5.Semester


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen und Prinzipien der Palliative Care, insbesondere in der Schweiz. Sie decken Themen wie die Definition, Leitlinien, Strategien und die historische Entwicklung der Palliative Care ab, wobei auch die Rolle von Schlüsselpersonen wie Cicely Saunders und Balfour Mount hervorgehoben wird. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Fachkräfte im Gesundheitswesen, die sich mit der Betreuung und Behandlung von Patienten mit unheilbaren Krankheiten befassen, sowie für alle, die sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen interessieren.
Karten
20
Lernende
33
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
21.04.2016 / 12.01.2026

Lernkarten

Grundwerte der Palliative Care welche bei jeder Handlung berücksichtigt werden.

  • Selbstbestimmung
  • Würde und die Akzeptanz von Krankheit
  • Sterben und Tod als Bestandteile des Lebens

Es gibt Zielgruppe A & B in der Palliative Care.

Was ist A, was B?

A: Patient/innen in der Grundversorgung.

stationäre Langzeitpflege, der akutstationäre Bereich sowie die ambulante Versorgung der Bevölkerung durch ärztliche Grundversorger sowie weitere Gesundheitsberufe.

B: Patient/innen in der spezialisierten Palliative Care:

 

Das heisst, eine Person kann im Verlauf ihrer Krankheit zu beiden Gruppen gehören. Da es einer kranken Person zeitweise auch wieder besser gehen kann, wechseln sich Phasen der Instabilität und Komplexität der Gruppe B mit Phasen der Gruppe A ab. 

Bedeutung von Palliative Care in der Schweiz 

Bedarf an Palliative Care wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, da wir es  in der Schweiz mit einer Überalterung der Gesellschaft zu tun haben.

Bei der Erbringung der Palliative Care sind die folgenden Prinzipien zu befolgen:

• Gleichbehandlung aller Menschen

• Interprofessionelle Vernetzung und Kontinuität

• Offene und angemessene Kommunikation

• Unterstützung bei Entscheidungsprozessen

• Einbezug des persönlichen Umfelds (Systemorientierung)

• Multidimensionalität (körperlich, psychisch, sozial, spirituell)

 6 Teilprojekte von 2010

  • Versorgung (Versorgungsstruktur überarbeiten, Qualität definieren und überprüfen)
  • Finanzierung
  • Sensibilisierung
  • Bildung
  • Forschung
  • übergreifendes Teilprojekt

Gründerin der Hospizbewegung

Cicely Saunders 1918 - 2005

5 Ziele von Saunders

  • Schmerz- und Symptommanagement 
  • spiritueller Bezug und Interreligiosität 
  • eigene Häuser ausserhalb der Regelversorgung 

  • Forschungsorientierung 

  • Hospizidee als globales Konzept 

Verdienste von Saunders sind :

  • ...die Enttabuisierung des Sterbens
  • ..bessere Versorgung sterbenden Menschen durch Einbezug mehrerer Berufsgruppen (Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Seelsorge)
  • ...Einbindung der breiten Bevölkerung durch „ehrenamtliche Mitarbeitende“ 

Vom Begriff Hospiz zu Palliative Care : Wer? Wann?

  • Balfour Mount 

  • 1975

Definition Palliative Care der WHO von 2002

Palliative Care ist

  • ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen, die mit Problemen konfrontiert sind, welche mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen – und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, untadelige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

Definition von «Palliative Care» in der Schweiz

Die Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Sie wird vorausschauend miteinbezogen, ihr Schwerpunkt liegt aber in der Zeit, in der die Kuration der Krankheit als nicht mehr möglich erachtet wird und kein primäres Ziel mehr darstellt. Patientinnen und Patienten wird eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualität bis zum Tode gewährleistet und die nahestehenden Bezugspersonen werden angemessen unterstützt. Die Palliative Care beugt Leiden und Komplikationen vor. Sie schliesst medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung mit ein.

3 Grundsätze des BAG (2010 - 2012)

  1. Palliative-Care-Leistungen sollen angeboten werden.
  2. Palliative-Care-Leistungen sollen für alle zugänglich sein.
  3. Die Qualität der Palliative-Care-Leistungen soll professionellen Standards entsprechen.

Was waren die Hauptziele der 6 Teilprojekte der Strategie 2010-2012 

Das Hauptziel war, Palliative Care im Gesundheitswesen und anderen Bereichen zu verankern

Entstehung von Palliative Care in der Schweiz

1970 erstes Projekte.

1995 - 2005 wurde auf die regionale Unterschiedlichkeit des Palliative Care Angebotes in der Schweiz hingewiesen.

Im Sommer 2008 erklärte deshalb der damalige Bundesrat P. Couchepin die Förderung von Palliative Care 

2009 verabschiedeten daraufhin Bund und Kantone die «Nationale Strategie Palliative Care 2010-2012» mit differenzierten Zielsetzungen.

Das BAG nennt drei allgemeine Grundsätze,

Die Strategie 2010-2012 wurde in sechs Teilprojekten realisiert:

Strategien vorerst bis 2015 weitergeführt. 

 

 

Kernbotschaften zur Palliative Care: 

In den «Nationalen Leitlinien Palliative Care» wurden folgende Leitlinien festgehalten: 

1. Leitlinie: Definition des Begriffs «Palliative Care»
2. Leitlinie: Grundwerte in der Palliative Care
3. Leitlinie: Prinzipien bei der Erbringung der Palliative Care 4. Leitlinie: Zielgruppen
5. Leitlinie: Behandlungs- und Betreuungssettings
6. Leitlinie: Erbringer der Palliative Care
7. Leitlinie: Interkantonale und internationale Zusammenarbeit 

Wieviel Prozent der PC sind in der Grundversorgung und wieviel in der Spezialisierten?

80% Grundversorgung

20% Spezialisierte

Spruch von PC

P.C. bejaht das Leben und betrachtet das Sterben als einen normalen Prozess 

Wie kann man die Spiritualität erfragen?

Durch SPIR:

 

- Spirituelle Überzeugung
- Würden Sie sich in weitestem Sinne als gläubigen (religiösen,

spirituellen) Menschen betrachten?

- Platz im Leben
- Sind diese Überzeugungen wichtig für Ihr Leben und für Ihre

gegenwärtige Situation?

- Integration
- Gehören Sie einer spirituellen oder religiösen Gemeinschaft an? Gibt

es Personen, mit denen Sie Ihren Glauben teilen?

- Rolle des Pflegenden
- Wie soll ich als Pflegende/Arzt/Seelsorger mit diesen Fragen

umgehen? Möchten Sie wieder darüber sprechen?

Dreipass der spirituellen Begleitung 

Lernen