NKA/NKV


L. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie, insbesondere auf einem anderen Level. Sie behandeln die Bindung von Medikamenten an Proteine, Transportvorgänge in Zellen, sowie verschiedene Applikationsformen wie intravenös, subkutan und intraossär. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Verteilung und Wirkung von Pharmaka im menschlichen Körper beschäftigen.
Flashcards
127
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
18.06.2016 / 19.06.2016

Flashcards

Besonderheiten des ateriellen Systems (Seite 26)

um auch während der Diastole (Entspannung) des Herzens einen kontinuierlichen Blutfluss gewährleiten zu können gibt es die Windkesselfunktion der Aterien. Große herznahe Aterien verfügen über einen elastischen Wandbau. Dadurch dehnt sich das Gefäß in der Systole (Kontraktion) aus und speichert einen Teil der Energie des Herzens. In der Diastole wird durch das zusammenziehen der Aterie das Volumen weiterbefördert.

Auswahl der geeigneten Kanüle (Seite 26)

Flügelkanülen (urspr. Schädelpunktion) heute bei amb Infusionstherapie, Blutabnahme. In der Notfallmedizin nicht eingesetzt wg Dislationsgefahr.

Für welchen Zweck will man die Kanüle setzen (Med. Gabe/Volumen) kleine Kanülen sind besser als gar keine. Einmalkanülen (hohes Durchflussvermögen, geringer Reibungswiderstand, dunnwandiger/rostfreier Stahl, Silikonisierung, scharfer Dreifachschliff der Spitze)

  • gelb Länge 19mm 22ml/min Ø0,7mm
  • blau Länge 25mm 31ml/min Ø0,8mm
  • rosa Länge 32mm 54ml/min Ø1,0mm
  • grün Länge 45mm 80ml/min Ø1,2mm
  • weiß Länge 45mm 125ml/min Ø1,5mm
  • grau Länge 50mm 196ml/min Ø1,7mm
  • orange Länge 45mm 270ml/min Ø2,5mm

Besonderheiten des venösen Systems (Seite 26)

Im venösen System fungiert der auswurf des Herzens nicht als treibende Kraft für nachströmendes Blut. Venenklappen verhindern den Rückfluss und erlauben den Blutfluss nur in eine Richtung. Sie verhindern nur den Rückfluss und können nicht den Blutfluss und dessen Geschwindigkeit beeinflussen. dafür sorgt die Pulswelle der Aterien bzw die Kontraktion der Muskeln (Muskelpumpe treibt den Blutfluss vorran) Der Thorax bewirkt zusätzlich einen vermehrten Rückfluss, da es bei der Respiration zu einem Zug auf die großen Venen kommt und dieser sich wie ein Sog auswirkt.

Hygienische Aspekte Venenzugang (Seite 28)

  • Patientenkontakt (Einmalhandschuhe)
  • mechanische Reinigung 70% Alkohol steril Einwirkzeit 2-3min
  • Fixation (steriles Fixierpflaster) Ablaufdatum / Sichtfenster (bei Allergie Mullbinde)
  • Venenzugang nie länger als 2-3 Tage ► Reizung der Vene mit nachfolgender Phlebitis (Entzündung) oder Venenthrombose - beim Setzen eines neuen Zugangs - neue Vene

Manche Pat reagieren sehr schnell - Rötung. Knüle sofort entfernen. Infusionstherapie, Med. Gabe mittels Flügelkanüle.

Auswahl der Punktionsstelle (Seite 28)►

Punktion kann an jeder gut darstellbaren, einigermaßen gestreckt verlaufenden Vene vorgenommen werden.Mann punktiert die oberflächlichen Venen des Unterarms/Handrücken. Punktionsorte sollte soweit wie möglich distal liegen (sollte 2. Punktion notwendig sein)

