Oesophagus & Magendarmtrakt
Histo UZH
Histo UZH
-
- 1 / 27
-
Flashcards
Ösophagus
Tunica mucosa
- Lamina epithelialis: mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel
- Lamina propria: Feinfibrilläres BG
- Lamina muscularis mucosae: Längs verlaufende Muskelbündel glatter Muskulatur
Tela submucosa: Lockeres kollagenes BG mit Nerven und Gefässen
Tunica muscularis: Im oberen 1/3 des Oesophagus quergestreift, im mittleren 1/3 gemischt (wie hier abgebildet) und im unteren 1/3 glatt.
- Innere Ringmuskulatu
- Plexus myentericus
- Äussere Längsmuskulatur
Tunica adventitia
Ösophagus
Anschnitt durch:
- Lamina epithelialis: mehrschichtig unverhornt
- Lamina propria: hohe Papillen, die z.T. weit in das Epithel hineinragen, gelegentlich mit Lymphozytenansammlungen
- Lamina muscularis mucosae: Muskelfaserbündel (ziehen längs)
Tela submucosa: Arterien und Venen
Zusatz: Bei Kontraktion der Lamina muscularis mucosae legt sich die Schleimhaut in Längsfalten
Magen
- Lamina epithelialis: Einschichtiges, hochprismatisches Epithel: Bildet hier eine Foveola gastrica.
mukoide Zellen: schlanke, hohe Zellen mit einem ovalen, basalen Zellkern und einem grossen ovalen Sekrettropfen im apikalen Zytoplasma - Lamin propria: Enthält zahlreiche freie Zellen (u.a. Plasmazellen)
Zusatz: Mukoide zellen des Magens bilden den grössten Anteil der ca. 0.2mm dicken Schleimhautschicht. Der Schleim besteht zu 95% aus Wasser mit einem hohen Na, K und Cl-Ionenanteil und zu 5% aus hochmolekularen Glycoproteinen (Muzine).
Der Schleim puffert mittels Bikarbonat-Ionen die Salzsäure und sorgt für einen neutralen pH unmittelbar oberhalb der apikalen Epithelzellabschnitte.
Magen, Drüsengrund:
- Hautpzellen: Überwiegender Zelltyp am Grund der Magendrüsen. Schlanke Form und basophiles Zytoplasma
- Belegzellen: rundliche oder pyramidenförmige Zellen mit intensiv azidophil anfärbendem Zytoplasma
Zusatz: Hauptzellen synthetisieren und speichern Pepsinogen, das nach der Exozytose im sauren Millieu des Magensaftes zu Pepsin umgewandelt wird. Sie werden durch cholinerge Nervenfasern und Enterohormone (Cholezytokinin) aktiviert.
Belegzellen geben mittels einer spezifischen Protonenpumpe H-Ionen in die Drüsenlichtung ab, die sich mit Cl-Ionen zu Salzsäure verbinden. Ferner bilden sie den intrinsischen Faktor für die Resorption von Vitamin B-12. Sie werden durch cholinerge Nervenfasern des Parasympathikus und durch Enterohormone (Gastrin) gesteuert.
Magen, Drüsenhals:
- Belegzellen
- Isthmuszellen: Freie Sekrettröpfchen im apikalen Zytoplasma, welche kleiner sind als diejenigen der mukoiden Zellen
- Nebenzellen: Vereinzelt. Schlanker Zelleib und sich nur schwach anfärbendes Zytoplasma
- Zahlreiche Freie Zellen in der Lamina propria
Zusatz: Isthmuszellen beteiligen sich an der Zusammensetzung des Magenschleims. Sie sezernieren stark sulfatierte Muzine, die die oberflächlichen Schichten des Schleims bilden.
Nebenzellen sind vermutlich die Stammzellen des Magenepithels.
