Onkologie

Allg. Tumorlehre

Allg. Tumorlehre


K. W.
Diese Karteikarten behandeln das Thema Onkologie und richten sich an Fachleute im medizinischen Bereich. Sie konzentrieren sich auf die Pflege von Patienten mit Krebserkrankungen, insbesondere auf Aspekte wie Körperbildstörungen, Lymphödeme, Fatigue und Veränderungen des Appetits. Die Karteikarten bieten Strategien und Maßnahmen zur Unterstützung der Patienten und deren Angehörigen, um die Lebensqualität zu verbessern und die Bewältigung von Symptomen zu erleichtern.
Flashcards
24
Students
6
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
04.08.2014 / 09.06.2019

Flashcards

2. Welche Krebsursachen werden heute diskutiert?

  • Vererbung à die Bereitschaft an Krebs zu erkranken, bekannt sind einige endogene
  • Prädispositionà  Risikofaktoren z.B. für Brustkrebs.
  • Umwelteinflüsse àStrahlen, Chemische Karzinogene, Dämpfe
  • Lebensgewohnheitenà Ernährungsweise, Adipositas, Rauchen, Faktoren im Zusammenhang mit Sexualität und Schwangerschaft
  • Viren, Bakterienà Infektiöse Erreger können zu einer Tumorentstehung führen.
  • Onkogeneà Mutationen von Proonkogenen führen zu einer Störung der normalen Regulationsmechanismen in der betroffenen Zelle.
  • Tumorsuppressorgene à Durch eine Genveränderung, kommt es zu einer Enthemmung des Zellwachstums.
  • Apoptose-regulierende Geneà Ein Ausfall des „programmierten Zelltodes“ gilt als wichtiger Aspekt in der Tumorbiologie.
  • DNA-Reparaturgeneà Ist die Funktion dieser Reparaturmechanismen reduziert, ist eine gestörte Reparaturfähigkeit die Folge. Es kommt zu Mutationen

3. Tumorsymptomatik: Welches sind unspezifische aber verdächtige Symptome?

- Gewichtsabnahme                                             - Appetitlosigkeit

- Leistungsknick                                                      - Andauernde Heiserkeit oder Husten

- Änderung der Darm- oder Blasentätigkeit     - Veränderung Warze od. Muttermale

- Anhaltende Schluckbeschwerden                  - Wunde die nicht abheilt

- Schwellung, die nicht abklingt                          - Ikterus

- Seröse Ergüsse (Aszites, Pleuraerguss)

- Bildung eines Knotens oder einer Verhärtung, vorallem in der Brust

- Blutungen aus einer Körperöffnung, auch Blutungen ausserhalb der Periode

 

4. Geben Sie je ein Beispiel zur primären und sekundären Krebsprophylaxe.

Frauen:

- Primär à Werbung zu UV-Schutz, Kampagnen, usw.

- Sekundäre à Abtasten der Brust (Selbstuntersuchung), Mammographie ab 40-45 J.

 

Männer:

- Sekundäre à Rektale und digitale Untersuchung zur Früherkennung

 Welcher Radikalitätsklassifikation entspricht eine kurative Operation?

Radikaltitätsklasse R0. Kein Resttumor mehr da, d.h. nur wenn der Tumor auch mikroskopisch entfernt werden konnte spricht man von einer Kurativen Operation.

2. Nennen Sie ein Beispiel einer palliativen Operation.

Zum Beispiel: Tumorresektion bei einem Ileus. Die Darmpassage wird wieder hergestellt.

Zum Beispiel: Metastasenentfernung bei der Wirbelsäule, damit sie nicht auf das Rückenmark

drücken.

Nennen Sie ein Beispiel, wo die Messung eines Tumormarkers zur Früherkennung eingesetzt wird

Zum Beispiel: Prostataspezifisches Antigen (PSA) wird zur Früherkennung eines Prostatacarcinoms gemessen.

Tumormarker geben Rückschlüsse auf das Vorliegen, den Verlauf oder die Prognose einer Tumorerkrankung.

Der Tumormarker CEA wird vor und nach der Operation eines Coloncarcinoms gemessen. Wie wird der Wert postoperativ ausfallen?

Tiefer, da der Tumor entfernt wurde.

  1. Was ist ein Lymphödem und wie entsteht es?

Chronisch und am häufigsten ist es an den Extremitäten wegen Lymphabflussstörung. Die Lymphe staut sich und es gibt eine Lymphansammlung. Monozyten wandern wie bei Entzündungsreaktion vermehrt ins Ödem hinein, wandeln sich zu makrophagen um, diese produzieren Signalstoffe, welche die Fibroblasten zur Teilung und zu verstärkten Bildung von Bindegewebe anregen.

