Pflegewissenschaft

02 GM 07 Pflegewissenschaft

02 GM 07 Pflegewissenschaft


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pflegewissenschaft auf Universitätsniveau. Sie behandeln verschiedene Forschungsansätze, Methoden und ethische Grundsätze, die in der Pflegeforschung Anwendung finden. Die Karteikarten beleuchten auch die historische Entwicklung und die Bedeutung der Pflegeforschung für die Praxis. Studierende und Fachkräfte der Pflege können von diesen Inhalten profitieren, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und evidenzbasierte Pflege zu fördern.
Cartes-fiches
47
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
29.09.2016 / 13.04.2025

Cartes-fiches

Wozu braucht es Pflegewissenschaft: 

- Zunahme chronischer Erkrankungen
- Steigende Pflegebedürftigkeit
- Pflege wird weniger durch die Familie abgedeckt 

Definition Job: 

- Job (Gelegenheitsarbeit) ist (meist befristete) Arbeit, die man macht, um (in erster Linie) Geld zu verdienen. 
- Job; eine Arbeit, in der man für relativ kurze Zeit Geld verdient. 

Definition Beruf: 

- eine freie, möglichst kontinuierlich ausgeübte, vorwiegend auf Eignung und Neigung gegründetet, erlernte und spezialisierte sowie entgeltliche Dienstleistung, die als Funktion einer arbeitsteilig oganisierten Wirtschaft der Befriedigung materieller oder geistiger Bedürfnisse dient. 

Merkmalstheoretischer Ansatz, Kriterien einer Profession: 

- Eine einheitliche akademische Ausbildung
- Autonomes Handeln unter Anwendung systematisierten Spezial- und Fachwissens - Expertentum
- Zentralwert und gesellschaftliches Mandat
- Eigene Fachsprache
- Spezialisierungsprozess durch Fort- und Weiterbildung während der Berufsausübung
- Organisation in Berufsverbänden
- eigenständige Berufsethik 

Ziele der Pflegeforschung: 

- Schaffugn von Wissensgrundlagen zur Verbesserung der Pflege und damit der Situation der Pat.
- Schaffung von Grundlagen für die Theorieentwicklung
- Anpassung und Weiterentwicklung der Forschungsmethoden, speziell für pflegewissenschaftliche Fragestellungen
- Entwicklung von Instrumenten zur Erfassung pflegerelevanter Phänomene
- Professionalisierung und berufliche Emanzipation der Pflege 

Forschungsanwendung: Barrieren/hinderde Faktoren: 

- Merkmlae der Pflegeforschung
- Merkmale der Pflegefachpersonen
- Merkmale der Organisation
- Merkmale des Pflegeberufs 

Forschungsanwendung: Fördernde Faktoren: 

- Positive Einstellung (Neugierde)
- Vermehrtes Wissen über Forschung und Forschungsanwendung
- Institutionen wie z.B. Universitätsspital (Forschungsauftrag
- Lesen von aktueller Literatur 

Induktion: 

Das Schliessen von Besonderen (Einzelfall) auf das Allgemeinde. Mit induktiven Methoden werden Tatsachen durch Beobachtung ermittelt und daraus theoretische Überlegungen oder Theorien abgeleitet. 

z.B. Herbert ist ein Fisch und lebt im Wasser, also Leben alle Fische im Wasser. 

Deduktion: 

Das Ableiten des Besonderen aus dem Allgemeinen; ausgehend von theoretischen Ansätzen werden Prognosen (Hypothesen) abgeleitet, die dann empirisch geprüft werden. 

z.B. Fische leben im Wasser, Herbert ist ein Fisch, also lebt er im Wasser.

Wissenschaft: 

Unter Wissenschaft versteht man das einerseits alle Aktivitäten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnisse abzielen, also auf das Forschen und das Entwickeln von Theorien. Andererseits versteht man darunter die Gesamtheit der Ergebnisse, die auf diesem Weg gewonnen werden. Charakteristisch dabei ist ein methodisches Vorgeheb beim Sammeln, Beschreiben und Ordnen des Materials, aus dem man Erkenntnisse gewinnt. 