Magen, Pylorus
- Foveolae gastricae: Tief einschneidend, von mukoiden Zellen ausgekleidet
- Tubuläre verzweigte Pylorusdrüsen: Liegen in tieferen Schichten der Schleimhaut. Weite Lichtung und hell gefärbte Drüsenzellen
Zusatz: Die Zellen der Pylorusdrüsen bilden ein Sekret, das in vieler Hinsicht ähnlich ist wie das der Isthmuszellen im Corpus oder Fundus. Sie sezernieren zudem das bakterizide Lysozym.
Auf dem Präparat lassen sich die Enterohormon-bildenden Zellen (in erster Linie Gastrin) nicht von den ekkrinen Drüsenzellen unterscheiden.
Jejunum
- Lamina epithelialis: einschichtiges, hochprismatisches Epithel:
- Enterozyten (Saumzellen): schlanke Kerne
- Becherzellen
- intraepitheliale Lymphozyten: runde, dichte Kerne - Lamina propria: Sehr zellreiches retikuläres BG mit zahlreichen Kapillaren und einzelnen in Längsrichtung verlaufenden glatten Muskelzellbündeln
Zusatz: Die Blutkapillaren haben ein fenestriertes Endothel für den verbesserten Transport der resorbierten Stoffe.
Dünndarmschleimhaut
- einschichtiges hochprismatisches Epithel
- Enterozyten: schlank, säulenförmig mit bürstensaum
- Becherzellen: zwischen den Enterozyten. Schlanker, basal stehender Kern und grosse apikal gelegene Sekrettropfen - Basalmembran: Gut differenziert, unterlagert das Epithel
- Lamina propria
Jejunum, Krypte
- Lamina epithelialis
- Enterozyten
- Becherzellen: Apikale Sekrettropfen
- Paneth-Körnerzellen: In der Tiefer Der Krypten. Stets in kleineren Gruppen mit apikalen, azidophilen Sekretgranula - Lamin propria
- Lamina muscularis mucosae
Zusatz: Die in der Kryptenwand liegenden Stammzellen des Epithels lassen sich nicht eindeutig von den Enterozyten unterscheiden.
Die Granula der Paneth-Körnerzellen enthalten u.a. Lysozym, das Wandbestandteile (Muraminsäure) von Bakterien zerstören kann. Ferner kommen porenformende Proteine z.B. Defensine in den Granula vor.
Mikrovilli der Enterozyten vergrössern die Membranoberfläche des Dünndarms ca. 30x. Zwischen benachbarten Epithelzellen existieren zusätzlich noch gut differenzierte Schlussleistenkomplexe!
Die Membran der Mikrovilli enthält besonders viele Ektoenzyme für die Spaltung von Oligosacchariden und Peptiden sowie Transportproteine für die Resorption (z.B. Aquaporine für Wasser, Na-Aminosäure- und Na-Glucosetransporter).
Duodenum
- Tunica mucosa: Zusammen mit der Tela submucosa zu Plicae circulares aufgeworfen
- Tela submucosa: Brunner-Drüsen: In tieferen Lagen der Schleimhaut, grösstenteils aber im BG der Tela submucosa
- Lamina muscularis mucosae: Teils wegen durchtretender Düsenschläuche unterbrochen. Sonst normal innere Ring-, äussere Löngsmuskulatur,
Duodenum, Schleimhaut
- Tunica mucosa: Hohe, dicht stehende Zotten und tiefe Krypten
- Lamina muscularis mucosae - Tela submucosa: typische verzweigt tubuläre Glandulae duodenales (Brunner-Drüsen), die teils auch bis in die Tunica mucosa hineinragen
Zusatz: Die Zellen der Brunner-Drüsen sezernieren HCO3-Ionen zur Neutralisierung des Magensaftes sowie Muzine und Trypsinaktivatoren. Sie werden durch das Enterohormon Sekretin stimuliert.