 

Durch angeborene oder erworbene Schädigung des Lymphgefässes.

  1. Welche Beschwerden können mit einem Lymphödem einher gehen?

  • Zunehmende Schwellung
  • Spannung- und Schweregefühl
  • Brennen, Bewegungseinschränkung
  • Blass, teigig danach hart und schmerzlos
  • Auf Fingerdruck bleibt nur Anfangs eine Delle zurück
  • Vertiefte Hautfalten
  • Primäres Lymphödem à verläuft von distal nach proximal und sekundäres umgekehrt

  1. Welche Komplikationen führen zu einer Verschlimmerung des Lymphödems?

Erysipele, Zysten- und Fistelbildung, invalidisierendes Ausmass usw

  1. Was sollte eine Patientin nach einer Brustkrebstherapie mit Lymphödem im Alltag beachten?

  • Keine Beengende Kleidung, Kein BD an diesem Arm messen,

            Weil der Lymphabfluss gestört wird.

  • Keine BE wegen Stauung, dauert lange bis Hämatom abtransportiert ist = Infektionsrisiko.
  • Hitze (führt zur Durchblutungssteigerung) und Kälte (erhöhte Perfusion nach der Kälteanwendung) Beachten
  • Verletzungen vermeiden z.B. durch Injektion
  • Extremitäten nicht schonen aber auch nicht überbelasten

  1. Was versteht man unter Lymphdrainage und Kompressionstherapie?

Kompressionstherapie à Zuerst mit Verband, dann mit med. Strümpfen. Die Entstauung wird optimiert und es unterstützt die Muskelpumpen durch erhöhten interstitiellen Druck. Es ist Kontraindiziert bei Mikrozirkulationsstörungen, Neuropathien, PAVK.

 

Manuelle Lymphdrainage à Lymphe wird in Ödemfreie Gebiete geschoben zum Abtransport. Sogwirkung durch Drainage in gesunden Gebieten.

  1. Welche Ursachen können für Fatigue im Zusammenhang mit Krebserkrankungen verantwortlich sein?

Primäre:

  • Zirkulatorische/metabolische Insuffizienz durch Tumor (verminderter O2 – Transport)
  • Infektion, Anämie, Herzinsuffizienz
  • Metabolische Störungen à Hyperkalziämie, endokrine und hormonale Ursachen
  • Krankheitsverarbeitung à emotionale Belastung

 

Sekundäre (Auswirkungen der Krebskrankheit)

  • Auswirkung Therapie (Chemotherapie, Radiotherapie, usw.)
  • Tumorzellen schütten Substanzen aus, die eine Asthenie (Schwäche, Kraftlosigkeit) auslösen. Diese bewirken einen Muskelabbau
  • Sekretion Zytokine à sind bei Krebskranken im Blut und verursachen Müdigkeit

  1. Wie erleben Patienten / Patientinnen die Fatigue?

  • Einschränkend, quälend
  • Belastend, unangenehm

  1. Welche Zusammenhänge unter verschiedenen Symptomen können nachgewiesen werden (bezogen auf Fatigue)?

  • Nausea, kein Appetit, Gewichtsverlust = keine Energie, oder Schlafstörung
  • Schmerzen à keine Bewegung à Schwach à Fatigue

  1. Pflegeinterventionen: Wie können Sie Patienten / Patientinnen, die unter Fatigue leiden unterstützen?
    Vergleichen Sie dazu auch die Pflegediagnose „Erschöpfung" in „Pflegediagnose und Massnahmen" in Doenges & Moorhouse

  • Erfassung subjektiver Daten (Beschreibung, Auswirkung, Umgang, usw.)
  • Ablenkende, unterhaltende Aktivitäten (Lesen, Musik, Rätsel, usw.)
  • Energieerhaltende Aktivitäten (genügend Schlaf, kräftesparend arbeiten, Dusche statt Bad, Waschen im Sitzen statt stehen, Ruhepausen ermöglichen, usw.)
  • Energiesteigernde Massnahmen à Gymnastik, Vitamine, viel trinken. Im Allgemeinen Stoffwechsel anregen damit Durchblutung und somit O2-Versorgung besser wird.
  • Stressmanagement à Angst mindern, Bewältigung fördern, Entspannungsmethoden
  • Info, Beratung, Anleitung à Methoden um Kräfte einzuteilen, Strategien um Stress zu reduzieren, und Balance zwischen Ruhe und Aktivität.
  • Pflegehandlungen kurz halten
  • Gespräche anbieten à Psychologischer Aspekt beachten z.B. Seelsorge, Psychoonkologisches Konsilium

  1. Welche Veränderungen des Appetits können auftreten?

Appetitlosigkeit durch Anblick, Geruch oder Ekel

  1. Welche Ursachen im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung können zu Veränderungen des Appetits mit nachfolgender Anorexie/Kachexie führen?

