ÖBWL 1. Semester

1. Semester öbwl

1. Semester öbwl

Loreen Schädlich
Lernen

Loreen Schädlich
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über betriebswirtschaftliche Grundlagen für Universitätsstudierende. Sie behandeln Themen wie Steuern, Gewinn, Zahlungsmittel und betriebliche Strukturen, einschließlich der Unterschiede zwischen direkten und indirekten Steuern sowie den Merkmalen von Dienstleistungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Betriebswirtschaft vorbereiten, da sie wichtige Konzepte und Definitionen verständlich darstellen.
Karten
40
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.01.2014 / 01.02.2014

Lernkarten

Definition von "wirtschaften"

= entscheiden, über die Verwendung knapper finanzieller Mittel im Hinblick auf die Befriedigung oder das Erreichen persönlicher Bedürfnisse, Wünsche oder Ziele

- Notwendigkeit des Wirtschaftens ergibt sich aus Spannungsverhältnissen zwischen unendlichen Wünschen und begrenzten finanziellen Mitteln --> Entscheidungssituation

Definiere die 2 Begriffe des Wirtschaftlichkeitsprinzips bzw des ökonomischen Prinzips 

Minimalprinzip

= mit minimalem Einsatz finanzieller Mittel, soll ein vorgegebener Nutzen im Hinblick auf die Bedürfnisbefriedigung erreicht werden

Maximalprinzip

= mit vorgegebenem Einsatz finanzieller Mittel soll ein maximaler Nutzen im Hinblick auf die Bedürfnisbefriedigung erreicht werden 

Gliederung der Betriebe/ Betriebstypologie

  1. Gliederung nach Wirtschaftszweigen:  
    • Industriebetrieb
    • Bankbetrieb
    • Handelsbetrieb
    • Energiebetrieb
  2. Gliederung nach Art der erstellten Leistung
    • Dienstleistungsbetriebe
    • Sachleistungsbetriebe
  3. Gliederung nach dem vorherrschenden Produktionsfaktor
    • arbeitsintensive Betriebe
    • anlagenintensive Betriebe
    • rohstoffintensive Betriebe
  4. Gliederung nach der Betriebsgröße
    • Großbetriebe
    • Mittelbetriebe
    • Kleinbetriebe
  5. Gliederung nach der betrieblichen Zielsetzung 
    • gewinnorientierte Betriebe
    • Non-Profit-Betriebe

 

Aufgaben der BWL 

Sieht ihre Aufgabe darin, das Wirtschaften, wie es sich in Betrieben vollzieht zu beschreiben bzw. Zu erklären und Emofehlungen für wirtschaftliches Verhalten zu entwickeln

Beispiele für Betriebe in verschiedenen Wirtschaftsbereichen 

Verkehrsbetriebe

  • Flughafenbetriebe, Hafenbetriebe, Nahverkehrsbetriebe

Versorgungsbetriebe

  • Wasserversorgung, Energieversorgung, Fernwärmeversorgung

Bildungseinrichtungen

  • Schulen, Hochschulen, Bibliotheken

Kulturbetriebe

  • Museen, Theater, Kinos

Krankenhaus- und Sozialeinrichtungen

  • Kindergärten, Krankenhäuser, Rehakliniken

 

Rechtsformen der Betriebe

- erklären und erläutern

Rechtsformen 

  • gesetzlich festgelegte Regelungsmodelle bezüglich der Wirtschaftseinheit Betrieb 
  • nehmen einerseits Einfluss auf das interne Beziehungsgefüge der Initiatoren und andererseits auf die Gestaltung der Beziehung zu externen Rechtssubjekten

 

Merkmale bei der Wahl der Rechtsform

  • Rechtsgestaltung, insbesondere Haftung
  • Leistungsbefugnis 
  • Gewinn- und Verlustbeteiligung
  • Finanzierungsmöglichkeiten
  • Steuerbelastung
  • Publizitätdverpflichtungen
  • Mitbestimmung der Arbeitnehmer

Aufteilung der Rechtsformen

  • öffentlich-rechtliche Rechtsformen
    • Formen ohne eigene Rechtspersönlichkeit
    • Formen mit eigener Rechtspersönlichkeit
  • privatrechtliche Rechtsformen
    • Einzelunternehmen
    • Personengesellschaften (OHG, KG)
    • Kapitalgesellschaften (AG, GmbH)
    • Mischformen