Venenn der Ellenbeuge (V. mediana, V. cephalica, V.basilica) großes Kaliber - Fixierung aufgrund der Beweglichkeit schwieriger. Kanüle kann leichter deplaziert werden. V. Basilica nahe N. medianus und brachialis - somit komplikationsreicher. Venen der Ellenbeuge dürfen nur einmal auf einer Seite punktiert werden. Tipp Venne nicht gut sichtbar ► Arm hängen, Muskelpumpe, lokale Wärmeanwendung)

Vorgehen bei der Punktion einer Vene zum Setzen einer Kunststoffverweilkanüle (Seite 29)

Pat vollständig aufklären - hinlegen, hinsetzen ►Selbstschutz beachten (Handschuhe)►sämtliches Material vollständig herrichten ►Arm auf stabiler Unterlage lagern ►Venenstauung (Staubinde ca 5cm proximal der Punktionsstelle anlegen - Stauung sollte einen Wert zw sys und dias. erreichen ►gründliche Desinfektion (3min nicht mehr berühren) ►Haut spannen um Wegrollen zu verhindern (eingestochen wird immer herzwärts)

  • direkte Punktion (Stahlmandrin wird sofort in die Vene gestochen)
  • indirekte Punktion (Stahlmandrin wird in die Haut neben der Vene gestochen ; sobald Vene getroffen wird kommt Blut

►Nadel fixieren ►Plastikkanüle vorschieben ►Metallkanüle Kontamed entsorgen►Staubinde lockern

Komplikationen und Punktionsschäden

Durchstechen der Vene - Symptome: Hämatom Maßnahmen: Staubinde lösen, Nadel entfernen, manuelle Kompression

Paravenöse Injektion - Symptome:

  • Schmerzen am Injektionsort
  • paravenöses Infiltrat (Anschwellen)
  • keine Blutaspiration mehr möglich und die Rücklaufprobe ist negativ

 

 

Nekrose/Intraaterielle Injektion/Nervenschädigung (Seite 32)

Nekrose: bei Lösungen mit hohem osmotischem Druck (Glucose) besteht Gefahr entzündlicher Reaktionen die zur Nekrose führen kann. Das Paravasat mit Kochsalzlösung infiltrieren um beschleunigte Diffusion zu erzielen, Knüle entfernen und Arm mittels Schiene ruhig stellen

Intraaterielle Injektion: Symptome: intensiver Schmerz, auffällige Blässe der Extremität. Bei Aspiration und Entfernen tritt hellrotes Blut pulsierend aus. Infusion►Blut im Schlauchsystem. Sofortmaßnahmen: kein Medikament verabreichen, Knüle entfernen, Druckverband anlegen, wenn Med bereits verabreicht wurde - Spülung mit 20ml Kochsalzlösung eventuell 100mg Solu Dacortin

Nervenschädigung: durch Nadel selbst, Punktion meist in der Ellenbeuge das Nerven in unmittelbarer Nähe liegen (n. medianus, N.radialis)

Nerven in den Armen

Schutzmaßnahmen vor Infektionen (Seite 34)

Selbstschutz: um sich vor Infektionen zu schützen muss die Dienstkleidung durch weitere Hilfsmittel ergänzt werden. zusätzlich zu Handschuhen, Schutzbrille, Mundschutz, Schürze, Handdesinfektion unverzichtbar.

Händedesinfektion bei folgenden Tätigkeiten:

  • vor Maßnahmen an Pat
  • Ausziehen von Einmalhandschuhen
  • nach Kontakt mit Pat/Objekten die Keime übertragen können
  • Toilettengang
  • Naseputzen
  • Essen
  • ...

Flüssigkeitsmenge und Einwirkzeit beachten

Thrombosephlebitis / Phlebothrombose

Nervenschädigung (Seite 34)

Thrombophlebitis/Phlebothrombose: Venenentzündung und Venenthrombose sind Apätkomplikationen einer peripher - venösen Zugangs. Therapie: Alkoholumschläge, entzündungshemmende Lokalbehandlung, in schweren Fällen: Verabreichung Acetylsalicylsäure-Präperaten, Ruhigstellung. Bei bakterieller Entzündung zusätzlich Antibiotikatherapie

