Personaladministration
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Lernkarten
Nennen Sie zwei Instrumente der Personalpolitik (Teilpolitiken)
Personalentwicklungspolitik, Salärpolitik, Kommunikationspolitik, Mitwirkungspolitik, Personalmarketingpolitik, Führungspolitik
Welchen Zweck hat ein Unternehmensleitbild? Formulieren Sie Ihre Antwort in einem Satz
Vermittlung grundlegender Ziele der Geschäftstätigkeit an die Anspruchsgruppen. In der Regel ist das Unternehmensleitbild eine gekürzte und öffentliche Version der unternehmerischen Strategie.
Wie sollten Ziele formuliert sein? (Arbeitstechnik)
S Spezifisch (Konkret)
M Messbar
A Ausführbar
R Resultat-orientiert
T Terminiert
Welche Planungsmethoden gibt es? (Arbeitstechnik)
-Die Alpenmethode (A-Aufgabe aufschreiben, L-Länge schätzen,P-Pufferzeit einplanen,E-Entscheidung fällen,N-Nachkontrolle)
-Die ABC-Analyse (nach Prioritäten)
-Das Eisenhower-Prinzip (nach Dringlichkeit und Wichtigkeit)
Zentrale Tätigkeiten der Personaladministration?
Informieren (Verwalten, Pflegen und Bereitstellen von Daten: Stammdaten und Lohndaten eines MA aktuell halten, Infos an Dritte wie AHV, Pensionskasse etc.)
Abwickeln (personaladministrative Arbeiten wie Ein- und Austritt, Beförderung, Versetzung etc)
Abrechnen (Lohnabrechnung, Quellensteuer)
Überwachen (Krankheiten (>Versicherungsanspruch), Arbeitszeiterfasstung (Überstunden und Überzeit) Feriensaldo)
Überwachungsdaten werden an die GL weitergeleitet, damit nötige Grundlagen für personalpolitische und planerisch-strategische Entscheide gefällt werden können. (Absenzen im zu'hang mit Krankheiten)
Hauptziel der Personaladministration? Weitere Ziele?
Hauptziel: Alle Informationen über das Personal einer Unternehmung bereitstellen
Weitere Ziele:
-Vereinfachen, Vereinheitlichen, Vermeidung von Mehrfacherfassung
Strukturierung eines Personaldossiers?
-Personalien (Stammblatt, Bewerbungsunterlagen)
-Verträge (Arbeitsvertrag, Internet-Nutzungsvereinbarung)
-Entwicklung (Probezeitentwicklung, Qualifikationen, Verweise, Weiterbildungen)
-Finanzielles (Lohnentwicklung etc)
-Versicherungen (AHV, BVG, UVG etc.)
-Absenzen (Fehl, Gleit, Mehrzeiten)
-Diverses (Gesuch Unbez. Urlaub, Ausbildungszuschüsse etc.)
Aufbewahrungspflichten Personaldaten?
10 Jahre: Ein- und ausgegangene Korrespondenz wie Arbeitsvertrag, Kündigungsschreiben, Lohnausweise)
5 Jahre: Weitere Unterlagen, die aus arbeitsrechtlicher Sicht eine Rolle spielen (Schichtpläne, Ferienbezüge)
Vernichten: unwichtige Gesprächs- und Aktennotizen, graphologische Gutachten)
Zurückgeben: Bewerbungsunterlagen
Es könnte nachträglich ein Arbeitszeugnis verlangt werden, wieder ins Unternehmen eintreten oder Versicherungsfragen (z.b. bei Arbeitslosigkeit) auftauchen.
Datenschutzgesetz:
Mögliche Gefahren
Massnahmen um die Daten zu schützen (papierform)?