Merkmale der GmbH 

Rechtsgestaltung/ Haftung 

  • Rechtsform für kleine u. mittlere Betriebe
  • GmbH haftet mit gesamten Vermögen
  • Eigenkapitalgeber haften bis zur Höhe ihrer Stammeinlage
  • Stammkapital: mind. 25.000€ bei Gründung

Leistungsbefugnis

  • Geschäftsführer und Gesellschaftsversammlung
  • GF führt Tagesgeschäft 
  • GV bestellen, entlasten, kontrollieren GF
  • evtl Aufsichtsrat durch Gesellschaftervertrag vorgesehen

Gewinn- und Verlustbeteiligung

  • Zurechnung von Gewinn und Verlust auf die Gesellschafter erfolgt nach deren Stammeinlagen

Finanzierungsmöglichkeiten

  • einfach Gesellschafter zu finden (haften begrenzt)
  • schwer Fremdkapital zu finden (Bankdarlehen) - sehen beschränktes Haftungsvermögen - keine Sicherheit

Steuerbelastung

  • Körperschaftsteuer
    • einbehaltene Gewinne unterliegen Körperschaftsteuer (15% Steuersatz)
    • ausgeschüttete Gewinne unterliegen Körperschaftsteuer (15% Steuersatz)
  • Anrechnungsverfahren: Vermeidung der Doppeltversteuerung

Publizitätsverpflichtung

  • Veröffentlichung des Jahresabschlusses
  • Bilanz, GuV, Anlage, Lagebericht

Mitbestimmung der Arbeitnehmer

  • Mitwirkung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat
  • wenn UN mehr als 500 MA hat und Aufsichtsrat gegründet hat
  • AN haben Mitbestimmungsrecht im Aufsichtsrat

Merkmale der AG 

Rechtsgestaltung/ Haftung  

  • Rechtsform für große u. größte UN
  • Eigenkapitalgeber/ Aktionäre beteiligen sich durch Erwerb von Aktien
  • haftet mit gesamten Vermögen
    • Aktionär bis zur Höhe des Nennwerts seiner Aktie
  • Grundkapital beträgt 50.000€
  Geschäftsführer und Gesellschaftsversammlung
  • Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung
  • Aufsichtsrat bestellt und überwacht den Vorstand
  • Hauptversammlung bestellt Aufsichtsrat und entscheidet über Verwendung des Bilanzgeldes 
Gewinn- und Verlustbeteiligung
  • Gewinn und Verlust werden gleichmäßig auf Aktien verteilt
  Finanzierungsmöglichkeiten
  • Verfügt über gute/ hervorragende Finanzierungsmöglichkeiten
  • einfach Aktionäre zu finden (bezogen auf Eigenkapitalhaftung)
  • einfach Fremdkapital zu finden (große Haftungsmasse)

Steuerbelastung

  • einbehaltene Gewinne unterliegen Körperschaftsteuer 15%
  • ausgeschüttete Gewinne unterliegen Körperschaftsteuer 15%
  • Vermeidung Doppeltversteuerung: Anrechnungsverfahren 
Publizitätsverpflichtung  
  • Veröffentlichung des Jahresabschlusses
  • Bilanz, GuV, Anlage, Lagebericht
Mitbestimmung der Arbeitnehmer  
  • Mitwirkung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat
  • wenn UN mehr als 500 MA hat und Aufsichtsrat gegründet hat
  • AN haben Mitbestimmungsrecht im Aufsichtsrat 
 

Beweggründe für Unternehmenszusammenschlüsse

  • Erhöhung der Produktivität durch Rationalsisierung und damit Kostensenkung in der größeren Wirtschaftseinheit
  • Verbesserung der Marktposition gegenüber Abnehmern, Lieferanten oder Kreditgebern
  • Minderung des Risikos für den einzelnen Betrieb durch Risikoverteilung auf alle beteiligten Betriebe
  • Erringung einer wirtschaftlichen Machtposition durch Einschränkung des Wettbewerbs
    • Kooperationen (Betriebe bleiben rechtl. u. wirtsch. selbstständig - nur in den Bereichen die nicht Gegenstand der Kooperation ist)
      • Bsp. Arbeitsgemeinschaft im Baugewerbe, Kartelle 
    • Konzentrationen (Betriebe geben wirtsch. Selbstständigkeit auf/ unterstellen sich einer einheitlichen Leitung)

