Orthopädie

Definitionen

Definitionen


R. S.
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Überblick über orthopädische Erkrankungen und ihre Diagnostik. Sie behandeln Themen wie Arthrose, Wirbelsäulenveränderungen, Knochennekrosen und spezifische Syndrome wie das Impingement der Schulter oder das Morbus Kienböck. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und angehende Orthopäden, da sie wichtige diagnostische Zeichen und Behandlungsansätze vermitteln.
Flashcards
97
Students
3
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
17.06.2013 / 05.04.2016

Flashcards

Amelie

vollständige Fehlen einer ganzen Extremität,

Spalthand

=Perodaktylie -- >zentrale Fingerstrahlen nicht ausgebildet, die entsprechenden Finger fehlen;

Heberden-Arthrose.

--> Fingerendgelenksarthrose; häufig begleitende mit einer Boucard-A. (Fingermittelgelenk) --> Achsabweichungen der Fingerendglieder und Schwellungen lateralseitig der distalen Interphalangealgelenke,

M. Dupuytren

Fibromatose der Palmaraponeurose, die zu einer Beugekontraktur der Finger führt. Die genaue Ätiologie ist unbekannt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Karpaltunnelsyndrom

Einengung des N. medianus zwischen Retinakulum und Karpaltunnel; idiiopathisch, posttraumatisch oder in der Schwangerschaft; Hoffmann-Tinel-Zeichen und Phalen-Test positiv

Hoffmann-Tinel-Zeichen

Schmerzen und Parästhesien im Medianusversorgungsgebiet beim Beklopfen des Retinaculums, postiv bei Karpaltunnelsyndrom

Phalen-Test

Zunehmende Parästhesien im Medianusgebiet bei forcierter Flexion >1 min; positiv bei Karpaltunnelsyndrom

Supinatortunnelsyndrom

Irritationen des Ramus profundus des Nervus radialis bei Durchtritt durch den Musculus supinator -->Parese der Daumen, Fingerstrecker und der Daumenabduktion

Epicondylitis humeri radialis

Insertionstendopathie infolge einer chronischen Belastung durch häufiges Strecken des Hand- und Ellbogengelenk ; Druckschmerz Ep lat, Schmerzen bei extension des Handgelenks, Schmerzen bei extension des Mittelfingers gegen Widerstand

Osteochondrosis dissecans

mschriebene aseptische Knochennekrose unterhalb des Gelenkknorpels, die mit der Abstoßung des betroffenen Knochenareals mit dem darüberliegenden Knorpel als freier Gelenkkörper (Gelenkmaus) enden kann. Es verbleibt dann ein Gelenkflächendefekt (Mausbett)

Sulcusulnarissyndrom

Kompression des N. ulnaris bei seinem Verlauf in der Guyon-Loge; Ursache: Arthrose, chronischer Polyarthritis, Tumoren, anatomische Varianten ; Klinik: Parästhesien der vom N. ulnaris betroffenen Finger

costoclaviculäre Engesyndrom

angeborene oder erworbene Enge der Durchtrittsstelle des Gefäß-Nervenbündels zwischen 1. Rippe und Klavikula. Therapie der Wahl ist hier die transaxilläre Resektion der 1. Rippe.

Supraspinatussyndrom

=subakromiales Impingementsyndrom --> Enge des subakromialen Raumes im Glenohumeralgelenk bei Abduktion des Armes ab ca. 80

Sulkus-Zeichen

Untersucher fasst den Arm im Bereich des Ellenbogens und zieht ihn nach unten. Bei einer übermäßigen Kapsel-Band-Laxizität bildet sich hierdurch zwischen Akromion und Humeruskopf eine sichtbare Rinne

Hill-Sachs-Delle

kann bei der Schulterluxation entstehen, bei der der Kopf am Glenoid vorbeigedrückt wird.