Nervenschädigung: plötzlich starke Schmerzen, Sofort-/Spätlähmung mit/ohne Schmerz, Kribbeln, Taubheitsgefühle, N.medianus Lähmung - Schwurhand N.radialis - Fallhand Therapie: Abbruch der Tätigkeit, Entfernung der Kanüle, Übergabe im KH an Chirurgen, Neurologen, Dokumentation

Nadelstichverletzung (Seite 36)

Spitze kontaminierte Gegenstände ► sicherer Abwurfbehälter 9% aller Nadelstichverletzungen "Recapping". 3 klassiche Infektionskrankheiten hierbei sind Hep B+C, HIV

Sofortmaßnahmen: Druck auf das umliegende Gewebe um Blutfluss zu fördern (1min). Danach Wunde 10min mit Definfektionsmittel feucht halten. Im KH Blut des Pat und des Helfers auf Infektionen untersuchen und Meldung an die AUVA. In gewissen Abständen - Blutuntersuchungen

Manchen Situationen PEP (Postexpositionsprophylaxe) empfohlen um Infektionsentwicklung zu minimieren.

Checkliste: Wann ist es passiert? Wer ist der Pat? Woe war die Exposition? Welche Maßnahmen wurden ergriffen? Instrument sichtbar kontaminiert?

Sofortmaßnahmen bei anderen Infektionswegen (Seite 38)

Blut oder Sekret auf unverletzte Haut ►keine erhöhte Infektionsgefahr. Verletzter Haut ►Haut spülen und ausreichend desinfizieren.

Auge mit Flüssigkeiten in Kontakt ►sofort mit Wasser oder Infusionslösung spülen

Bei Spritzern in den Mund ►4-5 Mal mit Desinfektionsmittel spülen

Richtlinien für Sanitäter mit Notfallkompetenzen (seite 38)

  • ab 8 Jahren
  • 3 Punktionsversuche (Anzahl und Ort müssen dokumentiert werden)
  • punktiert werden dürfen nur subkutane Venen im Bereich des Handrückens, des Unterarms und 1 Ellenbeuge
  • an einem schwer verletzten Arm darf kein Venenzugang gesetzt werden
  • Vermutliche/offensichtliche Brüche/Verrenkungen/Verstauchungen/Va Durchblutungsstörungen/Thrombose/gelähmter Arm/infektionsgefährdenden Wunden/Kontrakturen/Hautveränderungen nach Verbrennung/ Verätzung/Ödem-Stellen, Shunt Hand

Zentralvenöser Katheter (Seite 39)

erhält seinen Namen daher, dass die Spitze des Katheters in einer zentralen Vene unmittelbar vor dem re Vorhof zu liegen kommt.

Punktionsvenen: V.basilica, V.cephalica, V.femoralis, V.jugularis interna + externa, V.subclavia, V.anonyma

Präklinisch wenig Vorteile ggü eines peripheren Katheters

Physologische Grundlagen venöse Zirkulation (Seite 39)

Bei der venösen Zirkulation spielen neben der maßgeblichen Pumpleistung des Herzens die Muskelpumpe und die Druckverhältnisse im Brustraum eine wesentliche rolle. In Abhängikeit von der Schwerkraft fördern Bewegungen der Muskulatur (Muskelpumpe an den Waden), die Venenklappen und die Pulsationen der benachbarten Aterien den Blutrückstrom zum Herzen. Beim gesunden Menschen sind im Stehen die Haldvenen kollabiert (nicht zu sehen) Die Druckverhältnisse im Thorax werden durch die Atmung verändert. Die Inspiration unterstützt den venösen Rückstrom. Durch Senkung des Zwerchfells wird der Bauchraum verkleinert., der Druck im Bauchraum erhöht und das venöse Blut Ro Herz gepresst. Der intrathorokale Raum wird vergrößert, der intrapleurale Druck wird erniedrigt und der zentrale Venendruck sinkt.

