Personalmanagement, Teil 4 - Personalassistent NbW 2013

9. Personalentwicklung - 10. Personaltrennung - 11. Arbeitszeugnisse

9. Personalentwicklung - 10. Personaltrennung - 11. Arbeitszeugnisse


D. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Personalmanagement, insbesondere zu Themen wie Arbeitszeugnisse, Austrittsgespräche, Outplacement und Personalfreisetzungsmaßnahmen. Sie decken wichtige Aspekte wie die Erstellung von Zeugnissen, die Durchführung von Entlassungsgesprächen und die Umsetzung von Personalentwicklungsmaßnahmen ab. Diese Karteikarten richten sich an Personalverantwortliche und HR-Profis, die ihr Wissen in diesen Bereichen vertiefen und praktische Anleitungen für ihre tägliche Arbeit erhalten möchten.
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Créé / Mis à jour
07.09.2013 / 05.06.2023

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Definieren Sie Personalentwicklung (PE) im engeren Sinn.

Unter PE i.e.S. versteht man alle Massnahmen der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

Definieren Sie Personalentwicklung (PE) im weiteren Sinn.

Darunter versteht man ein Bündel an Massnahmen, welches Bildung, MA-Förderung und Organisationsentwicklung beinhaltet.

oder

PE umfasst alle Massnahmen, die darauf abzielen, die bestehenden Potenziale und Fähigkeiten der Mitarbeiter iim Unternehmen zu erweitern und für die Erreichung der Unternehmensziele nutzbar zu machen.

Welche Ziele verfolgt die Personalentwicklung?

  • gute Mitarbeitern fördern und an die Firma binden
     
  • bestehendes Potenzial & Fähigkeiten der MA nutzbar machen und erweitern, um MA am richtigen Ort einsetzen zu können
    --> Einsatzplanung für die Zukunft
     
  • Verbesserung des Führungsverhalten
     
  • Motivation und Wertschätzung für MA
     
  • Arbeitsmarktfähigkeit erhalten bzw. erhöhen
     
  • Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens am Markt verbessern bzw. erhöhen

Zählen Sie die 4 Anspruchsgruppen der PE auf und erläutern Sie diese kurz.

Hauptzielgruppen

  • die Unternehmung

    Ziele: Aufbau der nötigen Kompetenzen um lfr. Zielereichung zu sichern.

    --> pos. Nebeneffekte:
    MA-Zufriedenheit, Personalerhaltung, Positionierung als attraktiver AG

     
  • die Mitarbeiter

    Ziele: Wissen & Fähigkeiten erweitern, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden

    Motive: Arbeitsplatzsicherheit, Lohnentwicklung, höherer Status, intrinsische Motivation
     

Nebenzielgruppen
 

  • die Umwelt

    Eigentümer profitieren lfr. von guter PE-Strategie & leistungsfähigen MA
    Staat hilft die wirkungsvolle Entlastung der Arbeitsämter, wenn MA arbeitsmarktfähig sind
    Lieferanten profitieren vom wirtsch. Erfolg der Geschäftspartner

     
  • die Kunden

    spüren PE-Strategie, indem sie qualitativ hochstehende, innovative Produkte zu fairem Preis kaufen können

Nennen Sie die 5 verschiedenen Rollen in der PE.

  1. Selbstentwickler (Mitarbeiter)

    Eigenverantwortung als Grundhaltung gilt es zu fördern. Als Basis für eigenverantwortliches und lebenslanges Lernen

    --> MA müssen Vision für ihr Leben entwerfen und Selbstentwicklung betreiben und durch PE untersützt werden

     
  2. Coach (direkter Vorgesetzter)

    berät und unterstützt seine MA in deren Selbstentwicklung. Er fördert die Entwicklung am Arbeitsplatz und fordert mit anspruchsvollen Aufgaben. Hilft Entwicklungsziele zu setzen & zu erreichen.

    --> VG sind die wahren Personalentwickler

     
  3. Mentor (indirekte, übergeordnete Vorgesetzte)

    untersützt die direkten VG im Coaching der MA indem er u.a. auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt.

    --> Er ist Türöffner für übergreifende Entwicklungschancen in Form von Job-Rotation, -enrichment, - enlargement

     
  4. Promotor (CEO)

    Verständnis von PE als wichtige, strategische & unternehmerische Aufgabe die top-down vorgelebt werden muss.