Einflussgrößen auf die Standortwahl

Einflussgrößen der Beschaffungsmärkte

  • Beschaffung von Grundstück und Gebäuden 
  • Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Beschaffung von Arbeitskräften

Einflussgrößen der Absatzmärkte

  • Absatzpotenzial und Kaufkraft 
  • Vorhandensein von Konkurrenz
  • Transportkosten/ -zeiten zum Absatzmarkt
  • Steuerbelastung
  • Subventionen
  • Umwelt-, Arbeitsschutzvorschriften

Einflussgrößen der staatlichen Rahmenbedingungen

  • Steuerbelastung
  • Subventionen
  • Umwelt-, Arbeitsschutzvorschriften 

Natürliche Einflussgrößen

  • Klimaverhältnisse
  • Bebaubarkeit von Grund und Boden
  • Verfügbarkeit und Qualität von Wasser

Kriterien zur Abgrenzung der Betriebsgröße

1.) Publizitätsgesetz

  • Bilanzsumme > 65 Mio
  • Umsatzerlöse > 130 Mio 
  • Beschäftigtenzahl > 5000 Mitarbeitet
    • müssen Jahresabschlüsse veröffentlichen

2.) HGB - Zweiter Abschnitt

  • ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften §267 HGB
  • kleine, mittelgroße, große KG

3.) Unternehmensgrößenklassen der EU

  • Kleinst-UN : bis 9 MA, Bilanzsumme und Umsatz < 2 Mio/Jahr
  • Klein-UN : bis 49 MA, Bilanzsumme und Umsatz < 10 Mio/Jahr
  • Mittlere UN : bis 249 MA, Bilanzumme < 43 Mio, Umsatz < 50 Mio
  • Große UN : ab 250 MA, Bilanzsumme > 43 Mio, Umsatz > 50 Mio

Organisationsformen eines Unternehmens

Aufbauorganisation

  • Leistungsstruktur eines UN
  • Stellen: kleinste organisatorische Einheit im UN, Aufgabengebiet einer Person, existiert unabhängig von einer Person
  • Leitungsstellen (Instanzen): gegenüber übergeordneten Stellen weisungsgebunden, weisungsbefugt gegenüber untergeordneten Stellen
  • Einliniensystem: 
    • Jede Instanz hat nur eine vorgesetzte Instanz von der sie Anweisungen erhalten kann 
    • klare Anweisungsbefugnisse
    • zeichnet sich durch Schwerfälligkeit und lange Entscheidungswege aus
    • eindeutige Anweisungsbefugnisse und Verantwortlichkeiten 
    • Fayolsche Brücke

Ablauforganisation

  • zeitliche und inhaltliche Festlegung und Anordnung von Arbeitsaufgaben/-prozessen
  • Stabstellen (Leitungshilfsstellen): keine Weisungsbefugnis, bearbeiten dem Chef zu (Presse-/Öffentlichkeitsarbeit)
  • Kommunikations-/ Weisungswege
  • Mehrliniensystem:
    • Mehrfachunterstellung von Stellen
    • eine Stelle muss von mehreren Stellen Weisungen entgegen nehmen 
    • kurze, schnelle Entscheidungswege
    • Konflikt durch Mehrfachunterstellung

Matrixorganisation

  • Funktions- und Objektorientierte Sparten geschaffen
  • beide Instanzen werden gleichzeitig und gleichberechtigt zur Problemlösung herangeholt
  • Konflikte können zwischen beiden Instanzen entstehen

Spartenorganisation

  • Spezialisierung nach Produkten und Produktgruppen ist eingeteilt

Beschreibe die Inhalte der Finanzierungsmatrix

Innenfinanzierung

  • benötigten Zahlungsmittel werden dem Betrieb über den Verkauf seiner Güter- und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt

Außenfinanzierung

  • benötigten Zahlungsmittel werden losgelöst vom Verkauf der Güter- und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt

Eigenfinanzierung

  • Zahlungsmittel werden dem Betrieb von seinem Eigentümer zur Verfügung gestellt
  • Eigentümer Stellen Zahlungsmittel unbefristet und ohne Rückzahlungsanspruch zur Verfügung
  • wollen Beteiligung an Gewinn
  • EK ist Haftungskapital

