Personalführung

T - wie Test.

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Tobi G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Theorien und Ansätze der Personalführung auf Universitätsniveau. Sie decken zentrale Konzepte wie Charisma, Machtbasen, Arbeitszufriedenheit und verschiedene Führungsansätze ab, darunter Eigenschafts-, Verhaltens- und situative Ansätze. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Führungskräfte, die ihr Verständnis für die Dynamiken zwischen Mitarbeitern, Zielen und Organisation vertiefen möchten.
Flashcards
77
Students
4
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
23.04.2014 / 06.10.2019

Flashcards

Benennen Sie die Bereiche des administrativen Personalmanagements (Personalwesen)

- Personalbeschaffung

- Personaleinsatz

- Personalbindung

- Personalfreisetzung

- Personalcontrolling

Benennen Sie die Bereiche des verhaltenbezogenen Personalmanagements (Personalführung)

- Menschenbilder

- Führungsfunktionen

- Führungstheorien

- Führungsmodelle

Führung kann unter anderem interpretiert werden als ?

  • Ein allgegenwärtiges Phänomen (Neutraler Begriff)
  • Eine besondere Position, die jemand innehat (strukturaler Begriff)
  • Durchsetzung von Fremdwillen i.S. einer asymmetrischen Fremdbestimmung (machtbezogener Begriff)
  • Ein Systematischer Einflussprozess zur Realisierung intendierter Ereignisse (funktionaler Begriff)

Die Führung baut auf einer Prämisse und einem Werturteil auf.

Was versteht man unter dieser "Prämisse" und dem "Werturteil"?

Die Prämisse: Es muss ein arbeitsvertragliches Abhängigkeitsverhältnis zwischen Unternehmen und Mitarbeiter existieren, das Führung formal legitimiert!

Das Werturteil: Führung ist notwendig, weil der Mitarbeiter zu selbstständigem zielorientierten Handeln nicht fähig ist. Uneingeschränkte Freiheit kann/darf/sollte dem Mitarbeiter nicht zugebilligt werden.

Welche Hauptfunktionen nehmen Führende überhaupt war?

  • Sachfunktion (kognitiv und motivational)
    • Kognitiv:
      • Planen
      • Koordinieren
      • Unterstützen und Weiterentwickeln
    • Motivational:
      • Setzen von Leistungsanreizen
      • Weitergeben von Feedback
      • Aufklären über Chancen/Möglichkeiten
  • Sozialfunktionen (kognitiv und motivational)
    • Kognitiv:
      • Einbringen alternativer Ideen und Perspektiven
      • Gemeinsame Sprache, sozialer Konsens[1]
    • Motivational:
      • Zuhören, Begeistern, Interesse wecken
      • Stärken des Teamgeists und des Zusammenhalts

Formaler versus Informaler Führer.

Nennen Sie Vorteile, sowie Nachteile.

Vorteile:

  • Die faktischen Einflussverhältnisse sind oft wirkungsvoller
  • Bieten „problemnäheres“ Korrektiv[1] offizieller Führung

Nachteile:

  • Zielkonformität des informalen Führers ist nicht immer gegeben
  • Informale Beziehung sind kaum direkt plan- und steuerbar

Der formale Führer kann Gehorsam per Machtvorsprung erzwingen.

Informale Führer sind auf Folgebereitschaft angewiesen, können hierdurch aber meist deutlich mehr verlangen!

Zweck und Art von Menschenbildern

Was ist das "Menschenbild" und dessen "Ziel"?

Menschenbild:                 Gesamtheit der Annahme über den Menschen in Organisationen oder                   Gesellschaften.

Ziel:                                       Reduktion der empirischen Vielfalt menschlichen Handelns und Seins durch Idealtypen.

Nennen Sie Beispiele -->  "Zweck und Arten von Menschenbildern"

  • N. Machiavelli (1469 - 1729):
    • Der Mensch ist undankbar und heuchlerisch. Es ist sicherer, gehasst als geliebt zu werden.
  • A. Smith (1723 - 1790)
    • Der Mensch ist selbstsüchtig; aber durch Verfolgen seiner egoistischen Interessen dient er sich und der Gesellschaft
  • S. Freud (1856 - 1939)
    • Der Mensch ist von Natur aus primitiv; natürliche Triebe (Sex, Aggression) müssen unterdrückt werden.
  • Neo-Freudianer:
    • Die Persönlichkeit wird primär von gesellschaftlichen Kräften beeinflusst, weniger von biogenetischen Trieben.