Zentralvenöser Druck (Seite 39)

Der zentralvenöse Druck wird über zentralvenöse Katheter gemessen., die in der V. superior (obere Hohlvene) liegen. In Rückenlage entspricht der Druck in der Hohlvene jenem des re Vorhofs. Dieser Druck kann mit dem enddiastolischen Druck in der re Kammer gleichgesetzt werden. Über diesen gelingt die Abschätzung des Füllzustandes und somit der Vorlast. Der ZVD misst jedoch nur den Druck im Gefäß, dieser sagt nichts über die Größe des Volumens aus. Desshalb muss der Druck von Außen subdrahiert werden. Der Umgebungsdruck= gleichzusetzen mit intrathorokalen/intrapleuralen Druck. Bei Spontanatmung negativ bei Beatmung jedoch positiv. Dehnbarkeit des re Herzens = Pat spezifisch Normalwert 3-12cm H2O bzw 2-8mm HG

Ursachen eine Erniedrigung/Erhöhung des ZVD (Seite 40)

Erniedrigung: Hypovolämie

Ehöhung

  • Hypervolämie
  • re Herzinsuffizienz, li Herzdekompensation
  • Lungenembolie
  • chronisch obstruktive Lungenkrankheit
  • Herzbeuteltamponade
  • intrathorokale Druckerhöhung durch Spannungspneu od Peep Beatmung
  • intraabdominelle Druckerhöhung

Druckerhöhung um 10mm Hg führt zu Organschäden

 

Indikation der zentralvenösen Punktion (Seite 40)

präklinisch in den Hintergrund gerückt da A sterile Arbeitsweise und B Zeit. Wenn kein Zugang über periphere Vene dann wird als 2. Wahl i.o. herangezogen. Oft wird v. jugularis externa als Punktionsort gewählt.

Indikationen: Infusionen mit Zufuhr großer Flüssigkeitsvolumina, parenterale Ernährung, Volumenersatz kann überwacht werden, ZVD Messung, Blutabnahme, Herzschrittmachersonder kann eingeführt werden

Vorteile: Medikamente direkt ich den zentralen Kreislauf, hochkalorische Substanzen und Katecholamine (über perip. Zugang nicht verträglich), ZVK kann llänger belassen werden

Nachteile: Zeitaufwand, Hämatome, Pneumothorax, Hämatothorax, Gefäß-/Nerven-/Lyphgefäßverletzungen, Luftembolie, Herzrhythmusstörungen,Phlebothrombose

Punktionsstellen für ZVK (Seite 41)

peripher: V.cephalica, V. basilica, V. femoralis Nachteil: Katheter relativ lang und somit nicht geeignet für schnelle Volumenersatztherapie. Bei Volumenmangelschock kollabierte Venen in der Ellenbeuge

  • V. Subclavia
  • V. anonyma
  • V. femoralis
  • V. jugularis externa+Interna

Allgemeine Vorgangsweise bzw Technik beim Legen eines ZVK (Seite 41)

Auswahl der Vene, Lagerung des Pat, sterile Handschuhe und Mundschutz, Hautstelle grundlich desinfizieren, steril abdecken, Lokalanästhetikum verabreichen, Einführungskanüle einstechen bis Blut aspiriert, Stahlkanüle zurückziehen und sicher entfernen, über Einführungskanüle wird Seldinger Draht in die Vene eingeführt, mit Dilatators wird Punktionsstelle aufgedehnt um Katheter mittels Seldinger Draht bis zur richtigen Lage bringen zu können, Draht entfernen und Katheter am Körper fixieren. Danach muss Blut aspiriert werden um restliche Luft aus dem Katheter zu entfernen. Abschließend 3-Wege-Hahn und Verlängerungsschlauch - Infusion anschließen

Relevante anatomie des ateriellen/Venösen Systems (Seite 42)

Punktion der V. jugularis Externa (Seite 43)

Anatomie: Die V. jugularis ist eine oberflächliche Halsvene mit sehr variablen Verlauf. Sie zieht am Hinterrand des M sternocleidomastoidens (Muskel Hals/Nacken) und mündet entweder in die V. brachiocephalica, die V. jugularis interna oder V subclavia. Aufgrund der Nähe zur zentralen Venen wird sie nicht zu den peripheren Venen gezählt.

