Pathologien Sinnesorgane/ Haut/ HNO-Erkrankungen MGL 450
Ausbildung NHP
Ausbildung NHP
-
- 1 / 132
-
Flashcards
Allergie
Atopie
- Def:
- ist eine erworbene falsche übertriebene Reaktion des Immunsystems gegenüber einer fremden Substanz
- eine Pseudoallergie ist eine nicht immunologisch vermittelte Unverträglichkeitsreaktion
- übermässige Freisetzung von körpereigenen Botenstoffen- Histamin
Ekzem
- Def:
- "Juckflechten"
- nicht kontagiöse (ansteckende) Entzündungsreaktion der Haut mit Juckreiz
Ekzemformen und ihre Ursachen
- toxisches Ekzem: nichtallergische Reaktion auf Kontaktsubstanz
- allergisches Ekzem:
- Kontaktekzem: allerg. Unverträglichkeitsreaktion auf Kontaktsubstanzen
- Neurodermitis- atopisches Ekzem
- seborrhoisches Ekzem: gesteigerte Absonderung der Talgdrüsen
- dyshidriformes Ekzem: verminderte oder vermehrte Schweissproduktion
- Austrocknungsekzem
- Stauungsekzem
- variköses Ekzem: bei chron. venöser Insuffizienz bes. US und After
Erscheinungsbilder beim akuten und chronischen Ekzem
- akut:
- Knötchen-, Bläschen-, Krusten- und Schuppenbildung auf gerötetem Grund
- evtl. nässend
- chronisch:
- Risse (Rhagaden), Vergröberung der Haut (Lichenifikation), vermehrte Vorhornung (Hyperkeratosen), Schuppung
Auslösende Faktoren für ein Kontaktekzem
- am häufigsten: Nickel z.B. in Kunstschmuck
- "Hausfrauenekzem" (Wasch- und Putzmittel)
- Bauarbeiter: Zement und Kalk
- Coiffeure: Haarfärbemittel, Präparate für Dauerwelle
- Bäcker: best. Mehlsorten oder Backhilfsstoffe
- Heilberufe: Desinfektionsmittel
Definition Neurodermitis-
atopische Dermatitis
atopisches Ekzem
- Def:
- häufige (8-12%), chron. rez . Hauterkrankung aus dem allerg. Formenkreis
- Bereitschaft, gegen Substanzen aus der natürlichen Umwelt eine Überempfindlichkeit mit Hautreaktion zu entwickeln
Symptome und Komplikationen Neurodermitis
- Sy:
- altersabhängig
- Milchschorf (atopisches Ekzem) bei Säuglingen
- Neurodermitis in der Kindheit: grosse Ekzeme in grossen Gelenkbeugen
- Neurodermitis bei Jugendlichen und Erwachsenen: Ekzeme in Beugen, Nacken, um die Augen, am Hals, am Stamm, 2. Augenfalte
- quälender Juckreiz
- Kompl:
- bakterielle Infektionen gehäuft mit Straphylococcus aureus
- virale Infektionen: Herpes-Infekion, Warzen
- Mykotische Infektionen
Ursachen und auslösende Faktoren der Neurodermitis
- Ät:
- Genetik
- auslösende Faktoren:
- verschiedene Allergene
- mechanische Reizugn der Haut (z.B: Kontakt mit Wolle)
- bestimmte Nahrunsgmittel
- Infektionen
- klimatische Bedingungen
- psychischer Stress
- mehrere Umweltfaktoren zusammen, daher schwierig Ursache zu finden
- erbliche Faktoren
Infektionsquellen und begünstigende Faktoren für Fuss-/ Nagelpilz
- feuchtes Milieu und
- verminderte Immunität
- vermehrtes Schwitzen, Durchblutungsstörungen
- mangelndes Abtrocknen
- durch Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen (Schwimmbad...)
Symptome für Fuss-/ Nagelpilz
- Rötung, Schuppung, Nässen und Juckreiz beginnend meist in den Zwischenzehenräumen (3. o. 4.)
