Organisation & Personal

Lernkarteien zur Vorlesung Organisation & Personal

Lernkarteien zur Vorlesung Organisation & Personal


K. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Organisations- und Personalwirtschaftslehre an der Universität. Sie behandeln zentrale Themen wie die Definition und Arten von Organisationen, Anreizsysteme, Leistungsmessung, und verschiedene Organisationsstrukturen wie Funktional-, Divisioal- und Matrixorganisationen. Die Karteikarten analysieren Vor- und Nachteile dieser Strukturen sowie deren Anwendungsbedingungen. Sie eignen sich besonders für Studierende, die ein tiefes Verständnis der organisatorischen Gestaltung und Personalführung erlangen möchten, um effektive und effiziente Organisationsformen zu entwickeln.
Karten
88
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.12.2013 / 15.08.2014

Lernkarten

geringe Spezialisierung

viele unterschiedliche Aufgaben

Spezialisierungsvorteile

Bündelung gleichartiger Aufgaben ermöglicht:

  • Realisierung von Skaleneffekten (Economies of Scale)
  • Aufbau von Fachwissen und Routinen (Lerneffekte)
  • Größere Unabhängigkeit von individuellen Qualifikationsprofilen (und damit von Personen) durch Standardisierung von Aufgabenzuschnitten
  • Reduzierung von Komplexität der Aufgabenerfüllung

Gliederungstiefe

Wie viele Ebenen hat die Hierarchie?

Leitungsspanne

Wie viele Mtiarbeiter hat ein Vorgesetzter?

  • Einliniensystem: Jeder Mitarbeiter hat nur einen Vorgesetzten, der ihm weisungsbefugt ist und ihn beurteilt
  • Mehrliniensystem: Ein MItarbeiter hat mehrere Vorgesetzte

Stabstellen

  • Beratungs- und Entscheidungsvorbereitungsfunktion
  • Nutzung von Spezialwissen
  • häufig nicht weisungsbefugt gegenüber untergeordneten Stellen
  • Beispiel: Rechtsabteilung, Unternehmensplanung

Verrichtungsprinzip

  • Spezialisierung nach Tätigkeiten
  • z.B. Verkaufen, Beschaffen, Produzieren, Entwicklen
  • wird auch als handlungsorientierte Struktur

Objektprinzip

  • Spezialisierung nach Objekten
  • z.B. Produkt, Region, Kundengruppe

Vorteile stärkerer Dezentralisierung/Delegatio

  • Quantitative und qualitative Entlastung von Führungskräften
  • Qualitativ bessere Entscheidungsfindung durch problemnäheren Informationsstand
  • Höhere Felxibilität, schnellere Entscheidungsfindung
  • Stärkere Motivation niederer Hierarchieebenen durch Entscheidungskompetenzen
  • klare Erfolgskontrolle durch Einheit von Ausführungs- und Entscheidungskompetenz

Nachteile stärkerer Dezentralisierung/Delegation

  • höhere Koordinationsaufwand
  • Gefahr der Doppelarbeit
  • möglicherweise Skaleneffekte/Synergien nciht genutzt
  • GEfhar von opportunistischem Handeln durch Kontrollverlust bei Entscheidungsprozess, d.h. wenn Eigeninteresse dezentraler Stellen stark von Zielen der Zentrale abweicht, entstehen Moral Hazard Probleme

Ausmaß an Partizipation

Ausmaß der Beteiligung untergeordneter organisatorischer Einheiten an Entscheidungsprozessen

Vorteile stärkerer Partizipation

  • Erhöhung der Entscheidungsqualität durch mehr Entscheidungskapazität und unterschiedliche Sichtweisen
  • Förderung der Leistungsmotivation/Identifikation mit Unternehmensaufgabe
  • Intensivierung von Kommunikation zwschen Organisationseinheiten

Nachteile stärkerer Partizipation

  • höherer Zeitbedarf und Aufwand bei Entscheidungsfindung
  • Probleme bei Zuordnung von Verantwortlichkeiten für Entscheidungsergebnisse
  • Überforderung von Organisationsmitgliedern

Wichtige Formen von Organisationstrukturen

  • Funktionalorganisation (Verrichtungsprinzip
    , Einlinienorganisation)
  • Divisionalorganisation (Objektprinzip)
  • Matrixorganisation

Vorteile der Funktionalorganisation

  • Starke Anreize zur Verbesserung der Funktionsleistung
  • Leistungskontrolle und Anreizsetzung durch Funktionsvorgesetzten
  • hoh Anreize zum Aufbau von funktionsspezifischem Humankapital
  • Weitergabe von WIssen udn Erfahrung innerhalb der Funktionsberieche
  • Spezialisierungsvorteile
  • leichtere Kommunikation und gute Koordination innerhalb des Funktionsbereichs

Nachteile der Funktionsorganisation

  • Anstrengungen zur Koordination zwischen Funktionsbereichen schwächer honoriert
  • Ressortdenken und Bereichsegoismen
  • Abstimmungprobleme an den Schnittstellen der Funktionsbereiche
  • Schwächere Anreize zum Aufbau von funktionsübergreifendem Wissen
  • hohe Koordinationslast für übergeordnetes Management, z.B. Vermittlung zwischen Funktionsbereichen

Anwendungsbedingungen von Funktionalorganisation

  • Typische Organisationsform bei der Gründung von Unternehmen
  • Kleine und mittlere Unternehmen
  • homogenes Produkprogramm oder dominantes Produkt
  • große Skaleneffekte in einzelnen Funktionsbereichen

