Ökologie 1.3 + Praktika

Fragen zum Theorie Skript 9 - 10 & Praktika - Biodiversität - Biome - Populationsdynamik & Naturschutz - Aquaitsche und terrestrische Nahrungsnetze - Artenvielfalt

Fragen zum Theorie Skript 9 - 10 & Praktika - Biodiversität - Biome - Populationsdynamik & Naturschutz - Aquaitsche und terrestrische Nahrungsnetze - Artenvielfalt


C. B.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Ökologie und Biodiversität auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Beschreibung verschiedener Biome wie boreale Nadelwälder, Grasländer und tropische Regenwälder, sowie auf die Faktoren, die diese prägen. Die Karteikarten erläutern auch die Bedeutung von Artenvielfalt, Diversitätsindizes und Methoden zur Erhebung der Biodiversität. Sie richten sich an Studierende und Forscher, die ein tieferes Verständnis der ökologischen Zusammenhänge und der Erhaltung von Lebensräumen erlangen möchten.
Karten
26
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.06.2014 / 27.05.2015

Lernkarten

Was sind Überlebenskurven und welche Typen werden Unterschieden? Nenne zu jedem Typ ein Beispiel

Überlebenskurven zeigen die Abnhame der Anzahl Individuen einer Kohorte im Verlaufe der Zeit.

Typ1: (konvex) Geringe Sterberate während der führen und mittleren Lebensphasen, zunehmende Mortalität unter den Adulten. --> Organismen mit wenig Nachkommen, diese werden gut versorgt und beschützt. (Menschen, Elefanten, Geier)

Typ2: (linear) Sterberate ist für alle Alterstufen gleich. Jungtiere werden mässig betreut. (Singvögel, Nagetiere)

Typ3: (konkav) Hohe Sterberate in frühe Lebensstadien, abnehmende Sterberate mit zunehmendem Alter. Grosse Anzahl an Nachkommen und ohne elterliche Fürsorge (Frösche, Fische, Muscheln)

Nenne 4 ökologische Gründe die für die Erhaltung der Biodivärsität sprechen.

  1. Ökosystemdienstleistungen: Schädlingskontrolle, Wasserspeicher, CO2-Speicher
  2. Ökosystemstabilität: Erosionisschutz, Schutz vor invasiven Arten
  3. Ressourcennutzung: Verhinderung Nährstoffauswaschung, Nischenbesetzung
  4. Artenvielflat sicher Ökosystemvielfalt

Nenne 2 wirtschaftliche Gründe welche für die Erhaltung der Biodivärsität sprechen.

  1. Nahrungsmittelproduktion, Genreservoir, Ökosystemvielfalt als Touristenatraktion
  2. Medizin, Gesundheit

Nenne 2 Ästhetische Gründe welche für die Erhaltung der Biodivärsität sprechen

  1. Erholung, Wohlbefinden
  2. Natur als Gegensatz zur Stadt, Attraktivität der Vielfalt

Nenne Anthropogene Problemfelder, welche die Biodivärsität gefährden.

  • Lebensraumzerstörung
  • Nahrungsmangel
  • Ausbeutung von Rohstoffen
  • Zunahme von Umweltgiften
  • Ozonloch, Treibhauseffekt

Welche Instanz ist in der Schweiz für Strategien, Konzepte und Kenndaten zur Biodiversität zuständig?

Was wird überwacht?

Bundesamt für Umwelt BAFU

  • Biodiversitätmonitoring (BDM)
  • Rote Listen
  • Liste der National Prioritären Arten

Was sind Gründe für das Artensterben?

  • Nicht fit genug
  • zur falschen Zeit am falschen ort
  • Sie sterben gar nicht aus sonder gehen in andere Arten über
  • Deterministische Prozesse z.B. Eiszeiten, anthropogene Wirkungen
  • 99% aller je auf der Erde existierenden Arten sind bereits ausgestorben

Wie und worüber gibt das Biodiversitäts-Monitoring der Schweiz auskunft?

33 verschiedene Indikatoren welche Auskunft geben über:

  • Zustand der Biodiversität
  • Einflüsse auf die Biodiversität
  • Massnahmen zu Gunsten der Biodiversität

Wieso sind Rote Listen von grosser Bedeutung?

Sie legen die Schutzwürdigkeit von Arten auch juristisch Fest

  • Für Bauherren und die Behörden ist es unter Umständen entscheident welchen Schutzstatus eine Art hat (Planungssicherheit)
  • Ausgehen vom Schutzstatus von Arten können Auflagen mit Massnahmen festgelegt werden für allfällige Bauvorhaben.

Die IUCN International Union for Conservation of Nature erstellt seit 1963 Rote Listen weltweit gefährdeter Arten. Nach welchen Kriterien geschieht die Zuteilung in die verschiedenen Gefährdungskategorien?

  • Populationsgrösse
  • Bestandesveränderung der Arten
  • Veränderung der Fläche ihres Verbreitungsgebiets
  • Anzahl der geografischen Einheiten (Lebensräume), in denen sie vorkommen

Nenne 3 Ebenen der Biodivärsität

  • Genetische Diversität: genetische Variation (Diversität aller Gene innerhalb einer Art)
  • Organismische Diversität: Reiche, Familie, Gattung, Arten, Unterarten
  • Ökosystem Diversität: Biome, Bioregionen, Landschaften, Ökosysteme, Habitate, Nischen

Was sind aus ökologischer Sicht die Vorteile von vielseiten Lebensgemeinschaften?