Fremdfinanzierung

  • Zahlungsmittel werden von externen Dritten zur Verfügung gestellt
  • befristet und mit Rückzahlungsanspruch 
  • will keine Beteiligung an Gewinn aber Zinsen als Entgeld für überlassenes Kapital
  • FK ist kein Haftungskapital

Eigenfinanzierung/Innenfinanzierung: Rückflussfinanzierung/Überschussfinanzierung

  • Selbstfinanzierung
  • Geld hat Eigenkapitalcharakter
  • Zahlungsmittel fließen in Betrieb aus Verkauf von Güter- und Dienstleistungen 
  • über betrieblichen Prozess kommen Güter in Betrieb zurück, da Kunde bezahlt

Fremdfinanzierung/Innenfinanzierung: Finanzierung aus Rückstellungsgegenwerten

  • Finanzierung mit Fremdkapital
  • ähnloch wie Abschreibung
  • Cashflow
    • Maßgröße für Innenfinanzierungsvolumen
    • je größer der Cashflow, desto größer die Innenfinanzierung
    • besteht aus: Gewinnen, Abschreibungen, Einstellung aus Rückstellungen

Was sind Abschreibungen?

  • Dienen dazu, die Wertminderung von Anlagevermögen zu erfassen
  • fließen über Verkauf der betrieblichen Leistung in Betrieb zurück
  • werden in kumulierter Form erst nach Ablauf der Nutzungsdauer benötigt, wenn das Anlagegut wiederbeschafft werden soll
  • bis zum Zeitpunkt der Wiederbeschaffung können die Zahlungsmittel für andere Verwendungen eingesetzt werden
  • Auseinanderfallen von Aufwand und Auszahlung bewirkt den Finanzierungseffekt von Abschreibungen

Erläutere die Bedeutung von Investitionsentscheidungen

Investitionsentscheidungen sind wichtige Entscheidungen, weil:

  • Hohe Kapitalbindung
  • langfristige Kapitalbindung
  • Bringen Folgewirkumgen für andere Planungsbereiche des Betriebes mit sich
  • beziehen sich auf Investitionsalternativen, deren erwartete Konsequenzen auf der Grundlage von Zielen oder Interessen beurteilt werden

Investitionsrechnungen

  • Investitionsrechnungen sind Mittel zum Zweck
  • Zweck besteht darin, Entscheidungen zu treffen, die den Zielen der entscheidenden Person möglichst gut entsprechen
  • Investitionsrechnungen sind Methoden, mit denen man die erwarteten Konsequenzen von Investitionen in Bezug auf quantifizierbare Ziele (Gewinn) beurteilt werden können
  • Kostenvergleichsrechnung, Gewinnvergleichsrechnung, Rentabilitätsvergleichrechnung
  • Rechnungen siehe Vorlesung 5!

Benenne nicht quantifizierbare Kriterien die für die Investitionsentscheidung relevant sein können.

Image, Lieferzeit, Komfort, Service

Welche Gebiete umfasst die Beschaffung

  • Rohstoffe 
  • Hilfsstoffe
  • Betriebsstoffe

Sichtweise der Beschaffung

Mengenproblem

  • Zum Zeitpunkt des Bedarfs müssen benötigte Mengen zur Verfügung stehen
  • Abstimmung mit der Fertigung und den Zulieferern

Sortimentsproblem der Materialwirtschaft

  • Art und Qualität der zu verwendenden Materialien liegen nicht eindeutig fest (kein Entscheidungsspielraum)

Raumüberbrückungsproblem/ Transportproblem

  • Gefahr von Verspätungen, Qualitätseinbußen durch Transport

Zeitproblem

  • Enge Zeitspanne zwischen Materialbeschaffung und -verwendung

Kapitalproblem

  • Durch Vorhaltung von Rohstoffen, Hilfsstoffen, Betriebsstoffen im Lager

Kostenproblem

  • Kostenoptimierung bei Berücksichtigung der Sicherung eines kontinuierlichen Produktionsvollzuges

Nenne die wesentlichen Bereitstellungsprinzipien der Materialbedarfsplanung und erläutere diese kurz

 