Forschung: 

Forschung ist der Versuch, das Wissen in einem bestimmten Gebiet durch systematische wissenschaftliche Methoden zu vermehren. 

Pflegeforschung: 

Krankenpflegeforschung ist Forschung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens, in dem Pflegende einen grossen Teil der Verantwortung tragen. Krankenpflegeforschung bemüht sich das Wissen zu vermehren, das Pflegende benötigen, um effektiv wirken zu können.

Definition Grundlagenforschung: 

Laut Brockhaus bedeutet Grundlageforschung: die auf neue Erkenntnisse gerichtete Forschung, ohne unmittelbar auf. Praktische Anwendug hin orientiert zu sein. Sie beschäftigt sich in erstet Linie mit nachvollziehbaren Experimenten, Modellen und Theorien, die einen Denkansatz für weitere Forschungen oder Anwendungen in der Industrie darstellen. 
Diese Forschung ist nicht zielgerecht und wird meist nur durch das Verlangen nach noch mehr Wissen vorangetrieben. 

Grundlagenforschung schafft Wissen - worauf angewandte Forschung aufbauen kann. 

Definition angewandte Forschung: 

Im Gegensatz zur Grundlagenforschung verfolgt die angewandte Forschung ein konkretes Ziel und die Forschungsergenisse weisen einen praktischen Nutzen auf. Die Wissenschaftler verwenden bei ihrer Forschung Ergebnisse der Grundlagenforschung und versuchen bestimmte Problemstellung zu lösen. 

Definition qualitatife Forschung: 

Ein Forschungsansatz, mit dem man Phänomene des menschlichen Erleben möglichst ganzheitlich und von innen heraus (subjektiv) erfahren und verstehen möchte. Man bedient sich dabei offener, nicht standardisierter Erhebungsverfahren und interpretativer Auswertungsmethode. Ziel ist es, theoretische Konstrukte über diese Phänomene entwickeln. 

Definition quantitative Forschung: 

Ein Forschungsansatz, theoriegeleitet ist und der sich standardisierter Erhebungsmethoden und statistischer Auswertungsverfahren bedient. Man möchte dabei möglichst objektive numerische Daten produzieren und daraus allgemein gültige Aussagen. 

Gegenüberstellung des quantitativen und qualitativen Forschungsansatz: 
Wahrheitsverständnis: 

Quantitativer Ansatz: 
- Wahrheit ist objektive und kann von Forschern gemessen werden. Jeder nimmt sie gleich war. 

Qualitativer Ansatz:
- Wahrheit ist subjektiver. Wahrheit und Wirklichkeit ist das, was von einem Individuum wahrgenommen und den Forschern mitgeteilt wird. Wahrheit ist immer vom Zusammenhang abhängig, in dem sie steht. 

Gegenüberstellung des quantitativen und qualitativen Forschungsansatz: 
Auffasung der Forscher: 

Quantitativer Ansatz: 
- Menschen sind Wesen, die sicha uf Grund biologischer, psychologischer und sozialer Merkmale unterscheiden. 

Qualitativer Ansatz:
- Menschen sind komplexe Wesen, die ihrer Lebenssituation eine ganz bestimmte Bedeutung geben. Sie unterscheiden sich auf Grund ihres persönlichen Ausdrucks. 

Gegenüberstellung des quantitativen und qualitativen Forschungsansatz: 
Ziel: 

Quantitativer Ansatz:
- Kausale Ursachen klären, Beziehung zwischen Daten und Zahlen beschreiben, allgemein gültige Voraussagen machen. Wollen klären.

Qualitativer Ansatz:
 - Phänomene des menschlichen Erlebens möglichst ganzheitlich und von innen heraus (subjektiv) erfahren und verstehen. Wollen verstehen. 