Die Welt arbeitsteiliger Organisationen ist als Spiegel von Menschenbildern zu begreifen (Führungsideologie)

Jede Führungsperson besitzt eigene subjektive Grundannahmen über die „Natur“ des Menschen im Allgemeinen und die der Mitarbeiter im speziellen. Diese Annahmen fließen als Verhaltensprognosen direkt in die Organisationsgestaltung und Führung ein.

Menschenbild des Scientific Management

Benennen Sie den Begründer, das Ziel und das Menschenbild des Scientific Managements!

Begründer:                        Frederick W. Taylor (1856 - 1915)

Ziel:                                       Steigerung der Arbeitsproduktivität bei Schonung des Arbeiters

Menschenbild:                    Der Mensch ist von Natur aus faul und ungebildet!

Er ist vor allem an der Befriedigung seiner materiellen Grundbedürfnisse interessiert!

Er ist zufrieden, wenn man seine Arbeit systematisch vereinfacht und ihm kleine Arbeitspakete vorgibt, denn hierdurch erreicht er hohe Leistungen bzw. hohen Lohn.

Menschenbild der Human Relations

Benennen Sie den Begründer, das Ziel, das Menschenbild und die Kritik an den Human Relations!

Begründer:                        Elton Mayo (1880 - 1949)

Ursprüngliches Ziel:        Untersuchung des Einflusses objektiver Arbeitsbedingungen auf die Arbeitsleistung

Menschenbild:                     Der Mensch ist ein soziales Wesen!

Er wird weniger von materiellen Bedingungen bzw. Bedürfnissen als von der menschlichen Umwelt beeinflusst.

Kritik:                                    In der Experimentalgruppe wurde nicht nur „nicht-direktiv“ geführt, sondern sie bekamen auch einen höheren Lohn.

Nennen Sie Konsequenzen bzw. Techniken der Human Relations

  • Vorgesetzte müssen primär über soziale, weniger über technische methodische Fertigkeiten verfügen
  • Vorgesetztenschulung und kooperatives Führungsverhalten
  • Gruppennormen sind wichtiger als Vorgesetztenmeinungen und Kontrolle

Die sinnraubende Wirkung anonymisierter Großorganisationen muss durch größere menschliche Zuwanderung des Vorgesetzten kompensiert werden!

Self-Actualizing und Complex Man

Nennen Sie Begründer und Punkte des Self-Actualizing und Complex Man

Begründer:                        Edgar H. Schein (geb. 1928)

  • Rational economic man
    • Vorgesetzte rechnen mit dem Egoismus der Mitarbeiter
    • Letztere werden vor allem durch materielle Anreize motiviert!
  • Social man
    • Mitarbeiter suchen, vor allem in Großunternehmen, soziale Anreize als Ersatzbefriedigung. Vorgesetzte müssen beziehungsorientiert sein!
  • Self-actualizing man
    • Der Vorgesetzte ist vor allem Förderer für an sich bereits motivierte Mitarbeiter
  • Complex man
    • Vorgesetzte rechnen mit stets wechselnden Bedürfnissen. Sie müssen ihre Mitarbeiter richtig einschätzen und variabel anreizen!

Wer ist der Begründer der Theorie X und was sagt diese aus?

Begründer:                                Douglas McGregor (1906 - 1964)

Theorie X:                   Der Mensch hat eine angeborene Abscheu vor der Arbeit und versucht, sie so weit wie möglich zu vermeiden. Deshalb müssen die meisten Menschen kontrolliert, geführt und mit Strafandrohung gezwungen werden, einen produktiven Beitrag zur Erreichung der Organisationsziele zu leisten. Der Mensch möchte gerne geführt werden, er möchte Verantwortung vermeiden, hat weniger Ehrgeiz und wünscht vor allem Sicherheit.

Wer ist der Begründer der Theorie Y und was sagt diese aus?

Begründer:                                Douglas McGregor (1906 - 1964)

Theorie Y:                   Der Mensch hat keine angeborene Abneigung gegen Arbeit, im Gegenteil, Arbeit kann eine wichtige Quelle der Zufriedenheit sein. Wenn der Mensch sich mit den Zielen der Organisation identifiziert, sind externe Kontrollen unnötig; er wird Selbstkontrolle und eigene Initiative entwickeln. Die wichtigsten Arbeitsanreize sind die Befriedigung von Ich-Bedürfnissen und das Streben nach Selbstverwirklichung. Der Mensch sucht bei entsprechender Anleitung eigene Verantwortung. Einfallsreichtum und Kreativität sind weitverbreitete Eigenschaften in der arbeitenden Bevölkerung; sie werden jedoch in industriellen Organisationen kaum aktiviert.