    --> Motor einer wirkungsvollen PE durch Taten wie z.B. vorgelebte Führungskultur, Bereitstellung notwendiger Ressourcen

     
  5. Berater (HR-Leiter / HR-Mitarbeiter)

    beratende Funktion als strategischer Partner in lfr. PE-Fragen, als Konzptentwickler und Koordinator in allen PE-Fragen

Mit welchem PE-Instrument wird bestimmt, welche MA weiterentwickelt werden (PE-Bedarfsanalyse)?

Welche 2 Dimensionen werden zur Beurteilung verwendet?

Personalportfolio
 

Beurteilungsdimensionen:

  • aktuelle Leistung
     
  • Leistungspotenzial in der Zukunft

 

Nennen Sie die 4 MA-Kategorien des Personalportfolios und beschreiben Sie diese kurz.

  • Stars (Träger der strategischen Entwicklung)

    bereits heute Top-Leistung und noch Potenzial für die Zukunft.

    --> Fokus in der Gestaltung der PE
    (alle weiterentwickeln)

    junge Aufsteiger, hoch motivierte Fachspezialisten, Manager

     
  • Workhorses (Leistungsträger im Kernbereich)

    Schlüsselstellung durch gute Leistungen, grosser Erfahrung & Fachwissen; Potenzial für Zukunft fast ausgeschöpft

    --> Leistungsmotivation mit PE weiter hoch zu halten & Fachkompetenz laufend "à jour" erhalten

     
  • Problem Employes (ungenutzte Potenzialreserve)

    hoch eingeschätztes Potenzial mit ungenutzten Reserven. Unklarheit bzgl. der tiefen Leistung muss zuerst geklärt werden

    --> anspruchsvolle PE, da je nach Grund der tiefen aktuellen Leistung auch Trennung notwendig ist

     
  • Deadwood (leistungsschwache Mitläufer)

    MA mit aktuell schwachen Leistungen und ohne erkennbare Potenziale

    --> ev. Investition in PE muss mit klaren Leistungs- und Zielvereinbarungen verbunden sein

    klassische Fehlbesetzungen, MA die innerlich gekündigt haben & vor Ausstieg stehen

Zählen Sie die 4 Schritte auf, die bei der Durchführung von PE-Massnahmen erforderlich sind.

  1. Planung
     
  2. Konzeption
     
  3. Durchführung
     
  4. Evaluation

Was muss bei der Planung von durchzuführenden PE-Massnahmen konkret bedacht ung getan werden?

  • Definition des PE-Lernzieles
    --> das konkrete Entwicklungsgergebnis, das mit den zu wählenden Inhalten und den anzuwendenden PE-Methoden erreicht werden soll
     
  • Ziele im Dialog erarbeiten;
    diese sollten verbindlich und akzeptiert sein
     
  • zentrale Rolle der VG in der PE,
    da nicht nur "Kundengruppe" sondern auch Besteller & Bezahler von PE-Massnahmen sind
     
  • Commitment der VG ist zentral & wichtig,
    da der zu erwartende Nutzen der PE-Massnahme hinterfragt und sichergestellt ist, weil VG für ihren Bereich abschätzen ob PE-Ziele bedeutsam und wertvoll sind
     
  • Ziel soll ein angestrebter Zustand bzw. Verhalten sein

Was muss bei der Konzeption von durchzuführenden PE-Massnahmen konkret bedacht ung getan werden?

  • zeitliche, sachliche & personelle Infrastruktur der PE-Massnahme festlegen
    --> wann & wo wird PE durchgeführt?
     
  • Bei Kursen/Trainings: Bestimmung der Anzahl TN und Referenten
     
  • Abklärung welche PE-Massnahmen kostengüstig zum Erfolg führen
     
  • Bestimmung der Lernorganisation, -zeiten und Abfolge der Massnahmen
     
  • Kostenplanung, Kalkulation d. Massnahmen, Verrechnung der Kosten

Was muss bei der eigentlichen Durchführung von durchzuführenden PE-Massnahmen konkret bedacht ung getan werden?

