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Felix Klare
Diese Lernkarten behandeln die Pflanzenernährung auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf die Vor- und Nachteile von Düngemitteln, deren Einsatz und die Verbesserung der N-Effizienz. Sie erläutern Methoden zur Prognose des Düngebedarfs, wie die Boden- und Pflanzenanalyse, sowie die Bestimmung der Nährstoffgehalte in Wirtschaftsdüngern. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biologie, die sich mit der praktischen Anwendung von Düngemitteln und deren Auswirkungen auf die Pflanzenernährung auseinandersetzen.
Karten
27
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.01.2013 / 19.11.2015

Lernkarten

Was passiert wenn die Luftfeuchtigkeit im Düngerlager zu hoch ist und welche Gegenmaßnahme ist möglich ?

verbackene Deckschichten.

Lösungen: Abdecken der Haufen, abgesackte Ware, Temperaturen in der Lagerhalle niedrig halten

Nennen Sie jeweils 2 Beispiele für Mineraldpnger, die besonders empfindlich bzw. unempfindlich gegen hohe Luftfeuchte sind.

empfindlich: Kalksalpeter, NPK ( Chlorhaltig und sulfathaltig

unempfindlich: Kaliumsulfat, MAP, DAP

Was vesteht man unter "Segregation" im Zusammenhang mit der Düngerlogistik ?

Die Segregation beschreibt die Entmischung des Düngers beim Einlagern, beim Transport oder sogar beim Ausbringen

Erklären Sie den Unterschied zwsichen "Misch-Dünger" und "Volldünger" und erklären Sie worauf bei der Herstellung eines Mischdüngers besonders geachtet werden muss.

Mischdünger: mix verschiedener Dünger mit unterschiedlichen Streueigenschaften, oftmals sehr gravierende Unterschiede. Bei der Herstellung sollte auf eine gleichmäßige Granulierung geachtet werden.

Volldünger: Alle Nährstoffe in einem Korn

Was kann während der Ausbringung von Misch-Düngern passieren ? Wovon hängt dies ab?

Bei der Ausbringung von Misch-Düngern kann es zur ungleichmäßigen Verteilung kommen. Dies ist abhängig von den Unterschieden bei der Korngröße.

Benennen Sie jeweils 3 Vor- und Nachteile von Flüßigdüngern.

Vorteile:

Leichter Umschlag ohne Entmischung

Präzise Ausbringung

Mischbarkeit

Nachteile:

Teilweise sehr korrosiv

Normalerweise sehr geringe Konzentration, sonst Verätzungen

temperaturabhängige Auskristallisation

Erläutern Sie die Voraussetzungen für den sinnvollen Einsatz von organischen Düngern!

Einhaltung des richtigen Düngezeitpunktes / Lagerbehälter

Vorbereitung der Wirtschaftsdünger / Rührtechnik und Umsetztechnik

Bestimmung der relevanten Pflanzennährstoffe

Pflanzen- und umweltgerechte Dosierung und Verteilung

Wie können die Nährstoffgehalte in Wirtschaftsdüngern bestimmt werden?

Faustzahlen, PC-Programme, Vorort-Analysen, Laboranalyse

Beschreiben und beurteilen Sie den Einsatz des "Quantofix N-Volumeter" im landwirtschaftlichen Betrieb und nennen Sie Vor- und Nachteile!

Das auf Ammonium zu untersuchende Substrat wird in einem geschlossenen System mit einer Flüssigkeit benässt, nach kurzer Zeit wird das NH4 freigesetzt und drückt Wasser aus dem Behälter in einen Standzylinder. Auf der Skala kann dann der Ammoniumgehalt abgelesen werden.

Vorteil: leichte Bedienung, sofortiges Ergebnis, geringe Anschaffungskosten

Nachteil: nur Ammoniumwerte ermittelbar

Erläutern Sie die Preisstellung für Wirtschaftsdünger am Beispiel von Rindergülle im Vergleich zu HTK

Mineraldüngerwert: HTK (73,5 €/t) und Rindergülle (8,69 €/m³).

