arzneimittelentwicklung (Seite 70)

Anfangs: Erforschung der neuen Substanz. Herstelung erfolgt aus: Pflanzen, Mikroorganismen, tierischem Gewebe, menschlichen Zellen. Substanz wird zuerst an Zellkulturen, isol. Zellen und Organen getestet. biochemische-pharmakologische Untersuchung, toxikologische Untersuchungen (geprüft wird hierbei Mutagenität (Erbgutschädigung), Kanzerogenität (krebserzeugende Wirkung), Teratogenität (Missbildungsauslösung)

abgeschlossen wird die Prüfung mit Tierversuchen

Dauer: ca 6 Jahre

Klinische Prüfung vor der Zulassung von Arzneimittel (Seite 70)

Ziel Pharmakodynamik (=Lehre über Wirkung von Arzneistoffen im Organismus) und Pharmakokinetik (=Gesamtheit aller Prozesse denen ein Arzneistoff im Körper unterliegt) zu erforschen.

Um klinische Studie durchführen zu dürfen müssen alle Protokolle der Ethikkommission (=Kommission die Wissenschaftler in ethischer und rechtlicher Hinsicht beraten) Kommission achtet, dass Deklaration von Helsinki (Patientensicherheit) eingehalten wird.

Phase I: 20-80 Personen Dauer: einige Wochen. Information über Verträglichkeit, Dosis-Wirkungs-Profil, Pharmakokinetik, verfolgt keinen therapeutisches Ziel

Phase II: 50-200 Personen, Dauer: Wochen-Monate, Ziel: therapeutische Wirkung und Ungefährlichkeit nachzuweisen

Phase III: 200-10.000 Personen Dauer: Monate-Jahre, Nachweise des therapeutischen Nutzens

Phase IV: Nachbeobachtungsphase Arzneimittelüberwachung nach Zulassung nennt man Pharmakovigilanz

Sonderfälle Generika, Homöophatika (Seite 71)

Generika: Medikamente, die das gleiche Wirkungsprofil wie die Originalsubstanz haben (nicht alle Phasen der klinischen Prüfung sind notwendig)

Hömöopathika: benötigen keine Zulassung, es gibt keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit für diese Substanz

Pharmakokinetik (Seite 72)

Als Pharmakokinetik wird die Wirkung des Lebewesens auf das Pharmakon verstanden. Pharmakokinetik befasst sich mit:

  • Applikation
  • Resorption
  • Verteilung
  • Konzentrazionsänderung
  • Metabolismus (Stoffwechsel)
  • Ausscheidung

.. von Arzneimittel

Anwendung- und Applikationsformen intravenös

Die i.v Gabe= bestens geeignet für Notfallpat. Vorteile:

  • schneller Wirkungseintrill (2-5min)
  • 100% Bio Verfügbarkeit (Prozentsatz der verabreichten Dosis, der den systematischen Kreislauf erreicht)
  • exakte Dosierung
  • gute Steuerbarkeit
  • guter Verträglichkeit (allergische Reaktionen ausgenommen)

Nachteile:

  • erhöhter Aufwand
  • Hypotonie
  • Volumenmangel
  • Säuglinge
  • Gewebeschäden bei paravasaler Anwendung
  • Infektionen bei mangelnder Hygiene

ölige Substanzen nicht i.v. ►Mikroembolie

Anwendungs- und Applikationsformen endobronchial e.b (Seite 72)

Lunge= gut durchblutete Öberfläche mit 90m², rasche Resorption, für systematische Wirkung ist eine 2-3 fache Dosierung notwendig

Anwendungs- und Applikationsformen intramuskulär i.m (Seite 73)

Wirkungseintritt ist von der Durchblutung des Muskels abhängig erfolght nach 10-30min. Im Muskel wird Depotwirkung erzielt.

Nachteil: lokale Reizung

Anwendungs- und Applikationsform subkutan s.c. (Seite 73)

Wirkungseintritt 30-60min

Depotwirkung

Anwendungs- und Applikationsformen intranasal (Seite 73)

=fettlöslichen Substanzen möglich (kann gut über Schleimhaut resorbiert werden) Bei Kindern systematische Wirkung möglich. (Dormicum bei Krampfanfällen)

Anwendungs- und Applikationsformen intraossär i.o. (Seite 73)

= gutes Alternativverfahren bei lebensbedrohlichen Zuständen, schlechten Venen, Kindern, Schock, CPR

Wirkungseintritt= wie bei i.v.