  • gezielte Auseinandersetzung
    mit
    der Anspruchsgruppe, dem angestrebten Ziel und den zur Verfügung stehenden Ressourcen der PE-Massnahme
     
  • Lernkurve des Behaltens berücksichtigen
    wertvoller Lieferant von Anhaltspunkten für die Wahl des richtigen Trainings
     
  • Didaktik (Wissenschaft des Lehrens)
    ist bei der Durchführung der PE-Massnahme von zentraler Bedeutung
     
  • Einsatz von IT-unterstützten Formen der Wissensvermittlung
    E-Learning und Blended Learning (vermischtes Lernen IT - Klassenunterricht)

Was muss bei der Evaluation (Controlling) von durchzuführenden PE-Massnahmen konkret bedacht und getan werden?

  • Erfolg der eingesetzten Mittel messen
    um aus Erfahrungen zu lernen und um PE künftig noch effektiver & effizienter zu gestalten
     
  • Erfolgreicher Abschluss der PE-Massnahmen
    erst bei dauerhaftem Transfer des Gelernten am Arbeitsplatz
     
  • Transferkontrolle erfolgt im Arbeitsumfeld
    feststellen ob Probleme die vor der Durchführung bestanden, dauerhaft behoben sind
     
  • Transfersicherung in Kooperation VG & MA
    VG ermuntern MA erworbene Kenntnisse in der Arbeit einzusetzen
     
  •  

Welche Arten (Formen) der Personalentwicklung gibt es?

  • into the job
    Massnahmen die zur Vorbereitung & Einarbeitung in die berufl. Aufgaben dienen

    --> Ausbildung, Einarbeitung, Trainee Programm
     
  • on the job
    - i.e.S.:
    Massnahmen während der Arbeit am Arbeitsplatz wie
    Stellvertretung oder Projektarbeit

    - Arbeitsgestaltung wie
      Job Enlargement
      Job Enrichment
      Job Rotation

    - Lernpartnerschaft wie
      Coaching oder Mentoring
     
  • near the job
    Massnahmen während der Arbeit nicht unmittelbar (örtlich, zeitlich, inhaltlich) des Arbeitsplatzes wie
    Qualitätszirkel oder Lernstatt
     
  • off the job
    klassische Massnahmen abseits des Arbeitsplatzes wie
    Schulungen, Training, Weiterbildungen, Konferenzen
     
  • out of the job
    Unterstützungsmassnamen im Hinblick auf Reduzierung oder Beendigung der Berufstätigkeit wie
    Outplacement oder Pensionierungsvorbereitung
     
  • along the job
    individuelle, laufbahnbezogene systematische Massnahmen (Weiterbildung, Coaching, Projektarbeit) zur gezielten Vorbereitung auf zukünftige, höhere Aufgaben wie
    Laufbahn-/Karriereplanung, Nachfolgeplanung, MA-Gespräche

Erklären Sie den Grundsatz der Laufbahnplanung.

Der Mitarbeiter soll in seiner beruflichen Entwicklung systematisch gefördert und begleitet werden.

Mit dem Ziel MA auf künftige, höhere Aufgaben vorzubereiten und mit dieser Perspektive längerfristig im Unternehmen zu halten.
 

  • Beurteilung von Leistung & Verhalten und Entwicklungsmöglichkeiten
  • Möglichkeiten über die verschiedenen Karrierearten abklären
    --> Führungs-, Projekt- oder Fachkarriere
  • Informationen über Aus-/ Weiterbildungsmöglichkeiten intern/extern

     
  • Standortbestimmung
  • Ziele gemeinsam mit Coach/Mentor definieren
  • Massnahmen definieren
  • Erfolgskontrollen durchführen

Erklären Sie den Begriff "Management Development".

Es geht um die PE für die Zielgruppe der Führungskräfte.

Typische Führungskräfteentwicklungsmassnahmen werden aus der Gruppe

  • along-the-job
     
  • on-the-job
    (job-enrichment, -rotation, Coaching/Mentoring)

zusammengstellt.

Zu Management Development Aktivitäten gehören auch

  • Nachfolgeplanung
     
  • HR-Risk Management
    (Wissenstransfer, Planung der Schlüsselpositionen)

 

Erklären Sie den Begriff "Coaching".

Darunter versteht man eine Beratung von einzelnen Personen oder Gruppen zur Lösung fachlicher oder menschlicher bzw. führungsbezogener Herausforderungen im Berufsalltag. Dies mit dem Ziel, die gecoachte Person zur Erreichung optimaler Ergebnisse zu befähigen.

Zählen Sie 3 Coachingansätze auf und beschreiben Sie diese.