- Bedarfsbezogene Einzelbeschaffung 

  • Bestellvorgang erst, wenn Auftrag vorliegt oder konkreter Bedarf bekannt ist
  • Vorteil: Zins- und Lagerhaltungskosten
  • Nachteil: hohe Beschaffungskosten, Gefahr der nicht termingerechten Bereitstellung

- Fertigungssynchrone Beschaffung

  • Liefertermine und -mengen auf Fertigungsprozess abgestimmt
  • möglich ist zB schichtbezogene oder wöchentliche Anlieferung des Materials
  • Vorteil: keine Lagerkosten, langfristige Lieferverträge zwischen Partnern
  • Nachteil: Gefahr der nicht termingerechten Anlieferung (Mglk von Koventionalstrafen)

- Beschaffung auf Vorrat

  • Materialien werden unabhängig von Produktion beschafft und auf Lager gelegt
  • Versorgung der Fertigung erfolgt ab Lager
  • Vorteil: Termine und Mengen des Verbrauches müssen nicht bekannt sein, Mengenrabatt bei Lieferanten, kann bei niedrigen Preisniveau eingekauft werden
  • Nachteil: Lager- und Zinskosten, nicht für verderbliche Güter möglich

 

Erläutere die Darstellung des Sägezahnmodells und sei fähig, dieses Modell graphisch darzustellen!

Sägezahnmodell:
graphische Darstellung der Beschaffung auf Vorrat

zB: 10 Türschlösser pro Tag werden verbraucht, Lieferzeit dauert 10 Tage
--> 350 Schlösser: Lagerbestand
--> bei 150 Schlössern: Meldebstand
--> bei 50 Schlössern/ nach 30 Tagen: Eiserner Bestand
--> Bestand muss wieder auf 350 Schlösser aufgefüllt werden
--> Modell beginnt von neuem
 

Erläutere kurz die ABC-Analyse und merke dir dazu auch die Berechnung!

Materialwirtschaftlichkeitsrechnung

  • Gruppierung der Materialien nach Ihrer Wertigkeit
  • exaktes Disponieren der Teile mit hohem Verbrauchswert
  • "Eine geringe Anzahl von Materialien repräsentiert einen hohen Anteil am Gesamtwert."

Berechnung:

  • Verbrauchswer
  • Anteil am Gesamtwert
  • absteigend ordnen, um Kategorien zuordnen zu können

Gehe auf die Problematik der otimalen Bestellmenge ein!

= Beschaffungsgröße, bei der die stückbezogenen Kosten als Summe von Beschaffungs- und Lagerkosten ihr              MINIMUM erreichen

  • Je mehr man bestellt, desto günstiger kann der Stückpreis sein (Mengenrabatt) 
    • bestellfixen Kosten verteilen sich auf größere Stückzahl
  • Gegen hohe Bestellmenge, sprechen die hohen Zins- und Lagerkosten

Gehe auf das System der Produktionsfaktoren ein!

 Management
Dispositive menschliche Arbeit

  • Aufgabe: elementare Produktionsfaktoren im Hinblick auf die betrieblichen Zielsetzungen zusammenzuführen
  • Ziele: leistungswirtschaftliche, finanzwirtschaftliche, sozialwirtschaftliche

Elementare Produktionsfaktoren:

  1. Betriebsmittel
  • technische Apparatur für die Leistungserstellung/-verwertung
  • zum Beispiel: Grundstücke, Gebäude, Maschinen
  1. Werkstoffe
  • Rohstoffe
  • Betriebsstoffe
  • Hilfsstoffe
  1. ausführende menschliche Arbeit

Gehe auf die 2 wesentlichen Organisationsformen der Leistungserstellung ein!

Werkstattfertigung:

  • räuml. Zusammenfassung von Betriebsmitteln und Arbeitsplätzen mit gleichartigen Funktionen in einer Werkstatt (Dreherei, Lackiererei, Schleiferei, Verpackung)
  • Werkstücke müssen die Werkstätte entsprechend eines Ablaufplanes durchlaufn
  • Werkstücke müssen von Werkstatt zu Werkstatt transportiert werden
  • jedes Werkstück hat einen individuellen Ablaufplan
  • Vorteile:
    • geringe Umstellzeiten
    • großes Aufgabensprektrum
    • hohe Flexibilität
  • Nachteile:
    • aufwendige Arbeitsablaufplanung

Fließfertigung:

  • Anordnung der Betriebsmittel und Arbeitsplätze entsprechend der Reihenfolge der Arbeitsgänge
  • zeitliche Vorgabe
  • Vorteile:
    • einfache Arbeitsablaufplanung
    • keine Zwischenlager
    • kurze Durchlaufzeiten
    • Arbeitsteilung durch Spezialisierung
  • Nachteile:
    • geringe Flexibilität
    • lange Umstellzeiten
    • hohe Umstellkosten
    • Monotonie für Arbeitskräfte

Gehe auf die Eigenschaften von Dienstleistungen ein!

