NW - Exkursion Kander

Exkursion Kander (Kanderdelta), Vegetationsstufen und Hochwasserentlastungsstollen

Exkursion Kander (Kanderdelta), Vegetationsstufen und Hochwasserentlastungsstollen


Susan Mühlematter
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Naturkunde, insbesondere die Veränderungen des Flusses Kander und ihrer Umgebung. Sie behandeln Themen wie Hochwasserentlastungsstollen, Kanderkorrektion, geologische Formationen, und die Entwicklung von Siedlungen, Verkehr und Vegetation im Laufe der Zeit. Die Karteikarten sind ideal für Schüler, die sich für die lokale Geografie und Umweltgeschichte interessieren, da sie praktische Beispiele und Daten liefern, um die Veränderungen und Anpassungen in der Region Thun zu verstehen.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Histoire naturelle
Créé / Mis à jour
09.11.2013 / 01.05.2016

Cartes-fiches

Vegetationsstufen

Wie heissen die 6 verschiedenen Höhenstufen?

- Nivale

- Subnivale

- Alpine

- Subalpine

- Montane

- Colline

Vegetationsstufen

Wie hoch ist die Nadelwaldgrenze?

1800 m

Vegetationsstufen

Übergang von Colline zu Montane?

Getreide, Obst, Reben

Vegetationsstufen

Übergang von Montane zu Subalpine?

Laubwald, Mischwald

Vegetationsstufen

Übergang von Subalpine zu Alpine?

Nadelwald

Vegetationsstufen

Übergang von Alpine zu Subnivale?

Alpine Matten

Vegetationsstufen

Übergang von Subnivale zu Nivale?

- Frostschutt, Schnee
- Gletscher (nur Nivale)

Geschichte von Strättligen

Was passierte 1920?

Die Gemeinde Strättligen schliesst sich der Stadt Thun an, da sie zunehmend verarmt. Die Burgergemeinde bleibt selbstständig.

-> Thun wird zur Seestadt! (Bis 1920 war es eine Flussstadt)

Gesteine

- Aus welchem Material besteht eine Moräne?

- Wie sieht die Oberfläche aus?

- Wie sieht die Form aus?

- Schutt, Geröll, Erdmasse

- Oberfläche weist Kratzer auf

- Steine in allen Grössen und Formen

Gesteine

- Was ist eine Nagelfluh?

- Wie sieht die Oberfläche aus?

- Wie sieht die Form aus?

- Gestein

- glatte Oberfläche

- kleine, runde Steine

Gesteine

Woraus besteht das Gestein Quelltuff?

Aus abgelagertem Kalk von Wasser aus den Bergen

Gesteine

Welches Gestein wird für "Wände" bei Zuggeleisen (in der Nähe von Siedlungen) verwendet und weshalb?

Lavasteine, da sie eine besonders gute Schalldichtung vorweisen

Gesteine

Wie sehen Stalaktiten und Stalagmiten aus?

siehe Bild

Kander

Wie sind die markanten, parallel zum linken Thunerseeufer verlaufenden Hügelzüge entstanden? Aus welchem Gestein sind diese aufgebaut?

Die Moränen entstanden durch die Gletscher

Kander

Was kann die Abflussmenge der Kander beeinflussen (Wassermenge, Wasserstand)? Wann führt die Kandre Hochwasser, wann wenig?

Wenn der Schnee schmilzt (und im Sommer die Gletscher), nimmt die Wassermenge wesentlich zu. Bei Regen ist der Unterschied der Wassermenge fast nicht sichtbar

Kander

Veränderung der Siedlungen (1700 - 2000)

- Zuerst hatte es nur vereinzelt, wenige Siedlungen

- Die Siedlungen wurden dichter

- Heute gibt es viele, grosse Siedlungen

Kander

Veränderung des Verkehrs (1700 - 2000)

- Zuerst gab es nur wenige Strassen

- Das Strassennetz wurde erweitert

- 1890 erfolgte der Bau der Bahnlinie (vorher fuhren die Leute mit dem Schiff nach Interlaken)

- Mitte 70er Jahre wurden Autobahnen gebaut

- Heute gibt es viele Strassen, d.h. ein grosses Verkehrnetz auf Strassen und Schienen

Kander

Veränderung Relief/Oberflächenbeschaffenheit (1700 - 2000)

