Organisation & Personal

Lernkarteien zur Vorlesung Organisation & Personal

Lernkarteien zur Vorlesung Organisation & Personal


K. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Organisations- und Personalwirtschaftslehre an der Universität. Sie behandeln zentrale Themen wie die Definition und Arten von Organisationen, Anreizsysteme, Leistungsmessung, und verschiedene Organisationsstrukturen wie Funktional-, Divisioal- und Matrixorganisationen. Die Karteikarten analysieren Vor- und Nachteile dieser Strukturen sowie deren Anwendungsbedingungen. Sie eignen sich besonders für Studierende, die ein tiefes Verständnis der organisatorischen Gestaltung und Personalführung erlangen möchten, um effektive und effiziente Organisationsformen zu entwickeln.
Karten
88
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.12.2013 / 15.08.2014

Lernkarten

Merkmale von Organisationen


- dauerhafte Zielverfolgung

- Formale Struktur

- Aktivitäten der Mitglieder

 

 

Arbeitsteilung

Effizienzvorteile durch Spezialisierung, Unabhängigkeit von bestimmten Personen

Koordination

Effizienzvorteile durch Hierarchie, Verfahrensrichtlinien, Arbeitsanweisungen

Personengesellschaften

Selbstorganschaft = Einheit von Interessenvertretung und -durchsetzung (Einzelunternehmen, OHG-Gesellschafter, Komplementäre und Kommanditisten der KG)

Kapitalgesellschaften

Fremdorganschaft = arbeitsteilige Organisation von INteressenvertretung und -durchsetzung

Corporate Governance

Grundsätze guter Unternehmensführung

Corporate Governance besteht aus

1. Compliance (Einhalten aller zutreffenden Gesetzen und Regeln) Public Regulation

2. Befolgen der allgemein anerkannten Standards (Hybrud Regulation)

3. Entwicklung und Befolgen der eigenen Unternehmensleitlinie, insbesondere bei eigenen Leitungs- und Kontrollstrukturen (Private Regulation)

Organisationsprinzipien

  • Trennung von Hand- und Kopfarbeit
  • Pensum und Bonus
  • Auslese und Anpassung der Arbeiter
  • Versöhnung zwischen Arbeitern und Management

Strukturvariablen

abhängige, d.h. zu erklärende Größen

Situationsvariablen

unabhängige, d.h. erklärende Größen

Pfeiler von Institutionen (Scott 1995)

  • Regulativer Pfeiler
  • Normativer Pfeiler
  • Kognitiver Pfeiler

Regulativer Pfeiler

Institutionen begrenzen und regulieren Verhalten (externer Zwang)

  • Regelsetzung, Beobachtung, Kontrolle (monitoring) sowie Sanktionierung von Verhalten. Rationales Interesse, Konformität zu zeigen

Normativer Pfeiler

vorschreibende, bewertende und verpflichtende Dimension von Institutionen

  • Werte als Konzeptionen des Wünschenswerten und Standaeds, anhand derer Verhalten bewertet wird
  • Normen als Spezifierung dessen, wie Dinge getan werden sollen

Agency-Theorie

Verhaltenssteuerung durch:

  • direkte Verhaltenssteuerung
  • Verbesserung des Informationssystems
  • Beteiligung des Agenten am Ergebnis (Anreizsysteme)

Transaktionskostentheorie

  • Anbahnungskosten
  • Vereinbarungskosten
  • Kontrollkosten
  • Durchsetzungskosten
  • Anpassungskosten

(Neo-) Klassische Ökonomik

  • Individuen wählen Verhaltensalternative, die ihren Nutzen maximiert
  • Individuen primär am eigenen materiellen Vorteil interessiert (Homo Oeconomicus)
  • Rücksichtnahme auf andere aus rein extrinsischen und strateguschen Motiven
  • Kein intrinsisches Interesse der Akteure am Wohlergehen der anderen
  • keine Missgunst, Neid usw.

Moderne Verhaltensökonomik

  • geprägt durch experimentelle Forschung
  • Substantielle Zahl von Individuen handelt egoistisch
  • viele Individuen auch mit sozialen Präferenzen
  • intrinsischer EInfluss des Wohlergehens der anderen auf den eigenen Nutzen

(Pareto-) Effizienz

Eine Entscheidung (bzw. Organisationsform) ist effizient bezogen auf eine Gruppe von Individuen, wenn es keine andere technologisch erreichbare und vertraglich durchsetzbare Alternative gibt. die mindestens ein Individuum besser stellt und alle anderen zumindest nicht schlechter.