Gefahren
- Einsichtnahme von unbefugten Personen
- Diebstahl von Personaldaten
- Veränderung von Personaldaten
- Zerschörung durch Wasser oder Feuer
Massnahmen (papierform)
-Zentrale Lagerung in der Personalabteilung
-Abschliessbarer Raum oder Schrank
-Personaldossiers nicht offen liegen lassen
-Feuerlöscher
-Archivierung an trockenen Orten
Was bedeutet das Einsichtrecht?
Jeder Arbeitnehmer hat das Recht:
-sämtliche in seinem Personadossier gespeicherten oder abgelegten Daten zu lesen
-falsche Informationen zu berichtigen
-zu Unrecht beschaffte Informationen vernichten zu lassen
Eingeschränktes recht bei persönlichen Notizen des AG und Karriere sowie Personalplanungsunterlagen. (werden oft separat geführt)
Datenschutzgesetz: Massnahmen um die elektronischen Daten zu schützen?
-Zugang mit Benutzername und Passwort speichern
-Überprüfung von Datenträgern auf Viren
-Firewall
-Verschlüsselte Datenübertragung
-Absicherung der Stromversorgung
-Regelmässige Datensicherung
Was ist ein Intranet?
Ein spezieller Bereich des Internets, der nur für eine definierte Gruppe (Arbeitnehmer, Lieferanten, Kunden) des Unternehmens zugänglich ist. Für den Bereich muss man sich meist anmelden
Wie soll in einem Unternehmen informiert werden?
- rechtzeitig (zum richtigen Zeitpunkt)
- vollständig (so, dass alle den gleichen Wissensstand haben)
-objektiv (nicht wertend sondern beschreibend)
-verständlich (klar, einfach und prägnant)
Welche EDV wird in der Personaladministration benützt?
-Textverarbeitung (Word): Protokolle, Formulare, Flyer, Textbausteine, Standardvorlagen (Briefe, Verträge) etc.)
-Tabellenkalkulation (Excel): Budget, Absentismus, Personllisten, Statistiken, Grafiken
-Präsentationen (PowerPoint): Tag der offenen Tür, Medienveranstaltung, Firmenpräsentation, Leitbild
-Datenbankprogramme (Acess, Sage): Adressdatenbank
-Personalinformationsssystem: SAP, Sage. Zur Personalverwaltung, -planung, -entwicklung und -betreuung > Basis zur unternehmensführung. Daten können beliebig kombiniert und verknüpft werden
Einsatz eines PIS (Daten über länger Zeit erfassen um Rückschlüsse ziehen zu können)
- Operativ (Stammdaten für Lohnabr überweisung Korrespondenz)
- Taktisch (Stellenbeschreibung, Arbeitsplatzbewertung, Anforderungsprofil, Fehlzeiten)
- Strategisch (Personalkosten/MA, Personalzusammensetzung nach Alter, Geschlecht, Nationalität, Dienstalter etc.
-Internet, Intranet: Infos, Onlineschalter
Nenne zwei Arten von Diagrammen
-Balken- und Säulendiagramme (z.b. für Budget, Zahlen, Befragungen), Achtung, Unterschied Säule unten gegen oben, Balken links gegen rechts
-Kuchen- oder Kreisdiagramme (%, Teilnehmerzahlen)
-Punkte-, Linien- und Kurvendiagramme (Entwicklungen)
Mögliche Folgen von mangelnder Information?
Welche Fragen stellt man sich bei einer Personalinformation?
- Fehlende informationen führen zu unvollständiger, fehlerhaften und langsamer Arbeit
- Unverständnis und Misstrauen
- Keine Motivation
- Absenzen nehmen zu
- schlechtes Betriebsklima
- Doppelspurigkeiten
- Gerüchteküchen
- Kündigungen (Fluktuation)
- Verunsicherungen
- Leistungsverlust
- schlechter Geschäftsgang
- schlechtes Image
Fragen
- Warum will ich informieren? (Gesetz, GL)
- Was soll die Information bei den AN auslösen? (Aktivität, Stellungnahme)
- Wen will ich informieren? (Ausländer, MA, Externe)
- Wann soll ich informieren? (Gruppen die früher informiert werden müssen?)