  • Kunde muss anwesend sein
  • Leistungserstellung/ -verwertung fallen zeitlich und räumlich zusammen
  • Sind nicht lagefähig/ transportierbar
  • Arbeitsleistungen können nur bedingt durch Betriebsmittel ersetzt werden
  • Geringe Kapazitätselastizität
  • Starke räumliche, zeitliche und persönliche Präferenzen

Gehe auf Preis- und Präferenzpolitische Instrumente (Absatzpolitische Instrumente) ein!

Preispolitische Instrumente

  • sind darauf gerichtet, Kunden mittels Setzen einer bestimmten Preisforderung zu gewinnen (günstiger..)
  • Preisforderung im engeren Sinne: können differenziert werden
  • Gestaltung der Konditionen/ Rabatte

Präferenzpolitische Instrumente

  • sind darauf gerichter, Kunden mittels der Erhöhung der Wertschätzung für die Produkte/ Leistung zu gewinnen (Verpackung, Image...)
  • Produkt- & Programmpolitik: betrifft Produktgestaltung (Design, Verpackung, Markenname)
  • Prozessgestaltung: betrifft bei Dienstleistungen die Schnelligkeit, Komfort, Bequemlichkeit
  • Distributionsgestaltung: betrifft die Absatzwege auf dem das Produkt zum Abnehmer kommt (Werksverkauf, direkter Vertrieb..)
  • Presse- und ffentlichkeitsarbeit: informativ oder beeinflussend an den Kunden/Abnehmer herangehend

Definiere den Begriff Absatzpolitik/Marketing/Leistungsverwertung!
Und benenne, womit dieser Begriff verbunden wird.

Leistungsverwertung/ Absatzpolitik/ Marketing:
= bezeichnet das Entscheiden über den Einsatz absatzpolitischer Instrumente im Hinblick auf die Gewinnung von        Kunden

- kann auch als Führungsphilisophie verstanden werden

- die Wünsche des Kunden sind in den Mittelpunkt zu stellen

- Preispolitische Instrumente
- Präferenzpolitische Instrumente

 

Welche Besonderheiten können für ein Dienstleistungsmarketing gesehen werden?

1.) Immatrialität 

  • Nachfrager kann die von ihm in Anspruch genommene Dienstleistung vor dem Konsum nicht physisch überprüfen

2.) Leistungsversprechen

  • Anbieter kann Leistungsversprechen nur so vermarkten, wie er sie dem Nachfrager anpreist

3.) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

  • bestimmt Image der Gesamtunternehmung mit
  • wichtige Rolle

4.) Prozessgestaltung

  • Schaffung von Präferenzen gegenüber dem die Leistungen anbietenden Unternehmen

Berechnung der Preispolitik

Erlös=Kosten
- nach x auflösen

Definiere den Begriff Management

= Gesamtheit der Aufgabenträger in einem UN und ihre dispositiven Aufgaben

Stelle 4 Aufgabenbereiche der Personalwirtschaft kurz dar!

Personalbedarfsermittlung:

  • dient dem Abgleich der zukünftig benötigten und der gegenwärtig worhandenen Personalkapazität
  • bei Differenz der benötigten und vorhandener PK muss diese ausgeglichen werden
  • quantitativer und qualitativer Personalbedarf

Personalbeschaffung:

  • Aufg: rechtzeitige Bereitstellung des quantitativen und qualitativen Personalbedarfs

Personaleinsatzplanung:

  • Eingliederung der MA in betr. Ablauf
  • Hilfsmittel: Organigramme, Stellenpläne, Programme zur Gestaltung von Dienstplänen

Personalentwicklung:

  • Erhalten u Verbessern der Fähigkeiten der MA
  • insbesondere durch Fort- und Weiterbildung
  • motivierende Komponente für MA

Warum möchte ein Betrieb offene Stellen häufig mit den eigenen Mitarbeitern besetzen?

