ÖLS Heß
Kartei
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Flashcards
.Definieren Sie den Begriff Deckfrucht
Feldfrucht (Getreide, Hülsenfrucht), die mit einer anderen (meist Futterpflanze wie Klee) eingesät wird, um diese zu schützen und um zweimal ernten zu können.
Roggen über Klee.
.Geben Sie eine Kurzdefinieion des Begriffesfruchtfolge!
Fruchtfolge ist das geordnete zeitliche Nacheinander von Feldfrüchten auf einem Acker dessen Auswirkungen sich gegenseitig ausgleichen.
.Warum leisten manche Früchte positive, manche negative Beiträge zur Humusbilanz? Nennen und begründen Sie je eine Beispielfrucht für einen positiven bzw negativen Beitrag!
Postive Leguminosen- Grasgemenge
Negativ Rüben/ Mais / Kartoffeln
.Definieren sie den Begriff Großvieheinheit GVE
Eine Großvieheinheit enspricht einem Lebensgewicht von 500kg
.Definieren sie die Bodennutz4ungsart "Brache" und beschrieben Sie ggf. unterschiedliche Brache ?normen?
Vorteile:
geringer Aufwand
hohe und sichere N-Sammlung
mehrjähriger Anbau möglich
ggf. Nutzung Biogasanlage
Nachteile:
Wenn der Aufwuchs auf der Fläche bleibt -> erhöhte Gefahr der Auswaschung und Ausgasung
-> Fehlen eines flexibel einsetzbaren und betriebseigenen Düngemittel
ggf. Verlust an Verkaufsfruchtflääche
.Was ist ein Buntschlag?
Mehrere Kulturen auf einem Schlag
.Wie hoch ist der Ausnutzungsgrad für N von Stallmist im ersten Jahr?
0 -30% 30 - 50% oder >50%
0-30
.Auf welches Niveau ist der N- Einsatz in der Ökologischen Landwirtschaft limitiert?
EU VO 170 kg N/ha (2,125 DE/ha)
Bioland 112 kg/ha (1,4 DE)
.Was unterscheidet die Begriffe Grißvieheinheit GVE und der Dungeinheit DE
Eine Großvieheinheit entspricht einem Lebendgewicht von 500kg
Eine Dungeinheit entspricht 80kg N oder 70 kg P2O5 (30kg P)
Kuh = 1 GVE /0,7 DE
.Warum ist die Stoffbilinaz eines landwirtschaftlichen Betriebens viel schwerer zu erfassen als die eines Industriebetriebes?
Bei einem Industriebetrieb gibt viel weniger Ein- und Ausgänge. Tor zur Fabrik und eventuell der Schornstein. In der Landwirtschaft kommen zb. noch die verluste über die Luft und ebenfalls der Eintrag über die Luft und den Boden hinzu. Diese Zahlen sind schwer zu beziffern.
.Welche Ziele werden mit der Fruchtfolge im Ökologischen Landbau verfolgt? Nenne Sie mind. acht!
-Humusersatz
-Nährstoffbereitstellung, Luftstickstoffbindungen
- Vermeidung von Nährstoffverlusten
-Krankheits- und Schädlingsregulierung
- Erhalt der Bodenfruchtbarkeit : Ertrag und Qualität
- Futterbereitstellung
Arbeitsausgleich
- Ökonomische Ausgeglichenheit
.Welche Strategien stehen beim Übergang vom mehrjährigen Feldfutterbau mit Leguminosen-Gras-Gemengen zur Verfügung um unerwünschte Nitratausträge zu vermeiden? Bei welchen Böden ist der Handlungsbedarf groß. bei welchen weniger groß? Erläutern sie Ihre Vorschläge!
Desto Sandiger der Boden desto höher ist der handlungsbedarf, schluffiger Lehm hat eine gute Konervierung des Stickstoffes.