- planatr: Schuppung und Übergreifen auf Fusskanten und -rücken
- spez. bei Nagelpilz: Verfärbung der Nägel, Verdickung der Nagelplatte, Anhebung Ngaelbett, deformierung der Nagelplatte
Therapie und Prophylaxe Fuss-/ Nagelpilz
- Tx:
- Trocken halten: gründliches Abtrocknen, Vermeiden von Synthetikmaterial und zu engem Schuhwerk, Einlage eines Verbands- oder Stoiffstreifens zwaischen den Zehen
- Abheilung meist von selbst bei Erstinfektion
- Antimykotikum
- spez. bei Nagelpilz: langwierig, loakles Abtragen des Nagels, Antimykotikum, langfristige orale Medikation, Entfernung des gesamten Nagels
- Prophylaxe:
- trockenhalten der Zehenzwischenräume: gut abtrocknen, desinfizierendes Puder, atmungsaktives Schuhwerk, Baumwollsocken
- in Schwimmbädern etc. Badelatschen und Desinfektion
Ursachen für Warzen
- Def:
- gutartige, infektiöse, virusbedingte, epitheliale Tumoren an Haut oder Schleimhaut
- Ät:
- verschiedene Viren (Human-Papilloma Virus HPV, können Krebs auslösen)
-Abwehrschwäche
-psychische Faktoren
-Druckstellen am Fuss
-feucht-warme Orte (Schwimmbad)
-Mangelhafte Durchblutung der Extremitäten
-vermehrtes Schwitzen
-Neurodermitis
- verschiedene Viren (Human-Papilloma Virus HPV, können Krebs auslösen)
Benigne Tumoren der Haut
- Sommersprossen - Ephedelis
- Altersflecken - Lentigo senilis/ Lentigo solaris
- Alterswarzen - seborrhoische Warze
- Atherom
- Muttermal - Naevus
- Hämangiom, Butschwamm, Adergeschwulst
- Feuermal, Weinfleck, Gefässmal, Naevus flammeus
Definition Muttermale
-Naevus-
- primär gutartige Wucherungen der Melanozyten
- Unterformen:
- Leberfleck- einfachste, oberflächliche Form, mit Haaren = Tierfellnaevus
- Nävuszellnävus- mit bestimmter Nävuszelle
- blauer Nävus- in den Tiefen der Lederhaut gelegen (schimmert blau), Sonderform Mongolenfleck (am Kreuzbein, Schulterbereich, Gesicht)
- dysplastisches Naevus- atypische Zellen- Achtung Melanomgefahr!
Komplikationen von Muttermalen
- geringes Entartungsrisiko
- gesteigertes Entartungsrisiko bei familiär gehäuften Nävuszellnävi , besonders nach häufiger intensiven Sonnenbestrahlung
- ebenso gesteigertes Entartungsrisiko bei behaarten Tierfellnaevi
Definition Melanom (Häufigkeit)
- bösartiger Tumor der Melanozyten
- vorwiegend hellhäutige Menschen
- in mittleren Lebensjahren
- bevorzugt auf Hautbereichen die der Sonne ausgesetzt sind
- in Europa erkranken derziet 12-14/ 100.000 Einwohner, Tendenz steigend
Abklärung von Muttermalen (ABCDE-Regel)
- Inspektion nach ABCDE-Regel
- A = Assymmetrie des Herdes
- B = Begrenzung (unregelmässig)
- C = Color (verschiedene Farben)
- D = Durchmesser >6mm
- E = Erhabenheit, Entzündung
- mehr als 4 Kriterien erfüllt- Melanomverdacht
- Absicherung mit Histologie
Ursachen/ Risikofaktoren und Komplikationen von Melanomen
- 60% entwickeln sich aus Naevi (Leberflecken)
- Risikofaktoren:
- Sonnenbrandreaktionen (verstärkte UV-Strahlung)
- erworbene Immunsupression (AIDS)
- familiäre Häufung
- Kompl:
- frühzeitige Metastasierung
Abklärung und Symptome von Melanomen
- ABCDE-Regel bei Hautveränderungen/ Naevi
- A = Assymmetrie des Herde
- B = Begrenzung (unregelmässig)
- C = Color (verschiedene Farben)
- D = Durchmesser >6mm
- E = Erhabenheit, Entzündung
- mehr als 4 Kriterien erfüllt- Melanomverdacht
- Absicherung mit Histologie
- weitere Warnsymptome:
- Juckreiz, leichte Verletzbarkeit mit Blutungsneigung
Definition Psoriasis (Schuppenflechte)
und Manifestation
- gutartige, erbliche Krankheit der Haut, Schleimhaut, Nägel und Gelenke bei der sich unregelmässig scharf begrenzte entzündliche Hautbereiche mit silbrig glänzender Schuppung bilden
- nicht ansteckend
- meist ab dem zweiten Lebensjahrzehnt, 2-3% der Bevölkeung
Ursachen und mögliche Auslöser für Psoriasis
- Hauterneuerungsprozess extrem beschleunigt (statt 30 nur 7 Tage)
- Auslöser:
- psychogene Auslöser
- Schädigung der Epidermis, Kontaktallergene, äussere Traumata
- Rauchen, Übergewicht, Alkoholkonsum, bestimmte Medikamente
- äussere mechanische Faktoren (Druck, Verletzungen), durch Kratzen Schuppenbildung gefördert
- Klima
- vorgehende Infekte
- Ernährungsfaktoren
Erscheinungsbild der Psoriasis (Haut und Nägel)
- bevorzugt an Streckseiten der Gliedmassen und am Kopf.
