Ökologie 1.2
Fragen zum Theorie Skript 5 - 8 - Lebenszyklen & Populationsdynamik - Biotische Interaktion - Nahrungsnetze & langfristige Populationsdynamik - Lebensgemeinschaften
Fragen zum Theorie Skript 5 - 8 - Lebenszyklen & Populationsdynamik - Biotische Interaktion - Nahrungsnetze & langfristige Populationsdynamik - Lebensgemeinschaften
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Cartes-fiches
Wie wird eine Pouplationsgrösse definiert?
Wie viele Organismen einer Art leben an einem Ort und können sich regelmässig miteinander fortpflanzen.
Wieso sond Kenntnisse über die Populationsgrösse wichtig?
- Wichtige Information für die Möglichkeit der Nutzung (Ernte, Holzschlag, Jagd, Fischerei...)
- Gibt Rückschlüsse über das Verhalten der Organismen und ihren Einfluss auf andere Arten und auf das Ökosystem
- Wichtig für das Überleben der Art --> Artenschutz!!!
Was sind die Schwierigkeiten bei der Bestimmung von Populationsgrösse?
- Organismen sind oft klein oder versteckt. --> Bei einer Zählun wird nur ein Teil der Organismen erfasst
- Organismen haben oft mehrere Lebensphasen ( Eier, Larven, Raupen, etc.)
- Grösse und Ausdehnung der Individuen kann je nach Alter unterschiedlich sein.
- Individuen sind nicht klar voneinander unterscheidbar. z.B Pilzkolonien oder Pflanzen
Was für Möglichkeiten bestehen, wenn Populationsgrössen nicht durch eine einfache Zählung zu bestimmen ist?
- Biomasse Bestimmung, Volumen ode Bodendeckung
- Messung der Aktivität der Organismen (Tierstimmen, Tierspuren, Tierfallen, blühende Pflanzen)
- Abschätzung durch Stichproben: --> Fang-Widerfang Methode
Welche 4 Prozesse beeinflussen die Populationsgrösse?
- Geburten --> neue Nachkommen, Wachstum
- Immigration --> Zuwanderung, Wachstum
- Mortalität --> Rückgang
- Emigration --> Rückgang
Nenne zwei Fortpflanzungsstrategien
- Iteroparie: lange Lebensdauer mehrfache Fortplanzung möglich (Menschen, Bäume,
- Annuelle: kurze Lebensdauer, einmalige Fortpflanzung (Lachs)
Wie sieht der Lebenszyklus von modulare Organismen aus? (Hauptsächlich Pflanzen)
Fortfplanzung in verschiedenen Phasen: Vegetativ und sexuell
Modualare Organismen = Die Endform und Aussehen des Organismus ist nicht vorhersehbar. Sie ist von Umwelteinflüssen abhängig und es kann zwischen selbst genetisch identischen individuen zu grossser Variabilität kommen. Fortlaufendes Wachstum und hohe Regenerationsfähigkeit sind weitere Merkmale von modularen Organismen.
Was sind Stationäre Lebenstafeln und was ist der Nutzen von diesen?
- Sie beschreiben die Populationsgrösse und Anteile der verschiedenen Alterphasen
- Populationen können somit quantitativ beschrieben werden
- Es können Rückschlüsse auf Populationsprozesse z.B im Bezug auf veränderte Umweltbedinugnen oder menschliche Einflüsse gemacht werden (zumeist Vermutungen) --> siehe PPT Präsi Scharbockskraut
Was ist eine Kohortentafel?
- Eine Kohorte umfasst alle Individuen einer Population, die in einem bestimmten Zeitintervall (z.B 1 Jahr) geboren wurden und beschreibt deren Schicksal von der Geburt bis zum Tod.
- Für Jede Altersklasse werden die Anzahl Überlebende und die Anzahl erzeugt Nachkommen erfasst.
- Bei zweigeschlechtlichen Organismen werden in der Regel nur die weibliche Organismen erfasst
Was ist der Unterschied zwischen der Stationären- under Kohorten-Lebenstfafel?