Was ist die Ausgangsüberlegeung der Theorie X/Y und deren These?

Ausgangsüberlegung:

  • Menschen „organisieren“ ihr Wissen über sich und andere anhand von Prototypen.
    • Implizite Persönlichkeitstheorien

These: Desinteresse und Passivität der Mitarbeiter werden durch eine unzweckmäßige Organisationsgestaltung erst erzeugt („Misstrauensorganisation“)

Passivität ist demnach Wirkung – und nicht Ursache!

Managertypen nach MACCOBY

Benennen Sie diese "Managertypen"!

Fachleute („Craftsmen“): Ihr Selbstwertgefühl basiert auf ihrem Fachwissen und ihrer Disziplin, sie erlangen Befriedigung durch das Lösen von Problemen in ihrem Arbeitsbereich. Ihnen liegt die strukturierte Projektarbeit; sie sind Perfektionisten, die vor allem im F&E-Bereich operieren und (fast kindliche) Freunde an der Entwicklung eines technischen überlegenen Produktes haben.

Dschungelkämpfer („Jungle fighters“): Sie sterben die Dominanz in allen Bereichen an, bauen persönliche Machtbasen auf und erkämpfen.Davon ausgehen für sich selber sowie für ihren Unternehmensbereiche Vorrangstellungen. Dabei brechen sie oft mit Traditionen und missachten die Spielregeln. Charakteristisch für sie ist ein sehr stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein.

Firmenmenschen („Company men“) Sie fühlen sich als integrierter Teil des Unternehmens und halten Regeln strikt ein. Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens ist ihnen genauso wichtig wie die eigene Karriere, somit werden sie zu wichtigen Stützen des Unternehmens. Aufgrund der fehlenden Energie und Risikobereitschaft für eine Führungsposition an der Spitze, sind sie besonders für bürokratische Funktionen im mittleren Management geeignet.

Spielmacher („Games men“) Sie sehen ihre persönliche Situation, aber auch ihre Position im Geschäftsleben als Wettbewerb an, in dem sie aus Prinzip immer gewinnen wollen und müssen. Dabei kämpfen sie fair und mit kalkuliertem Risiko. Sie sind trotzdem kooperativ und zur Teamarbeit bereit, stets flexibel und durchaus innovativ.

Die Theorie des sozialen Austauschs

Benennen Sie die Tauschvoraussetzung, Tauschpartner und Tauschobjekte!

Tauschvoraussetzung:

Es muss mindestens zwei Parteien geben, und jede Partei muss etwas haben, was für die andere von Wert sein könnte.

Jede Partei muss in der Lage sein, mit der anderen zu kommunizieren und das Tauschobjekt zu übergeben.

Jede Partei muss der Überzeugung sein, dass es wünschenswert ist, mit der anderen in Kontakt zu treten.

Jede Partei steht es frei, das Angebot zum Tausch anzunehmen oder abzulehnen.

Tauschpartner:        Institutionen und/oder Personen

Tauschobjekte:        materielle und/oder immaterielle Güter

Was besagen die "Law of Exchange(Homans)"

Austauschprozesse werden nur dann aufgenommen bzw. aufrechterhalten, wenn sie für beide Seiten attraktiv Gratifikationsverhältnisse bieten.

Psychologischer Vertrag in er Theorie des sozialen Austauschs

„regelt“ neben dem offiziellen Arbeitsvertrag die impliziten gegenseitigen Erwartungen bzw. Ansprüche von Organisation und Mitgliedern.

 

Die Anreiz-Beitrags-Theorie von March/Simon, was besagt diese?

Die Organisation (analog: ein Team) bietet den in ihr tätigen Individuen „Belohnungen“. Diese sollen den Mitarbeiter zur Leistung stimulieren. Nur aus dessen Beiträge kann die Organisation die Anreize „bezahlen“.

Beide Größen müssen in einem (annähernden) Gleichgewichtszustand sein.

Heißt natürlich auch: „Willst du mehr Beiträge, möchte ich mehr Anreize!“

Der feldtheoretische Ansatz von Lewin

Begründer:        Kurt Lewin (1890 – 1947)

 

V = f (P,U)

 

-->  Verhalten wird verstanden als Resultat einer Wechselbeziehung zwischen einer bestimmten

Person und einer bestimmten Situation!

