Pathologie
Verdauungstrakt
Verdauungstrakt
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Flashcards
Ulkus: Definition? wo treten diese auf?
= Defekt von Schleimhaut / Haut.
im Duodenum (12-Fingerdarm) = Ulucs duodeni, selten im Magen
Ulkus: Symptme:
können gefässreiche, tiefe Wandschichten freilegen und zu massiven Blutungen führen.
- Oberbauchschmerzen, die durch Essen / Milch gelindert werden. Einige Stunden später aber wieder auftreten.
- Übelkeit, Appetitlosigkeit
Ulkus: Ursachen? V.a. gefährdete Pers?
- Helicobacter pylori
- Medi-Nebenwirkungen
- Stress --> zu viel Säure im Magen, z.B: post OP
- unbehandelte Gastritis ist die Vorstufe vom Ulkus
Raucher und Alkoholiker sind v.a. gefährdet.
Ulkus: Befunde?
pos. Stuhlantigentest auf Helicobacter pylori
pos. Hämoccult
Nachweis durch Endoskopie -> Gastroskopie & Biopsie
Ulkus: Komplikationen?
- akute Blutung: im Magen/Darm (Haematemesis = Bluterbrechen, Meläna = Blutstühle) mit Entwicklung eines hypovolämischem Schock. -> tritt auf wenn Ulkus tiefe Blutgefässe eröffnet.
- Perforation: Ulkus dringt durch ganze Magen-/ Darmwand -> Magen-/Darminhalt gelangt in freie Bauchhöhle => Peritonitis
- Pylorusstenose: Verengung Magenausgang: durch narbige Abheilung der dortigen Geschwüre.
- Übergang ins Karzinom: Duodenalgeschwüre bleiben immer gutartig.
Ulkus: Therapie?
PPI (=Protonenpumpenhemmer: Säurehemmer, Pantoprazol) und 3 kombinierte Antibiothika gegen Helicobacter
Magen-, Speiseröhrenkrebs: Ursachen:
Nikotin- und Alkoholkonsum
Ösophaguskarzinom: Symptome?
Schluckstörungen
Husten wegen Speichelaspiration
Magenkarzinom: Symptome?
Gewichtsverlust,
Übelkeit,
Appetitlosigkeit
Magen-, Ösophaguskarzinom: Befunde?
chronische Blutungsanämie
pos. Hämoccult
BSR erhöht
Nachweis durch Gastroskopie & Biopsie
Magen-, Ösophaguskarzinom: Verlauf? Ösophaguskarzinom Therapie?
Metastasierung in Leber.
Lebervergrösserung
Schlussendlich Leberversagen mit Ikterus
- Ösophaguskarzinom operieren.
Frequenz norm Stuhlgang
3x/Tag - 3x/Woche Stuhlgang
Diarrhoe: Definition?
= Durchfall
Unterschied in 3 Hinsichten:
- Menge: mehr als 3x/Tag
- Frequenz: häufiger
- Qualität: wässriger
Diarrhoe: Ursachen?
Infektionskrankheiten: durch Viren, Bakt: Kolibakterien, Salmonellen, Parasiten
Toxisch: verdrobende Lebensmittel (Staphylokokken)
Nervös: Angst (Prüfungsanst)
weitere Ursachen: Laktoseintoleranz, Zoeliakie, Colon irritabile (IBS), Abführmittel, ...
Diarrhoe: Symptome?
- Akut: wässriger Druchfall mit Fieber bis 38.5 Grad ohne Krämpfe & Blutungen -> weniger bedrohliche Infektion mit E. coli / Lamblien
- Alarmzeichen: Fieber >38.5 Grad, Bauchkrämpfe und blutige Durchfälle
- baldige Abklärung bei: Kinder <4J, Gewichtsverlust >10% des Körpergewichtes.
- chronische Durchfälle: endoskopisch abklären
Diarrhoe: Therapie:
Wasser mit Zucker / Salz
Keine feste Nahrunng
vorübergehende Laktoseintoleranz
Obstipation: Definition?
= Verstopfung
Unterschied in 3 Hinsichten:
- Menge: zu wenig
- Frequenz: zu selten
- Qualität: zu hart
Obstipation: Ursachen?
- Funktionell: Stuhldrang inorieren und Gang zur Toilette hinauszögern. Zu wenig ballaststoffreiche Nahrung.
- Verlängerte Passagezeit: durch Dickdarm (slow transit) oder Störung in Stuhlvorgangsteuerung (outlet obstruction)
- Mechanisches Hindernis im Dickdarm: z.B: DIckdarmkrebs oder eingeengte Darmlichtung
- Anderes: als Nebenwirkung von Neuroleptika, Opiate, Eisen, anderen Medis.
Obstipation: Therapie?
Ernährungsgewohneiten ändern.
Quellmittel: Leinsamen, Flohsamen, Feigen
Förderung ausgeglichener Darmflora durch Bifidusbakterien
Faserreche Kost: un- oder schwer verdauliche Ballaststoffe pflanzlicher Herkunft in Präparaten oder Rohkost, Früchten, Hafer, Vollkornbrot, ...
Colon irritabile: Definition?
= Reizdarm, IBS = Irritable Dowel Syndrome
Phasenweise auftretende, krampfartige 'Bewegungsstörungen' des Dickdarms.