- scharf begrenzte Erytheme mit silbrig glänzender Schuppung, klein bis handtellergross
- bei 50% auch Nägel betroffen:
-Tüpfelnägel: kleine Grübchen im Nagel
-Ölflecken: stellenweise gelblich verfärbt
Prognose einer Psoriasis
- gutartige, meist chronisch verlaufende Erkrankung
- bei schwerem Verlauf kann sie zur Isolation und Resignation des Patienten führen und die Lebensqualität stark einschränken
Diagnose Psoriasis
- "Kerzenfleckphänomen"- beim abkratzen der Schuppen erinnern diese an Wachstropfen
- "letztes Häutchen"- letzte Hautschicht nach Abkratzen, glänzend feuchte Epithelschicht
- "rote Tautropfen" = "Ausspitzphänomen"- punktförmige Blutung nach weiterem Kratzen
- Diff: rheumatoide Arthritis- Unterschied Gelenkbefall bei Psoriasis Arthritis asymmetrisch und oft Gelenke eines ganzen Fingers entzündet mit Endgelenk, Rheumafaktoren sind negativ
Definiton und Manifestationsalter Akne vulgaris
- Erkrankung des Talgdrüsenfollikels mit Fettstau und entzündlcihen Vorgängen
- in der Pubertät
Ursachen und auslösende Faktoren für Akne vulgaris
- Ursachen:
- Talgdrüsenüberfunktion
- Verhornungsstörungen (Hyperkeratose)
- Bakterien
- immunologisch
- auslösende Faktoren:
- Stress, Arbeit in feuchtem Milieu
- Fett oder Öl
- Menstruation
- Ausdrücken der Pickel (Verteilung der Bakterien)
- Ernährung
- Arzneimittel, Chemikalien, Chlor
Erscheinungsbild Akne
- entzündliche Knoten in talgdrüsigen Arealen ( Gesicht , Rumpf ), die sich zu Zysten, Abzessen, Fisteln und Narben weiterentwickeln können
Hühneraugen
- Def:
- örtliche linsen- bis 10 Rappen grosse Verhornung der Haut
- Ät:
- verursacht meist durch zu enge auf knochennahem Haut drückende Schuhe
- innerer Teil unvollstängig verhornt und drückt in die Tiefe
- verdrängt Gewebe und bildet Entzündungen
- Sy:
- Druckschmerz, kann durch eine Entzündung verstärkt sein
- Tx:
- Entfernung
- Spezialpflaster zur Aufweichung der Hornhaut
- mech. Reize vermeiden
Allgemeine Symptome bei Erkältungskrankheiten
- erhöhte Temperatur, bei Kindern kann Fieber auftreten
- Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl
Möglichen Lokalisationen und typischen Symptome bei Erkältungskrankheiten
- akute Rhinitis (Schnupfen)
- beginnend mit Niesreiz
- eingeschränkte Nasenfunktion (atmen, riechen, schmecken)
- wässriges, eitriges Sekret
- akute Pharyngitis (Rachenentzündung)
- Kratzen im Hals
- Schluckbeschwerden
- Trockenheitsgefühl im Hals
- akute Laryngitis (Kehlkopfentzündung)
- Heiserkeit, Stimmversagen
- Hustenreiz
- evtl. starke Halsschmerzen
- Pseudokrupp
- häufig bei Kleinkindern
- akute Bronchitis/ Tracheatitis (Entzündung Bronchien/ Luftröhre)
- Husten mit schleimigen/ eitrigem Ausfluss
- Schmerzen in der Brust
Semimaligne Tumore der Haut
- Basaliom
Maligne Tumore der Haut
- Spinaliom, Stachelzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom
- Melanom
Alterswarze
Seborrhoische Warze
- harmloser Hauttumor, geht von den Keratinozyten aus
- Epi: häufigster Hauttumor, gehäuft ab 50.Lj
- Grösse und Lage: rund-oval, linsengross, Gesicht, Oberkörper, Handrücken, hellgrau bis dunkelbraun
- Sy: Keine, evtl. Juckreiz
- DD: bei starker Pigmentierung Ausschluss von Melanom bzw. Basaliom
- Tx: keine, kosmetisches Problem
- Entfernung mit flüssigem Stickstoff, scharfen Löffel, vereisen, herausschneiden
