Hautkrankheiten


Helen Singh Johal
Diese Lernkarten behandeln Dermatosen und deren Symptome, Pathogenese sowie Therapieansätze auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie decken ein breites Spektrum an Hauterkrankungen ab, darunter Ekzeme, Psoriasis, Dermatophytosen und Hefeninfektionen, und erläutern deren Diagnose und Behandlung. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von diesen Karteikarten, um ihr Verständnis für Hauterkrankungen zu vertiefen und ihre diagnostischen Fähigkeiten zu verbessern.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
03.11.2013 / 03.09.2019

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Dermatose

Erkrankung der Haut oder Hautanhangsgebilde (Haare, Nägel, Talg- und Schweissdrüsen)

Psoriasisi vulgaris

Schuppenflechte

nicht ansteckende, entzündliche Dermatose, Systemerkrankung

Symptome:

  • stark schuppende, punktförmige bis handtellergrosse Hautstellen (häufig an den Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut)
  • Veränderungen an Nägeln
  • teilweise auch andere Organe betroffen (Gelenke und zugehörige Bänder und angrenzende Weichteile, Augen, Gefässsystem)

Pathogenese:

  • vermutlich multifaktoriell, nicht abschliessend geklärt
  • erbliche Disposition
  • Fehlfunktion des Immunsystems (Autoimmunreaktion)
  • Umweltfaktoren

Therapie:

  • Genetische Ursache: allenfalls Gentherapie in Zukunft, sonst nur Linderung der Symptome
  • Ernährung
  • psychomentale Ansätze
  • Entzündungshemmer
  • Licht-, Bade-, Elektrotherapie
  • Alternativmedizin (Akupunktur)

Ekzem

Juckflechte

Dermatose, nicht-infektiöse Entzündungsreaktion der Haut

Typische Abfolge von Hautreaktionen:

Hautrötung, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung

Arten:

  • Vulgäres Ekzem
  • Seborrhoisches Ekzem
  • Endogenes Ekzem

Therapie:

  • Salben: Glucocorticoid-Salben bei Entzündungsreaktion, antibiotikahaltige oder antiseptische Salben bei Bakterieninfektionen
  • In schweren Fällen Glucocorticoid- und Atibiotikagabe auch innerlich
  • Antihistaminika gegen Juckreiz
  • Meidung der Auslöser wie Allergene oder irritierende Stoffe

Vulgäres Ekzem

Schubweise auftretende Hauterscheinungen, entzündliche Reaktion der Epidermis und des Koriums

Symptome:

  • Erythema (Hautrötung)
  • Papeln und Bläschen
  • Krusten- und Schuppenbildung können folgen
  • bei längerer Dauer Lichenifikation (Vergröberung der Oberhautfelderung mit Kutisverbreitung)

Pathogenese:

länger anhaltende Schädigungen durch im einzelnen unterschwellige Reize, z.B. durch verdünnte Alkalien, Gips, Zement, organische Lösungsmittel etc., Abnutzungsdermatose

Seborrhoisches Ekzem

Symptome:

  • scharf begrenzte, runde und ovale, schuppende Erytheme
  • kaum Knötchen, niemals Bläschen
  • bevorzugt an behaartem Kopf, Hautpartie über Brustbein, Schweissrinne des Rückens, Achselhöhlen, Leistengegend

Pathogenese:

allergisierende Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, insbesondere von Staphylococcus aureus

Endgenes Ekzem

Konstitutionelle, d.h. genotypisch fixierte Hauterkrankung

Symptome:

  • Beginn meist mit endogenem Gesichtsekzem der Säuglinge (Milchschorf)
  • Übergang beim Heranwachsenden in Ekzema flexurarum (Ellenbeugen- und Kniekehlenekzem) mit licheninfizierten Herden in den Beugen der grossen Gelenke
  • im Erwachsenenalter Übergang in pruriginöses Stadium (Prurigoekzem = juckender Ausschlag)
  • vom 5. Lebensjahrzehnt an meist entscheidende Besserung
  • im Sommer gewöhnlich Besserung, im Winter Verschlechterung

Dermatomykose

Pilzerkrankungen

Symptome:

  • juckende, leicht gerötete und schuppende Hautareale
  • nässende Bläschenbildung

Arten:
D-H-S-System

  • Dermatophyten (Tinea, Fadenpilze)
    • Epidermophyton: Hornschicht
    • Microsporum canis: kreisrunder Haarausfall
    • Trichophyton: Haarfollikel
  • Hefen
  • Schimmelpilze

Dermatophytose

Tinea, Fadenpilzerkrankungen mit Entzündungsreaktion der Haut, Nägel, Haare

Symptome:

  • einzelne oder mehrere erythematöse, flache Herde mit schuppendem und meist scharf begrenztem Rand
  • Pusteln möglich

Tinea pedis (Fusspilz):

Symptome:

  • quälender Juckreiz

Pathogenese:

  • verstärktes Auftreten in Sommermonaten
  • begünstigt durch wasserdampfundurchlässige Schuhe sowie Strümpfe aus Kunstfasern
  • Badeanstalten wichtige Ansteckungsorte

Hefen

einzellige Pilze

Candidosis: Infektion mit Candida-Pilzen

Symptome:

  • sehr unterschiedliche, mit Erythemen, Pusteln oder auch Erosionen einhergehende Krankheitsbilder

Soor-Mykose:

Symptome:

  • bevorzugt im Genitalbereich, perianal, periumbilikal, submammär, axillär
  • weinrotes, feingezacktes Erythem mit Satelliten

Pathogenese:

  • starke Zunahme wegen Antibiotika, oralen Kontrazeptiva und Corticosteroiden

Pityriasis versicolor: durch Malassezia furfur hervorgerufene Pilzerkrankung

Symptome:

  • linsen- bis münzgrosse, gelbliche bis bräunliche Flecken mit kleieförmiger Schuppung
  • keine entzündlichen Reaktionen

Pathogenese:

  • durch starke Schweissproduktion begünstigt

Akne

Erkrankungen des Talgdrüsenapparates und der Haarfollikel

Symptome:

  • zunächst nichtentzündliche Komedonen (Mitesser)
  • dann aber auch entzündliche Papeln, Pusteln und Knoten

Pathogenese:

  • vielgestaltige (polymorphe) Hauterkrankung mit komplexem genetischem Hintergrund
  • Bakterien, Androgene
  • Rauchen, Stress
  • Komedonenbildung wegen verstärkter Talgproduktion (Seborrhoe)
  • Verhornungsstörung im Ausgang des Talgdrüsenfollikels

Therapie:

  • Reduktion der Talgproduktion
  • Normalisierung des Verhornungsvorgangs im Ausführungsgang des Talgdrüsenfollikels
  • Bakterienbekämpfung und Beeinflussung der Entzündungsreaktion

 

Verbrennung

Gewebeschaden durch übermässige Hitzeeinwirkung

Symptome:

  • Ausschüttung biogener Amine
  • hohe Plasmaverluste
  • gestörte Mikrozirkulation
  • Verbrennungsschock

Einteilung:

  • 1. Grad:
    • Rötung und leichte Schwellung im Einwirkungsbereich
    • Spannungsgefühl und Schmerzen
  • 2. Grad:
    • Blasenbildung
    • Zellen geschädigt bzw. zerstört
    • Entzündungsstoffe freigesetzt (Histamin, Serotonin, verschiedene Plasmakinine)
    • Gefässdurchlässigkeit und Austritt von Plasma in das Gewebe erhöht
    • Stratum germinativum noch intakt
    • Regenerationsfähigkeit und narbenlose Abheilung gewährleistet
  • 3. Grad:
    • bleibende Schädigung des Epithels und sämtlicher Hautanhangsgebilde
    • Eiweissdenaturierung und Nekrose bis ins Korium, in Subkutis oder noch tiefer
  • 4. Grad:
    • Verkohlung
    • auch Ausdehnung entscheidend, Neunerregel nach Wallace, Berechnung nach Prozenten verbrannter Körperoberfläche: Arm 9%, ein Unter- bzw. ein Oberschenkel 9%, Brust und Bauch 18%, Rücken 18%, Kopf 9%, Handfläche 1%
    • kann zu Multiorganversagen führen

Étudier