Pathologie
Krankheiten des Nervensystems
Krankheiten des Nervensystems
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Flashcards
Untersuchungsmethoden
- Reflexe
- Sensibilität (Berührungs- / Schmerzwahrnehmng)
- EEG (Elektroenzephalographie, misst Aktivität der Hirnareale, nur bei vorbestehendem Verdacht)
- Lumbalpunktion zur Gewinnung von Hirnflüssigkeit
Epilepsie
Def: anfallsweise auftretende Übererregung im Gehirn, oft mit Krämpfen und Bewusstseinsverlusten
U: symptomatisch (Nachweisbare Hirnschädigung durch Narbe / Tumor), idiopathisch (erbliche Veranlagung), Kryptogen (Ursache nicht eruierbar)
Vorkommen: aktive Form 0.5 %, wenn Elternteil betroffen 10 x höheres Risiko
S: generalisierte Anfälle (Beginn mit Aura (Kribbeln, Halluzinationen), danach sichtbare Anfälle (Aufschreien, Bewusstlosigkeit, generalisierter Krampf, Zuckungen, Zungenbiss, Abgang von Stuhl / Urin, Schaum vor dem Mund), Absence Epilepsie (Petit Mal: keine Krämpfe oder Zuckungen, stattdessen wirkt man abwesen, unterbricht seine momentanen Tätigkeiten)
Kompl.: Verletzungen wegen der Muskelkrämpfe
Diagnostik: Anamnese, neurologische Ausfälle, EEG, MRI
T: akut (Eigenverletzung vermindern, bei schwerer Form Antikonvulsiva-Gabe (Gegenmittel gegen Anfall), chronisch (Antiepileptika, wenn das nicht hilft neurochirurgischer Eingriff)
Lähmungen
- Zentrale Lähmung (Schädigung von Nerven im Gehirn / Rückenmark)
- periphere Lähmung (Schädigung von peripheren Nerven)
- Zerebrallähmung (frühkindliche Hirnschädigung während Schwangerschaft, Geburt, Krankheit, verzögertes Lernen von Bewegungen, Ungeschicklichkeit bis zur Rollstuhlabhängigkeit, Behandlung mit gezielter Förderung durch Physiotherapie)
Paraplegie
Def: Lähmung der unteren Körperpartie (Beine)
U: aufgrund von Verletzungen des Rückenmarks, bei Verletzung in Höhe der Halswirbelsäule kommt es zu Tetraplegie (alle 4 Extremitäten, Beine und Arme), bei schweren Rückenmarksverletzungen kommt es zum Ausfall der Sensibilität (man spührt nichts mehr)
Down-Syndrom
Def: Trisomie 21 (Chromosom 21 oder auch nur Teile davon liegen 3-fach vor)
S: charakteristisches Erscheinungsbild mit geistiger Behinderung unterschiedlichen Ausmasses
Häufigkeit: 1.5-2/1'000 Menschen, bei Frauen über 40 höheres Risiko (für Baby), Risiko bei Kindern von Müttern mit Trisomie 21: 50%-iges Risiko
Diagnose: per Erscheinungsbild
Verlauf: Förderung der Entwicklung, Lebenserwartung in Europa liegt bei ca. 60 Jahren
Pränatale Diagnostik: ethischer Streitpunkt, mittels Fruchtwasserpunktion oder Chrorionbiopsie mit anschl. Chromosomenanalyse
Parkinson-Krankheit
U: langsam progrediente, degenerative Veränderung des extrapyramidalmotorischen Systems (Dopaminmangel), Ausbruch ab ca. 50 (2. Lebenshälfte)
S: Rigor (Muskelstarre), Tremor (Muskelzittern), Bradykinese (verlangsamte Bewegung), Harltungsinstabilität, Maskengesicht
T: L-Dopa / Dopaminagonisten (ähnlich wie Dopamin), tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher)
Kopfschmerzen
- akut: Hirnerschütterung, Meningitis, Hirnblutung, Begleiterscheinung der Grippe
- chronisch: primär: Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen (sehr stark, in Attacken auftretend umd Schläfe und Augen), sekundär (infolge Krankheit): nach Trauma, intrakranielle Tumore, Blutungen
Spannungskopfschmerzen
U: unklar, prädisponierende Faktoren (Verspannung der Nackenmuskulatur, Stress)
S: gesamter Kopf betroffen, drückend, keine Begleitsymptome, treten nicht täglich auf, bestehen während Monaten bis Jahren
T: Symptombekämpfung mit Paracetamor (auch mit Aspirin)
Migräne
U: unklar, neurologische Hypothese (Freisetzung von Entzündungsmediatoren)
S: mit oder ohne Aura (gedrückte Stimmung), pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit, Photophobie
T: Schmerzmittel (kein Aspirin, da dies die Blutgerinnung hemmt), Migränetherapeutika (Triptane)
Meningitis (Entzündung zwischen den Hirnhäuten)
U: meist durch Viren / Bakterien
S: akute / schwere Kopfschmerzen, hohes Fieber, steifer Nacken (Meningismus), zusammen mit Hautausschlag Hinweis auf Meningokokkensepsis (führt sehr schnell zum Tod)
Diagnostik: Lumbalpunktion (meist bleibt keine Zeit dafür)
T: Antibiotika (innerhalb von 24 h i. v., Entfernen der Krankheitsherde
Multiple Sklerose
Def: entzündliche Erkrankung, bei der die Myelinscheiden der Nervenzellen des ZNS zerstört werden
U: unbekannt
Vorkommen: ca. 1/1'000 (relativ häufig)
S: erste Sympt. zwischen 15.-40. Lebensjahr, Schubweise Verschlechterung der Sehfunktion, Gehfähigkeit, Blasenfunktion)
Diagnostik: MRI, CT, Lumbalpunktion
T: Entzündungshemmer, Physiotherapie
Demenz
Def: Verlust der kognitiven Fähigkeiten mit Einschränkungen des täglichen Lebens
Vorkommen: fast alle über 70
S: Einschränkung von Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Orientierung, Lernen, Sprechen, Sprachverständnis, im Endstatium: Pflegebedürftigkeit
Diagnostik: Mini-Mentalstatus (Datum, Jahreszeit, Ort), Verdachtsdiagnose, sonst bei Autopsie (Patient bereits tot)