Personalmanagement

Beurteilungsfehler

Beurteilungsfehler


Alfonso Navarro
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen des Personalmanagements. Sie beleuchten systematische Wahrnehmungsverzerrungen, die durch verschiedene Faktoren wie herausragende oder gewohnte Stimuli, ähnliche Situationen und persönliche Eigenschaften entstehen. Die Karteikarten erklären, wie Beurteiler Urteile fällen und welche Tendenzen dabei eine Rolle spielen, etwa der Halo-Effekt oder der Kontrast-Effekt. Diese Zusammenhänge sind besonders nützlich für Personalverantwortliche und Führungskräfte, die Bewertungen und Entscheidungen im Personalbereich treffen.
Cartes-fiches
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Allemand
Créé / Mis à jour
20.01.2013 / 18.01.2015

Cartes-fiches

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

  • Übertragung:

 

o Übertragung: Das Erscheinungsbild des Kandidaten erinnert mich an jemand anders. Ich übertrage die Eigenschaften dieses jemanden auf den Kandidaten.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

  • Ähnlichkeitsfehler:

Ist mir ein Kandidat sympathisch, gehe ich davon aus, dass er mir ähnlich ist und ähnlich Eigenschaften hat wie ich.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

  • Logische Fehler:

z.B. „wenn jemand intelligent und kritisch ist, dann ist er auch ehrgeizig“, “Er kommt aus Uri, er ist sicher politisch rechtsgerichtet.“

"Er kommt aus Uri, er ist sicher von der SVP"

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Halo-Effekt:

Ein bestimmtes Attribut bleibt an der Person hängen und überstrahl andere Eigenschaften. Z.B. „der Typ der das 10 Mio. Projekt reinholte“

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Reihenfolgen-Effekt:
      • Erster Eindruck: ?
      • Nikolaus-Effekt: ?
      • Projektion: ?

  • Erster Eindruck: Übergewicht des ersten Eindrucks
  • Nikolaus-Effekt: Reihenfolge in der Erfolge / Misserfolge auftraten
  • Projektion: die Eigenschaften die ich bei mir selber nicht mag erkenne ich mit grosser Zuverlässigkeit bei anderen.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Merkmale der eigenen Person:

Selbstwertgefühl, eigene Stimmungslage, etc.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Selbst-Bezug:

„Dick ist derjenige der dicker ist als ich“.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

  • Situation:

 z.B. sehr heisser Tag, Lärm von einer Baustelle dringt von aussen, etc.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Aktivierte Schemata:

wenn ich davon ausgehe, dass jemand, um ordentlich zu arbeiten Ordnung braucht, habe ich Mühe Leistungen von Personen anzuerkennen, die nicht nach meinem Ordnungsschema funktionieren

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Besonderheiten von Signalen:
      • Herausragende Stimuli: ?
      • Gewohnte Stimuli:
      • Belohnende/bestrafende Stimuli
      • Ähnliche Situationen:

z.B. Ein Japaner unter Europäern fällt auf

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Besonderheiten von Signalen:
      • Herausragende Stimuli:
      • Gewohnte Stimuli: ?
      • Belohnende/bestrafende Stimuli
      • Ähnliche Situationen:

  • Gewohnte Stimuli: z.B.  Arbeitssituationen die ich kenne kann ich besser bewerten als solche die mir unbekannt sind.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Besonderheiten von Signalen:
      • Herausragende Stimuli:
      • Gewohnte Stimuli:
      • Belohnende/bestrafende Stimuli?
      • Ähnliche Situationen:

  • Belohnende / bestrafende Stimuli: Z.B. Ich erinnere mich als Vorgesetzter eher an besonders angenehme und besonders unangenehme Situationen als an neutrale Situationen.

Systematische Wahrnehmungsverzerrungen

    • Besonderheiten von Signalen:
      • Herausragende Stimuli:
      • Gewohnte Stimuli:
      • Belohnende/bestrafende Stimuli
      • Ähnliche Situationen:?

  • Ähnliche Situationen: z.B. „die jetzige Situation erinnert mich an eine Situation vor zwei Jahren, damals war das Ergebnis unbefriedigend.“

Beurteilungstendenzen

  • Mildetendenz
    • Hierarchie-Effekt: ?
    • Nähe Effekt:

  • Hierarchie-Effekt: Eine Beurteilung fällt umso besser aus, je höher der Rang der zu beurteilenden Person ist.

Beurteilungstendenzen

  • Mildetendenz
    • Hierarchie-Effekt:
    • Nähe Effekt: ?

 Je näher die Zusammenarbeit und der Kontakt zu einer Person ist, umso besser beurteile ich diese.

Beurteilungstendenzen

  • Strengetendenz: z.B. allgemeine Strengetendenz einer Person.
    • Benjamin-Effekt: ?

„er kann ja noch gar nicht so gut sein, er ist noch nicht so lange dabei.“

Beurteilungstendenzen

  • Tendenz zu Extremen: „sehr gut / sehr schlecht.“
    • Kontrast Effekt: ?

z.B.: ein schwacher MA umgeben von noch schwächeren MAs wird als leistungsstark wahrgenommen.

Beurteilungstendenzen

    • Tendenz zur Mitte:

Der Beurteiler bewertet alle Kandidaten ähnlich um sich nicht exponieren zu müssen.

Beurteilungstendenzen

    • Konformitätsdruck:

Wir übernehmen häufig Urteile anderer, um uns in einer Gruppe integriert zu fühlen

Trend zum konsistenten Bild

    • Kognitive Dissonanz:

Der Beurteiler möchte ein abgerundetes Bild vom Kandidaten erhalten. Passt eine Eigenschaft nicht, ergänzt oder entfernt er sie um das Bild abzurunden (er entfernt die Dissonanz).

Trend zum konsistenten Bild

  • Perpetuierrung:

Jeder Mensch hat die Tendenz an einem gefälltem Urteil fest zu halten. Deswegen wird der Beurteiler nach Beweisen suchen die sein bereits gefälltes Urteil untermauern.

Trend zum konsistenten Bild

    • Self-Fullfilling-Prophecy (Pygmalion)

Selbsterfüllende Prophezeiung

Trend zum konsistenten Bild

    • Implizite Persönlichkeits-Theorien:

Lücken in meinem Gesamtbild schliesse ich in dem ich Sachen dazu erfinde.

Étudier