Definition Personalhandbuch
einheitliches Nachschlagewerk für Führungskräfte und HR Mitarbeitende mit verbindlichen Angaben über personelle Angelegenheiten, betriebliche Aläufe, Zusammenarbeit, Leitbild, Führungsgrundsätze
welche mündlichen Kommunikationswege (Mitarbeiterinformation) gibt es?
-Mitarbeiterversammlungen
-Firmenanlässe
-Schulungen
-Sitzungen
-Tag der offenen Tür
Vorteil: Bei Unklarheiten kann nachgefragt werden, wirkt persönlicher (wohlwollend)
Nachteile: Je grösser der Anlass desto mehr abwesende, keine Aufmerksamheit, Arbeitszeit betroffen - nicht produktiv, werden die Infos weitergeleitet ist die Gefahr einer Veränderung der Info gross
welche schriftlichen Kommunikationswege (Mitarbeiterinformation) gibt es?
-Mitarbeiterbrief
-Hauszeitung
-E-Mail
-Intranet
-Handbuch (ISO Handbuch, Führungshandbuch, Personalhandbuch, MA Handbuch)
-Informationsschreiben
Vorteil: Zeitgleiche Info, alle erhalten die "ursprüngliche" Nachricht
Nachteile: Infromationsflut (wird nicht gelesen), keinen Zugang zu elektronischen Mitteilungen oder sich schwer tun
Inwiefern unterscheidet sich das Mitarbeiterhandbuch vom Personalhandbuch?
Es ist eine abgespeckte Version des Personalhandbuches, ohne Details zu Führung, Entlöhnung etc.
Mitarbeiterhandbuch enthält
- Vorstellung der Unternehmung (Leitbild)
- Anstellungsbedigungen (Arbeitszeit, Freizeit)
- Leistungen und Vers. (PK Reglement)
- Aus und Weiterbildungen
- Zusammenarbeit, Kommunikation
- Organisatorischen (Organigramm)
- Diverses (SUVA Merkblatt)
Wie lange dauert normalerweise eine Probezeit (OR Art. 335b)?
Ein Monat, kann auf drei Monate verlängert werden
Nenne die drei Phasen des Mitarbeitereintritts und was sie beinhalten:
Arbeitsvertrag
1. Vorbereitung:
Kontakt zu neuem MA halten (z.B Karte schreiben, wichtigsten Unterlagen zustellen, Veranstltung), Programm für 1. Arbeitstag erstellen (und Einführungsprogramm), Götti bestimmen, Betrieb informieren, Arbeitsplatz einrichten, Checkliste eröffnen
2. Eintrittstag:
freundlicher Empfang, erste Infos - kleiner Betriebsrundgang (Toilette, Pausen), Arbeitsplatz besichtigen, Vorstellen der wichtigen Personen, eine erste Aufgabe bereithalten, Feedbackrunde nach dem ersten Tag
3. Probezeit:
Einführung - hat er alle Infos? (Aufgabenbereicht, Teamkollegen, Organisation und Zielsetzung der Abteilung - Einblick in Unternehmensphilosophie und -kultur, Unternehmensgeschichte, Produkt und DL Angebot) Besprechung und Absolvierung von Einführungsprogrammen, evtl. Besuch eines Einführungstages, häufige Feedbackgespräche mit VG oder Götti, Probezeitgespräch, definitiver Anstellungsentscheid
Das Ziel ist dass sich der MA schnell im Team integriert fühlt und motiviert seine Aufgaben selbständig, qualitativ und quantitativ hervorragend erledigen kann.
Schildere stichwortartig das Vorgehen beim Eintrag ins Handeslregister
-Beförderungsantrag
-VR-Protokoll
-notarielle Beglaubigung
-Anmeldung HR, mit allen drei vorgängigen Dokumenten
-Veröffentlichung
Was sind kurzfristige Veränderungen im Arbeitsverhältnis und welchen Personaladministrationsaufwand beinhalten sie?