Wie kann eine Kohortenlebenstafel interpretiert werden und welchen Nutzen wird daraus gezogen?
- Wieviele Entwicklungsstadien gibt es, Wie lange leben die Individuen
- In welchem Alter sterben die meisten Indiviuden
- In welchem Alter pflanzen sich die Individuen am intensibsten fort?
- Wieviele Nachkommen produziert ein Indiviudm der Kohorte durchschnittlich in seinem Leben?
--> Solche Tafeln können wichtige Rückschlusse zum Thema Artenschutz geben (siehe Praktikum 1: Karettschildkröte)
Nennen Sie 4 Typen von biotischer Interaktion und den Kosten/Nutzen der iteragierenden Organismen
- Konkurenz - / -
- Prädation + / -
- Parasitismus + / -
- Mutualismus + / +
Welche Arten von Konkurenz gibt es und wie ist sie definiert?
Inerspezifische Konkurenz: Individuen verschiedener Arten
Intraspezifische Konkurenz: Individuen derselben Art
zwei oder mehrer Organismen benötigen dieselbe begrenzte Ressource (überlappung der ökologischen Nischen)
Wieso ist Intraspezifische Konkurenz meist stärker als interspezifische Konkurenz?
Die konkurrierenden Individuen haben identische ökologische Nischen
Was sind die Folgen von Konkurenz?
Die Dichte der Bestände nihmt ab (Bäume, nur noch grosse ausgewachsene Tannen, für kleine zu wenig Licht)
Die Erträge pro Pflanze sinken (Mais)
Das Wachstum wird eingeschränkt
Was sind mögliche Folgen von Interspezifischer Konkurenz?
Auschluss einer Art (Zwei Arten mit der exakt gleichen ökologischen Nische können nicht Koexistieren)
Nischendifferenzierung
Merkmalsverschiebung
Unterscheide Physiologisches Optimum, fundamentale Nische, ökologisches Optimum und realisierte Nische
Physiologisches Optimum = Voraussetzung bei der ein Organismus am besten wächst
Fundamentale Nische = Voraussetzungen unter denen ein Organismus leben kann
Ökologisches Optimum = Bedingungen unter welchen sie bessere Leistungen als die Konkurrenz erbringen können und diese deshalb ausschliessen können = realisierte Nischen
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Konkurrenz?
- Bei indirekter Konkurrenz haben alle Individuen gleichen Zugang zu einer Ressource. Sie unterscheiden sich darin wie schnell oder effizient sie diese anutzen können.
- Bei direkter Konkurrenz sind einige Individuen in der Lage anderen den Zugan zur Ressource zu erschweren oder zu verwehren
Was ist der Unterschied ziwschen echten Räubern und Weidegänger?
Echte Räuber (Fleischfresser, Karnivoren)
- - töten Beute auf jeden Fall, mehr oder weniger sofort
- - konsumieren einige oder viele Beutetiere
- - Löwen, Tiger, Spinnen, Bartenwale, Vögel,
- Nagetiere etc.
Weidegänger (in der Regel Pflanzenfresser)
- - verbrauchen nur Teile eines Beuteindividuums
- - töten normalerweise nicht
- - greifen auch mehrere Individuen an
- - Rinder, Schafe, Heuschrecken, Raupen, Egel etc.
Was sind typische Eigenschaften von spezialisierten Prädatoren im Bezug auf die Nachrungsaufnahme
- enges Nahrungsspektrum (wenige gejagte Arten)
- lange, intensive Suche
- Suche in weitem Radius
- kurze Handhabungszeit beim Frass
- grosse Effizienz bei der Nahrungsaufnahme
Was sind typische Eigenschaften von Generalisten im Bezug auf die Nachrungsaufnahme
- - sehr breites Nahrungsspektrum
- - flexibel bei der Wahl der Beute
- - kurze Suchzeit
- - halten sich in der Nähe der Beute auf
- - lange Handhabungszeit beim Frass
- - oftmals energetisch nicht einträgliche
- - Nahrungsaufnahme
Was bedeutet bottom-up control in Bezug auf die Wechselwirkung zwischen Räubern und Beute
Die Population der Räuber ist abhänig von der Verfügbarkeit seiner Beute
(z.B. Luchs vom Hase, wobei die Hasenpopulation wiederum von verschiedenen Faktoren abhängt, Winternahrung etc.)