Punktion= am einfachsten, wenigsten Komplikationen Technik►Kopf wird flach/tief gelagert und leicht zur Gegenseite geneigt. Distal der Punktionsstelle wird Vene mit den Fingern kombrimiert. Stelle sollte nicht zu tief gewählt werden. Technik analog zum peripheren Zugang

Punktion V. Femolaris (Seite 43)

= komplikationsärmste Methode, erfordert keine Unterbrechung der CPR, auch in schweren Schocksituationen offen und kollaboiert nicht.

Anatomie: Femoralvenen ziehen unter dem Leistenband durch und liegen medial der A. femoralis

Technik: A. femoralis unterhalb des Leistenband wird ertastet - Vene bedindet sich 1cm medial davon in leicht, schräger, proximaler Richtung

Punktion der V. subclavia (Seite 43)

Nachteil: hohe Komplikationsrate, beidseitige Punktionsversuchen ist dringend abzuraten (beidseitiger Pneumothorax induzierbar) Bei Thoraxverl - traumatisierte Seite bevorzugen

Anatomie: V. subclavia ziehm vom lateralen Rand der 1. Rippe nach hintzen zum medialen Drittel des Schlüssekbeins (clavicula) wo die sich mit der V. jugularis interna zu V. brachiocephalica vereinigen. Die beiden bilden dann zusammen die V cava superior. Da das Gefäß durch Bindegewebe fixiert wird, kollabiert es im Volumsmangelschock nicht

venöse Gefäße

Punktion der V Jugularis interna (Seite 44)

technisch schwieriger (erst 2./3. Wahl) Zugang führt zu einer Behinderung des zerebralen Blutflusses (nicht bei SHT legen)

Anatomie: zieht im Gefäßnervenstrang des Halses, wird vom M.sternocleidomastoideus bedeckt und vereinigt sich hinter dem Sternoklavikulargelenk mit der V. subclavia. Die Vene liegt lateral und oberflächlicher als die A. carotis communis. Die re Vene (gerader Verlauf) sollte ggü der li bevorzugt werden.

Hygienische und pflegerische Aspekte ZVK (Seite 45)

Vor und nach Pat Kontakt Händedesinfektion, sterile Handschuhe - vor jeder Medikamentenapplikation wird durch Aspiration die Durchgängigkeit überprüft. Nach jeder Blutabnahme, Med.applikation mind. mit 10ml NaCl spülen. Verband über Katheter muss täglich überprüft werden, kein Zurückziehen des Katheters. Verbandswechsel spätestens nach 2-3 Tagen. Neuer Verband unter aseptischen Bedingungen. Liegedauer grundsätzlich so kurz wie möglich.

Komplikationen mit zentralen Venenkatheter (Seite 46)

punktionsbedingt ►Pneumo-/Hämato-/Chylothorax, bei frustranen Versuch auf keinen Fall gleich die Seite wechseln. Niedriger intrathorokaler Druck ggü Umgebungsdruck kann zu einer Luftembolie führen. Punktionsnadel/Katheter muss nach Außen immer verschlossen sein (DWH), lokalen Hämatomen, Aterien-/Nervenverletzungen, Gefäß-/Herzwandperferationen (Vorschieben gegen einen Wiederstand verboten) Rhythmusstörungen (Katheterfehllage) Katheterembolie (Unsachgemäßes Zurückziehen - Stück vom Katheter wird abgerissen - fungiert als Embolus) Thrombose/Phlebothrombose/Kathetersepsis ►Spätkomplikationen

Weiter Zugangswege - Shunt (Seite 46)

Bei Dialysebehandlung wird ein Blutfluss von 250-350ml/min benötigt, herkömmliche Venen dadurch nicht geeignet. Punktion von Aterien wäre schmerzhaft und gefährlich. Bei Dialysepat wird spezieller Gefäßzugang operativ angelegt (Shunt/AV Fistel). Shunt verbindet eine Aterie mit einer Vene. Durch den Blutfluss der Aterie wird die Vene dicker