-Job-rotation (andere Aufgabe - Arbeitsplatz- und Aufgabenwechsel für eine bestimmte Zeitspanne), Beispiel: Nachwärter erhält einen anderen Rundgang
-Job-enlargement (neue Aufgabe auf gleicher Stufe, Aufgabenerweiterung durch zusätzliche Teilaufgaben), Beispiel: Sachbearbeiter Kreditor hilft bei Debitoren aus
-Job-enrichment (Joberweiterung auf höherer Stufe, Aufgabenbereicherung durch grössere Entscheidungs und Kontrollspielraum wie Führungsaufgaben oder Projektarbeit), Beispiel: Vertretung des Vorgesetzten während Ferien
Aufwand: sehr gering, höchstens Info von Mitarbeitern
Grössere Veränderungen im Arbeitsverhältnis und Personaladministrationsaufwand?
-Funktionswechsel
-Abteilungswechsel
-Beförderung
ev. Aufwand:
-Meldung Sozialversicherungen
-Stellenbeschreibung anpassen
-Information im Betrieb
-Anpassung Stammdaten
-neuer Arbeitsvertrag
-ev. Änderung Zeichnungsberechtigung
Welche Zeichnungsberechtigungsarten gibt es?
Vorgehen HR EIntrag
-Vollmacht (einmalige Geschäfte, kein HR-Eintrag nötig)
-Handlungsvollmacht, i.V. oder i.A. (Für regelmässige Handlungen z.b. Einkauf Waren - kein HR-Eintrag nötig)
-Prokura, ppa. (HR-Eintrag zwingend notwendig, ein Arbeitnehmer mit Prokura kann praktisch sämtliche Geschäfte erledigen, häufig als Kollektivprokura, Unterschrift zu zweien)
-Generalvollmacht (HR-Eintrag zwingend notwendig, bei dieser Zeichnungsberechtigung ist praktisch alles möglich, meist Geschäftsführer - auch hier meist mit "Unterschrift zu zweien")
Vorgehen HR Eintrag
- Beförderungsantrag
- Beschluss
- Notarielle Beglaubigung
- Anmeldung an HR
- Veröffentlichung
Das VR Protokoll muss vom Verwatlungsratspräsi. und Sekretär unterschrieben sein > notarielle Beglaubigung der Unterschriften und des Protokolls
Was besagt OR Art. 330a zum Arbeitszeugnis?
Abs. 1: Der AN kann jederzeit ein Zeugnis verlangen, das sich über Art und Dauer, sowie über seine Leistung und sein Verhalten ausspricht
Abs. 2: Auf besonderes Verlangen des AN beschränkt sich das Zeugnis nur auf Art und Dauer
Formale Anforderungen an ein Arbeitszeugnis?
-Wahr, objektiv richtig (keine falschen Angaben, Werturteile müssen belgbar sein)
-Wohlwollend + charakteristisch (Fürsorgepflicht - die weitere berufliche Tätigkeit darf nicht erschwert oder verunmöglicht werden - Sind Verfehlungen schwerwiegend muss dies erwähnt werden. (Sind in den Gesamtzusammenhang zu stellen und wohlwollend zu formulieren)
-Vollständig
-Klar (eindeutige Aussagen, keine Floskeln - man beginnt positiv, macht wenn nötig negative Aussagen und endet positiv.
Welche 4 Zeugnisarten gibt es?
