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Flashcards
Zellzyklus - Phasen
Interphase G1, S, G2
Teilungsphase M
Mitose - Phasen
Interphase, Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase
G0 Phase, Ruhephase
- Nur ein Teil der vorhandenen zellen befindet sich im Teilungszyklus. Der Rest bildet ein Ruhe-Pool. Das Verbleiben der Zelle in dieser Phasewird durch aktive Repression der Mitose-Gene bewirkt.
- Solide Tumoren: 90% der Tumorzellen in G0, bei einigen malignen Systemerkrankungen jedoch nur 10%
G1 Phase, Wachstumsphase 1
Synthese von RNA und Zellorganellen, Zelle wächst
G1-Checkpoint (1. Restriktionspunkt)
Zelle gross genug? Günstige Umweltbedingungen?
S-Phase, Synthesephase
DNA wird genau einmal repliziert um den Chromosomensatz zu verdoppeln
G2-Phase, Wachstumsphase 2
Chromosomen liegen als Chromatiden vor, Teilungsebene wird festgelegt
funktional gesehen ein Sicherheitspuffer, bevor die Zelle in die M-Phase geht
G2-Checkpoint (2. Restriktionspunkt)
DNA vollständig und korrekt repliziert?
Checkpoint 1 Kontrolle:
wesentlich durch das Protein p53 - das zu den Tumorsuppressorgenen gehört
p53 unterbricht den Zellzyklus so lange, bis ein Gendefekt repariert ist. Gelingt die Reparatur nicht, löst p53 die Apoptose aus.
Mutationen am p53 Gen zeichnen sich durch besonder bösartiges Wachstum aus, rasche Metastasierung, geringe 5-Jahres Überlebenschance
Proto-Onkogen
Genabschnitte, deren Produkte an der Zellteilung und Wachstumsregulation beteiligtsind (Wachstumsfaktoren oder -Rezetoren)
Onkogene
proto-Onkogene, die mutieren oder verstärkt exprimiert werden
Umwandlung zu Onkogenen - ausgelöst durch
- Karzinogene
- Genamplifikation
- Translokation des Proto-Onkogens
- Infektion mit onkogenen Viren
Telomere und Telomerase
Ein grund für die verringerte Apoptose und damit die Unsterblichkeit der Tumorzelle kann in einer erhöhten Telomeraseaktivität liegen:
- Chromosomenenden bestehen aus speziellen DNA-Sequenzen (Telomere) die sich bei jeder Replikation verkürzen
- Sind die Telomere kritisch kurz, wird die Zellteilung unmöglich und die alte Zelle stirbt beim erneuten Versuch, sich zu teilen
- Tumorzellen haben ein spezielles Enzym, die Telomerase, welche die Länge der Telomere stabil hält - Immortalisierung (Unsterblichkeit)
Unterstützende Therapien
4. Behandlung der Zytostatika-induzierten Diarrhö
va. bei 5-Fluoruracil - Loperamid (Imodium)
Tumorätiopathogenese
in einer Zelle muss mehr als eine Veränderung erfolgen, damit sich ein manifester Tumor entwickelt.
Die Entstehung von Tumoren ist uneinheitlich und im einzelnen noch nicht vollständig geklärt.
- erbliche Disposition ist oft mit einer gestörten Immunfunktion kombiniert
- bei einigen Geschwulsten wird das Wachstum durch Hormone gefördert
Tumorätiopathogenese
neben endogenen Ursachen kommen exogene Noxen in Frage:
- ionisierende Strahlen und UV-Licht
- chemische Karzinogene
- lokal reizende Stoffe (z. B. Asbeststaub)
- onkogene Viren
Untestützende Therapien
1. Ausreichende Ernährung
per oral, Magensonde, parenteral, hyperkalorisch
Unterstützende Therapien
2. Antiemetika
v. a. vor, während und nach der Chemo
- leichte Übelkeit Metoclopramid (Primperan,Paspertin)
- schwere Übelkeit (Zofran)
- zus. Dexamethason (Steroid)
Unterstützende Therapien
Schmerztherapie
nach WHO Stufenschema
Unterstützende Therapien
Prophylaxe einer Harnsäurenphropathie
viel Flüssigkeit
Allopurinol
Unterstützende Therapien
Prophylaxe von Nierenschäden
va. durch Cisplati
erhöhte Trinkmenge und forcierte Diurese
Unterstützende Therapien
Therapie der Veränderungen im Blutbild durch die Beeinträchtigung der Blutbildung im Knochenmark
- weisse Blutkörperchen - Anstieg desInfektrisikos
- rote Blutkörperchen - Anämien
- Thrombozyten - Thrombopenien, welche die Blutungsneigung erhöhen
Unterstützende Therapien
Prophylaxe von Infektionen
- Händedesinfektion, Katheterismus, etc.
- Keimarme Räume
- ev. Abschirmen durch Gabe von Breitband-Antibiotika
- Antimykotika
Unterstützende Therapien
Biphosphonate
-Behandlung von Hyperkalzämie, Knochenschmerzen, Knochenmetastasen
- Aleendronat, auch Kombi mit Vitamin D
Untestützende Therapien
Schleimhautschutz
- Prävention von Schleimhautentzündungen im Mund- und Halsbereich
- Mundschleimhaut, Zähne und Zunge feucht halten
Unterstützende Therapien
Haarausfall
- Perücke od. Kopfbedeckung?