Colon irritabile: Ursachen?
keine organische Ursachen, Darm ist gesund, aber überempfindlich
evt. Gastroenteritis voraus
= psychosomatische Krankheit
Colon irritabile: Symptome?
immer wieder leichte Bauchschmerzen bis schwere Bauchkrämpfe
viel Blähungen und Windabgang
Schmerzen durchs Essen eher verstärkt
abwechslungsweise obstipiert oder Diarrhoe oder nur eines von beiden.
Besserung nach Stuhlgang.
Colon irritabile: DD? Therapie?
DD: Laktoseintoleranz
Harmlose Erkrankung welche durch blähungshemmende Mittel behandel wird:
Fenchel-Krümmes-Anis-Tee,
Pfefferminzöl,
Stuhlregulierende Mittel wie Leinsamen,
Iberogast, Spasmocanylase
Zöliakie: Synonym? Definition? Folge?
= Sprue = Glutenintoleranz
Erkrankung des Dünndarmes.
Lebenslange Unverträglichkeit gegenüber Gluten (Bestandteil von Weizen, Roggen, Hafer, Gerste).
Bei der Einnahme von Gluten führt es zu einer chronischen Schädigung der Dünndarmschleimhaut -> Zotten werden abgebaut und die Dünndarmschleimhaut wird abgeflacht (Zottenatrophie)
Folge: Nahrungsbestandteile können nicht mehr vom Körper aufgenommen werden --> Malabsorption.
Zöliakie: Symptome?
Wachstumsstörungen, Untergewicht
Blässe
chronische Durchfälle, Blähungen
Appetitlosikeit
Malabsorption: Eisen-, Vitaminmangel -> weil es nicht mehr aufgenommen werden konnte.
Zöliakie: Diagnosestellung durch? Befunde?
Diagnosestellung durch: Gastroskopie & Duodenumbiopsie
Laborbefunde: Eisenmangelanämie, Folsäuremangel, AK gegen t-Transglutaminase (=Enzym zum Weizenabbau), tiefer Spontanquick
Zöliakie: Therapie?
Lebenslange glutenfreie Ernährung -> Schleimhaut kann sich wieder aufbauen & Beschwerden verschwinden.
Kolonkarzinom: Definition?
= Dickdarmkrebs
von der Dickdarmschleimhaut ausgehender bösartiger Tumor
Entsteht meist auf der Oberfläche von gutartigen Dickdarmpolypen.
Dickdarmpolypen können bluten, bleiben oft jahrelang gutartig, sind aber ein Entstehungsrisikofaktor für ein Kolonkarzinom.
Kolonkarzinom: V.a. bei? Ursachen?
v.a. bei Pat. >60J, Übergewicht, Ernährungsgewohnheiten: viel tierisches Fett, Weissmehl, Zucker, Protein
Ursachen: sind genetisch bedingt und kommen familiär gehäuft vor.
Kolonkarzinom: Symptome?
Gewichtsverlust
Änderung der Stuhlgewohnheiten
Verstopfung oder Durchfall
Blutiger Stuhl
Leistungsknick: oft müde
Kolonkarzinom: Befunde? Diagnosestellung?
Bei Rektaluntersuchung / Palpation des Bauches ist Tumor tastbar.
pos. Hämoccult -> Frühzeichen
Diagnosestellung: Koloskopie mit Biopsie
Kolonkarzinom: Komplikationen?
Ileus, Perforation, Blutung
Metastasierung in Mesenteriallymphknoten oder via Blut in Leber.
Kolonkarzinom: Therapie?
OP befallene Darmstücke werden entfernt
Liegt Karzinom nahe am Darmausgang -> Stoma, Kolostomie = künstlicher Darmausgang in Bauchwand anlegen.
Appendizitis: Ursache?
= Blinddarmentzündung
Appendix (Wurmfortsatz) endet blind & enthält viel lymphatisches Gewebe
-> Durch Verengung (Narbe / Kotstein) gibt es eine Schleimstauung & bakt Infektion des ganzen Appendix.
Appendizitis: v.a. bei? Symptome?
v.a. bei Pers zwischen 10. - 20.J
Bauchschmerzen in Nabelgegend, später rechter Unterbauch
-> Dehnungsschmerz (M. Iliopsoas spannt über Blinddarm -> schmerzt) deshalb gebückte Haltung.
Übelkeit, gelegentliche Verstopfung
mässiges Fieber
Bei Bauchuntersuchung kommt es zur Abwehrspannung
& lokale Peritonitis um Appendix
Appendizitis: Befunde? DD?
CRP meist erhöht
Abdomenultraschall Appendizitis sichtbar.
DD: Bei Frauen EUG (=Extrauteringravität), Adnexitis (=Eileiterentzündung)
Appendizitis: Komplikationen? Therapie?
Blinddarmperforation
Therapie: laparoskopische Appendektomie innerhalb 24-36h
Divertikulitis des Dickdarms: Definition?
Divertikulose?
lokale Ausstülpung der Darmschleimhaut durch die Muskelschicht der Darmwand wegen Altersschwäche der Muskulatur.
Divertikulose = Anhäufung von Divertikel, Entzündung der Divertikel = Divertikulitis
Divertikulitis: Lokalisation?
v.a. im Sigmoid
Divertikulose & Divertikulitis: Symptome? Diagnosestellung?
Divertikulse: macht keine Symptome.
Divertikulitis= akutes / chonisches Krankheitsbild.
Akutfall: Schmerzen ähnlich wie bei Appendizitis nur im linken Unterbauch.
chon. Verlauf: Verdauungsbeschwerden, evt. kolikartige Schmerzen, häufig schmierige, blutige Stühle
Diagnosestellung: endoskopisch