-Vollzeugnis (Arbeitszeugnis), es ist immer in der Vergangenheitsform geschrieben, da es auf ein beendetes Arbeitsverhältnis zurückblickt (Gibt Auskunft über Art Dauer Leistung Verhalten und Beendigungsgründe)
-Arbeitsbestätigung (Einfaches Zeugnis), enthält lediglich Angaben über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, ebenfalls in der Vergangenheitsform geschrieben (oft bei kurzen Arbeitsverhältnissen)
-Zwischenzeugnis
ähnlich wie Vollzeugnis, aber in der Gegenwart geschrieben, es wird kein Ende und Beendigungsgrund erwähnt
-Lehrzeugnis
nach Beendigung der Lehre und enthält Angaben zum erlernten Beruf und zur Dauer der Ausbildung (nicht zwingend zu Fähigkeiten, Leistungen und Verhalten - kann aber verlangt werden)
Wie ist ein Vollzeugnis aufgebaut?
1. Personalien, Stellung im Unternehmen
2. Funktion und Pflichtenheft, Beförderungen
3. Fachwissen (mitgebrachte und während Arbeitsverhältnis angeeinetes Fachwissen)
4. Qualifikation (Leistung, Verhalten und Führung - Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Kreativität, Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Führung, Führungsqualitäten etc.)
5. Austrittsgrund
6. Schlusssatz (Danken und Erfolg wünschen)
Welches sind die Hauptphasen der Personalgewinnung und welche Hilfsmittel und administrative Tätigkeiten gibt es?
Personalplanung Organigramm, Stellenbeschreibung, Anforderungsprofil, Budget für die Personalkosten
Personalsuche Vorlagen für Personalinserate, Bewerberüversicht, Bestätigung für den Erhalt der Bewerbungsunterlagen, Einladung zum Vorstellungsgespräch
Personalselektion Fragebogen für die Vorstellungsgespräche, Zusagebrief, Absagebrief, Checkliste für Schnuppertage
Was sind die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für die Beschäftigung von ausländischen Mitarbeitern?
- für Leute aus Drittstaaten : AuG (Ausländergesetz, seit 1.1.08 in Kraft)
-für Leute aus EU / EFTA-Staaten gibt es das Personanfreizügigkeitsabkommen
Jeder, der sich länger als drei Monate in der Schweiz aufhält, braucht eine Bewilligung (Arbeits- oder Aufenthaltsbewilligung)
Bilateralen Verträge wurden am 2002 in Kraft gesetzt
Was muss man vor der Anstellung eines ausländischen Mitarbieters beachten? Welche Unterschiede gibt es?
-erstmalige Erwerbstätigkeit in der Schweiz oder nicht
-Angehörige EU / EFTA-Staaten oder Drittstaaten
-Stellen, Berufs- Kantonswechsel
-Gütigkeit von Bewilligungen
Wie ist der Verfahrensablauf für ausländische Mitarbeitende welche das erste Mal in der Schweiz arbeiten?
1. Gesuchseinreichung (kantonale Arbeitsmarktbehörde)
2. Prüfung (Kanton zusätzlich dem BFM zur Zustimmung)
3. Prüfung (Bund - die Verfügung berechtigt nicht zur Einreise)
4. Visumserteilung (Zustimmung über Kantonale Behörde an Schweizer Vertretung im Ausland, Abholung durch MA)
5. Einreise und Anmeldung (Arbeitnehmende müssen sich bis spätestens 14 Tage nach Einreise am Wohnsitz anmelden)
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Bürger aus den Drittstaaten erstmals bei uns arbeiten darf?
-Inländervorrang (es wurde kein Inländer gefunden)
-Kontingente (es muss noch freie Kontingente haben)
-Versicherungen (er muss KK haben)
-Orts- und berufsübliche Lohn-und Anstellungsbedingungen
- Angemessene Unterkunft
Welche Dokumente benötigt es, wenn man ein Gesuch einreichen will, dass ein Bürger aus den Drittstaaten bei uns arbeiten soll?
-Kantonales Gesuchsformular
- Kopie des offiziellen Reisedokumentes
-Nachweis über inländische Rekrutierungsbemühungen
-Arbeitsvertrag
-Lebenslauf, Qualifikationsnachweis MA
-bei Grenzgängern: Wohnsitz bzw Niederlassungsbewilligung
je nach Kanton können noch weitere Dokumente verlangt werden
Welche Bewilligungsarten gibt es und welche Unterschiede zwischen Drittstaaten und EU/EFTA-Staaten?