- Kosmetische Massnahmen (Augenbrauen)
Unterstützende Masssnahmen
Massnahmen bei Haut- und Nagelveränderungen
Pflegende Lotionen, Öle, Waschemulsionen bei trockener juckender Haut
Hand-Fuss-Syndrom
Harnstoffhaltige Lotionen, Cortisonhaltige Cremen oder antiallergische Präparate bei Ekzemen
Probleme bei der Chemothrapie
- alle sich teilenden Zellen sind betroffen - KM-Depression, Teratogenität, Stöerungen der Fertilität, Wundheilung, Wachstum
- zytostatika können selber karzinogen wirken
- grosser Zellzerfall bewirkt Harnsäureanstieg - Gicht, Nierenschäden
- Nausea, Erbrechen
- Resistenz
Die Anwendung von Zytostatika erfolgt...
- meist als Polychemotherapie mit mehreren Subsanzen damit die Zellen in möglichst allen Teilungsphasen getroffen werden
- selten als Monotherapie
- oft zusammen mit einer Strahlentherapie
- oft zusammen mit Antihormonen, Antikörpern
- oft zur Vorbereitung auf eine Stammzell- oder KM-Transplantation
Wirkungsmechanismus Antimetaboliten
Blockieren vorwiegend Nukleinsäuresynthese in der S-Phase des Zellzyklus oder andere wichtige Stoffwechselwege der Zelle
Wirkungsmechanismus Alkylierende Stoffe
Alkyliantien bauen Alkylgruppen in die DNA ein. Nach Aktivierung reagieren diese Stoffe vor allem mit Guanin und führen zu multiplen Veränderungen der DNA (Vernetzung von DNA-Strängen, abnorme Basenpaarungen und Spaltung von DNA-Ketten)
Folge: Nukleinsäure-Replikation und dadurch die Zellteilung wird beeinträchtigt
Wirkmechanismus - Topoisomerase-Hemmer
Topoismerasen sind zuständig für die Verdrillung der DNA, um sie in den Zellkern packen zu können. Sie sind die Voraussetzung für die DNA-Replikation und haben erhöhte Aktivität in Tumorzellen.
Topoisomerase I: macht Einzelstrangbrüche. Sie spaltet lediglich einen Strang der doppelsträngigen DNA und erlaubt damit eine freie Rotation des Gegenstranges.
Topoisomerase II: macht Doppelstrangbrüche. Sie bindet an beide DNA-Stränge, spaltet sie temporär und ermöglicht dadurch eine Rotation.
Topoisomerase-Hemmer
Wirkung im Körper
hemmung der Topoisomerasen im Körper führt dazu, dass der stabilisierte Komplex aus Topoisomerase und DNA Strangbrüche hervorruft und deswegen die Zelle stirbt.
Negativ ist, dass insbesondere Hemmstoffe der Topoisomerase II die Entwicklung von Zweittumoren und Zweitleukämie begünstigt.
Wirkmechanismus Mitose-Hemmstoffe
Eine Hemmung des Zellzyklus ist durch Blockade der Mitose möglich. Mitose-Hemmstoffe betreffen den aus Mukrotubuli bestehenden Spindelapparat, welcher die Zellteilung betrifft. Pharmaka können den Aufbau der Kernspindeln hemmen, den Abbau blockieren.
Wirkmechanismus Zystostatisch wirksame Antibiotika
Einige Antibiotika, die wegen ihrer toxischen Eigenschaften nicht zur Behandlung bakterieller Infektionen verwendet werden, haben Eingang in die Therapie als Zytostatika gefunden.
Behandlung sexualhormonabhängiger Tumoren
- ablative Therapie: Keimdrüsen werden entfernt
- additive Therapie: Applikation von Hormonen, die in den Regelkreis eingreifen und die endogene hormonproduktion hemmen
- kompetitive Therapie: Behandlung mit Hormonantagonisten
Wirkmechanismus
Hormone und Hormonantagonisten
Bei einigen Tumoren ist das Wachstum hormonabhängng: bsp. Prostata-, Mamma-, Uteruskarzinome. Die Blockade der Hormonwirkung führt zu einer Wachstumseinschränkung.
Hormone und Hormonantagonisten sind keine Zytostatika im eigentlichen Sinne, deren Entdifferenzierung noch nicht zu weit fortgeschritten ist (d. h. die Tumorzellen noch Hormonrezeptoren besitzen).
Behandlung sexualhormonabhängiger Tumoren
- ablative Therapie: Keimdrüsen werden entfernt
- additive Therapie: Applikation von Hormonen, die in den Regelkreis eingreifen und die endogene hormonproduktion hemmen
- kompetitive Therapie: Behandlung mit Hormonantagonisten
Sonstige Zytostatika
Neue und neuere Therapieformen:
- Therapie mit Antikörpern
- Angiogenese-Hemmstoffe: Thalidomid
- Apoptose-Aktiviereung: Liganden von CD95
- Gen-Therapie (p53, Antisense-Nukleotide)
- Immunmodulierende Substanzen
- Hemmstoffe der Signalübermittlung