Komplikationsrate sehr niedrig

zugeführte Arzneimittel werden über den Verdauungstrakt resorbiert

parenterale Applikationsmöglichkeiten (Seite 73)

Parentale = Arzneistoff muss nicht den Magen-Darm-Trakt passieren um in die Blutbahn zu gelangen

  • intravenös i.v.
  • endobronchial e.b.
  • intramuskulär i.m.
  • subkutan s.c.
  • intranasal
  • intraossär i.o.

Anwendungs und Applikationsformen sublingual / orale Verabreichung (Seite 73)

s.l. Zunge ist gut durchblutet, resorbierte Substanzen umgehen die Leberpassage und sind somit schneller am Wirkungsort

oral: mit Ausnahme von Plavix keine Notfalltherapie. Resorption erfolgt im Dünn/Dickdarm. Nach der Resorption gelangen die Substanzen über die Pfortader die Leber wo sie zum Teil metabolisiert werden. Erst dann gelangen sie in den Kreislauf

unerwünschte vermehrte Resorption (Seite 73)

  • Verbrennung
  • Hauterkrankungen
  • durchblutungsfördernde Salben
  • Einwirkung großer Oberflächen
  • unter Okklusivverband (luft- und wasserundurchlässige Abdecken von Hautarealen)

Wirkung des Organismus auf Pharmaka Allgemeine Faktoren (seite 75)

Pharmakon wird meist fern vom Wirkort zugeführt. Vorraussetzung für pharmakologische Wirkung: Transport zum Wirkort. Verminderung der Konzentration durch 1. Biotranformation (=Vorgang im Stoffwechsel der nicht ausscheidbare Stoffe zu ausscheibaren Stoffen macht) 2. Ausscheiden der Pharmaka über Urin und Stuhl 1+2 nennt man Elimination

Evasion= Vorgänge die das Pharmakon vom Wirkort wegführen

Wirkung des Organismus auf Pharmaka Verteilungsräume im Organismus (Seite 75)

Körper besteht aus 55%(bei Frauen) 65%(bei Männern) aus Wasser. 2/3 intrazellulär 1/3 extrazellulär - dieser wird weiter unterteilt 1% transzellulären Raum 5% Plasma 15% Interstitium. Pharmakon gelangt nach i.v. oder Resorption aus dem Darm zuerst in den intravasalen Raum - verteilt sich im Plasmawasser. Zu den Wirkörten zählen Rezeptoren an der Zellmembran an (dienen zur Warnehmung von Überträgerstoffen und Weitergabe von Infos in die Zelle). Für die intrazelluläre Wirkung ist ein Eindringen durch die Zellenmenran notwendig. Pharmakon gelagt zuerst in interstitiellen Raum und kann von dort aus in die Zelle eindringen. Flüssigkeitsräume sind durch Membranen getrenntdie nur durch fettlösliche Substanzen überwunden werden können.

Wirkung des Organismus auf Pharmaka (Seite 75)

- Blut Hirn Schranke

- Plazenta Schranke

Blut Hirn Schranke: physologische Barriere zwischen den Flüssigkeitsräumen im Blutkreislauf und im Zentralnervensystem

Plazentaschranke: Gewebefilter, trennt den mütterlichen Blutkreislauf vom fetalen

Durchblutungsgröße verschiedener Organe (Seite 76)

Durchlässigkeit für Moleküle

Gut durchblutet:    Niere, Leber, Milz, Herz, Gehirn, Darm, Magen

Weniger durchblutet: Haut, Skelettmuskulatur

Schlecht durchblutet: Fett- und Bindegewebe

Sehr durchlässig: Leber, Milz,rotes Knochenmark

Gut durchlässig: Mucosa (Schleimhaut) des Magen-Darm-Traktes, Niere, Drüsen

Wenig durchlässig: Herzmuskel, Skelettmuskel, glatter Muskel

nahezu undurchlässig: Gehirn, Rückenmark

Die Verteilung ist von der Durchblutung des Organs abhängig

Durchtritt von Pharmaka durch die biologische Membranen (Seite 76)

Membrane sind für lipohile (fettlösliche) Stoffe gut durchlässog. Hydrophile Substanzen passieren viel langsamer. Dieses System ist für die unterschiedliche Durchlässigkeit der Blutgefäße in den einzelnen Organen verantwortlich. Unter biologischen Membranen versteht man nicht nur die Begrenzung der einzelnen Gewebezellen sondern auch die Barrieren, die durch Zellverbände, wie Epithelzellen gebildet werden.

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