Vorschläge:
Frühjahrsumbruch -> Sommerfrucht
Späterer Umbruch
Zwischenfrüchte
Es kommt mehr auf die Bearbeitungszeitraum als auf die Intensivität an
.In welcher Größenordung befindet sich die Reduzierung der NH3 Emission beim Einsatz von Schleppschläuchen?
0-20% 30-50% >60%
30-50
Nenne 3 Hauptfruchtarten mit einer hohen Selbstverträglichkeit
Mais, Kartoffeln Roggen
Ordnen Sie folgende Früchte bezüglich Ihrer Selb
stverträglichkeit ein:
Erbsen, Inkarnatklee, Lein, Sonnenblumen, Roggen
Erbsen, Sonnenblumen Lein unverträglich
Inkarnatklee und Roggen -> Verträglich
Nennen Sie 4 Argumente, die gegen Untersaaten sp
rechen könnten!
Ernte der Deckfrucht erschwert
evt folgene Arbeitsgänge unmöglich
zusätzliche kkosten für Saatgut der Untersaat und deren Ausbringung
schwierig auf verschlämmten Böden
Nennen Sie 2 spätsaatverträgliche Zwischenfrücht
Raps, Senf und Ölrettich
Wie lassen sich Verluste bei der Gülle-Ausbringung vermeiden? Nennen Sie dieentsprechenden Techniken in der Reihenfolge ihres Wirkungsgrades!
Verminderung der NO3-Emission in %:
- Injektion 80-100%
- Schleppschuh 60-80%
- Breitverteilung mit Einarbeitung 60-80%
- Schleppschlauch 30-50%
Was ist bei der Konzipierung einer Umstellungsfruchtfolge zu beachten?
- Sicherstellen einer ausreichenenden Grundfutterversorgung
- Absatzmöglichkeit " Bio aus Umstellungsbetrieb"
- Positive und negaitve Folgen aus Konvi- Fruchtfolge berücksichtigen
- Verwendung von Bio Saatgut und Verkauf zu höheren Preisen
Nennen Sie 3 Gründe für das strikte Einhalten einer Fruchtfolge und 3 Gründe, die in der Praxis oftmals dagegen sprechen!
Pro:
- Kalkulation von anfallendem Futter
- termingerechtees Bestellen von Saatgut
- postivie Folgewirkung von Vorfrucht auf Nachfrucht
- N-Managment
Negativ
- Maktlage
- Witterung
- Bonität des Bodens
THEMENFRAGE Erläutern, Begründen und Diskutieren Sie den Ansatz „viehloser Ökolandbau“!
Motive, Konzepte, Vorteile, Nachteile?
Motive:
Ambitionen der Betriebsleiter
Standortabhängige Gegebenheiten
Rentablität der Rinderhaltung
Fehlende Stallgebäude
Ethische Beweggründe
Vorteile:
Ungebunden von Veroflichtungen der Tierhaltung
Konzentration auf Kompetenzbereich
Nachteile
Probleme bei der Sichersteellung eines ausreichendem N-Angebots ohne überschüssige Futtermittel zu produzieren
Verwendung der angebauten Leguminosen
Ausreichende Nährstoffeinträge durch Grünbrache
Unkrautregulierung
Konzepte: Grünbrache, Weite Reihe, Bicropping, Cut & Carry, Bio-Biogas, Kleegraskompostierung
THEMENFRAGE
Benennen, Erläutern und Diskutieren Sie die unterschiedlichen Ebenen von Nährstoffbilanzierungen für landwirtschaftliche Betriebe!
Welche Bilanzsätze lassen welche Aussagen zu?
Wo liegen die Probleme?