Reflexe:

C5/6

C7

L4

L5

S1

C5= Bizeps; C7=Trizeps; L4=Patellarsehnenreflex; L5=Tibialis-posterior-Reflex; S1=Achillessehnenreflex

Blockwirbel

Wirbelmissbildung aufgrunde einer bilateralen Segmentationsstörung

muskuläre Schiefhals (Torticollis)

Durch bindegewebige Verkürzung des Musculus sternocleidomastoideus kommt es zur typischen Kopfstellung, mit Neigung desselben zur erkrankten und Rotation zur gesunden Seite; bei Säuglingen

Coxa antetorta

Fehlentwicklung des Schenkelhalses, der hier übermäßig antetorquiert steht; Folge: Innenrotationsgang; bildet sich in der Mehrzahl der Fälle spontan zurück

Girdlestone-Operation

Hierbei werden Hüftkopf und ein Teil des Schenkelhalses reseziert. Hierdurch stützt sich das Becken auf dem Femurstumpf, der Gelenkpfannenrand auf den Trochanter major ab

Epiphyseolysis capitis femoris

Gefügelockerung des Epiphysengewebes; Man unterscheidet eine akute und eine schleichende Verlaufsform:

Coxa saltans,

Tractus iliotibialis nur lose mit Oberschenkelfaszie verbunden, manchmal weist er auch eine strangartige Verdickung am Vorderrand auf. Beim Beugen und Strecken der Hüfte unter Belastung schnappt der Tractus über den Trochanter major

CCD-Winkel

Centrum-Collum-Diaphysen-Winkel; Bei Neugeborenen = 150°, beim Erwachsenen noch ca. 125°, Werte unter 120° sind sicher pathologisch.

Häufigste Hüftgelenksluxation

Luxatio iliaca

Ponseti-Methode

orthopädische Redressionstherapie (unblutige Korrektur einer Deformität), die zur Korrektur eines idiopathischen Klumpfußes angewandt wird. Die Behandlung nach Ponseti sieht eine spezielle manuelle Redression mit schrittweiser Korrektur nach anatomischen

M. Osgood-Schlatte

aseptische Nekrose der Tibiaapophyse; tritt bei 10-14-Jährigen, sportlich aktiven Jungen auf

M. Kienböck

aseptische Knochennekrose des Os lunatum (Mondbein)

M. Ledderhose

seltene Fibromatose im Bereich der Plantaraponeurose. Sie entspricht phänomenologisch dem M. Dupuytren, kommt jedoch insgesamt seltener vor.

M. Ahlbäck

segmentale Osteonekrose des medialen Femurkondylus. Sie tritt primär idiopatisch, sekundär nach systemischer oder lokaler Kortisontherapie auf.

Morbus Panner

= Osteochondrosis dissecans --> avaskuläre Knochennekrose am Ellenbogengelenk, wobei am häufigsten das lateral gelegene Capitulum humeri betroffen ist. Betroffen sind hauptsächlich Jungen im Alter von 6–10 Jahre

Lachmanntest

zur Diagnosestellung einer vorderen Kreuzbandruptur. Dabei wird bei 30° Flexion des Kniegelenks eine vordere Schublade ausgelöst.

Ott-Zeichen

wird zur Beweglichkeit der Wirbelsäule im Bereich der Brustwirbelsäule verwendet. Im Stand markiert man einen Punkt 30 cm distal von C7. Anschließend wird der Abstand in In/Reklination gemessen.

Schober-Zeichen

zur Diagnostik im Bereich der Lendenwirbelsäule definiert. Hier wird eine Markierung 10 cm proximal von S1 gewählt. Danach wird die gleiche Strecke ebenfalls in In/Reklination ausgemessen.

Mennell-Zeichen

ur klinischen Untersuchung für Strukturen im Ileosakralgelenk verwendet. Beim seitwärts liegenden Patienten mit gleichseits maximal flektiertem Knie- und Hüftgelenk wird vom Untersucher das oben liegende Hüftgelenk überstreckt.

Pivot-Shift-Test

zur Diagnose einer Ruptur oder Elongation des vorderen Kreuzbandes indiziert. In Rückenlage wird der Fuß innenrotiert, das Knie in Extension unter Valgusstress am proximalen Oberschenkel gehalten. Anschließend wird vorsichtig eine Flextensions-Extensionsb

Spondylolyse

Spalt im Gelenkfortsatz --> Folge Wirbelgleiten (Spondyllolisthese)

Spondylose

Degenerative Wirbelkantenausziehung

Drehmann-Zeichen

Bei Hüftbeugung kommt es zwangsläufig zur Außenrotation --> positiv z.B. bei Epiphysiolysis capitis femoris

Scherenphänomen

Bei beidseitiger Epiphysenlösung überkreuzen sich die Unterschenkel bei Kniebeugung

Tendinosis calcarea

Einlagerung von Kalkherden in eine Sehne, die zu Schmerzen führt. Sie ist eine degenerative Veränderung des fibroossären Übergangs.

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