Primär:

  • Entzündlich, katabole Veränderungen

 

Sekundär:

  • Nausea, Emesis
  • Verwirrtheit, Fatigue
  • Diarrhö/ Obstipation
  • Schmerz
  • Stomatitis, Soor, Geschmacksstörung, Dehydrierung
  • Medinebenwirkung

  1. Welche Bedeutung kann die Veränderung des Appetites für Patienten / Patientinnen und Angehörige haben?

  • Verändert: Appetit, Nahrungsaufnahme, Gewicht und Körperbild
  • Umgang mit Essen verliert an Selbstverständlichkeit
  • Belastung, Verlustängste, Schuldgefühle
  • Essen ist eine Form von Energie, um sich am Leben zu erhalten
  • Angehörige passen sich oft den Gewohnheiten des Pat. an
  • Angehörige üben Druck aus (ansprechen, mehr schöpfen, usw.)

  1. Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Pflegende in der Betreuung von solchen Patienten und deren Angehörigen?

  • Angehörige in die Pflege miteinbeziehen (Achtung Überforderung!)
  • Anleiten, Pat. in der Nahrungsaufnahme unterstützen
  • Schön anrichten
  • Zwischenmahlzeiten
  • Ernährungsberatung
  • Proteinshakes
  • Mundhygiene / Soor- und Stomatitisprophylaxe
  • Kleine Portionen
  • Antiemetika
  • Obstipations- / Diarröehprophylaxe (Angst vor Stuhlinkontinenz)
  • Genug Flüssigkeit
  • Leichte Kost
  • Zahnfleischwucherung behandeln um Kaustörung zu vermeiden
  • Nicht drängen
  • Kaugummi, Tröpsli
  • Gutes hervorheben à „gut, haben sie gegessen“, nicht zwingen zum essen
  • Gute Analgesie

Welche Bedeutung hat das Körperbild in unserer Gesellschaft?

Anhand des Körperbild werden die Menschen beurteilt, ist Teil des ersten Eindrucks. Führt zu Sympathie oder Antipathie.

Wann wird von einer Körperbildstörung gesprochen?

Wenn das Selbstwertgefühl beeinträchtigt ist, soziale Umfeld, Coping-Strategien.

Körperbildstörung existiert wenn Copingstrategien, welche den Umgang mit Veränderungen der Körperrealität-, Ideal oder der- Präsentation durch Verletzungen, Amputationen usw. überstiegen werden.

D.h. Körperbildstörungen hängt von den Bewältigungsstrategien des Betroffenen ab. (Gute soziale Kontakte = eher keine Körperbildstörung)

Welche Rolle / Aufgabe kommt Ihnen bei der Pflege von Patienten / Patientinnen mit verändertem Körperbild zu?

  • Gespräch anbieten und besprechen war für ihn Verlust/Veränderung bedeutet
  • Therapeutische, Vertrauensvolle Beziehung aufbauen
  • Pat. ermutigen seine Gefühle mitzuteilen, evtl. Verweis auf Selbsthilfegruppe.
  • Angehörige darauf hinweisen, dass Pat. als normalen und nicht behinderten Mensch zu sehen ist
  • Pat. ermutigen, Veränderungen in sein Körperbild zu integrieren
  • Dem Pat. helfen so zu kleiden, dass Veränderungen wenig sichtbar sind
  • Schrittweise informieren, Pat. an mitentscheiden lassen.
  • Positive Rückmeldung geben bei erzielten Leistungen

Welche subjektiven und objektiven Merkmale können auf das Vorhandensein einer Körperbildveränderung schliessen?
Benutzen Sie dazu die Pflegediagnose „Körperbildstörung" in "Pflegediagnose und Massnahmen"

Subjektiv:

  • Die tatsächliche Veränderung nicht anerkennen können, Weigerung.
  • Ständige Sorge um Veränderungen oder den Verlust
  • Überbetonung von erbrachten Leistungen
  • Betonung noch vorhandener Kräfte
  • Furcht vor Ablehnung anderer
  • Äusserungen über Veränderung der Lebensweise
  • Negativ Gefühle gegenüber eigenem Körper
  • depersonalisierung Körperteil (z.B. das da unten)

 

Objektiv:

  • Fehlender/nichtfunktionierender Körperteil
  • Nicht berühren, nicht betrachten eines Körperteils oder verdecken/entblössen

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