Was für Abwehrmechanischmen gegen Prädation haben sich evolutiv entwickelt?
- Physikalische Verteidigung
- Dornen, Stacheln, Panzer, etc.
- Chemische Verteidigung
- Gift, Warnfarbe
- Morphologische Abwehrmechanismen
- Tarnung (Mimikry --> Warnfarben ähnlichkeit von Tieren einer Art mit einer zweiten evtl. giftigen ungenisbaren Art, Mimese --> Farbliche Anpassung an Umwelt),
- Phänotypische Plastizität
- Verteidigungsverhalten
- Flucht, Drohgebärden, Totstellen
- Kompensation
- Frass stimuliert Pflanzenwachstum
Was sind Parasiten?
- Ein Parasit ernährt und vermehrt sich auf Kosten eines Wirtes
- Sie breauche nur Teile ihrer Beute (Wirt) und töten ihre Beute in der Regel nicht (zumindest nicht kurzfristig)
- Greifen im Laufe ihres Lebens nur ein oder einige wenigbe Beuteorganismen an und gehen daher oft recht enge Verbindungen ein.
(Bandwurm, Mistel, Infektionskrankheiten)
Was ist der Unterchied zwichen Hemi- und Holoparasiten?
- Hemiparasiten sind Blütenplanzen die noch selber Photosynthese betreiben, aber ihren Wirtspflanzen Wasser und Nährsalze entziehen.
- Sind meisten wenigs wirtsspezifische
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Holoparasiten haben kein Blattgrün, und daher auch keine eigene Photosynthese. Sie produzieren also keine eigenen Kohlenstoffverbindungen.Sie sind für ihre Ernährung völlig von einer Wirtspflanze abhängig. Dazu benutzen sie Haustorien, mit denen sie in die Wirtspflanze eindringen.
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Holoparasiten sind oft streng wirtsspezifisch und parasitieren meist nur eine oder wenige eng verwandte Pflanzenarten.
Wie kann ein Wirt Parasiten abwehren?
- Immunreaktion (bei Wirbeltieren)
- Bildung von Phagozyten (Fresszellen), die den Fremdkörper erkennen, einschliessen und zerstören (bei Wirbellosen).
- Bildung von Phytoalexinen, chemischen Substanzen mit anti-mikrobieller Wirkung
Was sind die Folgen erfolgreicher Parasitenabwehr?
Die Abwehr durch den Wirt bewirkt eine Gesundung und eventuell eine Ausbildung von Resistenz/Immunität. Das führt zu einem “Wettrüsten” zwischen Parasit und Wirt und damit zur Co-Evolution.
Was ist Mutualismus?
Mutualismus ist eine Wechselbeziehung zwischen Organismen verschiedener Arten (also eine Symbiose), die für beide Partner vorteilhaft ist. Mindestens ein Partner kann auch alleine leben.
Nenne zwei wichtige mutualistische Symbiosen.
Bestäubung
Mykorrhiza
Was ist Mykhorrhiza und Welche Arten gibt es?
Dank des feinen Mycels ist der Pilz wesentlich effektiver im Aufnehmen von Wasser und Nährsalzen.Er gibt diese an die Pflanze ab und erhält im Gegenzug Assimilate aus der Photosynthese
- Endomykorrhiza: die Pilzhyphen dringen in die Zellen der Wurzelrinde ein. Meist bei krautigen Pflanzen.
- Ektomykorrhiza: das Pilz-Mycel bildet einen dichten Mantel auf der Wurzeloberfläche und dringt weit in den Boden vor. Vor allem bei Bäumen.
Was ist ein Nahrungsnetz und wie unterscheidet es sich zu einer Nahrungskette?
- Die Vielfalt der Beziehungen in einem Nahrungsnetz ermöglicht eine gegenseitige Stellvertretung zwischen Arten der unteren trophischen Ebenen
- Auf den höheren Ebenen können die Tiere ihre Nahrungsquelle je nach Verfügbarkeit wechseln (ausser bei Spezialisten).