  • Der Defizitansatz

    mit einer Coaching-Unterstützung wird eine aktuelle, konkrete Problemstellung angegangen. Ziel ist die Lösung der Situation.

    - Abbau von Leistungs-, Kreativitäts- oder Motivationsblockaden
    - Unterstützung bei akuten Konfliktsituationen
    - Umgang mit persönlichen Krisen
    - Bearbeitung & Begleitung von Organisations-Entwicklungsmassnahmen und damit verbundenen Problemen

     
  • Der Präventivansatz

    an grundsätzlichem Verhalten oder wiederkehrenden Situationen zu arbeiten und diese für die Zukunft zu ändern

    - allg. Erweiterung des Verhaltensrepetoires
      --> Flexibilisierung von routinebedingtem
            Standartverhalten
    - Auflösen unangemessener Verhaltens-, Wahrnehmungs und Beurteilungstendenzen
    - Vorbereitung auf neue Aufgaben & Situationen
    - Förderung v. Teamarbeit

     
  • Der Potenzialansatz

    das Entdecken und gezielte Fördern vorhandener Potenziale und Talente.
    --> v.a. geeigneet als Vorbereitung für neue berufliche Aufgaben

    - Verbesserung der sozialen Kompetenzen
    - Verbesseren der Management-/Führungs-Kompetenzen
    - Überprüfung der Lebens- und Karriereplanung

Was sind typische Merkmale für das Coaching?

  • Coach entwickelt die Lösungen für die Probleme/Konflikte nicht selber bzw. mit
     
  • keine "pfannenfertige" Lieferung der Lösungsvorschläge auf dem Silbertablet
     
  • es ist eine individuelle Beratung auf der Prozessebene (Hilfe zur Selbsthilfe)
     
  • Begleitung des Schützlings im Prozess der Problemlösung
     
  • Anregung bzw. Anleitung zur Entwicklung eigener Lösungen

Welcher Ansatz steht im Zentrum des Coaching?

Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe".

Coach übernimmt die Rolle als neutraler Gesprächs- und Interaktionspartner,
 

  • der dem Schützling den Prozess der individuellen Entwicklung eröffnet, erleichtert und dabei begleitet.
     
  • der dem Schützling Möglichkeiten aber nicht Lösungen aufzeigt und so zur eigenverantwortlichen Problemlösung anhält


In der Regel werden im Voraus mehrere Sitzungen über einen begrenzten Zeitraum vereinbart.

Welches sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Coaching?

  • Freiwilligkeit
    der gecoachte MA muss ein eigenständiges und begründetes Interesse an einer Beratungsbeziehung haben
     
  • Akzeptanz
    Basis für ein Coaching ist Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz zwischen Coach und Klient
     
  • Vertraulichkeit und Diskretion
    die thematisierten Inhalte eines Coaching sind vertraulich und dienen keinen Fall zur Personalbeurteilung. Offenheit ist Basis für Diskussion heikler, schwieriger Inhalte.

Erklären sie den Begriff "Mentoring".

Das Wort bezeichnet im Allgemeinen die Rolle eines Ratgebers.

Tätigkeit einer erfahrenen Person, welche ihr Wissen, Fähigkeiten und Erfahrung an eine noch unerfahrene Person weitergibt, um diese innerhalb des Unternehmens zu fördern.

Ist eine Patenschaft zwischen einem jungen und/oder neu hinzugekommenen MA und einem erfahrenen VG. Aufgabe des Mentoring ist die Vermittlung der Riten & Normen und auch eine karriereorientierte Beratung.

Was sind die Vorteile und die typischen Merkmale eines Mentoring ?

Vorteile

  • Möglichkeit Fluktuationskosten im Kader zu reduzieren
  • Missverständnisse und Reibungsverluste bei der Integration neuer wichtiger MA vermeiden
  • MA langfristig an Unternehmen binden
     

Merkmale

  • ein Gefälle zw. Mentor und dem Schützling
  • keine neutrale Beratung, da Firmeninteressen im Vordergrund stehen
  • gezielt als Diversity Massnahme eingesetzt

Was sind die Chancen und Nutzen von Mentoring für den Schützling?

  • bessere Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • praktische Unterstützung in der beruflichen Tätigkeit
  • Chance berufliche Tätigkeit effizienter zu gestalten
  • Ideen für die Berufsfindung und Karriereplanung
  • Einblicke & Zugang in bestehende Strukturen, Netzwerke

Was sind die Chancen und Nutzen von Mentoring für den Mentor?

