Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten behandeln Hauterkrankungen und HNO-Erkrankungen auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie umfassen Themen wie Ekzeme, Akne, Lupus, Infektionen und Prophylaxe, mit Fokus auf Symptome, Ursachen und Therapien. Besonders relevant für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über Haut- und HNO-Erkrankungen vertiefen möchten.
Karten
132
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.10.2016 / 26.05.2023

Lernkarten

Beschreibungskriterien für Effloreszenzen

  • Beschreibung der:
    • der Einzelläsion
    • deren Anzahl
    • Lokalisation
    • regionale Verteilung

primäre Effloreszenzen

  • Makula, Fleck
  • Papula, Knötchen
  • Nodus, Knoten
  • Urtika, Quaddel
  • Veskula, Bläschen
  • Bulla, Blase
  • Puste
  • Petechien
  • Purpura
  • Hämatom, Bluterguss

Makula

  • Fleck
  • flache, nicht tastbare, abgrenzbare Farbveränderung

Nodus

  • Knoten
  • wie Papel (=Knötchen: eine bis erbsengrosse abgrenzbare Verdickung der Haut), aber grösser

Urtika

  • Quaddel
  • vorübergehen unscharf abgegrenzte Verdickung der Haut, häufig flächig

Vesikula

  • Bläschen
  • kleine mit Füssigket gefüllter Hohlraum

Bulla

  • Blase
  • grosser mit Flüssigkeit gefüllter Hohraum

Pustel

  • mit Eiter gefüllte Vesikel (Bläschen)

Petechien

  • punktförmige Blutungen unter der Haut

sekundäre Effloreszenzen

  • Squama, Schuppe
  • Crusta, Kruste
  • Erosion
  • Ulkus, Geschwür
  • Atrophie
  • Cicatrix, Narbe

Hämatom

  • Bluerguss
  • grossflächige Butung unter der Haut

Purpura

  • kleinflächige Blutungen unter die Haut

Squame

  • Schuppen
  • sich ablösende Hornschichtfetzen

Crusta

  • Kruste
  • eingetrocknetes Blut oder Eiter

Erosion

  • oberflächliche Wunde bei vorgeschädigter Haut, heilt ohne Narbe

Ulcus

  • Geschwür
  • tiefe Wunde bei vorgschädigter Haut, bildet eine Narbe

Atrophie

  • Gewebeschwund

Cicatrix

  • Narbe
  • minderweriger Gewebsersatz für eine Wunde

Veteilung von Effloreszenzen

  • solitär: einzeln
  • multipel: mehrfach
  • diffus, disseminiert: unscharf überall verteilt
  • symmetrisch: auf beiden Körperhälften
  • unsymmetrisch: Schwergewicht auf einer Körperhälfte
  • follikulär: einem Haarfollikel folgend
  • anulär: kreisförmig

Farbveränderung von Effloreszenzen

und ihre mögliche Ursachen

  • rote Verfärbung:
    • Folge einer Temperaturhöhung, eines beschleunigten Blutdurchflusses, Blutsstauung
    • erhöhte zhal von Erythrozyten oder Blutfarbstoffen
    • frische Blutung in die Haut = Hämatom
  • weissliche Verfärbung:
    • Minderdurchblutung
    • Depigmentierung
  • bräunliche Verfärbung
    • vermehrte Bildung oder Einlagerung von Melanin
    • chemische Stoffe
  • gelb/ grünliche Verfärbung
    • überhöhte Einlagerung von Fett in der Haut
    • Gelbsucht = Ikterus
    • Hämolyse beim Abbau eines Hämatoms
  • dezent gelb/ orange oder grünliche Verfärbung
    • Erkrankung im Leber-Gallensystem
  • graue Verfärbung
    • Verhornungsanomalien

 

Definition Pruritis

und mögliche Ursachen

  • =Juckreiz
  • Symptom bei folgenden Krankheiten:
    • Ekzem
    • allergisch
    • Urtikaria (Nesselsucht)
    • starke Hataustrocknung
    • Leberkrankheiten
    • Nierenkrankheiten
    • parasitäre Erkranungen
    • Infektionskrankheiten
    • Insektenstiche
    • Vitaminmangel
    • Diabetes mellitus
    • psychogen
    • maligne Lymphome