Beides zusammen verhindert zyklische Schwankungen wie in einfachen
Räuber-Beute-Systemen. Aber die Vielfalt von trophischen Beziehungen erlaubt auch wesentlich komplexere Wechselwirkungen. Komplexe Systeme verhalten sich eher chaotisch.
Wieso kann bei Top-down-Kontrollieren Nahrungsnetzen (trophische kaskade) das wegfallen des Top Prädators zum aussterben anderer Arten führen?
Der Top-Prädator jagt den primären Räuber und die Beute etc. Damit hilf der Top-Prädator der Beute, was den drei Arten erlaubt zu koexistieren.
Fehlt diese Kontrolle, kann das System instabill werden.
(Im Bildbeispiel stirbt die Vogelart aus, weil die Nagetiere vom Ehemaligen Top-Prädator nicht mehr dezimiert werden und diese die Eier der Vögel wegfressen)
Was sind Meta-Populationen?
- Eine Metapopulation ist ein Netzwerk von Subpopulationen, zwischen denen gelegentlich ein Austausch von Individuen stattfindet.
- Die Subpopulationen können aussterben und leere Patches können wiederbesiedelt werden.
- Von allen verfügbaren Patches in einer Landschaft ist daher zu einem bestimmten Zeitpunkt eventuell nur ein Teil besetzt.
- Eine Metapopulation kann aufgrund eines Gleichgewichts zwischen Aussterben und Wiederbesiedlung stabil fortbestehen, selbst wenn keine der lokalen Subpopulationen stabil ist.
Es passiert immer wieder, dass ein Patch durch ein Ereignis gestört wird und die lokalen Arten eliminiert werden.
Was passiert, wenn ein leeres Patch (wieder-)besiedelt wird bei Gründer-kontrolleirten Lebensgemeinschaften?
- können alle Arten ähnlich gut in Lücken einwandern.
- können die Arten einmal besiedelte Lücken lebenslang gegen Neuankömmlinge verteidigen.
- Jedes Mal wenn ein Organismus (oder eine Teilpopulation) stirbt öffnet sich die Lücke zur Wiederbesiedlung von neuem.
Was sind Dominanz-kontrollierte Lebensgemeinschaften?
In Dominanz-kontrollierten Lebensgemeinschaften sind einige Arten bessere Konkurrenten als andere.
- Wer zuerst einen Patch besiedelt, kann sich dort nicht notwendigerweise auch halten
- Lücken werden sukzessive von einer mehr oder weniger vorhersagbaren Abfolge von Arten besiedelt
- Frühe Arten sind gute Kolonisierer und wachsen schnell
- Späte Arten tolerieren niedrigere Ressourcenangebote, können in Gegenwart anderer Arten wachsen und können sie schließlich verdrängen
Es entsteht eine ökologische Sukzession von Lebensgemeinschaften.
Was ist Sukzession?
Die Sukzession beschreibt die Abfolge von Lebensgemeinschaften in einem Habitat.
Unterscheide primäre und sekundäre Sukzession.
- Primäre Sukzession: Der Standort wurde noch nie durch eine Lebensgemeinschaft beeinflusst (z.B. nach Gletscherrückgang). Erstreckt sich oft über Jahrhunderte
- Sekundäre Sukzession: Die bestehende Gemeinschaft wurde entfernt (z.B. durch einen Waldbrand). Ein Boden ist schon vorhanden, es hat eine Samenbank.
Was sind r-Strategen und in welchem Stadium kommen sie bei einer Sukzession vor?
Quantität geht vor Qualität --> Pionierarten: anspruchlos, hohe Wachstumsrate, geringe Grösse, hohe Ausbreitungsvermögen
--> Initialstadium
Was sind K-Strategen und in welchem Stadium der Sukzession sind sie anzutreffen?
Qualität geht vor Quantität: Grössere, anspruchsvollere, langlebiger, höhere Konkurrenzkraft
--> Folgestadien nach Initialstadium