Residuale Einkommensrechte von Shareholdern

  • bekommen verbleibenden Überschuss, wenn alle vertraglichen Vereinbarungen des Unternehmens erfüllt sind
  • Auszahlung in Form von Dividenden oder höheren Aktienkursen
  • diese sind aber per Definition nicht feste einklagbare Beträge

Unterehmensstrategien

  • Kostenführerschaft
  • Qualitätsführerschaft
  • Technologieführerschaft
  • Stuck in the middle
  • Kernmarkt
  • Nische

Vier Elemente der Unternehmensstrategie

  • Langfristiges Unternehmensziel
  • Betätigungsfeld
  • Wettbewerbsvorteil
  • Logik

Grundlegende Probleme der Organisationsstruktur

  • Koordinationsproblem
  • Anreizproblem

Ansatzpunkte um Koordinations- und Anreizprobleme zu lösen:

"P-A-R-K"

Personen (Personalstrategie, Anreizstrategie, Leistungsbeurteilung)

Architektur (Organisationsgestaltung, Hierachien, Kommunikationsabläufe

Routinen Prozessorganisation, Gewohnheiten, formelles und informelles Entscheidungsverhalten

Kultur (Unternehmenskultur, umgangsformen, gemeinsameWerte und "Beliefs" )

Economic Value Added

Der EVA oder Residualgewinn eines Unternehmens oder einer Geschäftseinheit misst wie viel Wert in einer Zeiteinheit geschaffen wurde. Es ist die Differenz zwischen dem Gewinn und den Kosten des eingesetzten Kapitals.

Beitrag des Personals hängt ab von:

  • Humankapital der Mitarbeiter
  • Wertorientierung der Personalprozesse
  • Organisationsstruktur

Definition Organisation

Organisationen sind soziale Gebilde, die dauerjaft ein Ziel verfolgen und eine (in)formale Struktur aufweisen, mit deren Hilfe die Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden sollte

Property Rights (Verfügungsrechte)

  • Ius Usus (Das Recht eine Sache zu benutzen)
  • Ius usus fructus (Das Recht die Erträge, die durch die Benutzung erwirtschaftet werden, zu behalten
  • Ius abusus (Das Recht eine Sache zu verändern)
  • Ius abutendi (Das Recht eine Sache zu veräußern)

Erfolgskritische Variablen einer Organisationsstruktur

  • Verteilung von Entscheidungsrechten
  • Methoden der Entlohnung
  • Leistungsbewertung von Individuen und Geschäftseinheiten

Aufbauorganisation

  • Art der Arbeitsteilung
  • Verteilung von Entscheidungsrechten
  • Verteilung von Weisungsrechten
  • Art der Koordination

Ablauf- oder Prozessorganisation

  • wer macht was wann wo womit für wen?
  • räumlich-zeitlicher Gestaltung der Abfolge der Aktivitäten der Leistungserstellung

Koordinationsproblem

  • Unsicherheit über Entscheidung des anderen, aber Präferenz für Einigung
  • Überwindung des Nichtwissenes im HInblick darauf, was zu tun ist

Kooperationsproblem

  • Durch Kooperation wird ein ökonomischer Vorteil erzielt
  • Überwindung des Nichtwollens, Realisierung anreizkompatibler Organiationslösungen

Matching Game


Alls Gruppenmitglieder haben die gleiche Präferenz über die möglichen Ausgänge

Definiton: Nashgleichgewicht

Ein Nashgleichgewicht stellt daher eine Situation dar, in der keiner der beteiligten Spieler einen Anreiz  hat, von seiner Strategie abzuweichen.

Battle of the sexes

Die GRuppenmitglieder haben unterschiedlichen Präferenzen über die Ausgänge

Assurance Game / Stag Hunt

Die Gruppenmitglieder haben die gleichen Präferenzen über die Ausgänge, aber der präferierteste Ausgang erfprdert das EIngehen von individuellem Risiko, das die Gruppenmitglieder nur eingehen, wenn die anderes es auch tun

Definition Arbeitsteilung

Verteilung von Aufgaben auf verschiedene Aufgabenträger (Stellen und Organisationseinheiten)

  • Mengenteilung/Artenteilung
  • Hohe Spezialisierung/GEringe Spezialisierung

Mengenteilung

Aufgabenträger bearbeiten identische Arten von Aufgaben. Keine Spezialisierungsvorteile, Substitution.

Artenteilung (Spezialisierung)

Aufgabenträger bearbeiten unterschiedliche Arten von Aufgaben, Komplementarität

  • unterschiedliche Verrichtungen
  • unterschiedliche Objekte (Produkte, Kunden, Regionen)

Hohe Spezialisierung

wenige gleichartige Aufgaben

Lernen