Definition Erytheme

und ihre möglichen Ursachen

  • = Hautrötung infolge vermehrter Blutzufuhr (flächendeckend)
  • Ursachen:
    • physikalische Erkrankungen (z.B. Strahlung, Wärme, Kälte)
    • chemische Einwirkungen (Säuren, Laugen, andere toxische Stoffe)
    • pharmakologische Einwirkungen (Arzneitmittelunverträglichkeit)
    • Freisetzung körperigener Substanzen (orone)
    • Beginn von allergischen Reaktionen
    • vegetative Fehlregulationen

Urtikaria

  • = Nesselsucht: Hautausschlag mit vorübergehenden juckenden Quaddeln
  • Ursachen:
    • allergisch oder pseudoallergisch
    • systemische Krankheiten wie Lupus erythematodes
    • rein physikalisch durch Wärme, Kälte, Druck und Reibung
  • Symptomatik und Verlauf:
    • gerötet, ödematös, juckt
    • Dauer höchstens ein paar Stunden
  • Kompl:
    • evtl. Temperaturerhöhung
    • Anthralgien
    • Kopfschmerzen
    • Larynx- und Glottisoedem, anaphylaktoide Reaktion

Quincke-Ödem

  • grossflächige Urtikaria (Nesselsucht) im Bereich des Kopfes, insbesondere der Schleimhäute des Mundes, des Rachens und des Kehlkopfes
  • kann durch Verlegung der Atemwege lebensgefährliche Folgen haben

Symptome Kontaktekzem

  • Hautrötung, Schwellung, Bläschenbildung, nässend oder trocken, Krusten- Schuppenbildung
  • Chronisch: vermehrte Hornbildung

Atopische Stigmas

  • trockene Haut
  • verstärkte Hnadinienzeichnung
  • "doppelte Lidfalte"
  • "weisser Dermagraphismus"
  • Gesichtsblässe
  • dunkle Haut um die Augen herum
  • Ausdünnung der seitlichen Augenbrauen

bei Patienten mit atopischem Ekzem zusätzlich:

  • glänzende Fingernägel
  • sog. "Dirty Neck"
  • sog. "Hühnerhaut" (durch Follikelkeratosen)

Abklärung einer Neurodermitis

  • Anamnese und Inspektion
    • Familiennamnese (Allergien?)
    • Suche nach Stigmata: Dirty Neck, Schatten unter den Augen, ...
  • Hauttests z.B. Pricktest, Epicutantest
  • Blutuntersuchungen z.B. IgE

Therapie einer Neurodermitis

  • medikamentös:
    • äusserlich mit Salben, Cremes, Emulsionen z.B. Cortison, Tacrolimus, Zinkschüttelmixturen, Teere, Schiefernöle
    • innerlich mit Tabletten oder Infusionen z.B. Cortison, Antiallergika, antimikrobielle Behandlung
  • Lichttherapie (Ohototherapie)
  • Klimatherapie
  • richtige Hautpflege

Neurodermitis-Prophylaxe

  • Stillen über die ersten 6 Lebensmonate
  • Kontaktvermeidung mit Allergenen
  • bei Überempfindlichkeit auf Tierhaare, Kontaktvermeidung
  • Kleiderwahl beachten- insbesondere Wolle!
  • Schutz am Arbeitsplatz vor Allergenen
  • Zigarettenrauch wichtiger Triggerfaktor

Neurodermitis

Prognose

  • keine definitive Heilung
  • schubweise
  • deutliche Besserung im Schulalter
  • schwerer Verlauf bei Auftreten vor dem 8.LM und bei Assoziation mit anderen Atopien

Seborrhoisches Ekzem

  • Hautausschlag, der besonders auf der Kopfhaut und im Gesicht auftritt und meist mit Schuppungen verbunden ist
  • Symptome:
    • häufig behaarte Kopfhaut, Bart, nasolabial, Augenbrauen
    • begrenzte Erytheme mit fettig-gelber Schuppung
    • flächenhaft mit unscharfer Begrenzung
    • Achtung bei plötzlchem Auftreten bei Jugendlichen an HIV Infektion denken!