Ileum
- Zotten: breit, plump
- Krypten: kurz
- Peyer-Plaques (Folliculi lymphatici aggregatii): Lymphatisches Gegebe angesammelt in Lamina propria Tela submucosa liegen
Zusatz: Die Peyer-Plaques rechnet man zu den lymphoepithelialen Organen, da lymphatisches Gewebe in engem Kontakt mit dem Oberflächenepithel steht. Sie gehören ferner zum GALT (gut associated lymphatic tissue).
Ileum, M-Zellen:
- Lamina epithelialis: durch zahlreiche Lymphozyten aufgelockert, sodass meist eine klare Grenze zur Lamina propria nicht ersichtlich ist. Das Epithel besteht überwiegend aus M-Zellen (gross, deutlicher Nucleolus), welche in engem Kontakt mit den Lymphozyten stehen und als antigen-präsentierende Zellen dienen.
- Lymphozyten
- M-Zellen
Colon, Schleimhaut
- Lamina epithelialis: Einschichtig, hochprismatisch
- Enterozyten
- Becherzellen: Vorwiegend in der Kryptenwand - Lamina propria: Aus retikulärem BG, von zahlreichen freien Zellen durchsetzt
Zusatz: Die Zellmembran der Enterozyten des Dickdarms enthält besonders viele Na/Cl-Transporter und Aquaporine für den H2O Transport. Die Zellen werden u.a. durch das Nebennierenrindenhormon Aldosteron reguliert.
Appendix vermiformis, lymphatisches Gewebe
- Krypten
- Keimzentrum
- Lymphozytenwall
- Sekundärfollikel (B-Zell-Areal)
- Interfollikuläre Areale (T-Zell-Areal)
- Lamina muscularis mucosae: Durch das lymphatische Gewebe verdrängt worden, sodass Grenze zwischen Mucosa und Submucosa nicht mehr sicher auszumachen ist
Canalis analis:
- Zona columnalis: Schleimhautlängsfalten (Columnae anales)
- Zona intermedia
- Zona anocutanea
- M. sphincter ani internus: glatte Muskulatur
- M. sphincter ani externus: Skelettmuskulatur
Zusatz: Zwischen den Columnae anales liegen die Sinus anales, in die die Proktodealdrüsen einmünden.
In der Tela submucosa der Zona columnalis kommen viele arterio-venöse Anastomosen vor. Je nach Füllungszustand des Gefässsystems können die Schleimhautfalten an- oder abschwellen. Bei Überbelastung des Gefässsystems z.B. durch Stauung oder Entzündung werden die Columnae anales stark vergrössert und sie bilden die inneren Haemorrhoiden.
Canalis analis, Zona intermedia
- Lamina epithelialis: Mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithel (man erkennt den Übergang von einschichtigen hochprismatischen Epithel der Colonschleimhaut ins mehrschichtige Plattenepithel deutlich.)
- Lamina propria: Glatte Muskelzellbündel. Gehören zum M. sphincter ani internus
Zusatz: Die Oberfläche der Zona intermedia hat beim Lebenden eine weissliche Farbe. Sie wird daher auch Zona alba genannt. In der Lamina propria kommen sehr viele Nervenfasern vor. Die Zone ist sehr schmerzempfindlich.
Oesophagus, Plexus myentericus
- Plexus myentericus: zwischen innerer Ring- und äusserer Längsmuskulatur mit Nervenfaserbündel mit hauptsächlich nicht-myelinisierten Nervenfasern
- Multipolare Ganglienzellen
Zusatz: Der Plexus myentericus gehört zum enterischen Nervensystem. Er enthält sowohl motorische als auch sensorische Neurone.
Cholinerge motorische Neurone stimulieren die Muskulatur während peptiderge Neurone die Muskelkontraktion hemmen. Sowohl die erregenden als auch die hemmenden Neurone werden durch den Parasympathikus stimuliert.
Durch den Sympathikus wird eine Hemmung der cholinergen Neurone vermittelt.
Der Plexus myentericus ist zudem mit den Neuronen des Plexus submucosus verbunden, über den die Tunica muscularis mucosae und die Drüsen beeinflusst werden.