  • Sie reagieren auf Umweltschwankungen wenigerf empfindlich
  • Sie können sich besser an neue Bedingungen anpassen
  • die vorhandenen Ressourcen werden vollständig genutzt
  • für andere trophische Stufen stehen mehr Ressourcen zur Verfügung

 Welche zwei Komponenten beinhaltet Artenvielfalt?

  1. Artenzahl oder -reichtum: Je mehr Arten vorkommen , desto vielfältiger ist die Lebensgemeinschaft
  2. Häufigkeitsverteilung der Arten: Je ähnlicher die Häufigkeiten der Arten in der Lebensgemeinschaft relativ zueinander sind, desto vielfältiger ist sie. (Evenness = gleichmässigkeit der Artenverteilung)

Nenne zwei Methoden zur Erhebung  der Artenvielfalt

  • Quadrate: Flächen einer genau definierten Grösse in einem Lebensraum
  • Transekte: Linien einer genau definierten Länge durch den Lebensraum

Wichtig ist eine objektive Wahl der zu untersuchenden Teilflächen, indem dise regelmässig oder zufällig angeordnet werden

Nenne 3 Diversitätsindizes und erkläre was diese aussagen.

  1. Simpsons Index: Mass für die Wahrscheinlichkeit, dass zufällig ausgewählte INdividuen einer Lebensgemeinschaft zu verschiedenen Arten gehören.
    Werte zwischen 0 und 1: 0 = alles dieselbe Art. Je näher bei 1 umso grösser die Diversität
  2. Shanon Index: Mass für die Unsicherheit über die Artzugehörigkeit eines zufällig ausgewählten Indibiduums. Je höher der Index desto grösser die Vielfalt.
  3. Gleichmässigkeit (Evenness): Misst die Ähnlichkeit der Häufigkeit der vorhandenen Arten. Werte zwischen 0 und 1. Werte nahe 1 bedeutet eine gleichmässigere Verteilung --> grössere Biodiversität

Wie unterscheiden sich Shanon und Simpson Index? Die Aussage der Indizes ist ja im Prinzip dieselbe?

Der Shanon Index kann beliebig gross werden und ist daher z.T. schwrerig zu deuten. Im Zusammenhang mit merjährigem Monitoring ist er allerdings zu bevorzugen, weil er Schwankungen der Biodiversität schneller anzeigt.

Auf was ist bei der Erhebung der Artenvielfalt im Feld zu achten?

  • Systemastisches Vorgehen bei den Erfassungen (Wiederholbarkeit)
  • Nach Möglichkeit durch dieselbe Person durchzuführen
  • Zeitpunkt der Erhebung (Bei merjährigem Monitoring)

Was ist ein prägendes Merkmal eines Ökosystems?

Die dominante Wuchsform von Pflanzen welche die Vegetation prägen und einen grossen Teil der Primärproduktion ausmachen:

  • Bäume
  • Sträucher
  • Zwergsträucher
  • Krautpflanzen
  • Moose, Felchten

Welche Faktoren bestimmen das Aussehen der prägenden Wuchsformen?

  • Dauer der Vegetationszeit (Temperatur ca. > 5°C)
  • Wasserverfügbarkeit
  • Nährstoffverfügbarkeit
  • Sommertemperatur und Frostrisiko

Was sind Biome?

Biome sind ein weltweite Einteilung der Ökosysteme. Es sind Gebiete der Erde, be denen die zonale Vegetation ("Standard-Ökosystem") von einer bestimmten Lebensform dominiert wird.

Welche Faktoren prägen die Ausbildung von Biomen?

  • Geographische Breite
  • Nähe zum Ozean
  • warme oder kalte Meeresströmungen
  • vorherschende Winde

Nennen sie die wichtigsten Biome

  • boreale Nadelwälder
  • Wälder der gemässigten Breidten (sommergrüne Laubwälder)
  • tropischer Regenwald
  • Grasland der gemässigten Breiten: Steppe, Prairie, Pampa
  • Savanne, Grasland und Trockenstrauchvegetation

Weitere:

  • saisonale grüner Wald der Tropen
  • arktische Tundra
  • Wüsten
  • mediterrane Vegetation
  • Gebirge

Beschreiben sie das Biom tropischer Regenwald

Höhepunkt der biologischen Diversität. Resultierend aus einer ganzhjährigen hohen Sonneneintrahlung mit regelmässigen und zuverlässigen Niederschlägen. In Äquatornähe rund um den Globus vorzufinden.

Beschreiben sie das Biom Savane.

Grasland mit vereinzelten kleinen Bäumen. Die Saisonalität der Niederschläge stellt die stärkste Einschränkung der Diversität von Pflanzen und Tieren in der Savanne dar. Weidende Herbivoren und Feuer beeinflussen die Vegetation ebenfalls, indem sie Gräser begünstigen und die Regenration der Bäume behindern.

Beschreiben sie das Biom Grasland gemässigter Breiten und unterscheide die verschiedenen Typen

Steppe, Prärie und Pampa

Ist typischerweise Saisonaler Trockenheit unterworfen. 

Beschreiben sie das Biom Borealer Nadelwald

Geringe Diversität. Der gefrorene Boden stellt die alles beherrschende lokale Einschränkung dar. Wenige Baumarten sind die dominierende Wuchsform

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