Divisionale Organisation

  • Geschäftsbereichorganisation, Spartenorganisation, Multidivisionale Organisation
  • besteht aus einem EInliniensystem, das nach dem Objektprinzip gegliedert ist
    in der ersten Ebene
  • gegliedert nach Produkt/Produktgruppen, Produktionstechnologien, Regionen, Kundengruppen

Vorteile der Divisionalorganisation

  • Zurechenbarkeit der Erträge erlaubt bessere Erfolgsmessung
  • geringerer Koordinationsaufwand über Funktionsgrenzen hinweg
  • Reduktion des Trittbrettfahrerproblems bei der Produktsteuerung
  • stärkere Orientierung an Prozessen
  • höhere Transparenz/exaktere Leistungsbeurteilung der Divisionen
  • quantitative/qualitative Entlastung der Geschäftsführung

Nachteile der Divisionalorganisation

  • Spezialisierungsvorteile innerhalb der Funktionen möglicherweise verloren
  • geringe Anreize zu funktionaler Leistung
  • Tendenz zu Spartenegoismus (Kannibalisierungseffekte, möglicherweise Wettbewerb unter verschiedenen Divisionen, die verwandte Produkte herstellt
  • viele Führungspositionen
  • Potenzielle Divergenz zwischen Divisions- und Unternehmenszielen

Anwendungsbedingungen von Divisionalen Organisationen

  • größeres Unternehmen
  • auf mehreren Märkten tätig
  • heterogenes Produktprogramm
  • keine zu starken Skaleneffekte innerhalb der Funktionsbereiche

Matrixorganisation

  • Zweiliniensystem, bei dem auf der ersten Ebene zwei Gliederungsprinzipien (Verrichtungsprinzip, Objektprinzip) zur Anwendung kommen

Anwedungsbedingungen von Matrixorganisationen

  • zwei ungefähr gleich wichtige kritische Erfolgsfaktoren
  • Erfordernis, große Informationsmengen zu berücksichtigen
  • hohe Ressourcen-/Entscheidungsinterdependenzen

Organisatinoales Lernen

  • Anpassung der formalen Struktur von Organisationen an veränderte Umweltbedingungen
  • aus strategischer Sicht: ANpassung an veränderte Wettbewerbsbedingungen oder ERöffnung neuer Geschäftsfelder

Organisationale Wissensbasis

  • Lernen aus Erfahrung
  • Vermitteltes Lernen
  • Generierug neuen Wissens
  • Lernen durch Inkorporation neuer Wissensbestände

Definition: Geschäftsprozesse

Ein Geschäftsprozess ist eine Folge von Aktivitäten, die mit der Ermittlung einer Kundenanforderung für eine bestimmte Leistung beginnt und mit der Erbringung der vom Kunden geforderten Leistung endet

Kernprozesse

  • Prozesse, die auf die Erreichung eines für den Unternehmenserfolg bedeutenden Ergebnisses ausgerichtet sind
  • Prozesse deren Ergebnis zu einem Wettbewerbsvorteil führen

Supportprozesse

  • keine unmittelbare strategische Aufgabe
  • Unterstützende Funktion für Kernprozesse
  • Führen zu keinen Wettbewerbsvorteilen

Prozessreorganisation

  • arbeitsteilige Tätigkeiten in Geschäftsprozessen integriert
  • möglichst schnittstellenfreie Kreditbearbeitung als Ziel
  • Prozess und Prozessteam übertragen mit ganzheitlicher Prozessverantwortung
  • Einrichtung von Case Managern

Outsourcing

Vergabe an externe Dienstleister

Shared Service Center

Interner Dienstleisters als selbstständige Einheit

Organisationskultur

  • Kultur vereinfacht die Informationsverarbeitung
  • die Organisationskultur ergänzt
  • die Organisationskultur reduziert Kooperations- und Koordinationsprobleme

Definition: Das Anreizsystem einer Organisation

Das ANreizsystem einer Organisation ist das System formeller und informeller Regeln, welches determiniert, iwe der durch die Organisation geschaffenene oder vernichtete Wert auf die Mitglieder der Organisation aufgeteilt wird, und somit die Höhe des geschaffenen Werts beeinflusst

Definiton: Anreizstrategie

Wie werden Belohnungen/Sanktionen an die Leistung eines Mitarbeiters oder eines Teams gebunden, um wertschaffendes Verhalten zu motivieren?

wichtige Determinanten und Bestandteile einer Organisation

  • Allokation von Entscheidungsrechten
  • Leistungsmessung/Performance Measurement
  • Explizite Anreizsetzung durch Belohnungen und Sanktionen

Probleme objektiver Leistungsmessung

  • Leistungsmaße von FAktoren außerhalb der Kontrolle des Mitarbeites abhängig
  • Typischerweise Leistungen für verschiedenen Aufgaben wichtig
  • Wert typischerweise von Gruppe von Mitarbeitern gemeinsam geschaffen

Anreizeffekt

Anstrengung steigt: ein einzelner Arbeitnehmer hat höhere Anreize sich anzustrengen

Auswahleffekt

Talent ist höher: sehr produktive Arbeitnehmer haben ein INteresse eine BEschäftigung bei Safelite aufzunehmen

Vorteile von experimenteller Wirtschaftsforschung

  • gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer
  • Kontrolle über Präferenzen durch monetäre Anreize
  • Konstanter Ablauf, Replizierbarkeit möglich
  • Kontrolle über informationsstand der Teilnehmer
  • Kontrolle und Steuerung über Instruktionen
  • Kontrolle/Messung der tatsächlichen Entscheidungen
  • randomisieren, keine Selbstselektion

Nachteile von experimenteller Wirtschaftsforschung

  • Kosten
  • häufig nur kleine Stichproben
  • externe Validität

Altruismus

Mein Nutzen hängt positiv vom Nutzen des anderen ab

Lernen