Gegenüberstellung des quantitativen und qualitativen Forschungsansatz:
 Vorgehen: 

Quantitativ:
- Deduktiv, von der Theore ausgehend. Hypothesen werden geprüft. 

Qualitativ:
- Induktiv, theoriebildend 

Gegenüberstellung des quantitativen und qualitativen Forschungsansatz:
Stichprobe und Datensammlung: 

Quantitativ:
- Zufallsstichprobe, möglichst grosse Probenzahl und viele Daten. Mit standardisierter Datensammung und Auswertungstechniken. (Statistik)

Qualitativ:
- Wenige Teilnehmer werden gezielt gewählt. Offene, nicht standardisierter Erhebungsverfahren (individuelle Beobachtung, nicht- oder halbstrukturierte Interviews usw.) 

Ablauf des Forschungsprozesses: 

Phase 1: Die konzeptionelle Phase:
- Formulieren und Abgrenzen des Problems
- Sichten der Literatur
- Definieren des theoretische Bezugsrahmen
- Formulieren von Hypothesen

Phase 2: Die Design und Planungsphase
- Auswahl eines Forschungsdesigns
- Population Auswahl und Stichprobenplan
- Methoden zur Messung der Forschungsvariablen
- Polotstudie

Phase 3: Die empirische Phase:
- Datenerhebung

Phase 4: Die Analysephase:
- Datenanalyse und Interpretation

Phase 5: Die Verbreitungsphase:
- Mitteilen der Ergebnisse 

Definiton Hypothese: 

Eine Aussage, von der man vermutet (aber nicht weiss), dass sie richtig ist.

Variable:

Sind zu untersuchende Faktoren oder Merkmale eines Konzeptes, die in einer Untersuchung überprüft werden.

Unabhängige Variable: 

Ist diejenige Variable, die in einer experimentelle Untersuchung bewusst hineingetragen und verändert wird (manipuliert), um die Auswirkungen auf die abhängige Variable beobachten zu können. 

Abhängige Variable: 

Ist die in der Forschung (speziell in Experimenten) gemessene Reaktion (Verhalten, Ergebnis) von der man annimmt, dass sie durch die unabhänige Variable verändert wird.

Population: 

Die Gesamtheit aller Personen oder Dinge, die ien bestimmtes Merkmal aufweisen (z.B. alle an Diabetes erkrankten Personen in der Schweiz). Die gesamte Zielgruppe einer Erhebung, aus der eine Stichprobe gezogen wird. 

Stichprobe: 

Ein Teil der Population (Auswahlkriterien definiert) 

Randomisieren: 

Eine Zefallsverteilung der Teilnehmer einer Studie auf die Versuchs- und Kontrollgruppe 

Repräsentativ: 

Bedeutet, dass die Stichprobe die Population widerspiegelt, dass sie ihr entspricht. Repräsentativ im strengen Sinn sind nur Stichproben, die nach dem Zufallsprinzip gebildet wurde. 

Quantitative Designs: 

Experiment: Randomisierung, Manupulation der unabhängigen Variable, Kontrolle, Messung der abhänigen Variable.

Quasiexperiment: experimenteller Aufbau, es fehlen ihnen jedoch ein oder mehrere für ein klassisches Experiment, charakteristische Merkmale wie z.B. die Kontrollgruppe, die Zufallsverteilung der Versuchsgruppe

Nichtexperiment: Keine Manipulation von Variablen,

Querschnitt: Datenerhebung erfolgt zu einem Zeitpunkt

Längenschnitt: Datenerhebung erfolgt zu mehreren Zeitpunkten über einen längeren Zeitraum hinweg. 