HTK Anrechenbarkeit von 70% bei 36kg/t N.

Rindergülle Anrechenbarkeit von 60% bei 4,8 kg/m³

Benennen Sie die N-Wirkung organischer Dünger im Anwendungsjahr (Angaben in % der ausgebrachten N-Menge) und unterscheiden Sie dabei nach Kulturartengruppen und organischen Düngertypen.

Schweinegülle: WG: 50-70% Hackfrüchte: 60-90%

Geflügelkot: WG 40-50% Hackfrüchte: 70-90%

Biokompost: WG 10-20% Hackfrüchte 10-20%

Wie kann die N-Effizienz beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern verbessert werden im Bezug auf N-Auswaschungsverluste ?

Einsatz von Nitrifikationshemmstoffen

Anbau von Zwischenfrüchten

Anpassung der Ausbringzeit an N-Aufnahme

Kombination von Stroh- und Gülledüngung

Wie kann die N-Effizienz beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern verbessert werden im Bezug auf gasförmige N-Verluste ?!

Ausbringung bei kühlem Wetter

Verbesserte Ausbringtechnik ( Injektion / Schleppschlauch)

Schnelle Einarbeitung nach oberflächiger Ausbringung

Geeignete Technik nutzen

Erklären Sie das VDLUFA-Rahmenschema zur Einstufung von Nährstoffgehalten zur Ableitung der notwendigen Düngermenge. Welches Ziel soll erreicht werden?

Ziel ist die Versorgungsstufe C, wobei die Klassifizierung von A (Überversorgung) bis E (Unterversorgung) reicht. Dieses Rahmenschema zur Einstufung von Nährstoffen gibt Informationen darüber, wie viel bzw. wie wenig gedüngt werden muss um die angestrebte Versorgungsstufe zu erreichen.

Welche Methoden stehen zur Prognose des Düngebedarfs zur Verfügung?

Berechnungsverfahren ( Faustzahlen / Bilanzen ), Bodenuntersuchungen, Pflanzenanalyse

Benennen Sie Vor- und Nachteile bei der Nutzung von Nährstoff-Bilanzen zur Ableitung des Düngebedarfs.

Vorteile: Einfach und preisgünstig

Nachteil: ungenau, da wichtige Bilanzgrößen geschätzt werden.

Evtl. wird Nährstoffmangel forciert (Bei wenig Ertrag wird wenig Nährstoffabfuhr unterstellt - Man düngt auch wenig - Unterversorgung )

Wie ist die Bodenprobenahme für die Untersuchung auf Grundnährstoffe zu gestalten ? Erstellen Sie eine kleine Tabelle und unterscheiden Sie für Grünland/ Acker bzgl. Anzahl Einstiche, Probenahmetiefe und - zeitpunkt

Grünland: 30-40 Einstiche; 8-10cm Probenahmetiefe; während der Vegetationsruhe

Acker: 15-25 Einstiche; 20-30cm abhängig von Bodenbearbeitungstiefe Probenahmetiefe; nach der Ernte bei Getreide und Raps / Zeitiges Frühjahr: Sommerung / Hackfrüchte

Wie ist die Probenahme für die Untersuchung auf Nmin/Smin zu gestalten ?

15-20 Einstiche, aus 3 Schichten (0-30, 30-60 und 60-90), Mitte Februar bis Mitte März bei Getreide, ZR und Kartoffeln; Mais: 10d vor Düngung

Nennen Sie jeweils 2 Vor- und Nachteile für die Nutzung der Pflanzenanalyse bei der Düngebedarfsprognose.

Vorteile: Exakte Bestimmung kritischer Gehalte in wichtigen Organen; bisherige Wachstumsbedingungen werden mit berücksichtigt.

Nachteile: Großer Aufwand , wenige lokale Eichdaten aus Feldversuchen vorhanden, Sorteneffekte werden zum Teil nicht berücksichtigt, Einfluss der weiteren Wachstumsbedingungen unsicher

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