Weitere Zugangswege Port-a-Cath (Seite 46)

= subkutan implantierbares Langzeit-Kathetersystem sichert einen permanenten und wenig schmerzhaften Gefäßzugang zu zentral venösen Gefäßen. Port-a-Caths werden mit lokaler/Vollnarkose implantiert und am M. pectoralis fixiert. Besteht aus einer Injektionskammer von dort aus verläuft der Katheter in eine zentrale Vene (re V. basilica, re V. subclavia, re. V.jugularis) System ist nach Außen durch einen Silikonmembran verschlossen (kann ca 5.000 angestochen werden) Zum Anstechen Huber-Kanülen

Indikationen: Chemotherapie 8länger), dauerhafte Verabreichung von venenreizenden Medikamenten (Natriumcarbonat, Kalium) Langzeiternährung, Schmerztherapie, Blutabnahme

Abb Port-a-Cath Systeme (Seite 48)

Aterielle Gefäßzugänge (Seite 49)

Punktion und Katheterisierung sind Internsivstationen vorbehalten. Aterielles Monitoring ►Intensivtransporte, hier benötigt man jedoch eigene Geräte

Indikation aterielle Gefäßzugänge (Seite 49)

kontinuierliche Blutdruckmessung und Blutgasanalysen

  • Blutverlust
  • Eingriffe am Herzen oder Herznähe
  • Hirnstamm
  • Patienten mit kardiopulmonalen Vorerkrankungen
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Polytrauma
  • beatmete
  • schockierte Patienten

Technik beim Setzen ateriellen Zugang (Seite 49)

punktiert wird A. radialis (üblicherweise) A. dorsalis pedis, A. femoralis

zuerst muss überprüft werden ob die Kollateralgefäße (Nebenäste) versorgt werden mittels "Allen-Test" A. radialis und A. ulnaris werden abgedrückt nach 30sek wird nur A. ulnaris freigegeben. Die Reperfusionszeit sollte 7-15sek sein. Wenn darüber sollte keine Punktion durchgeführt werden.

Aterielle Gefäße in den Armen (Seite 50)

Komplikationen bei ateriellen Zugängen (Seite 51)

  • Infektionen
  • Gefäßspasmen
  • Thrombosierung
  • Nervenläsion
  • Aneurysmabildung

Wenn keine ausreichende Kollateralisierung ►Ischämie mit Nekrose

Indikationen intraossäre Zugänge (Seite 53)

Bei allen Patienten, bei denen kein i.v. Zugang appliziert werden kann. Es können die gleichen Medis/Infusionen wie bei i.v. injeziert werden. Es gelten auch dies selben Dosierungen.

Technik beim Setzen / Punktionsorte i.o. (Seite 53)

Vor dem Setzen ►Lokalanästhetikum (Periost sehr schmerzempfindlich)

Punktionsorte:

  • Proximale Tibia (Schienbein)
  • Distale Tibia
  • Distaler Femur (Oberschenkel)
  • Proximaler Humerus (Oberarm)
  • Beckenkamm
  • Brustbein (nicht bei Kindern)

Proximaler intraossärer Zugang (Seite 54)

Punktionsstelle: Tibiovorderkante ca 2 Querfinger unterhalb der Tuberositastibiae. Bein stabil lagern, Knie leicht gebeugt und nach Außern rotiert-unterpolstern wenn möglich. Haut desinfizieren, steriles Lochtuch, sterile Handschuhe, mit i.o Nadel unter leichten Druck und Drehbewegungen durchbohren. Stichrichtung senkrecht zur Hautoberfläche/leicht distal (weg von der Wachstumsfuge) nach 1-2cm Wiederstandsverlust (=Erreichen des Markraums) Knüle mit einer Hand festhalten, mit der anderen Trokar entfernen. Richtige Lage ►Aspirationsversuch mit 10ml Spritze (wenn ok kommt Blut und Knochenmark) Probeinjektion mit NaCl muss leicht zu spritzen sein. Nadel steril fixierem und Infusion anschließen

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