Pathophysiologie Atmung

Pneumonie Chronisch obstruktive Lungenerkrankung Asthma Bronciale Lungenembolie

Pneumonie Chronisch obstruktive Lungenerkrankung Asthma Bronciale Lungenembolie

Andrea Mütschard
Lernen

Andrea Mütschard
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Pathophysiologie der Atmung, speziell für die Berufslehre. Sie konzentrieren sich auf Erkrankungen wie Asthma, COPD und Pneumonie, wobei Begriffe wie Lunge, Atemweg, Atemnot und Sekret im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten eignen sich für angehende Fachkräfte im medizinischen Bereich, die ein Verständnis für die Ursachen, Symptome und Therapien dieser Atemwegserkrankungen benötigen.
Karten
23
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
06.05.2014 / 16.11.2018

Lernkarten

Definition Pneumonie

Meist akute Entzündung des Lungengewebes. Es können Lungenbläschen als auch das Bindegewebe in den zwischenräume befallen sein.

Ursache einer Pneumonie?

  • Meist Infektionen durch Bakterien, (oder Pilze, Parasiten, Viren)

 

  • Seltener die nicht infektiöse Pneumonie;
  • Diese kann allergisch bedingt sein, oder durch chemische Reize (Giftinhalation)

 

  • Aspirationspneumonie; Mageninhalt gelangt in die Atemwege, und es entsteht eine Entzündung

Risikofaktoren zur Pneumonie?

Besonders Gefährdet sind?

  • Wird die Lunge ungenügend belüftet  so kann sich vermehrt Sekret ansammeln, welches der ideale Nährboden für eindringende Krankheitserreger ist.

 

  • Bettlägrige Patienten
  • Menschen die eine schon-Atmung einnehmen (Verletzungen, OP's)
  • Raucher (vermehrte Sekret Produktion)
  • Patienten die mühe haben das Sekret abzuhusten

Leitsymptome einer Pneumonie?

Hervorgerufen durch Streptokokken oder Pneumokokken

  • Husten
  • Auswurf
  • Schmerzen beim Atmen
  • Fieber

Verlauf einer Pneumonie?

Beginnt oft mit Schüttelfrost & Fieber bis 40 Grad.

Pat ist:

  • Kurzatmig
  • Tachykard
  • Schwitz stark

Zuerst trockener, starker Husten nach kurzer Zeit hustet man eitriges Sputum (kann auch zu Blutbeimengung kommen). Pat hat schmerzen bei Atmen und nimmt deshalb eine schon-Atmung ein. Es kann süsslich oder übel riechender Mundgeruch entstehen.

 

Verlauf einer Atypischen Pneumonie?

Diese beginnt langsam und uncharakterisch mit trockenem Husten und Fieber

Therapie bei einer Pneumonie?

  • Eine Bakterielle Pneumonie wird mit Antibiotika (z.B. Augmentin) behandelt.
  • Zusätzlich werden Expektorantien oder Antitussiva eingesetzt
  • Sowie eine Atemtherapie trägt entscheidend zur Heilung bei

 

Expektorantien

Antitussiva

Wirken wie?

  • Durch die förderung der Bronchialsektretion, verflüssigung von gebildetem Schleim, Förderung des Abtransports von Sekret, kann dieses besser Abgehustet werden (z.B. Fluimucil)

 

  • Der Hustenreflex wird blockiert und lindert so den Hustenreiz, Antitussiva werden meist am Abend eingesetzt (z.B. Resyl Plus)

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Definition?

 

Sind langandauernde entzündliche Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit verenung der Atemwege, und zu einem späteren Zeitpunkt der Zerstörung der Alveolen

Was gehört alles zur COPD

  • Chronisch Obstruktive Bronchitis
  • Asthma Bronciale
  • Lungenemphysem

Ursachen einer COPD?

  • Entsteht als Folge einer chronischen Bronchitis

 

  • Durch langjähriges Rauchen/ einatmen von Schadstofen werden die Flimmerhärchen in den Bronchien zerstört und die Schleimhaut schwer geschädigt
  • Die normale Reinigungsfunktion der Lunge funktioniert nicht mehr, die Schadstoffe bleiben in der Lunge und müssen abgehustet werden.
  • 1 Zigarette legt das Reinigungssystem für 8 Std. lahm
  • Eintrentende Bakterien oder Viren können so direkt in die geschädigte Schleimhaut eindringen und zu Infektionen führen. So entsteht eine chronische Bronchitis

 

  •  Die entzündliche Bronchialschleimhaut verdickt sich und verengt so die Luftwege.
  • Die Luft kann nicht mehr ohne Druck ein- und ausgeatmet werden.
  • Sie ist chronisch Obstruktiv geworden.

 

  • Es kommt zur Zerstörung der Alveolarwände und zur Überblähung der Lunge, dies wird Lungenemphysem genannt.