Hoftorbilanz:
beschreit alle Größen und Faktoren, die den Betrieb verlassen oder erreichen
lässt keine Aussagen über betriebsinterne Verlust- oder Einkommensquellen zu (z.B. N- Fixierung druch Leguminosen)
Stallbilanz
beinhaltet alle Ein- und Ausgänge des Stalls
keine Aussage über Nährstoffverluste und Effizienz der Tierhaltung möglich
Boden-/Schalgbilanz
Teil der innerbetrieblichen Bilanz
Bewertung der Nachhaltigkiet einer Fruchtfolge und der Ertragserwartung möglich
Aussage über Nährstoffauswaschungen, Düngeeffekt und Umweltgefährdung
Gesamtbilanz
Verknüpfung von Hoftor- , Stall-, und Bodenbilanz
THEMENFRAGE
Welche Möglichkeiten sehen Sie um möglichen Nitratauswaschungen entgegenzuwirken nach einem Kleegrasumbruch und der Nachfrucht Weizen?
Standorteigenschaften: sandiger Lehm, Jahresniederschlag von 700mm
Nennen, begründen und bewerten Sie 3 Handlungsaltenativen!
- Gefahr der Nährstoffwaschung aus Pflanzenresten
- 3 Möglichkeiten den Verlust zu verringern:
- Schonde Bearbeitung beim Umbruch
-> wenig Luft in Boden, geringe Aktivität der Mikroorganismen
-> Nährstoffe bleiben in unzersetzen Pfanzenresten vorhanden, Freisetzung im Frühjahr mit gesätem Weizen
-Versieben des Umbruchstermins:
-> Nutzen eines 4. Aufwuchses ; Umbruch erst Ende Oktiber bei geringeren Temperaturen (geringere Mineralisation)
-> Umbruch Im Frühjahr: Kleegras bleibt über Winter und wird erst mit Weizensaat im Frühjahr umgebrochen
-Aussaat einer Zwischenfrucht
-> Kleebestand wird Ende Septermber umgebrochen (3. Schnitt)
-> Zwischenfrucht fixiert die freiwerdenden Nährstoffe
-> Wahl einer ZW, die im Winter abfriert
THEMENFRAGE Konzipieren Sie grob eine Fruchtfolge für einen schweinehaltenden Betrieb, einen Milchviehbetrieb und einen viehlosen Ökobetrieb!
Was ist jeweils a) die Charakteristik und b) das Problem?
Schweine:
Besondere Anforderungen an Feldfutterbau auf Grund des Nährstoffbedarfs der Schweine (Eiweißreiche Feldfrüchte, Leguminsonen)
Nutzung des Getreides als Futtergrundlage und Stroh
Fruchtfolge: Grünbrache- Wintergerste und Leguminosenzwischenfrucht - Kartoffeln - WR (Senf) - KL - WW mit LZW - Hafer mit Weißkleeuntersaat
Milchviehbetrieb
Grünfutter und Stroh
Fruchtfolge
Ackerfutter - Ackerfutter - WW mit ZW - Kartoffel - WE oder WR - Mais ZF Senf - WR
Viehloser Ökobetrieb
Verwerrungsprobleme des anfallenden Futters aus Leguminosen Gras Gemengen alternativen z.B. Grünbrache
Grünbrache - WW ZF SEnf - Kartoffel ZW Lupine - Hafer
THEMENFRAGE
Bennen und Erläutern sie die 5 Schritte der Umstellungsplanung
1. Erfassen des IST - Betriebes
- Größe
-klimatische Bedingungen
- soziale Situation
- technische Ausstatung
- Äußerliche Verkehrslage
- Innererliche Verkehrslage
2. Erfassen der Vorstellung der Betriebsleiter
- Arbeitsaufwand, der geleistet werden kann
- Päferenz der Betreibsleiter
- Einkommenserwartung
3. Planung des Soll- Bertriebes
-Fruchtfolge
- Futterversorgung
- Strohbedarf
- Ökonomie
4. Planung der Umstellungszeit
- Überführen der Fruchtfolge
- Einplanen von Futter für den Umstellungszeitraum
5. Kontrolle der Planung
- evt Änderung in der Fruchtfolge oder des Zielbetriebes nach bestimmen Zeiträumen