Atherom
Grützbeutel
- Def: geschwulstartige Talgansammlung in einer Talgdrüse
- bestehen aus Fettropfen, Fettkristallen, Epidermiszellen
- Grösse und Lage: haselnuss- bis hühnereigross, vorwiegend am behaarten Kopf, Gesicht, Nacken, zwischen Bauch und Hals, Intimbereich
- Ät: Verstopfung eines Ausführungsganges einer Talgdrüse
- Sy: nur Beschwerden bei Entzüdnung
- Kompl: Grössenzunahme, Infizierung
- Tx: OP
- Prog: bei Entleerung Rezidivgefahr
Hämangiom
- Blutschwamm
- Def: gutartiger Tumor der Blutgefässe
- bläulich, rötliche Verfärbung an Haut oder Scheumhaut
- machn keine Bschwerden
- eher kosmetisches Problem
Feuermal
Naevus flammeus
- Def: gutartige angeborene Gafässfehlbildung
- Sy: hell- bis dunkelblau/ violett/ roter, unregelmässig geformter, meist zackig flächig-planer Fleck, kann Rückschluss auf weitere Fehlbildungen von Gefässen geben, nicht schmerzhaft und nicht behandlungsbdürftig ausser kosmetisches Problem
- Sonderformen: Storchenbiss: blass-rotes Feuermal im Bereich Nacken/ Haargrenze
- Tx: Lasertherapie
Basaliom
Basalzellenkrebs - Basalzellkarzinom
- Def: örtlich infiltrierender destruierender NICHT metastasierender Tumor (semimaligner Hauttumor), Ausgang in der basalen Zellschicht
- Epi: bevorzugt ab dem 60.Lj., familiär genetisch bedingt schon ab 30, eher hellhäutige Menschen,
- Lokalisation: stark belichtete Zellen des Gesichts, bevorzugt Unterlid, zunehmend in den letzten Jahren
- Ät:
- genetisch, Patienten mit sonnenempfindlicher Haut, UV-Strahlung, ionisierende Strahlen, Karzinogene z.B. Arsen, chronische Hautschädigung, Radiodermatitis, atrophische Narben bei Lupus
- Erscheinung/Sy:
- vorwiegend an der Sonne ausgesetzten Hautpartien, zunächst häufig unbemerkt, Teleangioektasien (Gefässserweiterungen) am Tumorrand, aufgeworfener, perlschnurartiger Rand, Grösse erstreckt sich über sichtbare Hautveränderungen hinaus
- Kompl: lokales Wachstum in die Tiefe, zerstört Knochen und Knorpel, führt zu Entstellung, in Augennähe evtl. Verlust Augenlicht, KEINE Metastasierung
- Abklärung: Gewebeprobe (Histologie)
- Prog/Tx: grosszügige operative Entfernung, Strahlentherapie, abhängig vom Tumor, Alter etc., Kryotherapie (Kältetherapie), 90% Heilung
- Proph: Sonnenschutz, frühzeitige Abklärung bei schlecht heilenden Wunden
Spinaliom
Stachelzellkarzinom
Plattenepithelkarzinom
- Def: bösartiger (maligner) Hauttumor des Stratus spinosum (Stachelzellschicht)
- Epi und Häufigkeit: ab dem 60.Lj., hellhäutge Menchen gehäuft
- Ät:
- langfrstige Sonnenbestrahlung, Kanzerogene, Virusnfektionen, chronische Entzündungen, ionisierende Strahlen
- Sy: derber Knoten, schmerzfrei, kann leicht bluten, mit zunehmenden Wachstum Zerstörung des Gewebes und Geschwürbildung
- Kompl: Lymphknoten- sowie Fernmetastasenbildung
- Abklärung: inspektorisch, Gewebeprobe
- Tx: OP, Strahlentherapie, evtl. in Kombination mit Chemo
- Prognose: je frühzeitige Diagnose desto besser
- Prophy: Ursachenmeidung, frühe Abklärung bei Hautveränderungen
Therapie Melanom
- chirurgische Entfernung
- OP
- Radiotherapie bei Metastasen
- (Chemo)
- Prognose abhängig von Tumortife und Dicke
- rechtzeitige Erkennung wichtig, das es eine schlechte Prognose hat
Effloreszenzen Definition
- Hautveränderungen, früher als Hautblüten bezeichnet = Effloreszenzen