- MA kennen Betrieb und Abläufe
- geringe MA-Beschaffungskosten
- Motivation für MA
- kurze Einarbeitungszeit

Benenne die Merkmale des externen Rechnungswesens!

  • stellt Informationen für externe Adressaten bereit (Finanzamt, Investoren, Banken)
  • unterliegt Handels- und Steuerrechtlichen Vorschriften
    • Debitorenbuch (Bereich der Rechnungen verschickt)
    • Kreditorenbuch (bezahlen eingehende Rechnungen/Lieferanten)
  • Aufgabe: Jahresabschluss erstellen!
    • Erstellung der Bilanz
    • Erstellung GuV
    • Anhang
    • Lagebericht

Nenne Merkmale für das interne Rechnungswesen!

  • generiert Informationen für interne Adressaten/Management
  • unterliegt KEINEN handels- und steuerrechtlichen Vorschriften
    • frei in der Gestaltung
    • darf entscheiden, ob internes Rewe gemacht wird
    • AUßER: in öffentl. Betr. ist es manchmal vorgeschrieben
  • Aufgaben:
    • Kontrolle er Wirtschaftlichkeit durch Soll/Ist-Vergleich
      • Nicht im Sinne vo Betriebsvergleich, weil betr. Strukturen untersch. sein können
      • Nicht im Sinne von Zeitverleich (voriges mit jetzigen Jahr)
    • Bereitstellung von Zahlenmaterial für dispositive Zwecke (Entscheidungen des Managements)
    • Kalkulation der betrieblichen Leistungen

Was ist die goldene Bilanzregel?

Das Anlagevermögen muss mehr als 100% gedeckt sein.
Das heißt der Deckungsgrad liegt bei über 100%

Benenne die Merkmale von Steuern

  • Geldleistung (keine Naturalleistung) -zB Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Gewerbesteuer
  • Geldleistung darf keine Gegenleistung für besondere Leistung darstellen
    • Gegenleistung des Staates erfolgt an Allgemeinheit, nicht an einzelnen Steuerzahler
  • Geldleistung muss von öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen auerlegt werden (zB von Bund, Land, Gemeinde)
  • Geldleistung muss allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft (zB jemand der steuerpflichtigen Umsatz ausführt oder steuerpflichtigen Arbeitslohn bezieht)

Definiere Gebühren

Abgaben, die für bestimmte staatliche Diensteistungen gezahlt werden müssen (KfZ-Zulassungsgebühr)

Definiere Beiträge

Entgelte für  staatliche Dienstleistungen

Es erfolgt keine direkte Gegenleistung durch Staat!

zum Beispiel: Kurtaxe

Definiere indirekte und direkte Steuern

Direkte Steuern:

  • Person die die Steuer nach Gesetz zu entrichten hat, muss sie wirtschaftlich tragen
  • Steuerträger/-schuldner entrichtet Steuern direkt an Finanzverwaltung
  • Steuerträger und -schuldner sind die selbe Person

Indirekte Steuern:

  • Person die die Steuer nach Gesetz zu entrichten hat (Steuerschuldner) kann sie auf andere Person (Steuerträger) abwälzen
  • Steuerträger entrichtet die Steuern NICHT direkt an die Finanzverwaltung
  • Steuerschuldner und -träger sind NICHT identisch

Nenne verschiedene Steuerarten

Nach der Auswirkung beim Steuerschuldner:

  • direkte Steuern
  • indirekte Steuern

Nach der Verwaltungspraxis

  • Besitzsteuern 
  • Verbrauchsteuern (Zuckersteuer, Mineralölsteuer)
  • Verkehrsteuern (USt, Versicherungsteuer)
  • Realsteuern (Grundsteuer)
  • Zölle (Einfuhrzölle, Ausfuhrzölle)

Je nachdem wem die Steuern zufließen

  • Bundessteuern (Zölle, Wechselsteuer, Versicherungsteuer)
  • Landessteuern (Vermögensteuer, Kraftfahrzeugsteuer)
  • Gemeindesteuer (Grundsteuer, Hundesteuer)
  • Gemischte Steuern (USt, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer)

Lernen