 

„Gelegenheit macht Diebe“ (Primär situative Erklärung)

„Wer den Drang zu stehlen hat, wird auch Diebesgut finden“ (Primär personale Erklärung)

 

Situation („Umwelt“) ist nach Lewin psychologisch konzipiert, nicht physikalisch.

Der Lebensraum eines Menschen besteht aus Handlungsmöglichkeiten bzw. Zielen, die mit diesen erreicht werden können.

Feldtheoretischer Ansatz von Lewin

Demnach besitzen Ziele einen "Aufforderungscharakter" oder "Abstoßungscharakter", woraus sich 3 Grundkonflikte bilden können, benennen Sie diese!

1. Appetenz-Konflikt

2. Der Aversionskonflikt

3. Der Appetenz-Aversionskonflikt

Grundzüge der Motivationsforschung. Was ist Motivation, dessen Inhaltstheorie und Prozesstheorie?

„Motivation ist Voraussetzung für zielorientiertes Verhalten und deshalb aus Managementperspektive Hauptansatzpunkt für leistungssteigernde Beeinflussungsstrategien.“

Unterscheiden zwischen Inhalts- und Prozesstheorien

Inhaltstheorien:              Was erzeugt ein bestimmtes Verhalten?

                                               (Maslow, Alderfer, McClelland)

Prozesstheorien:            Wie kommt ein bestimmtes Verhalten zustande bzw. wird es gelenkt?

                                               (Porter/Lawler, Gleichheits- und Attributionsmodelle)

Motivationsmodell nach Heckhausen (1980)

Was ist demnach Motiv, Motivation und "Aktivierung"?

Motiv:                  inhaltliche Klassifikation angestrebter Zustände

Motivation:        zielgerichtete Verhaltensbereitschaft (situative Anregung eines Motivs)

Aktivierung:       reizgesteuerter Vorgang, der den Körper in einen Zustand der prinzipiellen Leistungsfähigkeit versetzt (s. Lambda-Hypothese[1])

 

Intrinsische und extrinsische Motivation

Was bedeutet intrinsisch und extrinsisch und was sind die Gründe dieser "Motivation"?

Leistungserbringung erfolgt aus prinzipiell zwei Gründen:

  • Wegen Interesse an der Arbeit selbst bzw. dem Arbeitsergebnis
  • Wegen Interesse an „äußerlicher“ Belohnung

Intrinsisch:         Arbeit ist der Zweck (= direkte Bedürfnisbefriedigung)

Extrinsisch:         Arbeit ist Mittel zum Zweck (= indirekte Bedürfnisbefriedigung)

In der Regel treten beide Arten nebeneinander auf und sind schwer voneinander zu trennen

Deshalb wird der richtige Mix gesucht!

Benennen Sie die "Contra's" der "intrinsischen Motivation

Contra intrinsische Motivation

- nicht leicht zu erzeugen, manchmal sogar unzweckmäßig

- extrinsische Motivation lässt sich zielgenauer ansteuern

Benennen Sie die "Pro's" der "intrinsischen Motivation

Pro intrinsische Motivation

- nicht jede Tätigkeit lässt sich adäquat entgelten oder auch „messen“

- größere Kreativität (Innovationen, Verbesserungsvorschläge)

- stärkeres Verbundenheitsempfinden auch bei ungünstiger Situation

Korrumpierungseffekt, was bedeutet dieser?

Ein von außen kommender Eingriff (Belohnung, Drohung) bewirkt, dass eine um ihr selbst willen ergriffene Aktivität oder Einstellung zurückgedrängt wird.

„Verlust der Lust – bestraft durch Belohnung!“

„Belohnungen ersetzen uns den Spaß an der Sache durch den Spaß an der Belohnung. Sie

untergraben unser natürliches Interesse, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun. Sie verhindert,

dass wir uns für etwas engagieren, einfach weil es uns Spaß (oder Sinn, vdO) macht.“

Komponenten eines intrinsisch motivierenden Arbeitsplatzes

  1. Der Tätigkeitsvollzug an sich ist belohnend (Prozesskomponente)
  2. Das Ergebnis der Tätigkeit ist belohnend (Sinnkomponente)
  3. Die mit der Tätigkeit verbundenen Erlebnisse sind belohnend (Situationskomponente)

Bedürfnispyramide von Maslow.

Kernaussage?