Arzneimittelexanthem

  • Reaktion der Haut/ Schleimahut auf ein Medikament in therapeutischer Dosis
  • mögliche auslösende Medikamente:
    • Antibiotika, Salizylate, Babiturate, Antiepileptika
    • gewisse Phytotherapeutika
  • Symptomatik:
    • hohe morphlogische Vielfalt
    • viele Krankhieten önnen durch ein Arzneimittelexanthem imitiert werden
    • Syptoe können sich auch erst Wochen oder Tage nach Beginn der Einnahme zeigen

Autoimmunerkrankungen der Haut

  • Progressive systemische Sklerodermie PSS
  • Lupus erythematodes
    • systemisch
    • diskoid

Progressive systemische Sklerodermie

Defintion

Ursachen

Symptomatik

Prognose

  • schwere systemische entzündliche Erkrankung des gefässführenden Bindegewebes, die zur diffusen Slerose der Haut und inneren Organe führt
  • Ursachen:
    • Autoimmunerkrankung
  • Symptomatik: 2 Verlaufsformen
    • limitierte kutane Sklerodermie: Beginn an Händen und im Gesicht
      • Raynaud-Symptmatik
      • Gesicht: Mikrostomie (kleiner Mund)
    • diffuse kutane Sklerodermie: rasche zentrifugale Ausbeitung am Stamm, frühzeitige Beteiligung innerer Organe
  • Prognose:
    • bei Beteiligung innerer Organe schlecht, a Fbrose nicht beherrschbar,
    • Verlauf bei alleinger Hautproblematik wesentlich günstiger

Lupus erythematodes

  • Autoimmunerkrankung
  • 2 Formen:
    • systemischer Lupus erythematodes: kann sämtliche Organe des Körpers betreffen
    • diskoider Lupus erythematodes: betrifft nur die Haut

Systemischer Lupus erythematodes

SLE

  • Autoimmunerkrankung
  • kann sämtliche Organe des Köpers betreffen
  • kennzeichnend sind hohe Autoamtikörper gegen Zellbstandteile und Ablagerungen von Immunzellen im Körper (Gefässe und Nieren)
  • betrifft vorwiegend junge Frauen
  • Symptome:
    • Schmetterlingserythem im Gesicht
    • Raynaud-Symptomatik
    • Erytheme der Mundschleimhaut und multiple Erosionen
    • generalisierte Lymphknotenschwellung, PLueriis, Perikarditis
    • Nervensystem mit betroffen
    • schubweise über Jahre
    • Prognose abhängig von Nierenbefall

Diskoider Lupus erythematodes

DLE

  • chonische schubförmige Hauterkrankung, die als leichte Form desSLE gilt
  • Sy: scheibenförmige rötliche Plaques im Gesicht

Pilzerkrankungen der Haut

 

  • = Dermatomykosen
  • Unterscheidung:
    • durch Dermatophyten: Tineae
    • durch Kandidosa (Hefepilz)

Tinea faciei

 

  • = Dermatophyteninfektion (Pilz) im Gesicht
  • Infektionsquellen:
    • bei Kindern Haustiere
    • bei Erwachsenen verschleppter Fuss- oder Nagelpilz
  • Symptome:
    • scharf begrenzte, scheibenförmige, sich zentrifugal ausbreitende erythematöse Herde
    • mit radbetonter Schuppung

Tinea Pedis

-Fusspilz-

  • = Dermatophyteninfektion (Pilz) der Füsse, beginnt meist in den Zehenzwischenräumen
  • Infektionsquellen:
    • Benutzung von Geneinchaftseinrichtungen, Schwimmbädern, saunen, Sportstätten
    • vor allem bei älteren Menschen und Sportlern
  • Ursachen/ begünstigende Faktoren:
    • feuchtes Milieu und verminderte Immunität
    • vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrosis)
    • Durchblutungsstörungen
    • mangelndes Abtrocknen
  • Sy:
    • meist 3./4. Zehenzwishcenraum
    • Rötung, Schuppung, Nässen und Juckreiz, eilweise Entzündungsreaktion
    • plantar Erytheme mit Schuppung Schuppung und Übergreifen auf Fusskanten
    • juckende dyshidrosiforme Bläschen mit leichter Schuppung und Rötung
  • Kompl.: Übergreifen auf Nagel- Nagelpilz, Streprokokkeninfektion-Entwicklung eines Erysipels
  • DD: Candida albicans, atopisches Ekzem, Kontaktekzem, DyshidrotischesEkzem, Psoriasis
  • Tx: Antimykotikum, Farbstoffösungen, Jodtinktur, trocken halten, kein Synthetikmaterial, Einlage eines Verbandstreifens zwischen Zehen
  • Prophylaxe: Trockenhalten der Zehenzwischenräume: gute Abtrocknen, desinfizierender Puder, atmungsaktives Schuhwerk, Baumollsocken, in Gminschaftseinrichtungen tragen von Badeschuhen und Desinfektion

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