Aufenthaltsbewilligung B:
Familiennachzug möglich und Quellensteuer bei beiden
Stellen,Berufs, Kantonswechsel bei Drittstaaten bewilligungspflichtig, bei EU/EFTA nicht, Dauer der Bewilligung bei Drittstaaten 1 Jahr, verlängerbar, bei EU/EFTA 5 Jahre, verlängerbar
Aufenthaltsbewilligung C (Niedergelassene):
Familiennachzug möglich, keine Quellensteuer (ordentliche Besteuerung), Stellen, Berufs, Kantonswechsel ohne Bewilligung bei beiden, Dauer der Bewilligung unbefristet (Erteilung bei EU nach 5 Jahren, bei Drittstaaten nach 10 Jahren)
Kurzaufenthalter L:
Familiennachzug möglich und Quellensteuer bei beiden
Stellen,Berufs, Kantonswechsel bei Drittstaaten bewilligungspflichtig, für kurzfristige Erwerbstätigkeit, i.d.R unter 1 Jahr, max 18 Monate, Dauer der Bewilligung gem. Arbeitsvertrag
Grenzgängerbewilligung G:
kein Familiennachzug, da täglich oder wöchentlich Rückkehr, Quellenbesteuerung, Stellen, Berufs-Kantonswechsel mit Bewilligung, für Grenzgänger aus Drittstaaten, die in der Grenzzone im Ausland wohnen, wurde eine Grenzzone festgelegt (z.B. Amerikaner der in Deutschland wohnt und in der Schweiz arbeitet) Dauer der Bewilligung für EU/EFTA 5 Jahre, für Drittstaaten 1 Jahr, jeweils verlängerbar
Für Bürger aus EU / EFTA-Staaten gelten das Ausländergesetz und die Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit nur, wenn durch die Verürdung aus dem Freizügigkeitsabkommen (VEP) keine bessere Rechsstellung entsteht
Welche gemeinsamen Rechte haben Arbeitnehmer aus der EU und Arbeitsnehmer aus der Schweiz dank der bilateralen Verträge (Freizügigkeitsabkommen)?
-geographische und berufliche Mobilität
-gleiche Arbeitsbedingungen
-koordinierter Versicherungsschutz
-Familiennachzug
-gegenseitige Diplomanerkennung
-Erwerbstätigkeit von Familienangehörigen
Wieviele EU-Länder und EFTA-Länder gibt es?
15 Gründerstaaten ((Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederland, Österreich, Portugal, Schweden,Spanien) plus Malta und Zypern, also 17
ab 1.5.04 kamen 8 weitere dazu (1, Osterweiterung), Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei,Slowenien, Ungarn
ab 1.1.07 kamen 2 weitere dazu (2. Osterweiterung): Bulgarien und Rumänien, hier gelten bis 31.5.14 noch spezielle Bedingungen, Ventilklausel, ähnlich wie Drittstaaten
EFTA-Staaten: Island, Norwegen, Fürstentum Liechtenstein, Schweiz
Was sind die Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Gleitender Arbeitszeit? (je 3)
AG gibt Wochen Soll stunden und fixe Präsenzzeiten vor (In der Gelitzeit kann der AN selber bestimmen)
Arbeitgeber:
-Beschränkte Anpassung an Auftragslage möglich (In der freien Zeit kann der MA mehr oder weniger arbeiten)
-Verspätungen der MA gehen zu Lasten der MA (Muss er somit selber wieder aufholen)
-Motivationssteigerung der MA
-Fördert die Eigenverantwortung der MA
Arbeitnehmer:
-Anpassung an persönliche Bedürfnisse (Zug, Familie)
-Mehr Selbstbestimmung
-Bessere Anpassung an Arbeitsanfall