  • Einblicke in die aktuelle Forschung
  • Frische Ideen und neue Impulse
  • Aufbau von qualifiziertem Nachwuchs
  • Reflektion des eigenen Verhaltens & Arbeitens
  • Training eigener sozialen/kommunikativer Kompetenzen

Erklären Sie den Unterschied zwischen Mentoring und Coaching.

Mentor nimmt im Vergleich zum Coach keine neutrale Position gegenüber der beratenden Person ein, sondern zeichnet sich durch aktives, besonderes Engagement aus.

Mentor ist Türöffner und nutzt gezielt seine Beziehungsnetze, um dem Schützling Vorteile zu verschaffen.

Erklären sie den Begriff "Trainee Programm".

Dies sind Einführungsprogramme für künftige Führungskräfte und dienen den Hochschulabgänger als Berufseinstieg.

Sind ein Personalmarketinginstrument und dienen der Positionierung der Firma auf dem Arbeitsmarkt.

Zählen Sie Vorteile eines Trainee Programms auf.

  • Positionierung als attraktiver AG auf dem Arbeitsmarkt
  • Möglichkeit Personalmarketing zu betreiben
  • sorgfältige & umfassende Einführung
  • rascher Einsatz nach Abschluss des Programms
  • tiefere (Anfangs-)Fluktuation bei Schlüsselpersonen
  • Bindung hochqualifizierter Fachkräfte und Führungspersonen an das Unternehmen

Was sind die  wesentlichen Elemente eines Trainee Programms?

  • Training on-the-job in verschiedenen Abteilungen oder Divsionen des Unternehmens
  • Einführungsseminare
  • Workshops mit Team-Coaching
  • Projektarbeit
  • Mentoren-/Coachingprogramm & persönliche Betreuung durch HR-Profis

Nennen Sie die wichtigsten Beendigungs-Formen eines Arbeitsverhältnis.

  • Kündigung
    - ordentlich
    - fristlos
    - Änderungs
     
  • natürliche Abgänge
    - Alter
    - Invalidität
    - Tod
     
  • durch Befristung des Vertrages

Nennen Sie Gründe (Ursachen) welche zu Personalabbaumassnahmen (Personaltrennung) führen.

  • Wirtschaftskrise
  • Saisonflaute
  • technologischer Wandel --> Rationalisierung
  • Standortverlagerung
  • Reorganisation
  • schlechter Geschäftsgang --> Absatzrückgang
  • Managementfehler
    --> z.B. in der Personalplanung
  • Betriebsstilllegung

Zählen Sie mögliche Personalfreisetzungsmassnahmen auf und ordnen Sie diese in 3 Kategorien.

Verzicht auf Neueinstellungen

Beendigung bestehender Arbeitsverhältnisse

--> bezeichnet man als harte Abbaumassnahmen, d.h. entgültige Trennung vom MA

  • Nutzung natürlicher Fluktuation
  • Förderung freiwilliger Kündigungen
  • Entlassungen
  • Frühzeitige Pensionierungen
  • Outplacement

Änderung bestehnder Arbeitsverhältnisse

--> bezeichnet man als softe Abbaumassnahme, d.h. das Arbeitsverhältnis wird aufrecht erhalten und vorübergehend zeitlich verändert

  • Versetzung
    - vertikal
    -horizontal
     
  • Arbeitszeitverkürzung
    - Kurzarbeit
    - Teilzeitarbeit
    - Abbau von Überstunden & Ferien
    - Förderung von unbezahltem Urlaub
    - Weiterbildung machen / vorziehen

Was verstehen Sie unter "vertikaler Versetzung"?

Es erfolg ein Auf- oder Abstieg in der hierarchischen Einstufung

z.B. ein Kadermitarbeiter dem eine Stelle als gewöhnlicher MA angeboten wird

Was ist eine Änderungskündigung?

Darunter versteht man die Kündigung des bestehenden Arbeitsvertrages mit gleichzeitigem Angebot eines neuen Vertrages zu anderen - meistens schlechteren - Bedingungen.

 

Diese Kündigungsart ist nicht auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgerichtet, sondern enthält gleichzeitg ein Angebot, das Arbeitsverhältnis unter anderen Vertragsbedinugungen fortzusetzen.