Wissensquellen: 

- unstrukturiert:
- Erfahrung
- Authorität / Tradition
- Versuch und Irrtum
- Intuition 

- strukturiert: Logisches Denkent
- Deduktion
- Induktion 
 

Qualitative Designs: 

Phänomenologie: Erlebte Erfahrungen von Menschen in ihrer Eigenwelt verstehen.

Groundet Theory: Schaffung von erklärenden Theorien für das menschliche Verhalten. Es geht dabei um das Verständnis von Verhalten und das Erforschen von sozielen Prozessen. 

Ethonografie: Beschreibung kultureller Gruppen oder Lebenswelten

Historische Forschung: Bericht über vergangene Ereignisse und ihrer Deutung.

Ethische Anforderungen an die Konzeption und Durchführung von Studien: 

1. Eine Studie muss gesellschaftlichen Wert aufweisen
2. Eine Studie muss die Anforderungen wissenschaflticher Methodik erfüllen
3. Die Studienteilnehmenden müssen fair ausgewählt sein
4. Das Risiko-Nutzen-Verhältnis muss günstig sein
5. Es muss eine unabhängige Begutachtung stattfinden
6. Die Studienteilnehmenden müssen freie und informatierte Einwilligung in die Studienteilnahme gegeben haben
7. Die Studienteilnehmenden muss durch die gesamte Studiendauer und nach Abschluss der Studie Respeckt entgegengebracht werden. 

Die Ethik Komission:

Wer: verschiedene relevante Berufsgruppen
Aufgabe: Beurteilung von Forschunsprojekten unter ethischer Sicht
Zweck: Einhaltung von ethischen Standards
Aber: Können Studien nicht verhindern 

Güterkriterien qualitativer und quantitativer Forschung: Quantitativer Ansatz: 

Objektivität: Zeigt an, wie unabhängig die Testergebnisse von der Interviewerin oder Auswerterin sind.
 

Valitität (Gültigkeit): Zeigt an, ob ein Messinstrument tatsächlich das misst, was es messen soll

Reliabilität (Zuverlässigkeit): Zeigt an, ob wiederholte Messungen eines Gegenstandes oder Vorgangs mit einem Messinstrument immer die gleichen Werte liefern. 

Güterkriterien qualitativer und quantitativer Forschung: Qualitativer Ansatz: 

Glaubwürdigkeit; Die Korrektheit der Befunde aus der Sicht der Teilnehmerinnen und anderer Mitglieder der wissenschaflichen Disziplin. 

Folgerichtigkeit; Die Arbeit ist von der Forschungsfrage bis zur Auswertung nachvollziehbar (Verfahrenskodumentatkion) 

Angemessenheit: Genauigkeit mit der wircklichkeit der Teilnehmerinnen wiedergegeben wird. 

Pflegefachpersonen sind Forschungsandwenderinnen: 

Forschungsbezogene Aktivitäten für Pflegefachpersonen: 
- Teilnahme an einen Journalclub
- Telnahme an Fachtagungen mit Präsentationen von Forschungsergebnissen
- Informieren und Beraten von Pat. hinsichtlich der Teilnahme an Studien
- Assistenz beim Erheben forschungsbezogener Informationen
- Überprüfen eines Forschungsplanes hinsichtlich seiner Umsetzbarkeit in der Praxis
- Nutzung von Forschung durch Integration von Forschungsergebnissen in die Pflegepraxis
- Abonnieren einer Fachzeitschrift z.B. Pflegezeitschrift
- Fragen stellen. 

Pflegeforschung bezieht sich auf vier Bereiche: 

- Pflegepraxis
- Pflegemanagement
- Pflegepädagogig
- Pflegegeschichte 

Pflegeforschung und der Bezug zur Praxis: 

- Forschungsfragen kommen aus der Praxis
- Untersuchung finden im PRaxisfeld statt
- Pflegende nehmen an Untersuchungen teil
- Forschungsergebnisse sind den Pflegekräften zugänglich
- Forschungsergebnisse werden in der Praxis umgesetzt. 

Étudier