- Früher verlief der Strättligenhügel ganz durch

- Früher gab es noch kein Delta

- Heute fliesst die Kander durch den Strättligenhügel direkt in den See (Delta vorhanden)

Kander

Veränderung Gewässer (1700 - 2000)

- Früher floss die Kander noch nicht in den See, sondern über die Allmend in die Aare

- Thun war bis 1920 noch eine Flussstadt

- Heute fliesst die Kander in den See (Kanderdelta vorhanden)

Kander

Veränderung des Waldes (1700 - 2000)

- Früher gab es viele, dichte Wälder

- Vorübergehend haben sich die Wälder gelichtet

- Heute sind neue Wälder entstanden

- Allgemein gesehen hat sich die Waldfläche nicht gross verändert (sie hat eher zugenommen)

- Hinweis: wenn ein Baum gefällt wird, muss ein neuer "gepflanzt" werden!

Kanderkorrektion

Wie war die Situation vor 300 Jahren?

Im Jahr 1698 floss die Kander (am Thunersee vorbei) über die Allmend direkt in die Aare.

 

Kanderkorrektion

Warum wollten die Bewohner des Aaretals die Kander umleiten?

- Hochwassergefahr

- der Lauf der Aare hat sich ständig geändert

Kanderkorrektion

Wovor hatten die Thuner Bürger Angst?

- doppelte Menge Wasser fliesst durch die Stadt Thun

Kanderkorrektion

Welche Massnahmen mussten ergriffen werden, um auch die Thuner zufrieden zu stellen?

- Massnahme 1: zweiter Aarelauf (äussere Aare)

- Massnahme 2: Regulierung des Wassers, Bau von Schleusen (z.B. Scherzligen)

-> das Bälliz wurde dadurch zur Insel

Kanderkorrektion

Welche Konsequenzen hatte eine Umleitung der Kander in den Thunersee?

- doppelte Wassermenge durch Stadt Thun

- Abschwächung der Hochwasser

Kanderkorrektion

Wann begannen die Bauarbeiten und wie lange dauerten diese?

Wann floss zum ersten Mal Kanderwasser durch den neuen Flusslauf?

- Beginn der Bauarbeiten: 1711

- Dauer: 2 1/2 Jahre

- Erster Flusslauf: 12.12.1713

Kanderkorrektion

Was passierte einige Monate nachdem die Kander durch den Flusslauf in den Thunersee floss?

Die Kraft des Kanderwassers frass den Stollen aus. Er vergrösserte sich immer mehr und stürzte schliesslich ein.

Kanderkorrektion

Was lagert die Kander im Delta ab?

Grosse Mengen an Lockersedimenten wie Geröll, Kies, Sand und Ton (Materialmenge von ca. 188'000 m3 pro Jahr)

Luftbild- und Karteninterpretation

Was ermöglicht der Einsatz von Luft- und Satellitenbildern?

Erkennung und besseres Verständnis der räumlichen Sachverhalte, Wechselwirkungen und Prozsse zwischen einzelnen Umweltfaktoren und der Gesellschaft

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Linienführung des Entlastungsstollen (Einlauf bis Auslauf)

Schifffahrtskanal - entlang der Bahngleise - unterhalb des Kraftwerks in die Aare

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Wie tief unter der Erdoberfläche liegt der Stollen? Weshalb?

- 15m unter der Erdoberfläche

- so können keine Werkleitungen tangiert werden

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Wie wurde der Stollen gebaut?

Vom Auslauf zum Einlauf mit Hilfe einer Tunnelbohrmaschine (mit Hydroschild)

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Warum wird nur die maximale Abflussmenge bis zum Wohlensee erwähnt und nicht weiter?

Der Wohlensee reguliert die Wassermenge wieder (keinen Einfluss auf die vorherige Wassermenge)

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Welches Ereignis führte dazu, dass der Stollen zum ersten Mal zum Ernstfalleinsatz kam? Wann war das?

- 10. Oktober 2011

- grosser Schneefall und Warmfront

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Welche Daten werden verwendet um eine Risikosituation früh genug zu erkennen?

- Regendaten (Niederlassungsprognose)

- Schneemengen

- Wassermengen (Wasserstand des Flusses)

- Seepegel

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Wie viele m3 können maximal durch den Stollen abfliessen?

- 100 m3/s

- der Stollen wird im Voraus geöffnet (schaffen von Rückhaltevolumen)

Étudier