Nennen Sie die 4 Schritte in einem Entlassungsgespräch.

Was ist der Unterschied zu einem Vorstellungs-/ Personalbeurteilungsgepsräch?

  • Begrüssung
    für ungestörten Rahmen sorgen und kurze Begrüssung. Dann nach wenigen Worten direkt zur Sache kommen
     
  • Kündigung aussprechen
    direkt
    und klar Kündigung aussprechen. Ehrliche Anteilnahme und Mitgefühl zeigen. Keine falschen Hoffnungen machen.
     
  • Reaktionen zulassen
    Schock für MA. Gefühle des MA zulassen. Reaktionen nicht persönlich nehmen. Keine unbedachten Äusserungen machen.
     
  • Hilfe anbieten & nächster Schritt vereinbaren
    Vorgängig organisierte Hilfe dem MA anbieten. Sorgen, dass MA durch geschulte Person "aufgefangen" wird, falls gewünscht wird. Gleich Folgegespräch bei HR vereinbaren, um weiteres Vorgehen und Kündigungs-Details zu besprechen.

Was ist unter "Outplacement" zu verstehen?

MA (i.d.R. freigestellte Kader) werden nach ihrer Entlassung von einer externen Beratungsfirma betreut, beraten und bei der beruflichen Neuorientierung & Stellensuche mit Rat und Tag unterstützt.

Welche Betreuungsmassnahmen wendet ein Outplacement-Berater an?

  • Standortbestimmung & Entwicklung einer Karrierebilanz
     
  • individuelles Coaching
    --> Anleitung zur Selbsteinschätzung & Zielbestimmung
     
  • Unterstützung bei der berufl. Neuorientierung
     
  • prof. Bewerbungstraining (Unterlagen & Gespräch)
     
  • Beschaffung von Arbeitsmarktinformationen
     
  • Zugang zum Netzwerk des Beraters
     

Was beachten Sie bei der Durchführung von Austrittsgesprächen?

  • Befragung ganz am Schluss - nach Übergabe des Zeugnisses - durchführen
    --> grösstmögliche Ehrlichkeit & Offenheit
     
  • von einer neutralen Person durchgeführt werden (HR-Abteilung)
     
  • standardisiertes Vorgehen & immer identische Fragen zum Zweck der Auswert- und Vergleichbarkeit
     
  • den austretenden MA über den Zweck des Gesprächs informieren
     
  • sachlich bleiben und nur zuhören
    keine Stellungnahme oder Kritik des Befragenden
     
  • gute Vorbereitung
    (Fragetechnik und -katalog, Zeitpunkt, Räumlichkeit)
     
  • keine voreilligen Schlüsse ziehen, sondern Informationen systematisch auswerten
     
  • Erkenntnisse gewichten und in die Verbesserung der HR-Prozesse und die Arbeit der Linie einfliessen lassen

Nach welchen zwei Befragungs-Dimension könnten ein Austrittfragebogen strukturiert werden?

  • Zufriedenheit über einzelne Themen
     
  • Wichtigkeit der einzelnen für den MA

Nennen Sie die gesetzlichen Grundlagen des Arbeitszeugnis.

  1. OR 330a
    - Rechtsanspruch auf Zeugnis & zwar jederzeit
    - Formwahl: Vollzeugnis oder Arbeitsbestätigung
     
  2. OR 328b
    - Arbeitsplatzbezug der Informationen

Nennen Sie die 5 Grundsätze (Anforderungen) die bei der Erstellung eines Zeugnisses berücksichtig werden sollten.

Das Zeugniss muss

  • vollständig (und ausgewogen)
    enthält alle Angaben zur Vermittlung eines Gesamtbildes
    --> Art & Dauer des Verhältnisses, Leistung & Verhalten
    --> Tatsachen erwähnen, die die gesamte Anstellungsdauer berücksichtigen
     
  • wahr
    inhaltlich wahr und richtig
    -->keine wesentlichen Tatsachen weglassen
    --> neg. Tatsachen wenn charakteristisch für AN und im Arbeitsverhältnis thematisiert wurden
     
  • wohlwollend
    berufliches Fortkommen des MA wird nicht unnötig erschwert
     
  •  klar
    Formulierungen sind klar, unmissverständlich
    --> keine Codierungen
     
  • individuell (und konkret)
    zeichnet ein individuelles Bild des MA
     

formuliert werden.

Étudier