  • Menschliches Verhalten wird durch Bedürfnisse gesteuert
  • Beschränkung auf fünf Grundbedürfnisse
  • Hierarchisierung: Bedürfnisse sin unterschiedlich dringlich und werden nacheinander verhaltensrelevant
  • Unterscheidung in Defizit- und Wachstumsbedürfnisse

Die Bedürfnispyramide von MASLOW

Begründer? und "zeichnen" und benennen Sie die Pyramide!

Begründer:              Abraham H. Maslow (1908 - 1970)

Die Bedürfnispyramide von MASLOW

Hauptkritik an Maslow?

Hauptkritik an Maslow

  • Geringe Operationalität der Begriffe
  • Willkürliche Unterscheidung und Abgrenzung der Grundbedürfnisse
  • Vernachlässigung von:
    • Situativ unterschiedlicher Bedeutung
    • Intersubjektiv unterschiedlicher Bedeutung
    • Kulturgebundenheit
  • Beschränkte Übertragbarkeit auf die Arbeitswelt

Die ERG-Theorie von Alderfer

Nenne die drei Grundbeürfnisse?

  • Existenzbedürfnisse („existance needs“)
  • Beziehungsbedürfnisse („relatednes needs“)
  • Wachstum („growth needs“)

Die ERG-Theorie von Alderfer

Erläutere die Kernhypothese von Alderfer

Frustrationshypothese:                               „Je weniger die Existenzbedürfnisse befriedigt sin, umso stärker werden sie.“

Frustration-Regressions-Hypothese:     „Je weniger die Beziehungsbedürfnisse befriedigt sind, umso stärker werden die Existenzbedürfnisse.“

Befriedigungs-Progressions-Hypothese: „Je mehr die Existenzbedürfnisse befriedigt sind, umso stärker werden die Beziehungsbedürfnisse.“

Erhöhung des Anspruchsniveaus:           „Je mehr Wachstumsbedürfnisse befriedigt sind, umso stärker werden sie.“

Die ERG-Theorie von Alderfer

Beurteilung und Ziel der Theorie

Beurteilung: Alderfer’s Theorie ist wesentlich informativer und valider als Maslow’s relativ statische und

undifferenzierte Perspektive. Zudem verneint sie die Hierarchie von Bedürfnissen.

 

Ziel: Offenlegung der Beziehung zwischen Bedürfnisbefriedigung und Bedürfnisaktivierung.

Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

Begründer? und Erläuterung der Theorie!

Begründer:                        F. Herzberg (1923 – 2000)

Wir unterscheiden…

Faktoren, die Unzufriedenheit verhindern, aber keine Zufriedenheit herstellen (sog. Hygiene-Faktoren) und Faktoren, die echte Zufriedenheit bewirken (sog. Motivatoren)

Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

Benennen die wichtigsten Hygiene-Faktoren und Motivatoren!

Wichtigste Hygiene-Faktoren:                  äußere Arbeitsbedingungen, Unternehmenspolitik, Lohn, Beziehung zu den Vorgesetzten

Wichtigste Motivatoren:                             Arbeitsinhalt, Anerkennung, Verantwortung, Karriere

Allerdings:

  • Wirkung der Motivatoren und Hygiene-Faktoren oft nicht trennbar!
  • Verdacht auf Forschungsartefakt!

Theorie der gelernten Bedürfnisse von McClelland

Begründer? und erläutern Sie die Theorie!

Begründer:                        David C. McClelland (1917 – 1998)

Die Grundantriebe einer Person sind implizit, d.h. ihr selbst nicht bewusst (sog. Implizite Motive)!

Sie verbinden sich „still“ mit den Persönlichkeitsfaktoren.

Erfolgssucher:                                  risikobereit, Suche nach äußerer Anerkennung, „Macher“

Misserfolgsvermeider:                 Angst vor Kontrollverlust, Versagen-Angst, „Grübler“

Aus diesem Grund scheiden Befragungen und andere direkte Erhebungsmethoden aus.

Bedürfnis- bzw. Motivmessung über den sog. Apperzeptionstest (TAT), ein Instrument sog. Projektiver Verfahren nach Rorschach.

Theorie der gelernten Bedürfnisse von McClelland

These der Theorie?

Die meisten Bedürfnisse werden im Laufe des menschlichen Sozialisationsprozesses erlernt

Grundbedürfnisse:

  • Leistungsmotiv („achievement“)
  • Anschluss- bzw. Zugehörigkeitsmotiv („affiliation“)
  • Machtmotiv („power“)
  • Vermeidungsmotiv („avoidance“)

Study