"AHA" Symptome (COPD)

  • A: Auswurf, meist zäh und weisslich
  • H: Husten am Morgen
  • A: Atemnot; Sauerstoffaufnahme ist gestört, zu Beginn eine Anstrenungsdyspnoe später dann eine Ruhedyspnoe

Therapie bei COPD

  • Raucherstopp; meiden von Schadstoffen
  • Empfohlen; Impfung gegen Grippe & Pneumokokken, da ein Viralerinfekt sich oft zur Pneumonie entwickeln kann.
  • Medikamente können COPD nicht heilen, aber die Symptome lindern.
  • Bei Atemnot:Bronchienerweiternde Medikamente (Bronchospasmolytika)
  • Bei Infekten: Antibiotika
  • Bei massiver verschleimung: Expektorantien
  • Später meist noch Sauerstofftherapie

Bronchospasmolytika 

Wirken wie?

  • Dienen zur erschlaffung der Broncialmuskulatur und dadurch werden die Atemwege erweitert (z.B. Ventolin)

Asthma bronciale

Definition?

Asthma bronciale ist eine chronisch entzündliche obstruktive Erkrankung der Atemwege, die teils zur hochgradigen Atemnot führt

Ursache einer Asthma bronciale

(allergisches Asthma)

  • Entsteht beim Einatmen von Allergene. Dies führt zur Allergischen Reaktion.

 

  • Häufige Ursachen: Pollen, Hausstaub (Milben), Tierhaare, Nahrungsmittel und Medikamente
  • Diese treten meist in der Kindheit auf. Oft gibt es eine erbliche Vorbelastung.

 

  • Weshalb eine Person mit Asthma reagiert und eine andere Person nicht ist jedoch unklar.

Ursache einer Asthma bronciale?

(nicht allergisches Asthma)

  • Diese Form ist häufiger. Meist tritt aber eine Mischform auf.
  • Astmaanfälle werden durch Infekte der Atemwege, körperliche Anstrenung, kalte Luft, Stress,, Inhalation von atemwegsreizenden Substanzen

Symptome einer Asthma bronciale

  • Asthmaanfälle entstehen plötzlich sie sind mit quälender Atemnot verbunden.
  • Die Atemnot wird von starken Hustenanfällen begleitet.
  • Die Ausatmung ist erschwert, verlängert und erzeugt ein Giemen, Pfeifen oder Brummen.
  • Die Atemhilfsmuskulatur wird eingesetz

 

  • Betroffene sind: Schweissbedeckt, blass und in schweren Fällen zyanotisch.
  • Es entleeren sich nur kleine Mengen zähes Sputum.
  • Anfälle dauern Mintuen-Stunde

 

  • Am Ende eines Anfalles werden grössere Mengen glasiger, zäher Schleim entleert was meist als sehr erleichternd empfunden wird.
  • Bei Menschen mit Asthma sind die Schleimhäute immer in Abwehrbereitschaft, weshalb sie bei Kontakt mit erregern viel zu heftig reagieren

Therapie bei Asthma bronciale

  • Es ist eine langzeitbehandlung
  • Ziel: Beschwerdenfreiheit, volle Leistungsfähigkeit, normale Lungenfunktion und so wenig Medikamente wie möglich

 

  • Betr. wird geschult wie er mit seiner Krankheit umgehen kann
  • Schlechte Haltungen (Lippen-Bremse, langsames Einatmen mit Luftanhalten ect) sollen vermieden werden
  • Sie sollen Anfälle frühzeitig erkennen können um dem entsprechen zu reagieren
  • Atemübungen und Atemtechnicken zur verhinderung der Atemwegsverenung werden erlernt
  • Medikamentösetherapie durch: Bronchospasmolytika und Glucocortioide

Glucocortioide

Wirken wie?

Entzündungshemmend. Durch dies sind die Bronchien weniger geschwollen und Produzieren weniger Schleim           (z.B. Pulmicort)

Definition Lugenembolie

Verstopfung einer Lungenarterie durch einen eingeschwemmten Thrombus. (Dieser stammt auf den tiefen Becken- oder Beinvenen)

Ursache einer Embolie

  • Thrombus aus dem venösen Gefässystem (90% sind Bein oder Beckenvenen) löst sich (Embolus) und gelangen über die untere Hohlvene (vena cava inferior) und die rechte Herzhälfte in die Pulmonalarterie, dort bleibt sie stecken und verschliesst das Gefäss.

Es kommt also zur Lungenemoblie

Risikofaktoren einer Lugenembolie?

Virchowsche' Trias:

  • Veränderung der Blutströmung (Bettruhe, Gips)
  • Veränderung der Gefässwände (Nach OPs)
  • Veränderung der Blutzusammensetzung (Blutgerinnungsstörung)

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