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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 17.11.2014 / 15.01.2021
Lizenzierung Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung (CC BY-NC-ND)     (Stephan Weber)
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Was ist beim Werkvertrag konkret geschuldet? (Im Vergleich zum Auftrag)

Das Resultat ist geschuldet (moyen de résultat).

- Eben gerade nicht der Herstellungsprozess wie bspw. beim Auftrag.

- Abwägung jeweils, ob ein Erfolg garantiert werden kann, was eher für Werkvertrag spricht. Wenn man eine Sorgfaltspflicht des Ausführenden bejahen kann, dann spricht dies für Auftrag (bspw. Arzt)

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Wie sieht es mit der persönlichen Leistungspflicht beim Werkvertrag aus?

Art. 364 Abs. 2 OR. Grundsatz: JA. Herstellung unter Leitung des Unternehmers kann jedoch genügen. Wenn ausnahmsweise nicht die persönliche Leistungspflicht geschuldet ist, dann beachte Art. 68 OR. 

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Inwieweit ist die Bestellerin zur Leistung des Werklohns verpflichtet?

Art. 373 OR: Grundsätzlich gilt der vereinbarte Werklohn. Abs. 2 ist gerade dann nicht einschlägig, wenn der Unternehmer im Voraus hätte (durch seine Fachkompetenz) erkennen müssen, wie hoch der Werklohn zu beziffern ist. 

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Welche drei Mängelrügen kann die Bestellerin vorbringen?

  • Wandelung 
  • Minderung
  • Nachbesserung
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Welche Vorausetzungen müssen (kumulativ) gegeben sein, damit man als Bestellerin eine Mängelrüge (Sachgewährleistung infolge Schlechterfüllung) erheben kann?

  1. Werk ist bei der Ablieferung mangelhaft (Art. 368 OR): Werkmangel liegt dann vor, wenn die vertraglich vereinbarte Leistung (Resultat) nicht eingehalten wird. 
  2. Fristgerechte Erhebung der Mängelrüge (Art. 367 und Art. 370 Abs. 3 OR)
  3. Es liegt kein Ausschlussgrund vor (bspw. Art. 365 Abs. 3 OR)
  4. Keine Verjährung (Art. 371 OR)
  5. falls Verschulden: Anspruch auf Schadenersatz
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Was ist beim Werkvertrag in Sachen Verzug zu beachten?

Art. 102ff. OR i. V. m. Art. 366 OR (als lex specialis).

> Die Bestimmungen der Art. 102ff. sind trotz den besonderen Bestimmungen des Art. 366 OR immer mit einzubeziehen.